Schlagwort-Archiv: Prada

Wish List // First Glimpse of Spring

02.02.2017 um 10.30 – Shopping

wishlist

Der Januar ist modetechnisch gesehen, ein ganz laues Lüftchen: Zwischen Sale-Ware, die man meistens gar nicht braucht und neu eingetrudelten Kreationen, die man wetterbedingt noch gar nicht ausführen kann, macht sich Müdigkeit breit. Und so tendieren auch wir Anfang des Jahres vor allem meist zu immer gleichen Kombinationen, die in erster Linie vor Kälte schützen, statt wie ein Feuerwerk daher zu kommen. Während der Mantel bereits Augenroller hervorruft, das Schuhwerk dank Salz und Eis auch nicht mehr wie aus dem Ei gepellt dreinblickt und Mützen auch noch jede Bemühungen einer Frisur dem Erdboden gleich machen, bleibt nur eines zu hoffen: Komm schnell her, du zarter Frühling, denn wir wollen endlich wieder leicht bepackt vor die Tür treten, Knöchel zeigen und wirklich nur dann auf Layering setzen, wenn uns aus freien Stücken der Sinn danach steht.

Realistisch betrachtet, müssen wir uns wohl noch rund 3 Monate gedulden, bis es soweit ist. Nun, zumindest dann, wenn wir der kalten Deutschlandbrise nicht den Rücken kehren. Träumen darf man aber wohl trotzdem: Zum Beispiel von längst ausverkauften Sonne, Mond & Strerne-Taschen (Gott sei dank!), von Pfirsichen auf der Brust und geblümten Slippern in zartem Rosé. weiterlesen

OUTFIT //
Schnipp, Schnapp, Pony ab.

01.02.2017 um 8.50 – Outfit Wir

Asos Reclaimed vintageIch hab‘ noch gesagt „Sarah Jane, Freundinnen, Mama! Haltet mich davon ab, mir jemals wieder einen Pony zu schneiden!“ Und zwar in weiser Voraussicht. Denn jedes Mal, wenn sich mal wieder ein Mikropony über meine relativ kurz geratene Stirn legte oder Jane Birkins Antlitz mich dazu inspirierte ganz parisienne ein paar Fransen über den Augenbrauen baumeln zu lassen, ertrank ich früher oder später in der Erkenntnis, dass für mich persönlich bloß ein Mittelscheitel funktioniert – schon allein wegen der mir von Opa Edmung mitgegeben Superwirbel, die sich quer über den gesamten Kopf legen. Jetzt ist es trotzdem passiert. Die optische Langeweile hat mich gewohnt unerwartet und in einem plötzlichen Anflug von Veränderungswahn in die Hände meiner Küchenschere getrieben, etwa fünf Minuten bevor ich das Haus verlassen musste, um pünktlich „Lala Land“ zu sehen. Wenig später saß ich also samt Mütze im Kino und verstand weder mich noch den Hype um Ryan und Emma. Ein schrecklicher Abend.

Zum Glück sah die Welt am darauffolgenden Morgen schon wieder ganz anders aus. Meine neue Frisur half mir nämlich immerhin über die vor kurzem attestierte Modemüdigkeit hinweg und so machte ich den gestrigen Dienstag schließlich zu meinem persönlichen „endlich-wieder-Overdressed-im-Alltag“-Debüt 2017. Inklusive selbstbewusst getragenem Vorhang vor der Birne. Ich weiß zwar nicht, wie es jetzt weiter gehen soll, mit einem Besuch beim Profi etwa oder Monaten voller Klämmerchen und Spangen, aber ich werde das schaffen. Und frohen Mutes sein. Darüber, dass ich mit 28 Jahren immer noch in der Lage bin, mich wie 16 zu fühlen und auch genau so zu handeln. Macht ja auch irgendwie Spaß: weiterlesen

Leserbriefe // Kati fragt:
Muss ich meine Prada Tasche zurückgeben?

13.01.2017 um 12.15 – Allgemein

leserbriefe thisisjanewayneLiebe Nike,

der Grund weshalb ich Dir schreibe, ist ein echter Mädchengrund und nie hätte ich geglaubt, dass ich wegen so etwas mal einem Menschen schreibe, den ich gar nicht kenne.
Also: ich habe die Prada Pionnière in braunem Samt, auf die ich etwa 3 Monate warten musste und nun, da ich sie habe und auch wirklich liebe, kommt mir das gute Stück dermaßen empfindlich vor, dass ich ernsthaft Zweifel habe, ob ich sie wirklich behalten soll. Sie ist noch ungetragen, hat aber schon von der Lagerung im Staubbeutel Druckstellen. Daher frage ich mich, ob sie schön altert, oder bald einfach nur ramponiert aussieht. Nachdem Du sie ja schon seit einer kleinen Weile hast und ich mir jetzt seit Tagen sinnlos den Kopf darüber zerbreche plus meine Rückgabefrist morgen abläuft, schreibe ich Dir jetzt einfach.

Ich wäre Dir sehr dankbar für eine kurze Antwort, sei es in Steno 🙂
1000 Dank und liebe Grüße
Kati weiterlesen

OUTFIT // Hair Bow.

08.12.2016 um 11.36 – box3 Outfit Wir

norse projects coat

Vergangene Woche habe ich mein Badezimmer entrümpelt, das war streckenweise selbstverschuldet eklig, obwohl ich wirklich nicht hätte ahnen können, dass sich das Fußpuder vom Mann wegen eines losen Deckels binnen weniger Sekunden wie eine vorweihnachtliche Schneelawine über mein komplettes Bürsten-Sammelsurium ergießen würde. Mir war ein bisschen, als habe das Universum plötzlich so etwas wie Mitleid mit mir verspürt, denn noch während sich mein Gesicht der Schwerkraft ergab, fiel mein Blick auf eine verloren geglaubte Kiste. Die Kiste. In der sich über die Jahre offensichtlich sämtliche Haarspangen passend zu unterschiedlichsten Lebensabschnitten angesammelt haben. Ganz oben lag eine Ungetüm aus Samt und ich kann nur vermuten, dass sie aus einer Zeit stammt, in der ich heimlich Chuck Bass anhimmelte. Schande über mein Haupt, oder eher: Schleife an mein Haupt. Man wird ja wohl hin und wieder ein bisschen in Nostalgie versinken dürfen.

Passend dazu trage ich eine 15 Jahre alte Samthose von Closed, die ich, man mag es kaum glauben, irgendwann aus dem Schrank meiner Mutter fischte: weiterlesen

OUTFIT //
Immer wieder Montags.

21.11.2016 um 10.10 – Outfit Wir

closed this is jane wayne nike van dintherIch hasse Montage überhaupt nicht, ich finde sie bloß sehr seltsam. Vielleicht, weil es zum guten Ton gehört, an Montagen etwas mürrisch zu sein, selbst wenn man sich eigentlich sogar über die neue Woche freut und auch über den Montagsstress, der irgendwie macht, dass man sich lebendig fühlt. Manchmal sitzt man also da und ist im Grunde ganz selig gestimmt, wegen der Erholung am Wochenende zum Beispiel, aber dann kommt der Knackpunkt ins Spiel, nämlich das Hirn. Meines jedenfalls funktioniert Montags nur bedingt und ab und zu auch gar nicht, weshalb ich trotz allem Optimismus am Ende doch wieder der Montags-Nörgerlei erliege. Ein Teufelskreis.

In weiser Voraussicht achte ich deshalb zumindest darauf, dass nicht viel Luft für noch mehr negative Schwingungen bleibt, auch hinsichtlich der Arbeitsgarderobe. Die muss am Tag nach dem Tatort gemütlich sein und warm und schlicht, aber trotzdem nicht für die Katz, wegen der Stimmung und einer Handvoll kleiner großer Meetings (wir hatten hier bereits ein wenig geplaudert – Freunde, es wird fabelhaft!). Ich muss jetzt zusammen mit Sarah Jane los und bin gleich zurück – hoffentlich mit den verspäteten Weekend Reads im Gepäck ♥ weiterlesen

OUTFIT //
Kaffeeklatsch heißt das Zauberwort.

10.11.2016 um 17.14 – Outfit Wir

nike van dinther

Gestern Abend habe ich mit einer meiner beiden überaus charakterstarken Omas telefoniert und forsch wie ebenjene, die bereits nach dem zweiten Klingeln unerwartet laut in den Apparat brüllte, nunmal ist, entlud sie binnen weniger als fünf Minuten sämtlichen Hass auf die politische Gesamtsituation der Welt in einem hundsgemeinen Monolog, der sich gewaschen hatte. Ich glaube, sie benutzte sogar das Wort „scheiße“, ganz sicher bin mir da aber nicht, auf mein Nachfragen hin, ob ich das jetzt wirklich richtig verstanden hätte, murmelte sie nur irgendetwas von wegen „Ja haben die Leute denn das Diskutieren verlernt.“ Ich sagte Oma, dass das gut sein könne, ich würde nämlich immer wieder die traurige Erfahrung machen, dass Streitgespräche mit Betoung auf „Gespräche“ meist schon im Keim erstickt würden, weil eben niemand niemandem auf den Schlips treten will oder weil der, dem auf den Schlips getreten wurde gleich die beleidigte Leberwurst spiele.

Was man dagegen tun könne, fragte ich irgendwann und Oma sagte nur: Kind, ein ausgedehnter Kaffeeklatsch hat noch niemandem geschadet. Das mag banal klingeln, aber womöglich ist was dran. Man sollte sich Sonntags statt zum Tatort in großer Runde zum Umtrunk koffeeinhalter Heißgetränke treffen und plappern was das Zeug hält und zwar ohne Angst vor Unanehmlichkeiten. Vielleicht müssen auf regelmäßiger Basis ganz gediegen die Fetzen fliegen dürfen, damit wir konstant von anderen lernen können. Und den eigenen Horizont erweitern. Und am besten fangen wir sofort damit an, gleich heute. Das passende Outfit zum Tee hätte ich schonmal, fehlt nur noch ein frisches Hirn nach der gestrigen Zermürbtheit: weiterlesen

5 Piece Wardrobe //
The Nice Girl.

08.11.2016 um 12.06 – Mode Shopping

five pieces

Es gibt in meinem Leben ein neues Denim Brand, Kings of Indigo, und zwar nicht nur wegen der fairen Produktionsbedingungen, sondern auch aufgrund der beeindruckenden Tatsache, dass keine andere Jeans dieser Erde es vermag, aus einem flachen Flunderpo wie dem meinigen ein derart apflerundes Prachtexemplar zu zaubern. Das schwöre ich auf alles, was mir lieb ist. Nun bringt mir ein hübscher Hintern im Herbst allein aber nun wirklich rein gar nichts, warme Füße sind das größere Problem, weshalb ich derzeit nach passendem Schuhwerk Ausschau halte. Wenig innovativ liebäugle ich also wie immer mit einem neuen Paar Dr.Martens. Am liebsten hätte ich ja einen lackroten Halbschuh, weil ich genau den aber nicht ausfindig machen kann, kommt nun auch ein erdiges „Gaucho“ Modell infrage. Nach all dem Schwarz vermisse ich die Farbe Braun wirklich ein bisschen. Zeit, dass sich das ändert. Zum Beispiel so: weiterlesen

5 Piece Wardrobe // Schwarzweißrot.

02.11.2016 um 12.48 – Mode Shopping

5 Piece Wardrobe

Für gewöhnlich habe ich morgens überhaupt keine Ahnung, wie ich den Tag kleidungstechnisch am liebsten bestreiten würde, ich stelle mich meist in die Mitte meines kleinen Ankleidezimmers, das eigentlich ein Gästebad ist, und starre kurz vor mich hin, bevor ich anfange, ein paar Sachen rauszuziehen, die am Ende hoffentlich zusammen passen. Seit geraumer Zeit ist das anders, denn wenn mich gerade nicht all die schönen Ringel für sich beanspruchen, träume ich von exakt diesem schwarzweißroten Träumchen da oben.

Rote Pullover sind ohnehin ungeschlagen, noch besser wird’s nur mit einem femininen Stehkragen aus Strick darunter. Und wärmer praktischerweise auch. Mit festen, ausladenden Hosen wickelt man mich außerdem immer um den kleinen Finger und nun ja, die Tasche steht ganz oben auf meiner Weihnachtswunschliste. Jedes Jahr am 24. Dezember darf ein großer, unvernünftiger Wunsch der schlimmsten materiellsten Sorte bei Sarah und mir einziehen, das ist Teil des „Wir-sind-ein-super-Jane-Wayne-Doppelpack-und-dürfen-unterm-Tannenbaum-auch-mal-banane-sein“ Deals. Die Recherche hat also begonnen: weiterlesen

Outfit // Red Socks Thursday
(und happy Birthday Jane Wayne!)

18.10.2016 um 11.16 – box2 Outfit Wir

leoparden mantel Ihr kennt ja sicher alle die ein oder andere (veraltete) Mode-Regel. Obwohl damit wohl eher Mode-Verbote gemeint sind, ich sehe da jedenfalls nur in den allerwenigsten Fällen Raum für Experimente. Dunkelblau etwa sollte man keinesfalls zu Schwarz kombinieren („Schwarz und Blau schmückt die Sau“) und auch die Liaison zwischen Rot und Rosa scheint lange Zeit einen ähnlich großen Faux Pas dargestellt zu haben. Ein Glück also, dass ich heute bloß Leoparden-Plüsch zur roten Socke trage – Obwohl genau das durchaus als eine der schlimmsten aller Sünden gelten könnte, man soll optisch schließlich nur punktuell klotzen und ansonsten lieber kleckern.

Hat nicht ganz so gut geklappt, der Sinn stand mir am Morgen nunmal nach beidem. Und da eine Leoparden-Jacke ja schon im Alleingang als tendenziell schwierig gilt, ist in den Augen vieler womöglich ohnehin bereits Hopfen und Malz verloren, viel verkehrt machen kann man da also sowieso nicht mehr. Finde ich. Außer, man fühlt sich selbst nicht wohl. Meine Laune ist heute allerdings unantastbar, Jane Wayne wird nämlich sechs (!!!) Jahre alt. Deshalb auch der Fummel. Und ein bisschen Wahnsinn. Aber vor allem: Freude! weiterlesen

Happy Heart // Von Schleifenschuhen & orangenen Elefanten

17.10.2016 um 11.33 – Wir

happy heart

Wir müssen uns dieser Tage schon arg anstrengen, um nicht über das Wetter zu reden, schlitterten wir hier in Berlin doch vom schönsten Spätsommer direkt ins diesige Novembergrau – und befinden uns noch immer in Schockstarre. Schal über die Nase, Mütze tief ins Gesicht und raus. Oder wir spulen das Kontrastprogramm ab: Kerzen an und zurück unter die Bettdecke. Eine weitere Option gibt’s natürlich noch: Das Haus nur dann Verlassen, um gleich wieder bei Freunden einzukehren oder ins nächste Kino zu huschen. Für alle Eventualitäten bin ich jedenfalls jetzt schon bestens vorbereitet: Die dicke Wollmütze inklusive aussagekräftigem Smiley ist besorgt und auch daheim duftet’s nach orangengefüllten Madeleines und nach süßer Feige.

Um auch heute schon wieder bereit für steigende Temperaturen zu sein, mussten allerdings auch die karierten Ballerinas samt dicker Schleife beim letzten Outlet Besuch in der Heimat mit. Ein erster Versuch mit Steghose und sogar mit Socken ging gehörig in die Hose, aber vielleicht könnten Nylonstrümpfe dafür sorgen, dass ich die spitzen Schätzchen, die meine Schwester übrigens an „unsere Oma erinnern“, schon ganz bald ausführen kann. Wovon ich zuletzt außerdem nicht die Finger lassen konnte? weiterlesen

Fashion Week Tendenzen //
Über Mode, die Spaß machen darf.

28.09.2015 um 12.29 – box3 Mode Trend

spring summer 16 fun in fashionManchmal tut mir Mode leid, vor allem, wenn sie sich auf den spitzen und kritischen Zungen ihrer Betrachter herumtreibt. Es ist, als könne sie kaum etwas richtig machen, als zehre der ständig zu bestehende Drahtseilakt zwischen Tragbarkeit und Euphorie langsam aber sicher an ihren Nerven, als sei sie selbst nicht mehr sicher, was sie überhaupt will, wen sie bezirzen und kleiden mag. Vielleicht liegt der Fehler aber auch nicht bei der Mode selbst, sondern bei der Einstellung, mit der wir ihr gegenüber treten. Wer definiert überhaupt, was straßentauglich, wer, was zu viel ist? Meist die, die am Ende sowieso nicht für das brennen, was die Designer dieser Erde sich von Saison zu Saison für uns überlegen. „Alles langweilig“, hört man von hier, während dort hinten jemand brüllt „Verkleidungskiste!“. Na, was denn jetzt? Ich weiß, ich weiß, es gibt einen goldenen Mittelweg. Aber der ist nunmal nicht jederfraus Sache.

Umso glücklicher bin ich darüber, dass eine Handvoll Modeschöpfer und -Schöpferinnen an ihrem Mut zur optischen Dekadenz und Exzentrik festhalten und immer wieder dafür einstehen, dass Mode, ganz gleich in welchem Gewand sie daher kommt, vor allem eins muss: Spaß machen. Oder besser: Spaß machen dürfen. Wo kämen wir auch hin, ohne Leidenschaft und Experimente? Nach ein paar Jahren, die vor allem im Zeichen elegant-smarter Geradlinigkeit standen, die geprägt waren von schneeweißen Sneakern und Gemütlichkeit, wird eine Gegenbewegung jedenfalls immer deutlicher: Plötzlich wollen wieder dieses Bauchkribbeln ob des Besonderen spüren, wir wollen gesehen werden, statt in vornehmer Zurückhaltung zu verschwinden. Nicht immer, aber manchmal. Zumindest aber wollen wir die Freiheit genießen, uns in schreiende Farben, geschicktes Layering und verspielte Prints zu tunken, wann immer das Gemüt danach verlangt. Das wäre doch mal was. Wenn wir endlich begreifen würden, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Mode lieben, in all ihren Facetten, aus tiefstem Herzen. Denen es Spaß macht, gelegentlich zu übertreiben, in Rollen zu schlüpfen und herum zu probieren bis Ananas-Früchte auf rosa Krawatten prangen. weiterlesen

In the Mood for… //
Overknees à la Prada & Jil Sander

22.09.2014 um 11.01 – Accessoire box3 Inspiration Trend

socken

Nun, eigentlich müssten wir doch annehmen, dass Socken mittlerweile ebenso etabliert sind wie Hüte, non? Immerhin wird seit Jahren am Image gefeilt, kaum eine Kollektion kommt ohne sie aus – und nicht zuletzt bei Jil Sander und Prada auf der Milan Fashion Week sorgten sie jüngst für das perfekte i-Tüpfelchen. Warum aber hat’s die Socke bloß so schwer?

Nach der Tennis-Variante im Sommer und dem gemütlichen Baumwoll-Strumpf im Winter, darf also auch das Frühjahr 2015 ganz im Zeichen der wunderbaren Socke stehen – und wenn’s nach den Chefdesignern Miuccia Prada und Rodolfo Paglialunga geht, hochgezogen bis zum Knie. Die Sache mit dem Siegeszug kann doch nicht so schwer sein, oder? Ich wette allerdings, dass ich mich auch im kommenden Sommer nicht ans Strumpfbein gewöhnen werde und euch Mutigeren lieber beim Flanieren zuschau‘. Macht ihr denn mit oder seid ihr längst erprobt?  weiterlesen

Outfit // Im Muster- & Farb-Rausch mit Marimekko & Reality Studio

16.07.2014 um 10.10 – Allgemein box1 Janes Outfit

marimekko-reality-studioNormalerweise bin ich wirklich kein Fan von Shopping-Exzessen, Fingerschwör, viel lieber kaufe ich hin und wieder ein paar richtige Schätze, auch wenn das nach Außen hin stets etwas anders wirken mag. Am Wochenende ist’s jetzt allerdings ein bisschen mit mir durchgegangen, denn der Bauch hatte nochmal ordentlich „plopp“ gemacht und nichts, aber auch wirklich gar nichts von all dem, was mir da aus meinem Kleiderschrank entgegen blinzelte, wollte passen oder gut aussehen, wobei sich an diesem Zustand womöglich auch bei doppelter Kleidermenge nichts geändert hätte. Ein neuer Körper macht also ganz offensichtlich Lust auf neue Kleidung und naja, manchmal muss man seinen Gelüsten eben nachgehen (solange man nicht im Dispo landet, versteht sich). 

Zunächst stolperte ich also bei Baerck Berlin vorbei, um mir den lang angeschmachteten Lachs-farbenen Mantel eines meiner liebsten deutschen Brands, nämlich Reality Studio, zuzulegen. Dann erspähte ich obendrein noch eine schnieke Weste von Vladimir Karaleev, der mich ja gerade erst fies angefixt hatte und zackboom, wanderten die zwei Teile auch schon meine Tüte. Eigentlich wollte ich kurz darauf den Heimweg antreten, doch dann kam plötzlich eine unverhofft große Liebe ins Spiel: Marimekko mit Sitz in Finnland. weiterlesen

Spring 2014 Cravings // Kunst und gut.

11.02.2014 um 11.14 – DIY Kunst

fashion-and-art-ss14Ich glaube, ich muss gar nicht mehr viel zur obigen Collage sagen. Dass Kunst und Mode ein Liebespaar sind, gilt seit jeher als Gesetzt und die ziemlich offensichtlichen Inspirationsquellen von Chanel (Jeff Koons), Céline (Graffity und Brassaï), Prada (politische Street Art aus Mexiko und L.A.), Jil Sander (Alighiero Boetti) oder Castelbajac (Brancusi) haben wir auch schon zu genüge durchgekaut. Der Frühling 2014 wird artsy fartsy, daran lässt sich nicht mehr rütteln – so offensichtlich wie diesmal war’s aber tatsächlich selten. Uns soll’s recht sein.

DIY-Nachmittage sind nämlich schon in Planung, denn irgendwie muss man das doch auch selbst hinkriegen. Ein weißes Kleid, ein paar Pinsel und Farbe – wir sind höchst optimistisch und berichten dann von eventuellen Farb-Desastern. Bis dahin stellt sich bloß die Frage: Von wem lassen wir selbst uns denn inspirieren? weiterlesen

Prada SS 14 by Steven Meisel : „Women are strong, women are visible – we are fighters“

07.01.2014 um 10.30 – Allgemein Mode

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Über die Kampagnenbilder der kommenden Frühjahrskollektion von Prada zu stolpern, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man in Schwärmereien verfällt. Auf Farbexplosionen wie Miuccia sie immer wieder kreiert, müssen auch keine romantischen Gefühlsexplosionen folgen und mit großflächigen Face-Prints kann man gewiss nicht jeden locken. Wenn mich aber jemand fragt, weshalb ich mich dazu entschieden habe, den Rest meines beruflichen Lebens mit Mode zu verbringen, dann antworte ich nicht „Weil sie so schön ist“. Mode, die nur schön ist, mag leicht zu konsumieren sein, angenehm und unbeschwert. Interessant wird es jedoch dann, wenn Mode von Gefühlen lebt, von Popkultur, Politik und gesellschaftlichen Entwicklungen. Miuccia Prada schafft es, all das miteinander zu verbinden – die studierte Poitikwissenschaftlerin übernahm Ende der 70er Jahre mit 28 Jahren das Familienunternehmen und setzt seither Statements, die über den Tellerrand der hübschen Oberflächlichkeiten hinaus schießen.

Diesmal dreht sich alles um Street Art und Aktivismus, um weibliche Stärke, Vielfältigkeit und Feminismus. Der Soundtrack zur Show: „Work Bitch“ von Britney Spears und M.I.A.s „Bring the noize“.  weiterlesen