Schlagwort-Archiv: Netflix

Doku-Tipp //
„Miss Representation“ auf Netflix

30.05.2016 um 9.37 – Feminismus Film

miss representation thisisjanewayne

Media can be an instrument of Change. It can maintain the status quo and reflect the views of the society or it can awaken people and change minds.
It depends on who is piloting the plane. 

Wir leben im Jahr 2016 und trotzdem scheint die Medienlandschaft immer noch fast ausschließlich zwei Schubladen für stereotype Männer- und Frauenbilder zu öffnen. „Wenn Firmen ihre Produkte mit nackten Frauen bewerben, halte ich das für gerechtfertigt, offensichtlich gibt es ja den Markt dazu“, fauchte uns Ronja von Rönne einst in ihrem Artikel „Warum mich der Feminismus anekelt“ zu. Das ist traurig und wir hoffen, die Verfasserin weiß das eigentlich auch. Denn unser Rollen-Bild wird eben sehr stark von medialen Formaten geprägt. Dabei scheint die Medienlandschaft meistens noch so tief in der Vergangenheit zu stecken, dass es beim Zusehen wirklich schmerzt. Das wundert uns im ersten Moment natürlich nicht, ein paar Zahlen und Fakten dazu sind allerdings erschreckend:

In „Miss Representation“ geht’s nämlich genau darum. Die Doku thematisiert fehlende Role Models, antiquierte Rollenmodelle und die Konsequenzen der einseitigen Frauen-Darstellungen, die diese Mainstream-Medien mit sich bringen. Zwar hat sich seit der Erstaustrahlung dieser Doku im Jahr 2011 tatsächlich ein wenig getan (Well hello, Lena Dunham, Emma Watson, Jennifer Lawrence und jawohl, Disney), wer in letzter Zeit aber mal wieder den Fernseher eingeschaltet hat und auch die Werbung nicht ausgespart hat, der weiß, wovon hier die Rede ist. Miss Representation von Jennifer Siebel – ab jetzt auf Netflix. Und hier gibt’s den 8minütigen Trailer dazu:  weiterlesen

Fair Friday // Die 5 besten Nachhaltigkeits-
Dokus auf Netflix

06.05.2016 um 9.11 – Fair Fashion Nachhaltigkeit

fair friday netflix

Hin und wieder habe ich das Bedürfnis, dem massiven Verbrauch von Lebensstunden für den Streaminganbieter meiner Wahl einen übergeordneten Sinn zu geben. Es sind die Momente, in denen das Genre „Dokumentation“ uneingeschränkte Aufmerksamkeit bekommt, während es nach einem anstrengenden Arbeitstag gerne übergangen wird.

Es fühlt sich einfach richtig an, die grauen Zellen in unregelmäßigen Abständen zu aktivieren. Und auf Netflix findet man gleich so viel Interessantes in der größtmöglichen Variation, das schreit nach ewigem Synapsen-Wachstum. Im Bereich Nachhaltigkeit habe ich diese fünf folgenden Filme für besonders sehenswert befunden.  weiterlesen

SERIEN-TIPP //
Netflix Originals „Love“

23.02.2016 um 12.07 – box1 Film

netflix serie love

Ich bin noch nicht lange ein Serienmensch, was nicht etwa daran liegt, dass ich selbige nicht sonderlich mögen würde, ganz im Gegenteil, ich weiß bloß um mein enormes Suchtpotenzial. Die brandneue Netflix-Produktion „Love“ jagt mir allerdings nur mittelviel Angst ein – wenn Breaking Bad das Heroin krasser Serien Junkies ist, wirkt Love eher wie ein seichtes Marihuanapflänzchen. Das ist keinesfalls schlecht, womöglich sogar besser, in jedem Fall aber sehr angenehm. Genau wie Mickey und Gus.

Die beiden Mittdreißiger sind zweifelsohne schräg, ein bisschen kaputt und trotzt üppig gepflückter Neurosen-Sträuße in etwa so nahbar und sympathisch wie der Lieblings-Nachbar, der uns gelegentlich mit Salz, Kerzen oder Butter aushilft. Man wundert sich womöglich über die ein oder andere Überreaktion und Kauzigkeit, ohne beides würde aber ganz gewiss etwas fehlen. Gus ist ein Bilderbuch-Nerd mit gebrochenem Herzen, Mickey frustriert, schlagfertig und frisch gebackener Single. Die zwei gebeutelten Anti-Hero-Protagonisten treffen zum ersten Mal an einer Tankstelle aufeinander. Weil Mickey dingend Kaffee und Zigaretten braucht, keine Mäuse dabei hat und deshalb kurz davor ist eine Straftat zu begehen, gibt Gus sich heldenhaft höflich wie immer und übernimmt die Rechnung der bis dato Fremden, die einen roten Badeanzug zur Jeans und rosa Söckchen in Adiletten trägt – vielleicht der Anfang einer Geschichte über echte, wahre Liebe? weiterlesen

Serien-Tipp // Jessica Jones, Superheldin mit posttraumatischer Belastungsstörung

26.11.2015 um 14.15 – Feminismus Film

jessica jones serien tipp

Mit Jessica Jones schickt Marvel die erste Superheldin in Serie. Heldenhaft ist an dieser trinkenden, zynischen und kaputten Frau aber kaum etwas – zum Glück!

„Ich suche nach dem Schlimmsten in Menschen“ sagt die grimmig-gelangweilte Stimme von Jessica Jones (Krysten Ritter) aus dem Off – und damit ist der Ton für Marvels neue Netflix-Serie, benannt nach ihrer Heldin, gesetzt. Jessica, das stellt sich schnell heraus, ist sehr talentiert darin, das Schlimmste in Menschen zu finden: Sie arbeitet als Privatdetektivin und einzige Angestellte ihres Unternehmens Alias Investigations in New York. Den Großteil ihrer Zeit verbringt Jessica damit, Fremdgängern mit der Kamera aufzulauern und sie beim heimlichen Stelldichein abzulichten. Erfüllende Arbeit sieht anders aus.

Allerdings scheint Arbeit Jessica sowieso nicht besonders zu interessieren. Sie schläft bis spät in den Tag hinein, steht auf Flüssignahrung in Form von Whisky und hat offensichtlich Probleme, ihre Aggressionen in den Griff zu bekommen. Wüsste man nicht, dass es sich um eine Marvel-Serie handelt und Jessica Jones eine Superheldin aus der Reihe Iron Man, Captain America und Co ist, man könnte Jessica Jones genauso gut für ein düsteres Neo-Noir-Drama halten. Eines von der Sorte, wo ein schlechtgelaunter, stets düster blickender und hart trinkender Privatdetektiv durch New Yorks Straßen zieht. Und jetzt: Achtung – Spoiler-Alarm! weiterlesen