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Spotted // Schmuck aus Perlmutt
von Sophia Zarindast

05.08.2015 um 12.05 – Accessoire box3 Trend

sophia zarindast perlmuttWomöglich kennt ihr die fast schon frech übertalentierte Sophia Zarindast bereits von ihrem Blog Kabutar, seit 2012 entwirft die 25-Jährige allerdings auch Schmuck für eigenes, gleichnamiges Label, und zwar solchen, ohne den wir spätestens seit dieser Saison nicht mehr durch den Sommer kommen und wollen. „Riviera“ heißt die neue Cruise Collection, im Fokus: Perlmutt. Ich würde sagen, die innere Schalenschicht der Mollusken hat es sichtlich verdient, schleunigst wieder aus der Versenkung geholt zu werden, weiß der Teufel, wie wir so viel Schönheit so lange verdrängen konnten. Danke, Sophia. Die Natur erschafft am Ende eben doch die schönsten aller Materialien.

Sophias Entwürfe passieren übrigens mehr zufällig als geplant, keines ihrer Schmuckstücke zeichnet sie vor, vielleicht weil sie all der herrschenden Perfektion längst überdrüssig ist. Wenn allerdings Kulturen, Farben und rohe Natur aufeinander treffen, dann sind wir da angelangt, wo Sophia, deren Nachname womöglich nicht zufällig „goldene Hand“ bedeutet, nach Inspiration gräbt. Am liebsten offline. Mehr erzählt sie im Video-Portrait, das Lisa Ostwaldt und Swantje Fehling produziert haben: weiterlesen

Das Perlen-Comeback – Do oder Don’t

29.05.2012 um 17.53 – Accessoire Allgemein Do or Don't

Ich erinnere mich noch genauestens an mein sehnlichst erwartetes Weihnachtsgeschenk im Alter von 14: Meine kleinen Perlenohrringe! Jeden Tag wurden sie angelegt, zur Schau getragen und abends sorgfältig ins Watteschälchen gelegt. Wir Mädels waren uns damals sehr wohl einig, dass die perlmuttfarbenen Dinger einfach ein „Must-Have“ sind und niemals aus der Mode kommen könnten. Taten sie doch, zumindest für mich. Mama trug sie, Oma sowieso und an Mädels mit Hang zum Polohemd sah man fortan nichts anderes mehr. Aber auch meine Lacoste– und Ralph Lauren-Zeit nahm ihr Ende und auch meine leicht spießig anmutenden Perlenohrringe verschwanden in den Tiefen des Schmuckkästchen. Seither haftet den Schätzen der Muschel ein leicht biederer Beigeschmack an. Alexander McQueen und Chanel dürften mit jeglichen Assoziationen allerdings langsam aber sicher aufräumen, denn ohne die Perle würde ihr ein oder anderer Look ganz schön öde und unspektakulär drein schauen.

Meine Perlenohrringe von damals werden zwar vorerst trotzdem nicht aus der Versenkung geholt, das ein oder andere Accessoire darf wohl aber sehr wohl wieder mit den perlmuttfarbenen Kügelchen versehen werden – oder bleibt der Brautmodenbeigeschmack, die leicht spießige Assoziation und der biedere Charakter einfach an ihnen haften: Was meint ihr?  weiterlesen