
Für die 6. Folge ihrer höchst eigenen Serie “It’s Fashion” bat uns La Jessie gerade noch zum Mini-Interview, da ist das Ganze auch schon online und liegt zum Anschauen bereit. Und wir, wir stehen nach dem ersten Betrachten noch immer leicht unter Schock. Es ist wie es immer ist, wenn man sich selbst im Bewegbild sehen muss, obwohl man Kameras doch überhaupt nicht gewöhnt ist und die eigene Stimme schon auf dem elterlichen Anrufbeantworter zum Davonlaufen empfand. Man fragt sich zum Beispiel, weshalb man ständig komische Dinge mit Händen angestellt hat, während man dort saß, wieso man überhaupt gesagt hat, was man nunmal gesagt hat und ob der Kameramann denn nicht hätte so gnädig sein können, eine Profilansicht zu vermeiden.
Bitte, bitte liebes Universum, mach, das wir im echten Leben nicht so aussehen, dachten Sarah und ich in Dauerschleife. Jetzt ist’s aber passiert und ein kleines bisschen stolz sind wir schließlich auch. Weiterlesen »
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Auf “About:Kate” bin ich durch das Internet aufmerksam geworden. Weil einer meiner knapp 1000 Facebook-”Freunde” diesen Artikel auf Spiegel Online likte. Social Media kann also nützlich sein. Und gleichzeitig die Hölle bedeuten.
Wir digitalen Menschen pflegen unsere Profile, das dazugehörige Image, wir teilen Gefühle und Musik per Mausklick und nehmen am Leben teil, obwohl wir alleine vor dem Bildschirm hocken. Facebook ist ein Segen, es hilft uns, Kontakt zu Bekannten in der Ferne zu halten, keine “Veranstaltungen” zu verpassen oder kollektiv über den neuesten Track von Daughter zu fachsimpeln . Praktisch und wichtig ist diese virtuelle Identität für die meisten von uns – bis man die Kontrolle verliert. Die neue Crossmedia-Serie “About:Kate” erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich im Wust der Verlinkungen verloren hat. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag lässt sie sich in eine Nervenklinik einweisen. Weil sie nicht mehr weiß, wer sie ist, was real ist und was fiktiv, wer ihre Freunde sind. Facebook-Overkill. Weiterlesen »
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Eigentlich bin ich überhaupt kein Serienmensch. Nur Chuck Bass, der alte Schlingel, hat mich irgendwann im Winter um den Finger gewickelt, aber das behält man ja normalerweise besser für sich. Ich hatte mir geschworen, niemals irgendetwas zu schauen, das einen gruseligen Titel wie “Gossip Girl” trägt, aber nunja. Am Ende wurde ich schwach und inzwischen fange ich sogar an zu jauchzen, wenn ich auf andere heimliche Fans treffe. Jetzt herrschte allerdings lange Zeit Ebbe – bis GIRLS am Horizont auftauchte.
Leute, das ist in meinen Augen die ultimativ tollste Serie seit hundert Jahren. Das ist das Gegenteil von Glamour, das ist das Leben, wenn man Mitte Zwanzig ist, vollkommen pleite und überfordert mit der eigenen Libido. Seit ich weiß, dass die weltbeste Hauptdarstellerin, nämlich die 26-jährige Lena Dunham, auch noch verantwortlich für’s Drehbuch und die Regie ist, bin ich komplett aus dem Häuschen. Wenn man es auf die Spitze treibt, dann ist GIRLS der intelligente Gegenentwurf zu hirnzerkleinernden Daily Soaps. Weiterlesen »
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I.TV: Südtirol Teil 1 ‘Handwerk’ from iGNANT on Vimeo.
Manchmal glaube ich, dass wir alten oder neuen Stadtmenschen irgendwie sozial verkommen sind. Und generell ein bisschen unromantisch. Wir socialisen tagein, tagaus, machen uns neue Fast-Freunde und noch mehr Gedanken um Nichtigkeiten. Nicht umsonst zieht es so viele uns irgendwann dann, wenn die Sonne ihre ersten Wärmewellen losschickt, raus aufs’s Land, zumindest für ein paar Tage. Um den Kopf frei zu kriegen, um einfach nur zu sein, um die wirklich wichtigen Dinge im Leben wieder wertschätzen zu können. Nun gut, wir wollen unser Hauptstadtdasein nun wirklich nicht überdramatisieren, schließlich gefällt es uns hier bisweilen am besten. Ein kleines Stückchen sollten wir uns aber vielleicht doch von den genügsamen Bewohnern der obigen Idylle irgendwo in Südtirol abschneiden.
Es kommt mir beinahe ein wenig befremdlich vor, Menschen tatsächlich niedlich zu finden, wo doch sonst so viel Missmut herrscht. Aber diese drei Folgen, die ignant.tv gemeinsam mit unserer liebsten i-ref Posse auf die Beine gestellt hat, kehren irgendwie das Gute im Herzen hervor. Ganz zu schweigen von all dem Grün der Wiesen und der Berge, von der Wärme der Portraitierten und ihrer Liebe zu den Dingen, die sie umgeben. Well done, ihr Tollen – So erfrischend unhipsterlich. Weiterlesen »
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Da ich keinen Fernseher besitze, verlasse ich mich meist auf Serien-Empfehlungen guter Freunde. Mag sein, dass ich deshalb reichtlich spät dran bin mit diesem Tipp, aber vielleicht geht es irgendwem von euch ja ähnlich. Ich befürchtete zunächst, “BIG LOVE” wäre mir einzig und allein aufgrund der anbetungswürdigen Chloë Sevigny empfohlen worden. Die spielt nämlich eine Hauptrolle in der amerikanischen Polygamisten-Geschichte. Stimmt aber nicht, denn das TV-Format über das Leben einer “Großfamilie”, die ihre ideologischen Wurzeln im Mormonentum sieht, macht schon ein wenig süchtig.
Polygamie ist im heutigen Utah illegal, was dazu führt, das Bill Henrickson diesen Aspekt seines Glaubens mit enorm hohem Aufwand geheim halten muss. Wie praktisch, dass die Häuser seiner drei Frauen, der gut organisierten „Hauptfrau“ Barbara (Jeanne Tripplehorn), der unaufrichtigen und kaufsüchtigen Nicki (Chloë Sevigny) und der fröhlichen und etwas naiven Margene (Ginnifer Goodwin), direkt aneinander grenzen und auf der Rückseite miteinander verbunden sind. Dass diese Konstellation zu einer Menge Chaos, Eifersucht und Verwirrung führt, klingt einleuchtend. Weiterlesen »
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