Schlagwort-Archiv: Produktionsstätten

Anonyme Botschaft in Primark-Kleid:
»Forced to work exhausting hours«

– 24.06.2014 um 17.22 – Gesellschaft Mode

primark einnaeher  Anonyme Botschaft in Primark Kleid: <br/> »Forced to work exhausting hours«Ein einziges Mal habe ich mir den Primark-Horror von Innen angeschaut, und ich weiß, “Horror” klingt böse, aber so roch es auch: Nach gesundheitsschädlicher Chemie und Plastikverpackungen. Vor den Filialen geht es ähnlich gruselig zu, es gibt nämlich offensichtlich kaum jemanden, der den König der Wegwerf-Mode ohne vollgestopfte Tüte(n) verlässt. Schließlich bekommt man H&M-Hippness zu Kik-Preisen und die Strumpfhosen-Qualität ist gar nicht mal so übel. Dass da irgendetwas aber nicht mit rechten Dingen zugehen kann, nicht einmal ansatzweise, darüber denkt so gut wie kein Kunde nach (Tipp: ZDF Marken-Check). Hauptsache Konsum plus Rausch und davon viel. Das Argument “Auch Teenies und Erwachsene ohne Super-Einkommen oder reiche Eltern haben ein Recht auf Shopping-Ausflüge” zieht nicht – hier geht es, in den allermeisten Fällen, um das gefühlt 36. Shirt im Schrank, um mehr, mehr, mehr zu immer niedrigeren Preisen. Im schlimmsten Fall endet so ein Einkaufs-Exzess mit einem sogenannten Blogger-HAUL-Video, in dem die Billig-Beute anschließend der Followerschaft präsentiert wird. Was folgt, sind Likes und viele “Wows”.  

Wer unter den 10-Euro-Kleidern leidet, ist klar: Näherinnen und Fabrikarbeiter zum Beispiel. Ein Textilfabrikeinsturz in Bangladesch forderte zuletzt sogar über tausend Menschenleben – auch Primark hat dort produzieren lassen. Laut Spex und South Wales Evening Post könnte es durchaus sein, dass die Billiglohnkräfte jetzt ganz subtil auf die Barrikaden gehen. weiterlesen

Unterwegs mit Zimmerli in der Schweiz –
und: Wie wird eigentlich hochwertige
Unterwäsche produziert?

– 14.10.2013 um 12.47 – Allgemein Mode

Zimmerli Unterwegs mit Zimmerli in der Schweiz   <br/> und: Wie wird eigentlich hochwertige <br/> Unterwäsche produziert?

Unterwäsche gehört zu den wenigen Dingen, denen ich bislang ziemlich nachlässig Aufmerksamkeit schenkte. Bunt gestreift, relativ günstig und mehr oder weniger bequem – so schaut’s in meiner Kommode aus. “Egal” lautete bis vor kurzem noch die Einstellung zum “Untenrum-Thema”. Doch “Egal” macht einfach überhaupt keinen Sinn. Es geht um das Kleidungsstück, das wir ganz eng anliegend am Körper tragen. Jenes, das eigentlich alleroberste Priorität haben sollte, das uns bequem durch den Tag bringt und uns ein gute Gefühl geben sollte – auch wenn andere es eben nicht sehen können. Und das ist wohl das Problem an der ganzen Chose: Gute Unterwäsche war für mich bislang einfach eher unwichtig, weil es ein notwendiges Ding ist, deren Optik mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht war. 

Und das bleibt sich auch weiterhin, mit dem Unterschied, dass ich die Qualität seit vergangener Woche eben doch mehr schätze. Und hier kommt Zimmerli ins Gespräch, ein traditionelles Wäsche-Unternehmen aus der Schweiz, dem ich vergangene Woche mal über die Schultern schauen durfte und das mir tatsächlich und ehrlicherweise mal wieder die Augen geöffnet hat, wie Arbeitsintensiv die Herstellung von Kleidung ist und wie schön und angenehm Qualität sein kann.  weiterlesen

Feature: Nachgehakt – Wie produziert ihr eigentlich, H&M?

– 27.03.2012 um 18.16 – Allgemein Mode

hm news Feature: Nachgehakt   Wie produziert ihr eigentlich, H&M?

Ja, wie produzieren eigentlich unsere liebsten Modeketten? Wirklich so daneben oder doch nach vorbildlichen Vorschriften? Wir wollten’s genauer wissen und haben bei dem wohl bekanntesten schwedischen Modehaus H&M nachgehorcht:

Wie kann ein H&M-Shirt eigentlich so günstig sein? Wieso sind viele Fabrikarbeiter so jung? Warum stehen die Produktionsbedingungen ständig unter Beschuss? Und wie schaut’s eigentlich mit nachhaltigen Materialien im „Hennes & Mauritz“-Wunderland aus?

Das H&M-Team hat uns Rede und Antwort gestanden und bringt in unserem recht ausführlichen Interview vielleicht ein bisschen mehr Licht ins Dunkle.

Wir wollen an dieser Stelle auch in keinster Weise Stellung beziehen, sondern euch und uns die Gelegenheit einräumen, auch einmal die Gegenseite anzuhören. Damit wir uns eine eigene Meinung bilden können. Ein Interview also zum Nachdenken, Verstehen, Reflektieren und Diskutieren – Viel Spaß!

Mehr gibt’s hier in unserem Interview!