Schlagwort-Archiv: Slow Sunday

Slow Sunday // Emotional Decluttering #2 – Um wen geht es hier eigentlich?

21.05.2017 um 11.52 – Slow Sunday

Gerne würde ich euch jetzt den vor vier Wochen in Aussicht gestellten Fahrplan für emotionales Decluttering vorlegen. Kann ich aber nicht. Genau genommen bin ich kaum ein Stück weiter gekommen, seit ich mir vorgenommen habe, etwas Licht in meine völlig verknotete Gefühlswelt zu bringen. Die Sache ist (Surprisesurprise!) einfach ein sehr komplexes Thema.

So vielschichtig und tief verwurzelt sind sie, unsere Emotionen – und nur mit sehr viel Geduld zu entwirren. Oft habe ich zum Beispiel das Gefühl, dass ich keine Kontrolle darüber habe, was sich alles so in meinen Kopf verkriecht, sich dort festklammert und mir mein Leben schwer macht. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass das zwar der Status Quo ist, dass dieser sich aber verändern und steuern lässt. Denn man kann sehr vieles sehr wohl entscheiden – auch, wer und was sich in das eigene Leben drängt bzw. wem wir alles so Zutritt gewähren. Mein erster Ansatzpunkt war es, also herauszufinden, aus welchen Richtungen meine Emotionen durcheinander gewirbelt werden. Oder anders gesagt: Um wen geht es da eigentlich ständig in meinen Gedankengängen?  weiterlesen

Slow Sunday // „Sei nicht so empfindlich!“

14.05.2017 um 16.15 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Sei nicht so empfindlich

„Du bist einfach zu empfindlich“ – ein Satz, den ich gefühlt jede Woche einmal zu hören bekomme. Ich bin damit nicht alleine, höre auch immer wieder ähnliches von Freundinnen (merke: Frauen). Zwar gibt es durchaus auch Männer, die immer wieder als „zu empfindlich“ eingestuft werden, in der Regel aber würde ich sagen, dass Männern in den meisten Fällen schon im jungen Alter eingeimpft worden ist, erst gar keine Äußerungen zu tätigen oder Empfindungen zu zeigen, die diese Schlussfolgerung untermauern könnten. Empfindlich zu sein ist tendenziell etwas Negatives, gleichbedeutend mit schwächlich, weich, jammerig und ja, feminin. Man „hält einfach nichts aus“ und „knickt eben schnell ein“. „Du bist zu empfindlich“ – das fühlt sich degradierend an, wird zwar oft kaschiert mit einem halb freundlich gemeinten Überbau, dient aber letzlich nur dem Verletzen seines Gegenübers. Ein Absprechen des Rechts auf die eigenen Gefühle. Das macht mich wütend. Denn nur, weil anscheinend irgendwann irgendwer beschlossen hat, dass Gefühle im Allgemeinen Prozesse verkomplizieren und verlangsamen, ändert das nichts daran, dass ich welche habe. Und weiterhin haben werde. Und mir nicht das wegnehmen oder absprechen oder verbieten lasse, was mich menschlich macht.  weiterlesen

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Slow Sunday // Ängste überwinden
& Courage zeigen

07.05.2017 um 10.43 – Slow Sunday

Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört. So etwas kann man ja gar nicht so meinen, es sei denn man besitzt keine einzige Hirnzelle. Ich saß beim Arzt im überfüllten Wartezimmer und mein Termin war bereits seit 45 Minuten überfällig. Aber nein, ich hatte richtig verstanden. Nach einer gefühlten halben Stunde konnte ich es mir auch einfach nicht mehr schön reden: Die zwei Herrschaften neben mir – ein Mann Mitte 50 und eine Sie Ende 30 – unterhielten sich nämlich in einer mittelmäßig-dezenten Lautstärke in einer Art und Weise über „das Flüchtlingsproblem“ und die „Ghettozustände“ hier „bei uns“, dass mir entsetzt der Atem stockte.

In Zeiten von AFD zwischen den Trumps und Le Pens dieser Welt, weiß ich selbstverständlich, dass sie ja irgendwoher kommen müssen, die verwirrten Wählerstimmen, klar. Aber das volle Ausmaß der menschlichen Abgründe, die sich in diesem Zusammenhang auftun, waren mir ganz offensichtlich nicht mal im Ansatz bewusst. Ich, mittendrin in meiner Bubble aus Andersdenkenden, Kreativen und sehr freundlichen, offenen Menschen, wurde plötzlich mit einer entsetzlich unangenehmen Realität konfrontiert. Ich war sofort auf 180. Und dann wurde mir klar, dass ich diesen Menschen ihren mit Schenkelklopfer-Humor getarnten Rassismus nicht einfach durchgehen lassen durfte. Ich muss etwas sagen. Laut und deutlich und so, dass es alle mitbekommen. Aber ich schwieg. Eine ganze Weile.  weiterlesen

Slow Tuesday // Richtig in den Tag starten:
„Open Space“ am Morgen

02.05.2017 um 10.24 – Slow Sunday

Es können die unterschiedlichsten Gründe sein, warum ich morgens manchmal aufwache und mich am liebsten gleich wieder zurück ins Koma fallen lassen möchte. Vielleicht habe ich schlecht geschlafen oder geträumt, bin zu spät ins Bett gegangen (immer!) oder habe mir tatsächlich eine Überdosis Schlaf abgeholt. Wenn ich dann noch gefühlte 75 Mal auf Schlummern gedrückt habe und es immer unrealistischer wird, dass ich alle notwendigen Dinge in ein sowieso schon zu enges Zeitfenster pressen kann, gibt es für den Tag eigentlich keine Hoffnung mehr.

Er läuft dann bis abends chaotisch und mit akuten Begierdeanfällen auf Sekundenschlaf ab. Weil ich es satt war, dass mein Tagesschicksal gleich morgens um 6 besiegelt wird, machte ich das, was jeder normale Mensch mir auch geraten hätte: Ich gehe früher ins Bett und stehe eine halbe Stunde früher auf. Nur, ich verschwende nicht meine gesamte kostbare halbe Stunde dafür, länger unter der Dusche zu stehen oder mein Müsli in Zeitlupe zu löffeln, sondern um mir kurz Zeit für mich zu nehmen. Dieser minikleine Open Space gleich früh am Morgen gibt mir nämlich die Freiheit zu entscheiden, wie mein Tag ablaufen wird. weiterlesen

Slow Sunday //
Emotional Decluttering Step 1

23.04.2017 um 14.05 – Leben Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Emotional Decluttering

Vergangenes Jahr habe ich einen Beginners-Guide zum Thema Decluttering geschrieben – dem Loslassen und Ausmisten von materiellen Dingen, die wir nicht wirklich brauchen und trotzdem mit uns rumschleppen. Decluttering war für mich zu der Zeit (und ist es immer noch) ein wichtiges Ritual.

Es hilft mir beim Halten meines Gleichgewichts und fördert die Konzentration aufs Wesentliche. Ich habe mich inzwischen so sehr von einer überfüllten Wohnung und von reinen Dekoartikeln entwöhnt, dass ich seit über einem Jahr – außer zwei Lichterketten – nichts Neues für meine Wohnung gekauft und dabei eine Menge Geld gespart habe. Auch hatte ich nach regelmäßigen Declutteringphasen das Gefühl, mich irgendwie leichter und problemfreier zu fühlen. Dieses neu gewonnene Gleichgewicht hat, so glaube ich inzwischen, aber auch den Weg freigemacht für weiteren Entlastungs-Bedarf. Einmal sensibilisiert habe ich gemerkt, dass ich mich inzwischen genug von materiellen Dingen entledigt habe und damit jetzt als nächstes ähnliche Aufräumaktionen für meine Psyche, meinen Kopf und meine Gefühlswelt auf die Liste schreiben kann.  weiterlesen

Slow Sunday // Partnerschaft: Warum Liebe allein einfach nicht reicht

02.04.2017 um 13.03 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Kann man die Liebe berechnen?

Achtung, es wird jetzt etwas unromantisch. Ich werde nämlich in aller Vollständigkeit das Konzept von ausschließlich romantischen Liebesbeziehungen in Frage stellen. Warum? Weil erstens ein großer Teil von mir glaubt, dass man nur mit einem Lieblingsmenschen für immer zusammenbleiben kann, wenn er zu einem passt. Und weil zweitens um mich herum links und rechts Beziehungen in die Brüche gehen – und ich überraschend oft überraschend wenig überrascht bin. Und weil ich mich deswegen in letzter Zeit immer öfter frage: Läuft man eventuell gradewegs in sein Unglück, wenn man bei der Partnersuche Input- und Outputmenge nicht ganz genau gegeneinander abwiegt? Ist es möglich, dass die anfängliche große Liebe einfach nicht ausreicht?

Es ist doch so: Wollen wir ein Auto oder ein Haus kaufen, eine neue Versicherung abschließen oder in den Urlaub fahren, möchten wir gerne die beste Schnittmenge, einen fairen Deal und bloß nicht die Katze im Sack kaufen. Wir recherchieren, testen und wägen ab. Völlig verständlich, schließlich geht es hier um unsere Zukunft, unser Wohlbefinden und um Sicherheit. Warum aber wenden wir so viel Vernunft nicht grade und insbesondere auf den wohl wichtigsten Lebensbereich überhaupt an – unsere romantischen Beziehungen?  weiterlesen

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Slow Sunday //
Über Geburtstagsgedanken & Wünsche

26.03.2017 um 9.25 – Kolumne Slow Sunday

Vergangenen Freitag bin ich 27 Jahre alt geworden und sehr nachdenklich. Ich meine, Geburtstage sind nun wirklich das Letzte, an dem man sich in eine komplizierte Gedankenwelt verkrümeln und über das Leben sinnieren sollte, aber irgendwie könnten sie auch nicht perfekter dafür geeignet sein. Bin ich als Kind noch morgens aufgewacht und habe freudenstrahlend gedacht „Heute ist mein Tag!“, denke ich heute „Heute ist mein Tag?“ und möchte am liebsten liegenbleiben. Wann sind Jahrestage eigentlich so verdammt anstrengend geworden?

Vielleicht, seit ich mein Gefühlschaos durch äußere Höflichkeit und angemessene Fröhlichkeit überstimmen muss. Seit es mir herzlich egal ist, ob und was ich nun geschenkt bekomme, wenn ich mir eigentlich nur mehr Zeit wünsche. Für Frieden. Für meine Träume. Für mich selbst.  weiterlesen

Slow Sunday // Verschrobene Freunde sind manchmal die besten

19.03.2017 um 10.42 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Freundschaften

Ich spiele schon eine Weile mit dem Gedanken, einen schmerzhaft lustigen aber auch schmerzhaft wahren Blogartikel, den ich vor einiger Zeit gelesen habe, irgendwie für einen Slow Sunday Artikel weiter zu entwickeln oder zu adaptieren. Da mir dies aber nun seit Monaten nicht gelingt und ich mich ja irgendwie schwer im Copy-Paste-Style einfach an den geistigen Geniestreichen anderer bedienen kann, habe ich mich dafür entschieden, stattdessen eine klare Leseempfehlung auszusprechen – und darüber zu berichten, was der Blogartikel für mich verändert hat. Es geht um Freundschaften und wie ich gelernt habe, sanfter mit ihnen zu sein.

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Slow Sunday // Instagram
-Mitmachen ohne gewinnen zu wollen

12.03.2017 um 15.00 – Leben

This is Jane Wayne - Slow Sunday - InstagramImmer wenn ich Instagram öffne, löst das ein ganz bestimmtes Gefühl in mir aus. Ich kenne das Gefühl und kürzlich ist mir klargeworden, woher. Ich fühle mich im Insta-Feed wie damals auf meinen Leichtathletik-Wettkämpfen. Die Stimmung war immer gut, alle nicken sich freundlich zu. Aber trotzdem, ein sehr offenes Geheimnis, sind alle gekommen, um an den anderen vorbei zu ziehen und als Erster aufs Treppchen zu steigen. Die Stimmung auf so einem Wettkampf hat etwas schönes, es ist alle etwas aufregend und man fühlt sich aufgeputscht. Aber der latente Leistungsdruck ist allgegenwärtig und alle sind erleichtert, wenn es endlich vorbei ist. Das klingt nicht grade nach Ruhe, Sorgfalt und Entschleunigung – und tatsächlich schickt mich die das simplifizierte und oberflächliche Storytelling auf Instagram regelmäßig auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Aber es hat mich einige Zeit gekostet, das für mich tatsächlich zu erkennen und daraus meine Schlüsse zu ziehen.

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Slow Sunday // 4 Tipps & Methoden für mehr Gleichgewicht zwischen Arbeit & Auszeit

05.03.2017 um 14.31 – Slow Sunday

Seit ich mich vor einigen (oder eher vielen) Monaten dafür entschieden habe, mein Leben stressfreier und langsamer zu gestalten, musste ich wohl oder übel von so manchen Prinzipien lassen. Ich hielt sie lange für Werte, die mir wichtig sind, bis ich gemerkt habe, dass ich vor allem keine andere Wahl hatte, als mich so zu verhalten. Diese Prinzipien waren streng genommen wohl eher Zwänge – zum Beispiel: Perfekte Arbeit abliefern zu wollen, zu viel für andere zu machen, mich selbst immer hinten anzustellen und viele andere mehr.

Durch den zugegebenermaßen zähen Prozess des Umdenkens, fühle mich inzwischen allerdings auch mit einer ganz anderen, neuen Eigenschaft konfrontiert. Ich nenne sie „lockerlassen“, „entspannter sein“ oder „die Dinge auch mal geschehen lassen“. Ich verschiebe jetzt ab und zu mal etwas, stelle nicht alles auf jeden Fall schon 3 Tage vor der Deadline fertig und entscheide mich auch mal fürs Ausruhen als fürs einfach-weitermachen, wenn ich merke, dass ich nicht mehr kann. Klingt auch ganz gesund, oder? Nun möchte ich natürlich kein Meister der Prokrastination werden, sondern ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Auszeit finden. Welche Herangehensweisen ich mir für meine Zeitplanung und für eine realistische Einschätzung meiner Zeitkontingente recherchiert und zum Teil selbst entwickelt habe, möchte ich euch gerne hier verraten.  weiterlesen

Slow Sunday // Das Lifetime Projekt:
Tipps für die Selbstliebe Teil II

26.02.2017 um 10.29 – Slow Sunday

Liebe Leser*innen, darf ich fragen, wie es so läuft mit der Selbstliebe? Noch nicht angefangen, mitten drin oder schon ganz oben angekommen im völligen Einklang mit dir selbst? Bei mir ist das Thema nämlich nach wie vor etwas schleppend, es hängt mir wie ein Klotz am Bein und ich finde es zeitweise mehr lästig als hilfreich. Dies ist nun bereits mein vierter Artikel (siehe hier, hier und hier) zur „Selbstliebe“ und man könnte meinen, dass ich ja schon einige Schritte weiter sein müsste. Das bin ich vielleicht auch, aber längst nicht in dem Maße, wie ich mir das so vorgestellt habe.

Selbstliebe ist ein Projekt, das eher in die Kategorie „Lifetime-Achievement“ gehört. Man kann das Ganze vielleicht mit einem 400m Lauf vergleichen, aber mit zusammengebundenen Schnürsenkeln: Ich sehe den Weg, ich weiß wie es geht, aber ich komme nur in Minischritten vorwärts. Ständig schwanke ich zwischen Selbstliebe-als-Hausaufgabe und Selbstliebe-einfach-nebenher-geschehen-lassen – beides keine guten Ideen. Das eine verursacht Stress und das anderen Stillstand. So gerne aber möchte ich meinen eigenen Weg mit euch teilen und die besten Tricks, die ich auf diesem Weg links und rechts aufsammele, an euch weitergeben. Nach Tipps für die Selbstliebe Teil 1 folgt nun Teil 2 mit weniger Fokus auf die eigene Seele, dafür mehr Pack-an an für den Alltag.  weiterlesen

Slow Sunday //
Podcast: „The Secret Text“

19.02.2017 um 13.14 – Slow Sunday

Immer dann, wenn ich eigentlich viel zu viel zu tun habe, denke ich gerne sehr ausdauernd und tiefgründig nach. Das kann über alles Mögliche sein, meistens schweife ich auch ab und tauche erst wieder gefühlte Stunden später in der Realität auf. Ich glaube, durch dieses ständige Nachdenken fällt es mir eher leicht, Dinge aus einer anderen Perspektive und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Für mich ist das nicht anstrengend, sondern wohltuend und beruhigend.

Ich glaube, eine ganz wichtige Zutat für diese Denkprozesse ist, dass mir dieses Abtauchen nur in Situationen gelingt, in denen ich mich wohlfühle. Diese Art des Denkens ist nicht wie eine Matheaufgabe, die man strukturiert von vorne bis hinten durcharbeitet, sie ist eher ein zufälliger Prozess und das macht es so schön unplanbar und ehrlich.  weiterlesen

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Slow Sunday // Valentinstag:
4 Alternativen für Blumen und Herzchen

05.02.2017 um 12.10 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Valentinstag

Au weia, Valentinstag. Wenn ich das höre, gruselt es mich etwas, teils vor Scham, teils aus Ablehnung. Scham, weil Erinnerungen an die erste Liebe und die wahnsinnige Wichtigkeit von Valentinstagen in der Jugendzeit wach werden. Ablehnung, weil es doch eigentlich doof ist, wenn gerade an diesem mit Pauken und Trompeten im Konsumrummel angekündigten Tag der Liebe gedacht wird. Ein völliger willkürlicher Tag hingegen, zu etwas Besonderem gemacht mit einer kleinen Überraschung, sei sie nun materieller oder emotionaler Art, ist das nicht das eigentliche Fest der Liebe? Nun kann man am Valentinstag natürlich durchaus geschmackvollere Dinge schenken als mit Puscheln besetzte Unterwäsche oder in liebevoller chinesischer Fließbandarbeit hergestellte Miniaturteddys, deswegen möchte ich das ganze Spektakel auch nicht pauschal abwerten. Aber dennoch, dem Valentinstag in irgendeiner Art und Weise Beachtung zu schenken, das kann ich mir kein Stück vorstellen.

Deshalb möchte ich nicht nur nach Sarahs Vorlage ein paar – wie ich finde – süße Alternativen für den Tag der Liebe vorstellen, sondern auch gleich noch vorschlagen, dass wir ihn obendrauf auch noch verschieben. Auf einen X-beliebigen Tag, wenn einem eben gerade danach ist. Ohne Termindruck im Nacken.  weiterlesen

Slow Sunday // Selbstliebe:
Vielleicht sind wir ja doch alle schön?

29.01.2017 um 11.06 – Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Sind wir doch schön?

Die Selbstliebe und ich, wir sind uns immer noch nicht ganz grün. Vor allem seit ich das Gefühl habe, dass die ganze Sache – wie so vieles andere eigentlich-Gute – zweckentfremdet wird. Ich spreche zum Beispiel von dem scheinbaren Imperativ, dass es die zwei Riesenthemen „Selbstliebe“ und „Schönheit“ ausschließlich im Doppelpack gibt. Ich habe das Gefühl, ich werde laufend darauf hingewiesen, als sei es eine universelle Regel: Wer sich selbst liebt, hat sich auch schön zu finden (aber nicht andersrum).

Ich verstehe das nicht. Warum sollte Schönheit, sei sie jetzt eine Innere oder eine Äußere (wie auch immer wir diese definieren) bei der Selbstliebe eine Rolle spielen? Ist noch niemandem aufgefallen, dass der Abstand zwischen Realität und ehrlichem Glauben an „jeder Mensch ist schön und du musst eben lernen, dich selber schön zu finden, egal was andere sagen“ in etwa 7 Lichtjahre beträgt? Ein angeblicher Automatismus der Selbstliebe: „Finde dich schön, ist überhaupt nicht schwierig und ganz ehrlich, bitte reiß‘ dich auch ein wenig zusammen.“ Und schwupps findet man sich überaus famos und die Liebe zu sich selbst sprudelt nur so aus einem heraus? Eher nicht. Was wir brauchen ist eine Portion Wahrheit. Mit einem Sahnehäubchen Hoffnung. Ein Versuch.  weiterlesen

Slow Sunday //
Wenn Liebe weh tut (ohne Grund)

22.01.2017 um 9.41 – Slow Sunday

liebe

Liebe: War das nicht mal dieses Gefühl, von dem wir alle mit Anfang 20 träumten und gar nicht recht wussten, wie es sich anfühlt? Von dem wir dachten, es wäre das Beste was uns je passieren könnte? Klar, hatten wir schon damals Recht, aber es ist doch so anders, als wir es uns vorgestellt haben. Oder geht das nur mir so?

Vor fünf Jahren noch, da hätte ich ganz klar formulieren können, was ich mir unter dem Gefühl Liebe vorstelle. Es wäre eine blumige Antwort geworden, irgendwas zwischen Schwerelosigkeit und Freiheit – eben etwas, von dem ich gedacht hätte, dass es sich wahnsinnig erwachsen und tiefgründig anhört. Es ist schon eine ziemlich gute Sache, die die Natur da eingerichtet hat, diese schön naive und unschuldige Vorstellung von Dingen, die man bis dato nicht mal im Ansatz selber erlebt hat. Denn die Realität ist nicht unbedingt weniger schön, ganz im Gegenteil. Das Problem der Liebe ist eher, dass sie unheimlich schmerzhaft ist. Und dabei spreche ich nicht mal von Trennungen, sondern von Liebe in völlig intakten Beziehungen. Regelmäßig frage ich mich, warum etwas so Schönes gleichzeitig manchmal so schmerzhaft sein muss.  weiterlesen