Schlagwort-Archiv: Schwangerschaft

Rückblick 2015 // Ein Jahr mit Baby (im Kopf)

06.01.2016 um 15.25 – Allgemein Kolumne

Wie schnell die Zeit verfliegt, merkt man erst so richtig, wenn man Kinder hat, sagen die anderen immer. Und ich kann an dieser Stelle wohl ausnahmsweise nicht vehement mit dem Kopf schütteln, wenn die anderen etwas sagen. Es stimmt. Vor fast genau einem Jahr fiel ich knapp aus den Wolken, als der Schwangerschaftstest mir meine Vermutung im Bauch ziemlich deutlich bestätigte: SCHWANGER. Oh Gott, so schnell? Ja, es passierte wirklich ungeahnt flott, so halb geplant, halb waghalsig, mitten im Jane Wayne Chaos, in der neuen Wohnung, die doch eigentlich ein Kleiderzimmer beherbergen sollte, statt eines Kinderzimmers, zwischen Teenie-Erinnerungen und Erwachsensein-Verdrängung. Was dann folgte? Riesige Vorfreude und doch: Die Ernüchterung. Schwangersein war einfach nicht mein Ding. Dass mir Verzichten einmal so schwer fallen würde, dass mich die volle Ladung Wasser in Beinen, Füßen und Kopf mit einer solchen Gewalt treffen könnte und dass Sodbrennen zu meinem täglichen Begleiter werden sollte, stand doch nirgendwo. Oder habe ich mal wieder nicht richtig zugehört?

Eigentlich dachte ich beim Thema Schwangerschaft immer an Schwangerschafts-Glow, überglückliche Posen vorm Spiegel und intensive Bauchstreicheleinheiten. Nein, nichts da: Schwangersein war doof, unbequem, voller „Neins“ und irgendwie spaßbefreit – zumindest für mich. Und das, obwohl ich mich in den Augen manch anderer Schwangeren wohlmöglich niemals beschweren dürfte. Genieß es, sagte man mir – und ich verstand nicht, was. Wann gehen diese 40 Wochen um, fragte ich mich. Ich fand mich selten in solch einer Meckerlaune wieder, jammerte, was das Zeug hielt und konnte mich am Ende des Tages schon selbst gar nicht mehr hören: Bis, ja bis mit einer zweiwöchigen Verspätung endlich das kleine Bonbon auf die Welt kommen sollte, das dann eben doch alles entschädigte und mein Leben seither mir nichts dir nichts auf den Kopf stellt – und dann eben doch wieder nicht. weiterlesen

Tiny Diary // Woche 40 – Update: Trübsal adé

09.09.2015 um 11.10 – Allgemein Diary

Es ist schon ein wenig absurd, auf welch kurioser Achterbahnfahrt sich solch ein Körper während der Schwangerschaft befindet: Gestern durchläuft man noch die allergrößten Katastrophen, jammert ununterbrochen vor lauter Wehwechen und will einfach nicht mehr, während heute alles halb so schlimm ist, Bäume ausgerissen werden könnte und der dicke Bauch glatt in Vergessenheit gerät. Der weibliche Körper ist ein Mysterium für sich – das wissen wohl auch alle anderen von euch, die noch keine Schwangerschaft durchlebt haben. Einziger Unterschied:

Der Hormoncocktail scheint in meinen letzten 10 Monaten eben ganz besonders stark gemischt worden zu sein. Von grundlosem Weinen, kleinen Wutanfällen dem Partner gegenüber, Schlafanfällen, Haaren im Hals und schönstem Sonnenschein: Noch nie hat mich mein Gemüt so in Beschlag genommen wie jetzt. Und das Absurdeste: Schwangerschaftswoche 40 ist fast zu Ende und die Laune steigt auf ihren Höchststand. Mit den Wehwehchen habe ich mich arrangiert, mit der Pünktlichkeit meiner Tochter ebenso und das herbstliche Wetter da draußen sorgt für einen Boost, an den ich schon gar nicht mehr geglaubt habe.  weiterlesen

Tiny Diary // Woche 39 – und in akuter Jammerstimmung

27.08.2015 um 11.55 – Allgemein Diary Kolumne

Es gibt sie, diese Tage, an denen alles zusammen kommt – und jedes noch so kleine bisschen on top für einen innerlichen Vulkanausbruch sorgt. Und was soll ich sagen: In meiner Schwangerschaft gibt es diese Tage scheinbar noch ein kleines bisschen häufiger.

Ich habe mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein wird, schwanger zu sein. Habe bloß an Umstandsmode gedacht und daran, dass ich sowas eh nie brauche. Pustekuchen. Brauche ich doch. Zumindest ein bisschen. Aber dass mich kleine Wehwehchen treffen könnten, kleine Banalitäten, die den Alltag so mühselig machen – ich wäre im Leben nicht darauf gekommen. Schließlich bin ich doch so eine Knallharte. weiterlesen

Tiny Jane Diary // 5 long Weeks to go.

02.08.2015 um 11.14 – Allgemein Diary Kolumne

Dass ich in wenigen Wochen die Arbeit und das Mamasein parallel wuppen werde, ist mindestens so absurd, wie mein Umzug vor fünf Jahren nach Berlin. Da hilft auch keine wochenlange Vorbereitung aka 40 Wochen Schwangerschaft. Irgendwie stolpere ich in diese Art von Komplett-Veränderungen jedes Mal einfach so rein, statt sie wirklich und bei klarem Bewusstsein zu fokussieren. Mal entstehen sie aus Schnapsideen, dann wieder ist man sich dem Ernst der Lage gar nicht wirklich bewusst. Es gibt sie, die super geplanten Alleskönner, diejenigen, die 180 Grad Drehungen ganz straff einläuten – ich allerdings zähle mich keinesfalls dazu. Und liebe es mittlerweile umso mehr. Was morgen passiert? Wer weiß das schon. Das was passiert, ist dafür umso sicherer. Veränderungen sind großartig – und die kommende wird alles Vorangegangene mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit toppen. weiterlesen

Ein Kugelbauch-Update //
Noch 8 Wochen.

19.08.2014 um 10.17 – Wir

die-letzten-schwangerschaftswochenSchon ein paar Mal habe ich überlegt, euch ein kurzes Update über den Kugelbuch und alles, was da noch mit dran hängt, herunter zu tippen, bloß wusste ich partout nicht, was es Spannendes zu erzählen gebe. Und eigentlich weiß ich das auch noch immer nicht. Es hat sich nämlich, entgegen aller wahnwitzigen Prognosen, noch immer so gut wie nichts in meinem Leben geändert, man kann zum Beispiel noch sehr lange sehr gut ausgehen, tanzen und quatschmachen. Soeben stolperte ich allerdings ganz unverhofft über einen Text, den eine Blogger-Kollegin anlässlich ihres persönlichen Schwangerschafts-Endspurts veröffentlicht hatte. Ich las dort von grausigen Gefühlsschwankungen und vielen Krisen. Und davon, dass ich selbst offenbar Opfer meines eigenen Gedächtnisschwunds geworden war: „Ein Verschleierungswunder“ nennt die Dame nämlich den Zustand einer unproblematischen, glückseligen Schwangerschaft. Kann ja schließlich alles gar nicht sein. Dass der Bauch nicht nervt. Und all die Tränen. Hier und da mal in einen Supermarkt brechen, komm schon. Das muss doch drin sein.

Ich sitze jetzt also hier und frage mich: Bin ich wirklich ein Meister der Verdrängung? Keineswegs. Eine Frau bin ich aber sehr wohl. Und die ticken eben sehr, sehr unterschiedlich. Eine Erkenntnis, die sich manch ein Klugbold wohl endlich hinter die Ohren pinseln sollte. Ich würde nämlich auch niemandem, der durch seine persönliche Hölle geht, womöglich auch noch Stützstrümpfe tragend, sagen: Stell dich doch verdammt nochmal nicht so an. weiterlesen

Böhnchen-Content //
Im Interview mit „Little Years“

15.07.2014 um 9.30 – Allgemein Janes Wir

nike-van-dinther-interview-Um ehrlich zu sein, habe ich überhaupt keine Ahnung von Blogs, die sich mit Babies, Schwangeren oder Eltern beschäftigen, meist macht mich das Durchforsten des unersättlichen Internets hinsichtlich Themen wie dieser nämlich ganz Banane in der Birne und im schlimmsten Fall zu einem stattlichen Häufchen Unsicherheit. Das Kinderkriegen als solches scheint heutzutage nämlich zu einem mittelgroßen Wettkampf um die krassesten Skills, Klamotten und Vorbereitungen verkommen zu sein und ich habe wahrlich keine Lust, Teil vom Glucken-Wahn zu werden. Umso erquickter bin ich also jedes Mal, wenn ich auf Schwangere, Mamis und Papis treffe, die dem Ganzen mit einer großen Portion gesunder Gelassenheit entgegen treten und sich nur manchmal verrückt machen lassen, wenn sich jemand freut, mich auf der Tanzfläche zu sehen, statt mir vorwurfsvolle Blicke für die Füße zu werfen, oder ich von Menschen wie Isabel und deren wunderbaren Herzprojekten höre.

Mit „Little Years“ gründeten die Berlinerinnen Isabel und Marie nämlich ein „Blogzine für moderne Eltern“, das man sogar dann sehr gut lesen und anschauen kann, wenn die Gedanken noch lange nicht um Schnuller kreisen. weiterlesen

WOHNEN // Poster aus dem Tiny Store
Und: Aus dem Leben einer Kugel-Jane

23.06.2014 um 13.06 – box2 Wir

tiny store
Ich wollte euch nicht mit meiner Schwangerschaft auf die Nerven gehen, ich weiß, und Gott bewahre, ich versuche mich wirklich strikt an unsere Abmachung zu halten, aber heute muss ich selbige kurz brechen, verzeiht es mir. Gestern geschah nämlich folgendes: 

Nachdem ich freudig-euphorisiert von meinem allerersten Kinderzimmer-Shopping-Ausflug Heim kam, um die drei erstandenen Poster mit denen ich schon so lange liebäugelte, ungeduldig wie ich nun mal bin sofort und auf der Stelle an die Wand zu hämmern, zückte ich kurz darauf ganz Blogger-getreu das Handy um meine kleine Instagram-Welt an dieser stolzen Future-Mum-Aktion teilhaben zu lassen. Kann man ja mal machen, ganz besonders in diesem Fall, denn wer sagt schon, dass die Tiny-Edition Farbkleckse (die übrigens aus der Feder der überaus begabten Nadine Goepfert stammen) ausschließlich was für Babies sind. Niemand, genau. Das ist ja das Problem. Denn ganz offensichtlich fehlen den geometrischen Figuren Kulleraugen, Schwänzchen und Öhrchen. So hingegen ist das Ganze, laut einer Kommentatortin, nun wirklich nicht kindgerecht. „Ist ja ganz schön, aber wären Tiere nicht besser für ein Baby?“ tönte es durch mein Mobiltelefon. weiterlesen