Schlagwort-Archiv: Muster

Inspiration des Tages //
Musterparty bei Kule by Nikki Kule

25.03.2014 um 13.38 – Inspiration Mode

kule by nikki kule

Blau geht nicht zu Schwarz, Rot nicht zu Rot und Musterparties finden bitte höchstens im Kindergarten statt. Pah. Selbst wer Moderegeln glauben schenkt und sie befolgt, wird irgendwann an den Punkt kommen, an dem einfach alles über den Haufen geworden wird. Da tragen Kool Kids Barbour Jacken zu Segelschuhen, die Perlenohrringe dürfen zu zerschlissenen Jeans ausgeführt werden und die verrücktesten Farbkombis gelten als hip.

Manchmal braucht’s vielleicht ein bisschen Gewöhnung, doch dann schlägt das Herz gleich dreimal so schnell. Kule by Nikki Kules Musterinvasion trifft damit dermaßen ins Schwarze wie wie die Faust aufs Auge, dass wir ziemlich traurig sind, einfach keinen Store in Deutschland zu finden. Verschickt wird bislang nur in die USA. Gut, ist eh besser fürs Portemonnaie. Für eines sind wir der Guten allerdings dankbar: Für ordentlich Inspiration und Looks zu abgucken. Merci! weiterlesen

Lookbook- & Musterliebe: Das Londoner Label „Tata Naka“

24.09.2013 um 11.45 – Allgemein box2 Mode

taka-naka-ss14Nur ganz, ganz selten erlebe ich so etwas wie „Liebe auf den ersten Blick, wenn es um ganze Kollektionen geht. Um Prints und Farben und das Gefühl, das bei all dem mitschwingt. Das Londoner Label „Tata Naka“ hat mich heute Morgen allerdings mir nichts dir nichts vom Hocker gehauen. Würden die Preise nicht bei etwa 350 Dollar pro Pulli beginnen, ich hätte eine neue Leidenschaft für mich entdeckt: Das Sammeln von Über-Prints und Tragen von waghalsigen Muster-Mixen. 

Verantwortlich für die Mode zwischen Kindheitserinnerung, Kunst und graphischer Finesse, sind Tamara und Natasha Surguladze (oder eher: Tata und Naka), Zwillingsschwestern, die im Jahr 2000, nachdem sie ihren Abschluss am Central St. Martin’s meisterten, den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. Für mich liegen ihre Kreationen irgendwo zwischen Rookie Mag Ästhetik, dem Künstler Matisse und ziemlich sehr viel Wahnsinn. Liebe hoch eine Million. weiterlesen

MONKI: 7 Argumente für die gemusterte Hose – Schon satt gesehen oder noch immer auf dem Wunschzettel?

21.11.2012 um 10.13 – Allgemein Mode

Bislang habe ich mich vehement dagegen gesträubt, aber so langsam kann ich mich tatsächlich nicht mehr davor entziehen: die Leo-Prints und übrigen dunklen Verzierungen auf Jeanshosen machen überall die Runde und stellen sich als wahre Outfit-Eroberer in den Mittelpunkt. Hose an und Aufblitzer im Look ausgemacht – der Rest ist nur noch Nebensache. MONKI zeigt uns mit seiner neuesten Vermarktungsoffensivee, dass wir uns um nichts mehr kümmern sollten, als um diese geprintete Jeans im farbigen All-Over-Muster-Look.

Und das schaut vor allem in der Lieblingscoleur Dunkelgrün gar nicht mal so verkehrt aus, wie ich mir nun eingestehen muss. Oder haben wir zu viel im WWW und in vergangenen Lookbooks oder in alten Schnappschüssen herumgeschnüffelt? Alter Hut oder favorite Print – wie gefällt euch die Leoparden-Weiterentwicklung für’s Beinkleid? weiterlesen

Lieblingsstücke, auf die es sich zu sparen lohnt: Thu Thu für das Frühjahr 2013

24.10.2012 um 10.57 – Allgemein Mode

Hinter dem Brand Thu Thu steckt die Esmod-Absolventin Thuy Dong Nguyen und hinter ihren Kreationen dieses bittersüße Gefühl, das sich uns in den Bauch legt, wenn Heim- und Fernweh zeitgleich die Gedanken bestimmen. Deutschland, Vietnam, Nah und Fern – beide Einflüsse spielen in den musterstarken Kollektionen der Mademoiselle mit den zwei Herzen eine wichtige Rolle. Die Farbvielfalt ihrer Heimat und handgestickte Trachten-Details im Stil des H’Mong Volksstamms zieren da zum Beispiel moderne Klassiker wie Biker-Westen und Bomberjacken.

Das Gute an dieser Dessin-Explosion: Es bleibt uns selbst überlassen, ob wir das Mix&Match-Spiel auf die Spitze treiben wollen, um im Komplett-Outfit für Furore zu sorgen (alle Teile funktionieren nämlich auch in wilden Kombinationen ganz vorzüglich), oder ob wir bloß ein einziges Statement-Piece wählen, um dem sonst schlichten Outfit ein detailverliebtes Krönchen aufzusetzen. weiterlesen

Muster-Trend: Maschendraht bei Kenzo & Raf Simons – Do oder Don’t?

02.08.2012 um 14.25 – Allgemein Mode Trend

Der Maschendrahtzaun löst Assoziationen unterschiedlichster Manier in uns aus. Manch einer denkt vielleicht an Times-Titelbilder, an ausgemergelte Körper hinter grauem Draht. Ans Eingesperrtsein und nicht fort können, wie sehr man sich auch bemüht, in geistiger wie physischer Form. Dann gibt es noch die Kunst, die sich das Geflecht immer wieder zu eigen macht und am Ende der Kette steht die Bodenständigkeit. Hasenkäfig-Gedanken und Schrebergärten-Bilder geraten einem da in den Kopf. Weshalb ausgerechnet das gerade äußerst tonangebende Brand Kenzo und Raf Simons, der gerade erst als Chefdesigner bei Jil Sander abdankte, so fasziniert von diesem in jedem Fall begrenzendem Objekt, das wissen wir nicht.

Sicher ist nur, dass beide gerade nicht mehr ohne wollen. Kenzo machte den Anfang, Raf Simons zitiert diesen Schritt auf seine eigene Art und Weise. Gegen Streifen und Blümchen wird das neue Trend-Muster wohl nicht gewinnen können, aber werden wir trotzdem bald zum Maschendrahtzaun-Sweatshirt greifen? weiterlesen

Neue Liebe: T-Shirts von Lazy Oaf!

25.07.2012 um 11.10 – Allgemein Mode Wir

Was Sarah und ich letztens quasi gleichzeitig feststellten: In unseren Kleiderschränken herrscht ein eindeutiges Oberteil-Defizit. Jeder Versuch, endlich mit dem Hosen-Kaufen aufzuhören, endet regelmäßig erfolglos. Denn aus irgend einem Grund sind wir nur sehr selten Feuer und Flamme für Shirts aller Art. Fragt mich nicht, woran das liegt, ich blicke da nämlich tatsächlich selbst nicht durch. Zu langweilig, zu teuer für all die Langweile, falsche Farbe, falscher Stoff, und so weiter und so fort.

Das britische Brand Lazy Oaf stellte das ganze Dilemma allerdings vor Kurzem auf dem Kopf. Wir haben sie gefunden, die Shirts, die unsere Modemädchenherzen höher hüpfen lassen. Endlich. Uns ist durchaus bewusst, dass man uns seither mit Kindergartenkindern verwechseln könnte. Aber meine Güte, wir sind erst Mitte Zwanzig – wenn nicht jetzt noch einmal, wann denn dann? Nach meinem Batman-Shirt präsentieren wir uns hier also weitere Neuzugänge, die zugleich kopflos und euphorisch in unsere Einkaufstüten wanderten, als wir London einen kleinen Besuch abstatteten. Sarah trägt den „BIG DOG“ auf der Brust, auf der Rückseite des Shirts befindet sich sogar ein kleinen Schwänzchen, wirklich. Und ich trage voller Stolz allerlei kleine Hunde durch die Gegend. Und die Herzen, naja. Ich mag Herzen, deshalb ließ ich mir irgendwann auch eins in Seattle auf mein Handgelenk tätowieren. Ich Mädchen, ich. Beim Betrachten der obigen Bilder fragen uns gerade aber doch ein klein wenig, ob der Wahnsinn langsam eingesetzt hat. Also: Lazy Oaf – Machen oder sein lassen? (P.S.: Bei Instagram findet ihr uns unter „sarah_jane“ und „nikejane“) weiterlesen

Ab sofort im Online-Shop: Die „Stolen Girlfriends Club“ Blumenwiese

28.03.2012 um 15.06 – Allgemein Mode Shopping

Mitte letzten Jahres lernten wir unsere große Print-Liebe kennen: Das neuseeländische Junglabel „Stolen Girlfriends Club„. Und zwar waren es die malerischen Blumenwiesen, die uns auf Kleidern, Blusen und Hosen den Kopf verdrehten. Unsere Vorfreude auf den Frühling konnten wir damals kaum mehr bändigen und heute sitzen wir schließlich hier und fragen uns, wo zum Teufel all die Zeit geblieben ist. Eigentlich sollten wir und also freuen, denn eines der wunderbaren Shirts ist bereits online erhältlich, wie wir von der lieben Katha erfahren haben. Ihr könnt euch sicher schon denken, was der Haken an der ganzen Sache ist – genau, der Preis. 104 € soll das gute Stück kosten. Das Schlimmste ist also: Obwohl der Preis noch irgendwie im Rahmen liegt, können wir aufgrund unserer Sandalen-Käufe wirklichwirklich nicht zuschlagen.

Deshalb hoffen wir, dass sich zumindest jemand von euch am Blumenstrauß aus Stoff erfreuen kann.

Wenn Geschmäcker sich ändern: Camouflage – Like or Dislike?

26.03.2012 um 16.37 – Allgemein Mode Trend
(Bilder: Fordmodelsfashion, Acne via style.comRetailfetischFashionologie)

Ich bin mir aktuell nicht ganz sicher, ob es eher erschreckend oder erquickend ist, dass sich der eigene Geschmack gern mal um gefühlte hundertachtzig Grad drehen kann. Anfang vergangenen Jahres zum Beispiel, da stieß mir der aufkommende Camouflage-Trend noch wirklich übel auf. Sowas ließe sich ja auch nicht mit einem Bundeswehrparka vergleichen, dessen Symbolhaftigkeit schon die sogenannten Mods während der 60er Jahre umkehrten. Es gebe eben nur eine einzige Assoziation zum Tarnmuster und die sei schlichtweg negativ besetzt, meckerte ich vor wenigen Monaten noch.

Vor allem seit der Winter sich langsam vom Acker macht, kommt man auf offener Straße jedoch kaum mehr um das sonst auf Kampfanzügen verwendete Muster umher. Modemenschen aller Herren Länder bekennen sich zum Camouflage-Print – und zwar ohne mit der Wimper zu zucken. Irgendwann einmal, da hat ein kluger Dozent uns die Lehre der Geschmacksentfaltung ans Herz gelegt – die Quintessenz all dessen: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Alles eine Sache der Gewöhnung. Je öfter wir visuell mit ein und demselben Trend konfrontiert werden, umso attraktiver wird er demnach für uns. Ist genau diese Theorie jetzt also bei mir selbst anwendbar? Offensichtlich. Denn langsam verdünnisiert sich meine Moral und ich finde großen Gefallen an den Prints, die mein Sehsinn inzwischen wirklich auch nur noch als genau jene übersetzt, statt als Kampfansage. Wir könnten hier natürlich auch mit Ausreden um die Ecke kommen. Zum Beispiel: Camouflage ist Mode-Satire. Die „Anführer“ der Fashion Szene unterscheiden sich in ihrer kümmerlichen Individualität so oder so kaum mehr von einander – da kann man auch gleich zur Gleichschaltung, zur Tarnung übergehen: Lektion 1: How to dissapear completely. Oder so ähnlich. Wir geben aber einfach zu: Wir finden’s schön. Und ihr?

Lookbook: Leitmotiv AW 12 und eine neue Liebe: Fotoprints!

12.03.2012 um 16.46 – Allgemein Mode

Schon gut, ihr braucht es gar nicht sagen: Fotoprints sind doch überhaupt gar nichts Neues! Stimmt genau, Rodarte zum Beispiel war in der letzten Saison schon ganz vorne mit dabei. Bloß braucht es manchmal seine Zeit, bis sich gewisse Modische Gegebenheiten nicht nur in meinen Augapfel, sondern auch auch ins Herz gefressen haben. Zu viel Klabimm geht mir gerne mal auf den Geist – aber inzwischen hätte ich überhaupt gar nichts mehr gegen ein hübsch bedrucktes All-Over-Outfit einzuwenden. Lust auf „Mehr“ haben mir die beiden Herren hinter dem Brand „Leitmotiv“ gemacht. Ehrlicherweise hatte ich bis heute noch niemals nie von den Italienern Fabio Sasso und Juan Caro gehört – Schande über mein Haupt, denn sogar Elle und Vogue sind Fans.

Ich weiß überhaupt nicht, ob mir die Seidenstücke so absonderlich gut gefallen, oder ob mich bloß das gesamte Lookbook so entzückt. Es wirkt eben so hübsch handgemacht, so unperfekt und naiv. Eins lässt sich jedoch sagen: Auch „Leitmotiv“ arbeitet nicht zeitlos, denn Drucke im Stil des Barock und von Kirchenfenstern scheinen bei Designern derzeit hoch im Kurz zu stehen. Me likey. weiterlesen

Print-Liebe: Mystische Drucke bei Ann Sofie Madsen – Hübsch oder Hässlich?

08.02.2012 um 16.39 – Allgemein Mode Trend

Ich kann mich oft überhaupt nicht entscheiden, ob ich Prints nun toll finde, oder nicht. Sicher, ich stolpere immer wieder über Mustervariationen, die ich auch liebend gern am eigenen Körper spazieren tragen würde, aber grundsätzlich tendiere ich wohl eher zu einfarbigen Stoffkreationen. Blümchen halte ich mir derzeit vom Leib, bloß Graphisches, damit kann ich immer irgendwas anfangen. Vielleicht gerate ich bei Ann Sofie Madsens Herbst /Winter Kollektion 2012 auch gerade deshalb ins Schlingern – da ist nämlich quasi von allem was mit dabei.

Wir sehen Rorschach-Spiegelungen, die mich an Batiktechniken erinnern und deshalb sehr wohl gefallen, aber auch niedliche Eisbären, die ich ja überhaupt gar nicht blöd finden kann – höchstens ein bisschen bescheuert. So weit so gut. Aber dann…  ein Gesicht. Und Aliens. Beides aufdrucke, die ich sehr, sehr schrecklich finde. Aber all das in der richtigen Kombination? Entscheidet ihr doch bitte mal für mich: weiterlesen

Trend: Zickzack Muster im Frühjahr 2012

14.10.2011 um 13.58 – Allgemein Mode Trend

Bilder: Vogue.de

„Wie um alles in der Welt können Muster auf einmal modern sein? Die sind doch immer da!? Also meine Oma hat auch so einen Pullover. Ben auch. Und ich sogar!“ So oder so ähnlich tönte es gerade eben aus meinem Telefonhörer. Als ich meinem guten Freund aus der Heimat erzählte, womit ich mich schon den halben Morgen beschäftigt hatte, holte er mein modevernebeltes Hirn mal eben ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurück. Jaja, schon gut. Muster gibt es immer, auch jegliche Sorten von ihnen. Aber einige stechen nunmal in ihrer Beliebtheit ganz besonders heraus. Und was gerade beliebt ist, das bestimmen eben die Designer. So jedenfalls lautet die Regel, wenn man es sich einfach machen will. Was die Menschen auf der Straße, also wir, tragen, das ist dann noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Was ich sagen will: Es könnte sein, dass sich im kommenden Frühjahr vermehrt Zickzack-Muster in unsere Schränke einnisten werden. Und wer ist Schuld? Missoni? Nee, die hält bloß eine Art Vorrecht auf Zickzack, hat aber schon längst keine Lust mehr auf ihr Markenzeichen. Diesmal waren es Carven, Loewe, Etro und Celine, die sich für Zacken entschieden. Werden Streifen also künftig passé sein? Und mögt ihr denn Ziackzackzackklackklack überhaupt?

Fashion Week: Frühjahr / Sommer 2012 – Die Muster Trends

27.09.2011 um 12.41 – Allgemein Mode Trend

Muster gab es schon immer, keine Frage. Man hat sie auch schon immer getragen. Bloß nicht so exzessiv, so selbstverständlich wie heute.

Wohl dosiert platzierte man diese visuellen Explosionen in ansonsten schlicht gehaltenen Outfits, denn schon eine einzige kunterbunt-geblümte Bluse vermochte es, deren Trägerin ruckzuck in einen Paradiesvogel zwischen all dem Einheitsgrau der Straßen zu verwandeln. Damit ist jetzt schluss. Vorbei sind die Zeiten der vornehmen Zurückhaltung. Wir werden mutiger, bekennen Farbe und Form, fallen auf. Muster zu Muster, Farbe zu Farbe, Grenzen gibt es nicht. Zweiteiler die zusammen gehören, obwohl sie schon einzelnd betrachtet ein Blickfang wären, zeigten mutige Designer wie Céline schon für den Herbst, nun finden anscheinend immer mehr kreative Modeköpfe Gefallen am Auffallen. In unsere Auswahl der Trends für die kommende Sonnenzeit haben sich natürlich auch ein paar Herrschaften geschlichen, die sich schon seit langem am  Potpourri der blümeranten und graphischen Akzente bedienen: Mary Katrantzou zum Beispiel wechselt vom orientalischen Wasnelook hin zum floralen Traum und Etro bleibt seinen Ethno-Tendenzen treu. Niedlich kommt hingegen Prada daher: Mit Prilblumen und Auto-Prints. Wir fragen uns: Sind wir reif für so viel Muster? weiterlesen

Geschmack ist dehnbar – Doma versus Katrantzou

17.03.2011 um 9.00 – Allgemein Mode

Wie dehnbar der eigene Geschmack ist, fiel mir beim Betrachten der beiden Kollektionen von Damir Doma und Mary Katrantzou für den Herbst 2011 auf.

Die Entwürfe der griechischen Designerin strotzen nur so vor Farbe, Muster und konstruierter Formfindung. Hochstilisierte Frühlingswiesen, Vasen, Meissen-Porzellan und Koi-Karpfen tummeln sich bei ihr auf „Lampenschirm-Kleidern“ und fließenden Stoffen. Katrantzous Stoffwunder stellen die pure Überreizung des Sehsinns dar und treiben das Spiel des All-Over-Prints auf die Spitze der Perfektion.

Doma hingegen, der mit gerade einmal 25 Jahren sein eigenes Label gründete, setzt auf Understatement mit Hang zu intellektuellen Anwandlungen. Neben der Hauptfarbe Schwarz sind diesmal auch Bronze-Töne, ein kräftiges Senfgelb, Weiß und Coral zu sehen gewesen. Minimalismus und strenge, klare Formen geben den Ton an.

Welche die „bessere“ Kollektion ist, lässt sich nicht sagen, ebenso wenig, welche mehr gefällt – zu unterschiedlich fällt der Stil beider aus. Inspirierend sind aber und ich bin verwundert, dass man von der einen ebenso angetan sein kann, wie von der anderen. „Mut zum Mustermix“ appeliert Mary, starke, aussagekräftige Zurückhaltung propagiert Damir. Gehe es um Tragbarkeit, so fiel meine Wahl klar auf den in Frankreich lebenden „Künstler“ – beinahe jedes Stück würde ich gern ausführen. Vor allem die Details sprechen Bände: breite Armreife, dunkle Lippen und Creepers – wunderbar. weiterlesen

Trend: Spiegelmuster & das Rorschach-Phänomen

10.02.2011 um 13.51 – Allgemein Mode Trend

Eigentlich kennen wir sie schon aus dem Sandkasten-Alter, diese recht einfach herzustellenden Rorschach-Bildchen. Man nehme ein weißes Blatt Papier, betupfe, besprenkle und vermatsche es ein wenig mit Wasserfarben, falte es in der Mitte, klappe es zu und kurz darauf wieder auf, et voilà, fertig ist der „Schmetterling“, wie wir das zumeist farbenprächtige Ergebnis damals nannten. Heute haben die meisten von uns sich wahrscheinlich anderen Künsten zugewandt, in Vergessenheit geraten sind die „sagenumwobenen“ Muster aber längst nicht. Nicht erst seit dieser Saison nehmen auch große Designer wieder Vorlieb mit derartigen Spielereien und bedrucken gleich ganze Kleider damit.

Eins zu eins übernommen wurde die Technik vom australischen Wunderkind Dion Lee (2.v.l.), die ihre Models für den Frühling 2011 in kurzen Kleidchen auf den Laufsteg schickte. Mary Katrantzou (1.v.l.) zeigte bereits 2009, dass symmetrische All-Over-Drucke gar nicht mal so übel sind. Die „gespiegelten Muster“ der schwedischen Designerin Ida Sjöstedt (4.v.l) fielen uns während der letzten Fashion Week in Berlin auf und auch Weekday (3.v.l.) zeigt derzeit Long-Shirts mit großflächigen Prints in rorschachider Optik. weiterlesen

Lookbook & Making-Of Video: WeSC und das schöne Glatzen-Mädchen

08.02.2011 um 12.23 – Allgemein Film Mode

Schon während der Press Days im vergangenen Jahr habe ich meine Liebe zum skandinavischen Streetwear Brand WeSC entdeckt. Grund dafür war ein an sich recht unspektakuläres Jeanshemd, welches sich aber durch seinen extrem schmalen Kragen zu meinen Frühjahrs-Favoriten mauserte. Gestern flatterten dann diese Bilder in mein Email-Postfach und ich bin wieder einmal verzückt – was aber nur beiläufig an der gezeigte Mode liegt.

Im Rahmen der Stockholm Fashion Week trafen WeSC und die kreativen Köpfen des Künstler-Kollektivs 2FACED1 in einem Fotoshooting aufeinander. Ziel: Die fotografische Umsetzung der Herbst Kollektion „The Superlative Union“. Maria Wahlberg, besser bekannt als Decida, die unter anderem als Stylistin und Choreographin von Robyn arbeitet und so ganz nebenbei auch noch Gründerin von 2FACED1 ist, setzte zusammen mit Fotograf Anders Linden und befreundeten Models ihre sechs Lieblings-Outfits der WeSC Kollektion um. Die großflächigen Prints und Blockstreifen sind beinahe Nebensache, konnte ich meinen Blick doch nicht von obrigem Model wenden. Rasierte Frauenköpfe fand ich bisweilen allenfalls bei Natalie Portman attraktiv, doch das hat sich mit einem Mal geändert. Sagten wir nicht kürzlich noch, dass buntes Haar der Sommertrend 2011 sein wird? Wenn Beinahe-Glatzen bei uns allen so zauberhaft aussehen würden, wäre diese Aussage mit diesem Foto wohl revidiert. weiterlesen