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Die Sache mit der Panik vor dem Unvorhersehbaren.

24.02.2012 um 18.18 – Allgemein Leben
Foto: Jillian Marleen Becker.

Manchmal hast du Angst davor, dass irgendwann alles zusammen bricht. Dass alles, was du liebst, irgendwann einfach nicht mehr da sein könnte. Deine Freunde, deine Gedanken, das Talent und dein Leben. Deine Gliedmaßen kribbeln als würden tausend Maden auf deinem Körper im Takt des Herzschlags tanzen. Die Stirn heiß, der Nacken feucht. Panik. Weil du weißt, dass du niemanden retten kannst. Sie nicht und dich selbst nicht.

Manchmal zittert deine Stimme und die Knie werden weich. Wie ein krankes Lamm versuchst du dich auf den Beinen zu halten, aber du wirst fallen, egal wie sehr du dich bemühst. Immer dann, wenn das schlechte Gewissen dir mitten ins Gesicht schlägt, wenn dir klar wird, dass nichts vollkommen ist. Weil du nicht da sein kannst, wo man dich braucht, nicht überall zu selben Zeit. Deine Geschwister vermissen dich, während du dich fragst, ob sie dich irgendwann vergessen. Der letzte Besuch in der Heimat ist schon Monate her. Was, wenn jetzt irgendwas passiert, wenn das Schicksal schneller zuschlägt als gedacht oder der Zufall falsche Entscheidungen trifft? Dann schaust du aus der Ferne zu und kannst nichts dagegen tun. In solchen Momenten wünschst du dir, du wärest irgendwann die Erste, die geht; damit du den Schmerz nicht miterleben musst, kein einziges Mal. Wie egoistisch von dir. weiterlesen

Weekday Vintage Market – Zwischen Chaos, Habgier und Panik

Es hätte so ein entspannter Tag werden können – voller Sonnenschein und kleinen Schnäppchen, voller guter Laune und einem netten Sonntag unter Freunden. Weekday lud ein zum „Weekday Vintage Market. Great Vintage Great Prices„, passend zum verkaufsoffenen Sonntag in Berlin, sollte es also ausgewählte Vintage Schmankerl für uns geben – nicht teuerer als acht Euro und garniert mit Snacks, Softdrinks und lauschiger Musik. Jap, auch wir ließen uns von eben solch einer netten Einladung in den Bann ziehen und pilgerten hin – zur riesigen Menschentraube vor dem verschlossenen Glaskasten an der Friedrichstraße, indem Kinder und Erwachsene sich quetschten, gierig nach allem nicht Niet-und-Nagelfestem grabschten, auf Kleidungsstücken und Inventar rumturnten oder gar selbst übertrampelt wurden und nach Luft japsten. Die Schaulustigen vor der Tür und drum rum, kopfschüttelnd, lachend, hämmisch und manch einer auch neidisch – die Gefangenen zwischen Panik, Witzeleien und Habgier.

Die Einladung zum „Flea Market“ ist nach hinten los gegangen. Bereits um viertel vor zwei, rund 45 Minuten nach dem Opening, war alles vorbei. Der Krankenwagen stand parat, die Polizei beendete das Chaos und der Schock vieler Kunden, die aus dem Store kamen stand ihnen sichtlich ins Gesicht geschrieben. weiterlesen