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Musik: Full Album Stream David Lynch – „Crazy Clown Time“

31.10.2011 um 17.10 – Allgemein Musik

David Lynch macht hervorragende Filme, die von Cineasten gern als Aushängeschild ihrer Kinoliebe genutzt, von Kritikern aber gerne auch als überbewertet angesehen werden. Als Anhänger der transzendentalen Mediation rückt David selbst sich immer wieder in ein seltsames Licht, philosophiert man doch zurecht darüber, ob Monsieur Multitalent nunmehr besessen sei, von dem Gedanken Weltfrieden mithilfe seiner “Stiftung für bewusstseins-basiertes Lernen und Weltfrieden” herbeizuführen.

Zuletzt feierte er seinen Geburtstag und eröffnete einen Nachtclub im Herzen Paris: “Ich bin 65 Jahre alt. Ich habe Filme gemacht, Musik komponiert, alle möglichen Objekte gestaltet – alles Arbeiten mit einem Anfang und einem Ende. Jetzt wollte ich etwas Solides machen.” Der Club “Silencio” also, benannt nach einem ähnlichen Etablissement im Film “Mulholland Drive„, repräsentiert nun folglich das „Solide-Werden“ des David Lynch. Seine Liebe zur Musik darf trotzdem nicht zu kurz kommen und somit haut man am 8. November gleich ein ganzes Werk auf den Markt: Mit „Crazy Clown Time“ bewegt der Hörer sich auf lynchiesken Ambient-Pfaden, ob das gut oder schlecht ist, kann ich noch nicht genau sagen. Neugierig auf Karen Os Einfluss (Yeah Yeah Yeahs) bin ich aber allemal und somit wird nun fleißig reingehört in das gute Stück. Was haltet denn ihr von dieser „Sensations-LP“? Hier lang, bitte!

Was treibt eigentlich David Lynch? Zum Beispiel einen Club eröffnen

05.09.2011 um 13.42 – Allgemein Event Menschen

Anlässlich seines 65. Geburtstags hatten Accy und Philipp von „Abspann“ dem „Mann ohne Gesicht“ in unserem Bloggernetzwerk bereits einen hervorragenden Eintrag gewidmet. Was genau „lynchesk“ eigentlich definiert und weshalb die „schillernden, experimentellen und suggestiven Werke dieses Filmkünstler sich so sehr in unsere Netzhäute brennen, haben sie dort wortreich dargelegt. Uns stellt sich nach fünfjähriger Lynch-Film-Abstinenz diesmal vielmehr die Frage: Was treiben Sie eigentlich, Herr Eigenbrödler?

Als Anhänger der transzendentalen Mediation war „David“ mehrmals in ein ominöses Licht gerückt wurden, stelle man sich doch zurecht die Frage, ob der große Künstler nunmehr besessen sei, von dem Gedanken Weltfrieden mithillfe seiner „Stiftung für bewusstseins-basiertes Lernen und Weltfrieden“ herbeizuführen. Zuletzt munkelte man, der Teufelsberg in Berlin solle als künfiges Zentrum seiner fragwürdigen Lebenseinstellung dienen, bisher ist aber noch kein „Meditations-Palast“ zu erkennen. Dennoch: Journalisten, die ihn während diverser Pressekonverenzen zu diesem Thema erlebten, blieben leicht verwirrt und vielleicht auch in Sorge zurück – wie dem auch sei, an seinem Talent scheint seine Vorliebe für Spiritualität seit über 30 Jahren nichts zu ändern. Heute erreichte uns dank der Süddeutschen dann die Nachricht von Lynchs neuestem Plan: „Ich bin 65 Jahre alt. Ich habe Filme gemacht, Musik komponiert, alle möglichen Objekte gestaltet – alles Arbeiten mit einem Anfang und einem Ende. Jetzt wollte ich etwas Solides machen.“ Die Konsequenz: Er eröffnete einen Nachtclub in Paris – benannt nach dem furchteinflößenden Club „Silencio“ im Film „Mulholland Drive“.
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