Schlagwort-Archiv: Single

Track (+Video) des Tages //
Erlend Øye – “Garota”

– 21.07.2014 um 12.00 – box1 Musik

klein ErlendOye Garota singlecover itunes Track (+Video) des Tages // <br/> Erlend Øye   Garota

Wenn ein Norweger, durch dessen Körper reinste Pop-Zellen schwimmen, ein paar Jahre lang in Berlin lebt, um schließlich doch Richtung Sizilien und Sonne auszuwandern, dann sollte man vielleicht erst gar nicht versuchen, dessen Musik noch zu verstehen – egal, wie lange man selbiger schon lauscht. Irgendwo hört der Verstand sowieso auf. Und zwar genau da, wo das Fühlen anfängt, wo für minimalistische Instrumentalisierungen ausnahmsweise kein Platz mehr ist. 

„Garota“ klingt anders als alles, was wir von Erlend Øye kennen, pompöser und voller. Bläser, Percussion und Orgeln tänzeln um einen Text, der es sich wagt, von Obst zu sprechen, obwohl das Leben gemeint ist. Und dann: „Choose the life you want to live, give the love you want to give.“ Es ist wie immer bei Erlend – So einfach und trotzdem verdammt schwer.

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Track (+Video) des Tages // D E N A
– “Summer doesn’t mean a thing”

– 18.07.2014 um 11.48 – Allgemein Musik

Eigentlich hätten wir uns DENAs allerneustes Video zum Track “Summer doesn’t mean a thing” schon gestern ansehen können, bloß hatten sich die listigen Musikfüchse drüben bei DAZED Digital die Premiere bereits unter die Finger gerissen. Blöd für uns, phänomenal für Denitza, deren letzte Single bereits bei der VOGUE debütierte. Das klappt ja wie am Schnürchen.

Eigentlich immer wenn wir mit unserer Freundin Deni Muffins oder Schafskäse-Burger mampfen, vergessen wir, wie laut es um das Mädchen mit dem schönsten bulgarischen Vibe in der Stimme mittlerweile geworden ist, dass die Welt größer ist als Berlin und dass das Musikmachen längst nicht mehr nur in ihrem Kreuzberger Studio passiert, sondern sehr oft tausende von Kilometern entfernt. Als ich also zum ersten Mal das Video, um das es heute geht, zu Gesicht bekam, musste ich kurz schlucken und gleichzeitig jauchzen vor lauter Stolz: Das ist doch FUCKIN’ LOS ANGELES und WANN BITTE IST DAS PASSIERT, DU WARST DOCH NOCH NUR GANZ KURZ WEG. weiterlesen

Track des Tages // Dena –
“Summer Doesn’t Mean A Thing”

– 13.06.2014 um 12.30 – Musik

1402512392DENA by Katharina Poblotzki 9 Track des Tages //  Dena   <br/> Summer Doesnt Mean A Thing

“Summer doesn’t mean a thing” ist kein Gute-Laune-Hit, kein “Cash, Diamond Rings, Swimming Pools” Nachfolger, weder sorglos noch leicht. In ihrem neuem Track singt DENA von verschwindenden Gefühlen und verschwimmenden Farben, vom Versuch, die Liebe festzuhalten, obwohl sie dir längst wie lauwarme Eiscreme durch die Finger tropft: “It’s a song I wrote while trying to hold on to the last glimpses of a feeling in the middle of a burning heat a while ago. I was interested to explore the contrast between the intensity of summer life outside on the streets and the feeling of a freezing cold wind inside of me. ” Aua. weiterlesen

Track des Tages //
Rebecca Clements – “Wildlife”

– 26.05.2014 um 8.37 – box1 Musik

rebecca clements Track des Tages // <br/> Rebecca Clements    WildlifeIn letzter Zeit bin ich beim Anhören neuer potentieller Musikschmankerl wirklich nur ganz selten vom Hocker gefallen. Auch heute morgen blieb ich sitzen – Weil ich mich allerdings vor lauter Gänsehaut kaum mehr bewegen konnte. Schuld daran ist Rebecca Clements.

Mit “Wildlife” teilt die 19-Jährige Musikerin aus Bristol sozusagen ihre Debüt-Single, viel mehr gab es von ihr nämlich noch nicht zu hören. Das reicht jetzt aber auch erstmal. “You’re Wildlife and I’m Wildlife and we try to survive”. weiterlesen

Track des Tages // Little Daylight –
“Love Stories”

– 21.05.2014 um 11.36 – box3 Musik

img little daylight 154858170315 Track des Tages // Little Daylight   <br/> Love StoriesLittle Daylight gehören gerade in etwa so sehr gehört wie Wassermelonen gegessen. Das Trio aus Brooklyn liefert mit dem Track “Love Stories” nämlich den perfekten Soundtrack zum Blaumachen, Picknicken oder Cabriofahren, je nachdem, wonach das sonnenerfüllte Herz nunmal gerade verlangt. “I miss you like we never met.” Hach. Kann man gut mit trällern.

“Bright synths, a sweeping chorus and punchy drums”, beschreibt pigeonsandplanes das, was Nikki Taylor, Matt Lewkowicz und Eric Zeiler da audiovisuell verzapft haben – es ist also eigentlich alles wie immer, oder besser gesagt: Es ist alles wie seit 2012. Da verschanzten sich die drei Musiker nämlich in einem Haus am See um an ersten (wunderbaren) Liedern zu basteln. Heraus gekommen ist die EP Tunnel Vision, aber auch ziemlich viele Remixe für Passio Pit oder Edward Sharpe and the Magnetic Zeros (zuletzt musste Sky Ferreiras “You’re not the one” dran glauben). Am 15. Juli erscheint endlich das Debüt-Album “Hello Memory”. Bis dahin viel Spaß mit der schönsten Love Story der Woche: weiterlesen

Track des Tages: Banks covert Aaliyah – “Are you that somebody”

– 20.03.2014 um 10.30 – Allgemein Musik

banks aaliyah are you that somebody1 Track des Tages: Banks covert Aaliyah   Are you that somebody Eternal love, mehr fällt mir zu der Kombination Banks x Aaliyah gerade auch nicht ein. Aber noch mal von vorne: Halb-Newcomerin Banks, die uns im vergangenen Jahr mit “Warm Water” Pipi in die Augen trieb, hat beim BBC Radio 1 ein eins A Akustik-Cover von Aaliyahs Hymne “Are you that somebody” rausgehauen, wenn ich das mal so salopp sagen darf.

Die New Yorker R&B Sängerin wiederum vertonte quasi die ersten Jahre unserer Pubertät, war auf dem Schulhof mit dabei, im Urlaub und beim Lavalampen-Starren. Bis sie 2001 bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückte. “R.I.P Aaliyah” stand fortan auf unseren Ledermäppchen geschrieben, aber so richtig glauben konnten wir’s erst als das Video zu “Miss you” veröffentlich wurde. weiterlesen

Musik // Beatrice Eli – “GIRLS”

– 19.03.2014 um 10.00 – Allgemein Musik

beatrce eli girls Musik // Beatrice Eli   GIRLS Beatrice Eli ist Schwedin und wird gern als “pop-punktress” bezeichnet, was vermutlich so viel bedeuten soll wie “Achtung, leicht zu konsumieren, aber keineswegs Bravo-tauglich”. Lange wusste ich nicht recht, was ich von dieser jungen Dame halten soll, oder eher: Von ihrer Musik. Mit “GIRLS” hat die kesse Beatrice mir allerdings den schweinigsten Ohrwurm der letzten Wochen ins Ohr gepflanzt. 

Es geht um offensichtliche sexuelle Gelüste, Lehrerinnen und Köpfe, die zwischen Beinen verschwinden. Ein bisschen Gefühl ist auch dabei, genau wie heiße, wellenartige Beats, für die Haben Berhe verantwortlich zeichnet. Kann man sich sehr gut anhören, diese audiovisuelle Mischung aus pubertären Glücksgefühlen und Ü20 Kellerparty mit Schaum oben drauf. weiterlesen

Track des Tages // Luna Luna – “Epiphany””

– 12.03.2014 um 16.22 – Allgemein Musik

Bildschirmfoto 2014 03 12 um 16.18.45 Track des Tages // Luna Luna   Epiphany”

Hinsichtlich Luna Luna geht es mir ähnlich wie den Mädchen von PonyDanceClyde. Schockverknallt und blitzverliebt, etwas anderes kann beim Anhören der New Yorker Musikerin auch kaum passieren. Zwar frage ich mich, aus welchem Grund man sich bloß “Luna Luna” nennt (ich muss da aufgrund vergangener Chart-Stürmer eher an weniger wohltuende Töne denken) und was dieses pitschnasse Facebook-Profilbild da soll, aber das soll bloß eine lächerlich unwichtige Nebensächlichkeit bleiben.

Viel interessanter ist schließlich die Tatsache, dass wir es hier mit einer waschechten Newcomerin zu tun haben, in Sinne von “der Youtube Clip hat bloß 23 Aufrufe” – und das, obwohl das Debütalbum schon am 20. April erscheinen soll. Hä? Wie dem auch sei: Die Musik ist so einfach wie brillant und gehört genau deshalb gehört: weiterlesen

Track des Tages// Temples – “Mesmerise”

– 07.03.2014 um 12.41 – Allgemein Musik

band des tages temples Track des Tages// Temples   Mesmerise

Wäre ich im Zeitraum der Entdeckung der TEMPLES, nämlich irgendwann zwischen 2012 und 2013, süße 16 Jahre alt gewesen, dann hätte James Bagshaw dort oben vermutlich das Weite suchen müssen. Ersoffen wäre er, der singende Gitarrist aus Northamptonshire, in einer Flut hormongetränkter Liebesbriefe. Vermutlich wissen 90% der hier Anwesenden längst, wovon ich spreche, die übrigen zehn Prozent sollten sich vor Drücken das Play-Buttons eventuell ein Paar dezente Spuckschüsselchen besorgen – es könnte nämlich zu vermehrtem Speichelfluss ob der wahnsinnig hinreißenden Bandmitglieder und der noch phänomenaleren Musik kommen.

Aber erstmal zu den Fakten: weiterlesen

Track des Tages // Lykke Li – Love Me Like I’m Not Made Of Stone

– 04.03.2014 um 19.46 – Allgemein Musik

Lykke Li Love Me Like Im Not Made Of Stone Track des Tages // Lykke Li   Love Me Like Im Not Made Of StoneAbgesehen von Damien Rice und Conor Oberst gibt es wirklich nur sehr wenige Menschen auf diesem Erdball, denen ich ihr nicht enden wollendes musikalisches Geheule verzeihen kann, ja denen ich sogar recht vergnügt beim öffentlichen Leiden zuhören mag. Neuerdings gesellt sich auch die Schwedin Lykke Li dazu, die in ihrer ersten Single zum im Mai erscheinenden Album “I never learn” in etwa so klingt wie eine junge Frau, deren Herz man kürzlich an den Galgen gehangen hat. Genau so war’s offensichtlich auch: 

“Every song on the album is a power ballad. Like one of those old radio stations. This is a slow dance; a slow burner. I wrote [»No Rest for the Wicked«] in Sweden when I was packing up my shit, and I’d just gotten out of a relationship and it was a horrible time. I just had the hurt, shame, sadness, guilt, longing. In the verse, I’m referring to myself pleading guilty but I’m referring to all of us.” (Pitchfork) weiterlesen

Track & Video des Tages:
Little Jinder – “Ful och Tråkig Tjej”

– 03.03.2014 um 18.08 – Allgemein Musik

Bildschirmfoto 2014 03 03 um 17.47.47 Track & Video des Tages: <br/> Little Jinder   Ful och Tråkig Tjej
“Ful och Tråkig Tjej” heißt so viel wie “Hässliches und langweiliges Mädchen”. Dabei ist die Schwedin Josephine aka Little Jinder alles andere als das. Höchstens das Gegenteil von durchschnittlich, keineswegs massentauglich, aber dafür umso anbetungswürdiger. In Stockholm ist sie längst sowas wie Grimes für die Kanadier oder Briten, hierzulande plätschert der Erfolg noch etwas vor sich hin – dabei sind die elektropoppigen Töne der studierten Tontechnikern trotz Zungenbrecher-Sprache so geschmeidig wie Erdbeer-Parfait. 

So schräg ihr My little Pony- Kleidungsstil uns auch vorkommen mag, für Klamotten hat Phine überraschenderweise noch nie sonderlich viel oder gern Geld ausgegeben – jeder Cent wurde nämlich seit jeher in ihre große Liebe, die Musik, gesteckt. Zwar sind wir mit der Vorstellung zu Little Jinders Video “”Ful och Tråkig Tjej” etwas in Verzug, aber besser spät als nie: Clip ab, schönes Mädchen: weiterlesen

Track des Tages:
D E N A – “Flash” (prod. by Erlend øye)
& Album- Pre Order

– 28.02.2014 um 13.00 – Allgemein Musik

dena flash  Track des Tages: <br/>  D E N A   Flash (prod. by Erlend øye) <br/> & Album  Pre Order Bild in Collage: Obi Blanche

Liebe Leser, wenn ihr eine anständige Rezension über das sehr bald erscheinende Album “Flash” lesen wollt, dann wechselt doch bitte kurz rüber zu den Jungs von Pitchfork, die wissen nämlich wo der Hammer hängt und erklären euch in lauter schönen Sätzen, weshalb man quasi gar nicht umher kommt, D E N A s Baby schon jetzt vorzubestellen oder gleich bei itunes abzufeiern. 10 Tracks, einer besser als der andere und textlich so richtig fies wahr. Ich bin verliebt und vernebelt, seit Ewigkeiten schon, deshalb bin ich auch für kein objektives Urteil zu gebrauchen. Glauben könnt ihr mir aber trotzdem: DENA ist nicht nur einer der von innen und außen schönsten Menschen, die ich kenne, sondern noch dazu ein unerhörtes Genie. 

Alles wird selbst gemacht, ein ganzer Kosmos erdacht und realisiert, mir einem Mini-Team aus Freunden und Freaks, die noch mehr fühl- und hörbare Liebe in das Projekt DENA pumpen. Bloß den Vertrieb ließ sich Denitza Todorova inzwischen vom sagenumwobenen Label K7 abnehmen, bei dem sich zum Beispiel Bloc Party, Foals, Gold Panda oder Digitalism die Klinke in die Hand geben. Am 10. März landet “FLASH” offiziell auf dem Markt, den dazugehörigen Track gibt’s aber schon jetzt: weiterlesen

Track des Tages: Erlend øye – “Fence me in”

– 26.02.2014 um 9.25 – box3 Musik

erlend oye fence me in  Track des Tages: Erlend øye   Fence me in Foto: Nike van Dinther 

“Why do we always have to choose which one to love / Why was the love I only gave never enough / Jealousy is killing all the fun”. Erlend Øye besingt in “Fence me in” die großen Fragen des freigeistigen Lebens, mit denen er bei ziemlich vielen von uns wieder mitten ins Schwarze trifft. 

Aber das ist nichts Neues, denn was lyrische Punktlandungen, messerscharfes Herzen-heraus-schälen oder eifriges Aus-der-Seele-sprechen betrifft, war der Norweger mit dem außerordentlichen Brillen-Geschmack schon immer Genie-mäßig unterwegs. Viel faszinierender an der Musik des King Of Convenience und The Whitest Boy Alive Sängers ist dieser vogelfreie Zustand, in dem sich jeder einzelne Track um unsere Ohren schlängelt – alles und jede Zeile bleibt reine Interpretationssache, es kommt bloß darauf an, was wir hören wollen und draus machen. Aus den Tönen und Texten. Schwermut oder Euphorie? Beides geht und zwar immer. weiterlesen

Track of the day:
Sharon Jones & The Dap Kings – “Stranger To My Happiness”

– 08.01.2014 um 14.15 – Allgemein Musik

sharon jones new video Track of the day: <br/> Sharon Jones & The Dap Kings – “Stranger To My Happiness”

Die Queen of Funk, Sharon Jones, ist zurück und das ist alles andere als selbstverständlich. Bereits 2013 sollte ihr fünftes Album “Give the people what they want” erscheinen. Ein Schwächeanfall katapultiert die 1956 geborene amerikanische Sängerin allerdings kurz zuvor ins Krankenhaus. Die Diagnose: Krebs. Was der werte Herr Arschloch-Tumor nicht wissen konnte: Miss Jones ist nicht klein zu kriegen, sondern Kämpferin, Optimist und Sturkopf in einem – seit immer. weiterlesen

Neuer Track von DENA – “Bad Timing” & Album Announcement <3

– 04.12.2013 um 18.13 – Allgemein Musik

dena Neuer Track von DENA   Bad Timing & Album Announcement <3

Denitza Todorova stammt eigentlich aus Bulgarien, lebt seit etlichen Jahren in Berlin und studierte einst Kommunikation und Medienwissenschaften, obwohl schon immer klar war, dass es für sie nichts anderes als ein Leben mit und für die Musik geben würde. Genau so ist’s dann auch gekommen: Nach ein paar Bands und Background-Vocals bei The Whitest Boy Alive startete sie schließlich ihr Solo-Projekt DENA. Mit “Cash, Diamond Rings, Swimming Pools” vertonte sie den Sommer 2012, “Thin Rope” war mein persönliches Abzappel-Highlight und vor Kurzem folgte der Release von “Guest List”. Sie arbeitete im vergangenen Jahr mit dem Label Kitsuné zusammen, posierte für Carhartt und etliche Modemagazine, gastierte auf einer EP von LCMDF, brachte Cool AD dazu auf ihrer Single zu rappen und Stella McCartney um den Verstand. Und jetzt? 

Abgesehen davon, dass ich kaum einen wundervolleren Menschen als Dena kenne und daher höchst subjektiv urteile, gibt mir die Musikindustrie immer wieder ganz objektiv Recht: Dena steht auf etlichen “The Next Big Thing” Listen und ich fürchte, das “next” können wir inzwischen streichen. Mit “Bad Timing” releast sie heute nicht nur einen ihrer stärksten Tracks (der ein bisschen nach dem weiblichen Pendant von Frank Ocean klingt), sondern auch die News Tages: Sie hat es getan. Dena ist nun ganz offiziell bei K7 unter Vertrag und teilt sich fortan das Label mit Gold Panda, Bloc Party, den Foals, Apparat, den Foals und Digitalism – aber nur, was den Vertrieb betrifft. Alles andere stemmt sie mit ihrem eigenen Label NORMAL SURROUND. 2014 folgt das komplette Album “FLASH“. Deni – wir platzen vor Stolz. weiterlesen