Schlagwort-Archiv: Sklavenarbeit

And again // Die nächste Folge aus: „Zara und seine schlechten Arbeitsbedingungen“

05.04.2013 um 12.46 – Allgemein Mode

Eigentlich wundert uns diese Nachricht nicht, denn bereits seit Jahren kämpft die spanische Inditex-Kette mit Vorwürfen rund um schlechten Arbeitsbedingungen und sogar Sklavenarbeit: Nun entdeckte wieder einmal eine Razzia in Buenos Aires Arbeiter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in versteckten Nähwerkstätten Stunden über Stunden nähten. Warum sollte das Unternehmen auch damit aufhören, wenn steigende Umsätze monatlich für Profit in Milliardenhöhe sorgen und die Kaufbereitschaft trotz mieser Produktionsbedingungen nicht kleiner wird – ja, sogar  im Gegenteil.

Schuld sind wir alle: Wir Blogger, wir Käufer, wir Trendversierten, wir Fans der preislich günstigeren Kollektionen mit Runway-Charme. Wir könnten damit aufhören, bei Zara einzukaufen und die Umsätze in unendliche Höhen zu schrauben. Aber ist’s damit getan? Was boykottieren wir dann noch alles? Neueste Technologien, alle größeren Modeketten und das eingeflogene Essen aus Übersee? weiterlesen

Zara für den März: Vom „Haben wollen“ und doch nicht kaufen.

16.02.2012 um 10.02 – Allgemein Mode

Seit ein paar Monaten bin ich mit Zara im Klinsch – im Hin und Her in meinem Kopf. Im „Nö“ und im „brauch ich nicht“. Warum? Weil Negativschlagzahlen auch an dem Spanier nicht vorbei ziehen und erst im Dezember wieder bekannt wurde, dass Zara indirekt Sklavenarbeit unterstützt hat. Natürlich nicht direkt, denn x-verschiedene Subunternehmer sind ja schließlich an der Umsetzung von schnellen Trends beteiligt. Diesmal aufgedeckt in Brasilien, genauer: In einer Produktionsstätte in Sao Paulo, die zu großen Teilen eben für das Inditex Unternehmen herstellt. Maximale Gewinnsteigerung durch günstig hergestellte Kollektionen, die für den Endkonsumenten doch gar nicht mal so günstig angeboten werden – und Zara betont noch seit Jahren, dass es zu anständigen Bedingungen produziere, aber nichts da.

1,4 Millionen Euro können nämlich durchaus als Schuldeingeständnis angesehen werden – so viel hat die spanische Modekette nämlich zahlen müssen, weil das brasilianische Arbeitsministerium laut SZ feststellte: Zulieferer der Kette hätten bolivianische Einwanderer unter Sklavenarbeit herstellen lassen.  weiterlesen