Schlagwort-Archiv: Slow Sunday

Von emotionalen Erkenntnissen &
der Dankbarkeit, nicht alleine sein zu müssen

02.07.2017 um 12.14 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Emotionen

Ich befinde mich zur Zeit auf einer rasanten Fahrt quer durch meine Gefühlswelt. Nicht nur hat der Umzug nach Berlin alles durcheinander gewirbelt, sondern überhaupt hat es 2017 emotional gesehen voll in sich. So ist mir vor einigen Tagen aufgefallen, dass ich an so manchen Freitagen und Sonntag ganz schön privat geworden bin. Vielleicht fällt das gar nicht so wirklich auf, aber für meine Verhältnisse grenzt der ein oder andere Artikel schon stark an Herz ausschütten, wenn ich ehrlich schreibe, was mich gerade umtreibt. Wenn ich ab und zu mal zurückrudere oder zugebe, dass ich mich verrannt habe. Wenn ich davon erzähle, wie nahe mir manche Dinge wirklich gehen, auch wenn man das nach außen hin nie zeigen würde. Früher hätte ich alles für mich behalten, es im Nachhinein so gedreht, als hätte ich es eh von Anfang an alles gewusst, als wäre ich nicht überrascht und völlig konstant in meinen Entscheidungen und meinen Wegen gewesen. So bin ich nämlich aufgewachsen. Eben mit der erlernten Gewissheit, dass Ehrlichkeit nach außen meistens der falsche Weg ist. Dass man aufpassen muss, was man sagt und dass man nur kalkulierbare Risiken eingehen sollte. Andere Menschen können und wollen einem was, Offenheit und Vertrauen sind der Anfang vom Ende und das Streben nach Perfektion bedeutet das Streben nach unerschöpflicher Stärke. Ehrlich gesagt, habe ich tief in mir immer an dieser Lebenseinstellung gezweifelt und früh gemerkt, dass es ganz schön einsam macht, niemanden zu brauchen oder zumindest zu denken, man könnte alles alleine schaffen. Und trotzdem habe ich es lange nicht geschafft, mich aus diesem Denkmuster zu befreien. 27 musste ich werden, um zu erkennen, dass man sich durchaus auf sein Bauchgefühl verlassen kann, dass geteiltes Leid tatsächlich halbes Leid ist und dass es eine ganze Menge gibt zwischen Schwarz und Weiß. weiterlesen

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Plötzlich wusste ich nicht mehr wohin:
Bye bye Köln, Hallo Berlin <3

19.06.2017 um 11.38 – Slow Sunday

2017 ist wohl das Jahr der großen Veränderungen, zumindest scheint das bei mir bisher so zu sein. Nachdem 2016 eine negative Wendung die nächste jagte, hätte ich mir ja eigentlich gewünscht, dass dieses Jahr einfach nur die Sonne scheint, damit wir all das, was war, schnell vergessen können. Doch nur Silvester feiern und positiv denken, reicht halt manchmal eben doch nicht.

Nein, wieder aufstehen, umdenken und den Umschwung selber einleiten war mehr als überfällig, und damit beziehe ich mich nicht bloß auf meinen eigenen Kosmos, sondern durchaus darüber hinaus. Was ist denn nur los? Sind die Mondphasen durcheinander geraten? Bekomme ich eine etwas verspätete Quarterlife Crisis oder habe ich mich einfach zu lange hinter Projekten, Arbeit und der stillen Suche nach mir selbst versteckt und dabei nicht gemerkt, wie die Jahre ins Land gehen? Plötzlich war ich also 27 Jahre alt und wusste nicht mehr wieso, wohin und warum. Zeit also, neue Gefilde zu bestreiten und Veränderungen einzuläuten. Gesagt getan: Hallo Berlin! weiterlesen

Fair Friday // Weltumwelttag:
Warum mir #withnature nicht reicht

09.06.2017 um 10.45 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Fair Friday - Weltumwelttag

Sorry, Kanada, UN und alle anderen, die mit viel Mühe versucht haben den jährlichen Weltumwelttag zu einem reflektierenden und attraktiven Tag zu machen. Die jedes Jahr mit anderen Aktionen versuchen Menschen in den Bann von Umweltschutz zu ziehen und vor allem jüngere Generationen für Nachhaltigkeit zu begeistern. Es tut mir wirklich leid, aber ich bin unendlich wütend. Nicht auf die Menschen persönlich, die solche Aktionstage mitgestalten, sondern auf unsere Attitude an sich, dem System, in dem wir uns verstecken und der unheimlichen Trägheit, die von freiwilligen Aktionen ausgeht.

Eben auf diese 90 Prozent unserer Mitmenschen, die kein Stück aus ihrer Comfort Zone herauskommen wollen und sich mit pseudo nützlichen Hashtag-Aktionen schmücken.  weiterlesen

Slow Sunday // Eine Woche ungeschminkt und das ist passiert

27.05.2017 um 14.23 – Beauty Leben

This is Jane Wayne - Slow Sunday - UngeschminktUngeschminkt aus dem Haus zu gehen war für mich nie ein Thema. Man könnte auch sagen, es war ein absolutes No-Go. Nicht mal zum Sport wäre ich ohne Make-Up gegangen und auch mein Freund hat mich am Anfang unserer Beziehung nie ungeschminkt gesehen. Die Angst vor Ablehnung oder davor, eine Angriffsfläche zu bieten, hatte mich so sehr im Griff, dass ich mich nie wirklich für das Auftragen von Schminke entschieden habe. Ich habe einfach gar nicht anders gekonnt. Tatsächlich habe ich das aber erst vor kurzem so richtig verstanden, obwohl sich das Thema schon immer in Bewegung und unter Beobachtung befunden hatte. Dieser Moment, als ich gemerkt habe, dass ich fremden Menschen (und auch einigen Freunden) nie mein natürliches Gesicht gezeigt habe, war für mich erschütternd und schmerzhaft. Nachdem ich mich nun einige Zeit mit diesem Gefühl rumgeschlagen habe und trotzdem keinen richtigen Zugang zu mir und meinem „nackten“ Gesicht fand, war ich so richtig schön unterwegs in Richtung Verzweiflung. All diese Artikel darüber, wie viel Freiheit einem ein ungeschminktes Gesicht geben kann und wie selbstverständlich alle anscheinend das Selbstbewusstsein zu diesem Schritt aufbringen konnten… mir wollte das alles einfach nicht in den Kopf und ich habe mich lang ganz anders gefühlt. Bis ich eines morgens vergangene Woche aufstand und mich ohne Make-Up so schön fand, dass ich beschlossen habe, erst mal eine Weile so zu bleiben.

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Slow Sunday // Emotional Decluttering #2 – Um wen geht es hier eigentlich?

21.05.2017 um 11.52 – Slow Sunday

Gerne würde ich euch jetzt den vor vier Wochen in Aussicht gestellten Fahrplan für emotionales Decluttering vorlegen. Kann ich aber nicht. Genau genommen bin ich kaum ein Stück weiter gekommen, seit ich mir vorgenommen habe, etwas Licht in meine völlig verknotete Gefühlswelt zu bringen. Die Sache ist (Surprisesurprise!) einfach ein sehr komplexes Thema.

So vielschichtig und tief verwurzelt sind sie, unsere Emotionen – und nur mit sehr viel Geduld zu entwirren. Oft habe ich zum Beispiel das Gefühl, dass ich keine Kontrolle darüber habe, was sich alles so in meinen Kopf verkriecht, sich dort festklammert und mir mein Leben schwer macht. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass das zwar der Status Quo ist, dass dieser sich aber verändern und steuern lässt. Denn man kann sehr vieles sehr wohl entscheiden – auch, wer und was sich in das eigene Leben drängt bzw. wem wir alles so Zutritt gewähren. Mein erster Ansatzpunkt war es, also herauszufinden, aus welchen Richtungen meine Emotionen durcheinander gewirbelt werden. Oder anders gesagt: Um wen geht es da eigentlich ständig in meinen Gedankengängen?  weiterlesen

Slow Sunday // „Sei nicht so empfindlich!“

14.05.2017 um 16.15 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Sei nicht so empfindlich

„Du bist einfach zu empfindlich“ – ein Satz, den ich gefühlt jede Woche einmal zu hören bekomme. Ich bin damit nicht alleine, höre auch immer wieder ähnliches von Freundinnen (merke: Frauen). Zwar gibt es durchaus auch Männer, die immer wieder als „zu empfindlich“ eingestuft werden, in der Regel aber würde ich sagen, dass Männern in den meisten Fällen schon im jungen Alter eingeimpft worden ist, erst gar keine Äußerungen zu tätigen oder Empfindungen zu zeigen, die diese Schlussfolgerung untermauern könnten. Empfindlich zu sein ist tendenziell etwas Negatives, gleichbedeutend mit schwächlich, weich, jammerig und ja, feminin. Man „hält einfach nichts aus“ und „knickt eben schnell ein“. „Du bist zu empfindlich“ – das fühlt sich degradierend an, wird zwar oft kaschiert mit einem halb freundlich gemeinten Überbau, dient aber letzlich nur dem Verletzen seines Gegenübers. Ein Absprechen des Rechts auf die eigenen Gefühle. Das macht mich wütend. Denn nur, weil anscheinend irgendwann irgendwer beschlossen hat, dass Gefühle im Allgemeinen Prozesse verkomplizieren und verlangsamen, ändert das nichts daran, dass ich welche habe. Und weiterhin haben werde. Und mir nicht das wegnehmen oder absprechen oder verbieten lasse, was mich menschlich macht.  weiterlesen

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Slow Sunday // Ängste überwinden
& Courage zeigen

07.05.2017 um 10.43 – Slow Sunday

Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört. So etwas kann man ja gar nicht so meinen, es sei denn man besitzt keine einzige Hirnzelle. Ich saß beim Arzt im überfüllten Wartezimmer und mein Termin war bereits seit 45 Minuten überfällig. Aber nein, ich hatte richtig verstanden. Nach einer gefühlten halben Stunde konnte ich es mir auch einfach nicht mehr schön reden: Die zwei Herrschaften neben mir – ein Mann Mitte 50 und eine Sie Ende 30 – unterhielten sich nämlich in einer mittelmäßig-dezenten Lautstärke in einer Art und Weise über „das Flüchtlingsproblem“ und die „Ghettozustände“ hier „bei uns“, dass mir entsetzt der Atem stockte.

In Zeiten von AFD zwischen den Trumps und Le Pens dieser Welt, weiß ich selbstverständlich, dass sie ja irgendwoher kommen müssen, die verwirrten Wählerstimmen, klar. Aber das volle Ausmaß der menschlichen Abgründe, die sich in diesem Zusammenhang auftun, waren mir ganz offensichtlich nicht mal im Ansatz bewusst. Ich, mittendrin in meiner Bubble aus Andersdenkenden, Kreativen und sehr freundlichen, offenen Menschen, wurde plötzlich mit einer entsetzlich unangenehmen Realität konfrontiert. Ich war sofort auf 180. Und dann wurde mir klar, dass ich diesen Menschen ihren mit Schenkelklopfer-Humor getarnten Rassismus nicht einfach durchgehen lassen durfte. Ich muss etwas sagen. Laut und deutlich und so, dass es alle mitbekommen. Aber ich schwieg. Eine ganze Weile.  weiterlesen

Slow Tuesday // Richtig in den Tag starten:
„Open Space“ am Morgen

02.05.2017 um 10.24 – Slow Sunday

Es können die unterschiedlichsten Gründe sein, warum ich morgens manchmal aufwache und mich am liebsten gleich wieder zurück ins Koma fallen lassen möchte. Vielleicht habe ich schlecht geschlafen oder geträumt, bin zu spät ins Bett gegangen (immer!) oder habe mir tatsächlich eine Überdosis Schlaf abgeholt. Wenn ich dann noch gefühlte 75 Mal auf Schlummern gedrückt habe und es immer unrealistischer wird, dass ich alle notwendigen Dinge in ein sowieso schon zu enges Zeitfenster pressen kann, gibt es für den Tag eigentlich keine Hoffnung mehr.

Er läuft dann bis abends chaotisch und mit akuten Begierdeanfällen auf Sekundenschlaf ab. Weil ich es satt war, dass mein Tagesschicksal gleich morgens um 6 besiegelt wird, machte ich das, was jeder normale Mensch mir auch geraten hätte: Ich gehe früher ins Bett und stehe eine halbe Stunde früher auf. Nur, ich verschwende nicht meine gesamte kostbare halbe Stunde dafür, länger unter der Dusche zu stehen oder mein Müsli in Zeitlupe zu löffeln, sondern um mir kurz Zeit für mich zu nehmen. Dieser minikleine Open Space gleich früh am Morgen gibt mir nämlich die Freiheit zu entscheiden, wie mein Tag ablaufen wird. weiterlesen

Slow Sunday //
Emotional Decluttering Step 1

23.04.2017 um 14.05 – box2 Leben Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Emotional Decluttering

Vergangenes Jahr habe ich einen Beginners-Guide zum Thema Decluttering geschrieben – dem Loslassen und Ausmisten von materiellen Dingen, die wir nicht wirklich brauchen und trotzdem mit uns rumschleppen. Decluttering war für mich zu der Zeit (und ist es immer noch) ein wichtiges Ritual.

Es hilft mir beim Halten meines Gleichgewichts und fördert die Konzentration aufs Wesentliche. Ich habe mich inzwischen so sehr von einer überfüllten Wohnung und von reinen Dekoartikeln entwöhnt, dass ich seit über einem Jahr – außer zwei Lichterketten – nichts Neues für meine Wohnung gekauft und dabei eine Menge Geld gespart habe. Auch hatte ich nach regelmäßigen Declutteringphasen das Gefühl, mich irgendwie leichter und problemfreier zu fühlen. Dieses neu gewonnene Gleichgewicht hat, so glaube ich inzwischen, aber auch den Weg freigemacht für weiteren Entlastungs-Bedarf. Einmal sensibilisiert habe ich gemerkt, dass ich mich inzwischen genug von materiellen Dingen entledigt habe und damit jetzt als nächstes ähnliche Aufräumaktionen für meine Psyche, meinen Kopf und meine Gefühlswelt auf die Liste schreiben kann.  weiterlesen

Slow Sunday // Partnerschaft: Warum Liebe allein einfach nicht reicht

02.04.2017 um 13.03 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Kann man die Liebe berechnen?

Achtung, es wird jetzt etwas unromantisch. Ich werde nämlich in aller Vollständigkeit das Konzept von ausschließlich romantischen Liebesbeziehungen in Frage stellen. Warum? Weil erstens ein großer Teil von mir glaubt, dass man nur mit einem Lieblingsmenschen für immer zusammenbleiben kann, wenn er zu einem passt. Und weil zweitens um mich herum links und rechts Beziehungen in die Brüche gehen – und ich überraschend oft überraschend wenig überrascht bin. Und weil ich mich deswegen in letzter Zeit immer öfter frage: Läuft man eventuell gradewegs in sein Unglück, wenn man bei der Partnersuche Input- und Outputmenge nicht ganz genau gegeneinander abwiegt? Ist es möglich, dass die anfängliche große Liebe einfach nicht ausreicht?

Es ist doch so: Wollen wir ein Auto oder ein Haus kaufen, eine neue Versicherung abschließen oder in den Urlaub fahren, möchten wir gerne die beste Schnittmenge, einen fairen Deal und bloß nicht die Katze im Sack kaufen. Wir recherchieren, testen und wägen ab. Völlig verständlich, schließlich geht es hier um unsere Zukunft, unser Wohlbefinden und um Sicherheit. Warum aber wenden wir so viel Vernunft nicht grade und insbesondere auf den wohl wichtigsten Lebensbereich überhaupt an – unsere romantischen Beziehungen?  weiterlesen

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Slow Sunday //
Über Geburtstagsgedanken & Wünsche

26.03.2017 um 9.25 – Kolumne Slow Sunday

Vergangenen Freitag bin ich 27 Jahre alt geworden und sehr nachdenklich. Ich meine, Geburtstage sind nun wirklich das Letzte, an dem man sich in eine komplizierte Gedankenwelt verkrümeln und über das Leben sinnieren sollte, aber irgendwie könnten sie auch nicht perfekter dafür geeignet sein. Bin ich als Kind noch morgens aufgewacht und habe freudenstrahlend gedacht „Heute ist mein Tag!“, denke ich heute „Heute ist mein Tag?“ und möchte am liebsten liegenbleiben. Wann sind Jahrestage eigentlich so verdammt anstrengend geworden?

Vielleicht, seit ich mein Gefühlschaos durch äußere Höflichkeit und angemessene Fröhlichkeit überstimmen muss. Seit es mir herzlich egal ist, ob und was ich nun geschenkt bekomme, wenn ich mir eigentlich nur mehr Zeit wünsche. Für Frieden. Für meine Träume. Für mich selbst.  weiterlesen

Slow Sunday // Verschrobene Freunde sind manchmal die besten

19.03.2017 um 10.42 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Freundschaften

Ich spiele schon eine Weile mit dem Gedanken, einen schmerzhaft lustigen aber auch schmerzhaft wahren Blogartikel, den ich vor einiger Zeit gelesen habe, irgendwie für einen Slow Sunday Artikel weiter zu entwickeln oder zu adaptieren. Da mir dies aber nun seit Monaten nicht gelingt und ich mich ja irgendwie schwer im Copy-Paste-Style einfach an den geistigen Geniestreichen anderer bedienen kann, habe ich mich dafür entschieden, stattdessen eine klare Leseempfehlung auszusprechen – und darüber zu berichten, was der Blogartikel für mich verändert hat. Es geht um Freundschaften und wie ich gelernt habe, sanfter mit ihnen zu sein.

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Slow Sunday // Instagram
-Mitmachen ohne gewinnen zu wollen

12.03.2017 um 15.00 – Leben

This is Jane Wayne - Slow Sunday - InstagramImmer wenn ich Instagram öffne, löst das ein ganz bestimmtes Gefühl in mir aus. Ich kenne das Gefühl und kürzlich ist mir klargeworden, woher. Ich fühle mich im Insta-Feed wie damals auf meinen Leichtathletik-Wettkämpfen. Die Stimmung war immer gut, alle nicken sich freundlich zu. Aber trotzdem, ein sehr offenes Geheimnis, sind alle gekommen, um an den anderen vorbei zu ziehen und als Erster aufs Treppchen zu steigen. Die Stimmung auf so einem Wettkampf hat etwas schönes, es ist alle etwas aufregend und man fühlt sich aufgeputscht. Aber der latente Leistungsdruck ist allgegenwärtig und alle sind erleichtert, wenn es endlich vorbei ist. Das klingt nicht grade nach Ruhe, Sorgfalt und Entschleunigung – und tatsächlich schickt mich die das simplifizierte und oberflächliche Storytelling auf Instagram regelmäßig auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Aber es hat mich einige Zeit gekostet, das für mich tatsächlich zu erkennen und daraus meine Schlüsse zu ziehen.

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Slow Sunday // 4 Tipps & Methoden für mehr Gleichgewicht zwischen Arbeit & Auszeit

05.03.2017 um 14.31 – Slow Sunday

Seit ich mich vor einigen (oder eher vielen) Monaten dafür entschieden habe, mein Leben stressfreier und langsamer zu gestalten, musste ich wohl oder übel von so manchen Prinzipien lassen. Ich hielt sie lange für Werte, die mir wichtig sind, bis ich gemerkt habe, dass ich vor allem keine andere Wahl hatte, als mich so zu verhalten. Diese Prinzipien waren streng genommen wohl eher Zwänge – zum Beispiel: Perfekte Arbeit abliefern zu wollen, zu viel für andere zu machen, mich selbst immer hinten anzustellen und viele andere mehr.

Durch den zugegebenermaßen zähen Prozess des Umdenkens, fühle mich inzwischen allerdings auch mit einer ganz anderen, neuen Eigenschaft konfrontiert. Ich nenne sie „lockerlassen“, „entspannter sein“ oder „die Dinge auch mal geschehen lassen“. Ich verschiebe jetzt ab und zu mal etwas, stelle nicht alles auf jeden Fall schon 3 Tage vor der Deadline fertig und entscheide mich auch mal fürs Ausruhen als fürs einfach-weitermachen, wenn ich merke, dass ich nicht mehr kann. Klingt auch ganz gesund, oder? Nun möchte ich natürlich kein Meister der Prokrastination werden, sondern ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Auszeit finden. Welche Herangehensweisen ich mir für meine Zeitplanung und für eine realistische Einschätzung meiner Zeitkontingente recherchiert und zum Teil selbst entwickelt habe, möchte ich euch gerne hier verraten.  weiterlesen

Slow Sunday // Das Lifetime Projekt:
Tipps für die Selbstliebe Teil II

26.02.2017 um 10.29 – Slow Sunday

Liebe Leser*innen, darf ich fragen, wie es so läuft mit der Selbstliebe? Noch nicht angefangen, mitten drin oder schon ganz oben angekommen im völligen Einklang mit dir selbst? Bei mir ist das Thema nämlich nach wie vor etwas schleppend, es hängt mir wie ein Klotz am Bein und ich finde es zeitweise mehr lästig als hilfreich. Dies ist nun bereits mein vierter Artikel (siehe hier, hier und hier) zur „Selbstliebe“ und man könnte meinen, dass ich ja schon einige Schritte weiter sein müsste. Das bin ich vielleicht auch, aber längst nicht in dem Maße, wie ich mir das so vorgestellt habe.

Selbstliebe ist ein Projekt, das eher in die Kategorie „Lifetime-Achievement“ gehört. Man kann das Ganze vielleicht mit einem 400m Lauf vergleichen, aber mit zusammengebundenen Schnürsenkeln: Ich sehe den Weg, ich weiß wie es geht, aber ich komme nur in Minischritten vorwärts. Ständig schwanke ich zwischen Selbstliebe-als-Hausaufgabe und Selbstliebe-einfach-nebenher-geschehen-lassen – beides keine guten Ideen. Das eine verursacht Stress und das anderen Stillstand. So gerne aber möchte ich meinen eigenen Weg mit euch teilen und die besten Tricks, die ich auf diesem Weg links und rechts aufsammele, an euch weitergeben. Nach Tipps für die Selbstliebe Teil 1 folgt nun Teil 2 mit weniger Fokus auf die eigene Seele, dafür mehr Pack-an an für den Alltag.  weiterlesen