Schlagwort-Archiv: Nanna Øland Fabricius

Angehört & Angesehen: Oh Land – “Speak Out Now” im Kleid von Stine Goya

– 13.02.2012 um 12.44 – Allgemein Musik

Dass Nanna Øland Fabricius eigentlich Ballerina werden wollte, glauben wir ihr fortan auf’s Wort: Als leuchtendes Geistermädchen tänzelt die Dänin in ihrem jüngst veröffentlichten Video zu “Speak Out Now” durch einen mit Seerosen bedeckten See und düstere Wälder. Gut sieht sie dabei aus, die junge Dame hinter “Oh Land”, dem Musikwunder von 2008. Aber leider auch genau so wie all die anderen Popsternchen am europäischen Klanghimmel. Auch der psychedelische Elektro-Zauber der Anfangszeit scheint sich inzwischen vom Acker gemacht zu haben – nennt mich verrückt, aber das klingt doch mehr nach einer rosaroten Lily Allen als nach der mystischen Nanna? Autsch.

Über meine persönliche Enttäuschung des Tages kann mich das Haar-Kleid von Stine Goya, in dem sich die verwandelte Sängerin irgendwann umher räkelt, leider auch nicht hinwegtrösten. Das Show-Piece der Spring Summer 2012 Kollektion macht am Abgrund des Hügels optisch zwar ganz gut was her, bloß wünschte ich mir, all die blonden Strähnen würden sich ganz heimlich um Miss Oh-Lands Mund wickeln und sie schließlich zum Schweigen bringen – so lange, bis sie hoch und heilig verspricht, endlich wieder gute Musik zu machen. Oder eher: Musik, die nach ihr selbst klingt.  weiterlesen

Angehört: Oh Land – White Nights

– 10.03.2011 um 16.56 – Allgemein Musik

Eigentlich wollte die engelsgleiche Nanna Øland Fabricius Ballerina werden. Ihr Leben verlief in geregelten Bahnen, gerade so wie es ihrer Opern-Sängerinnen-Mama recht war. Im Kopf der hübschen Dänin bahnte sich allerdings etwas ganz anderes an: 2008 veröffentlichte sie unter dem Namen Oh Land schließlich ihr Debütalbum “Fauna” – damit dürfte ihr Entschluss wohl gefasst gewesen sein: Das Tutu wurde in die Ecke geschmissen, stattdessen konzentriert das grazile Wesen mit dem langen blonden Haar sich auf das Besingen und Erzeugen von futuristischem Elektro-Pop.

„Ich möchte klingen, als wäre ich aus dem Jahr 2050“, sagt sie einmal. Naja, fast. Zumindest ist Oh Land aber endlich mal eine nette Alternative zu Lykke Li und Konsorten. Merci, liebe Nanna. weiterlesen