Schlagwort-Archiv: Tagesoutfit

OUTFIT //
Magic Cleaning & Céline Babouches 🌴

– 15.03.2016 um 11.09 – Outfit

celine babouchesHeute Nachmittag mache ich mich auf den Weg gen Paris und weil der Tag bis dahin noch mit einer ganzen Handvoll To-Dos gespickt ist, schlurfe ich schon seit der Früh im Dinner-Outfit für das abendliche Frankreich durch Neukölln, einmal angekommen wird nämlich auch nicht mehr viel Zeit zum Trödeln übrig sein. Was genau ich dort treiben werde, erfahrt ihr natürlich noch, am Donnerstag bin ich jedenfalls schon wieder zurück. Gepackt habe ich auch noch nicht, aber das ist nichts neues, ich reise ständig mit nichts als einer Handtasche und frischer Unterwäsche. Je weniger Ballast, desto besser.

So war das nicht immer, aber irgendwann machten sämtliche Bekannte mich so mürbe, dass ich es ihnen gleichtat und mir schließlich ebenfalls dieses omnipräsente Buch namens „The magic cleaning“ zulegte. Es ist fürchterlich aus dem Japanischen übersetzt und steckt voller Floskeln, am Ende hat es aber eingeschlagen wie der Blitz, fragt mich nicht weshalb. Seither türmen sich die aussortierten Kisten in meiner Abstellkammer, ein nächster Tictail-Schwung steht demnach schon in den Startlöchern. Die Quintessenz des Ganzen lautet: Umgebe dich mit wenigen, aber dafür von Herzen geliebten Stücken. Und: Kaufe nichts, das dir nur zu 99% Prozent gefällt, es müssen stets volle 100 sein. Aus den erst jüngst ausgemisteten 30 Kleidungsstücken, die ich noch immer mochte, aber nicht anbetete, machte ich in der vergangenen Woche also quasi ein einziges. Nun gut, es sind schließlich Schuhe geworden, aber was für welche. Hätte ich eine Vitrine, ich würde sie dort jeden Abend hinein stellen, diese völlig überteuerten zarten Babouches von Céline: weiterlesen

OUTFIT // Stay young.

– 08.03.2016 um 0.02 – Mode Outfit Wir

weekday outfit„Stay young“ sagt man ja immer, jedenfalls im Herzen, nicht auf der Stirn, so ein paar Falten sind schon sehr ok. Diesen Monat werde ich 28 und ihr werdet lachen, für einige ist das schon wahnsinnig alt. Meine kleinen Schwestern zum Beispiel behaupten, ich sähe kleidertechnisch keineswegs mehr aus wie ihre Mitschülerinnen, selbst wenn ich Turnschuhe trüge, dann seien das definitiv die falschen. Und meine Nachbarin, die gerade ihr Abitur bestanden hat, bringt zum Verrecken kein „Du“ über die Lippen, wann immer wir uns den Aufzug teilen. Beim letzten Mal habe ich laut gelacht und irgendwas Tanten-mäßiges von wegen „So reif bin ich jetzt nun auch wieder nicht gefaselt“, während ich zumindest auf ein gespiegeltes Lächeln ihrerseits hoffte, aber nichts dergleichen geschah, sie machte vielmehr ein Gesicht wie das Emoji mit den weit auferissen Augen und schob noch ein „na, jedenfalls wollte ich Ihnen nur sagen, dass wir am Wochenende eine kleine Feier machen und es echt laut werden könnte“ hinterer. Als würde mich sowas stören. Ich war zutiefst getroffen. Und dann gibt es diese Tage, an denen sich der Spieß komplett umdreht, genau wie die Garderoben-Ordnung an meinem Körper; ich wisst ja, dass ihr es Dries van Noten zu verdanken habt, dass ich seit einer Weile Bustiers, Bikini-Oberteile und Mini-Tops drüber statt drunter trage. weiterlesen

OUTFIT //
Wir sollten viel mehr tanzen.

– 07.03.2016 um 10.00 – Mode Wir

esprit imperfectFür die viel diskutierte #imperfect Kampagne, die keinen Unterschied mehr zwischen Perfektion und Imperfektion machen will, wo doch gerade im Unvollkommenen die große, wahre Schönheit liegen sollte, hatten wir bereits vor einer Handvoll Monaten mit Esprit zusammen gearbeitet. Jetzt, kurz vor dem Einbruch des lang ersehnten Frühlings, geht es in die nächste Runde. Diesmal dreht sich alles um die Kostbarkeit der individuellen Freiheit, um den Mut, niemand anderes als man selbst zu sein, und: Um Tanz als Ausdrucksform der eigenen Persönlichkeit. Warum denn eigentlich Tanz, dachte ich noch beim Durchblättern des Konzepts, das ich kurz darauf beiseite räumte, mir blieb ja noch etwas Zeit für diesen Beitrag.

Eine Woche später fand ich mich dank eines mitternächtlichen Anrufs mehr unerwartet als gewollt auf einer kuschelig kleinen, in flackerndes Licht getränkten Tanzfläche irgendwo in Kreuzberg wieder. Noch am Nachmittag zuvor hatte ich mir eingebildet und zugleich geschworen, ich sei rausgewachsen aus diesem elendig anstrengenden Clubleben, mein Sofa würde fortan auf Ewig Vorrang haben und überhaupt, keine durchgemachte Nacht der Welt könne den Kater mit Kind am Tag danach je wett machen. Trotzdem blieb ich bis die Sonne aufging. Und als ich ins Taxi stieg, um noch vor Einbruch des hellen Tages ein Glas Eiswürfelwasser auf meinem Balkon zu schlürfen, so wie früher immer, legte sich in meinem Hirn ein Schalter um, dessen Existent ich beinahe gänzlich vergessen hatte. Nie mehr ohne diese Momente, bitte. Nach Ampel Nummer Eins fühlte ich mich plötzlich frisch wie mit 20, auf der letzten Kreuzung abenteuerhungrig wie die junge Mia Farrow und vor der Haustür erholt wie dreißig Siebenschläfer nach der Winterruhe, jedenfalls geistig. Nicht, dass ich überhaupt ein nennenswertes Hinterteil hätte, aber ich fürchte, dank Rihannas und Drakes „Work“ habe ich mir an diesem Samstag in weniger als vier Stunden den Stress von mehr als drei Monaten aus dem Leib getwerkt. weiterlesen

OUTFIT // Noch immer Winter.

– 03.03.2016 um 12.34 – box1 Outfit Wir

weekday Frühling, du freches Früchtchen, langsam aber sicher geht mir die Winter-Puste aus, und zwar ebenso Kleider- wie Hirn-technisch. Da wird inzwischen jeder noch so kurze Sieg der Sonne über die graue Wolkensuppe gefeiert wie ein Tor während der Fußball Weltmeisterschaft, fehlt nur noch, dass ich irgendwann anfange, laut auf der Straße los zu grölen. Was ich heute Morgen sogar fast getan hätte, aber nicht wegen des Sonnenscheins, der sowieso nicht da war, sondern wegen Sarah Jane, die ich schon nach drei Tagen Abstinenz vermisse. Bevor ich nämlich gestern Abend wieder auf heimischem Boden landete, war ich zusammen mit Visit Denmark und BoConcept in Kopenhagen unterwegs, dazu aber später mehr. Jedenfalls warteten sogar in meiner skandinavischen Lieblingsstadt nichts als klirrende Kälte und Regen auf mich, so kann das wirklich nicht weiter gehen. Es fühlt sich gerade zweifelsohne so an, als hätte das komplette Land keine Lust mehr auf diese bodenlose Wetter-Tristesse – wen auch immer ich auf der Straße treffe, alle hangeln sie sich nur von einer Woche in die nächste und hoffen auf bessere Zeiten. Die werden kommen, ganz bald, das weiß ich. Bis dahin hilft nur Eis im Bürgersteig-Schatten mit Schal, Durchhalten und Zwiebeln was das Zeug hält.

Ich trage also zwei Strumpfhosen übereinander, Thermo-Skiunterwäsche unter dem cremefarbenen Stehkragen-Pullover und warme Sohlen in meinen geliebten Chucks, von denen mich ab sofort kein Bodenfrost mehr abhalten kann, dazu rote Lippen, fertig. März, du wilde Biene, lass uns bitte nicht im Stich. weiterlesen

OUTFIT //
Zeit der Reife oder so ähnlich.

– 24.02.2016 um 11.52 – Outfit Wir

chanel clutchIch weiß nicht genau, was ich angestellt habe, jedenfalls habe ich es geschafft, binnen einer einzigen Nacht zu altern und das meine ich noch nicht einmal negativ, eher neutral, aber irgendetwas ist definitiv mit meinem Gesicht passiert, vielleicht liegt es auch an der ungewohnten Frisur, in deren Genuss normalerweise nur Lio, Freunde und der Späti-Mann kommen, weil ich nämlich der Meinung bin, es fehlten bloß noch ein paar Perlenohrringe zur Komplettierung des Biedermeier-Looks. Aber genug Blabla. Wie ihr seht, habe ich mich außerdem noch immer nicht vom Gucci-Fieber erholt und unsere jüngste DIY-Idee dank diverser H&M Blumen-Haarspangen ganz einfach selbst in die Tat umgesetzt und zwar auch, um dem wunderschönen Kaschmir-Pullover von JOUUR., mit dem mich unsere Freundin und Kollegin Jessie dieser Tage überraschte, gebührend zu huldigen. Danke dafür, du Liebe.

An den Füßen trage ich endlich die schon sooft beäugten Ruby Boots von Asos, die zu meinem Unglück permanent ausverkauft waren und in meiner Hand halte ich das womöglich schönste Dankeschön, das ich je von einem Shooting mit nach Hause nehmen durfte: Eine kunterbunte Chanel Clutch. Mehr dazu erzähle ich bald, nur so viel vorab: Irre war das. weiterlesen

Outfit //
Rainbow Days & Gucci Shoes

– 17.02.2016 um 13.10 – Outfit Wir

gucci

Ihr wundert euch bestimmt, weshalb ich abgesehen von dem Beitrag über die schönsten Schuhe für das Frühjahr 2016 erst jetzt einen weiteren Mucks von mir gebe, es ist ja schließlich schon Mittag. Allerdings hatte ich einen ziemlich guten Grund zu trödeln, ich durfte nämlich einen ersten Blick auf die kommende Kollektion des Berliner Labels Aeyde werfen und Freunde, ich sage euch, da kommt ein reinster Augenschmaus auf uns zu. Mehr darf ich leider noch nicht verraten, bloß eins ist sicher: Ihr werdet wahnsinnig werden ob all der Schönheiten, die eure und unsere Zehen bald eventuell zieren könnten. Und das sage ich nicht, weil ich offenbar an einem ausgeprägten Schuh-Tick leide. Jedenfalls nicht ausschließlich, echt wahr. Wo wir auch schon gleich beim heutigen Outfit-Thema angelangt wären, ich trage seit gestern nämlich einen ledrigen, roten Gucci- Schnurrbart an den Füßen, samt güldener Schnalle.

Ihr wisst ja, dass ich gerne Erschwingliches mit Träumen mische, deshalb fiel meine Wahl heute morgen außerdem auf ein Regenbogen-Ripp-Shirt von H&M, dazu packte ich Socken gegen die Kälte und meine Lieblingsjeans. So holt man Alessandro Micheles Kreationen ganz einfach auf den Berliner Boden der Tatsachen, vor allem, wenn man noch einen Kakao dazu packt. weiterlesen

OUTFIT // What really matters.

– 16.02.2016 um 11.41 – Outfit Wir

herz kleid edited Sarah Jane hat euch gestern in einem rührenden Beitrag erklärt, weshalb es seit ein paar Wochen so still um sie geworden ist. Ich bin stolz auf meine starke beste Freundin, denn dazu gehört eine Menge Mut. Wenn man einen geliebten Menschen verliert, hilft rein gar nichts gegen die Trauer, alles, was man als Verbündete also tun kann, ist da zu sein, immer. Dazu gehört selbstverständlich ganz viel Händchenhalten, auch miteinander weinen, trösten und zuhören. Aber auch Ablenkung und Aufmunterung, denn jetzt muss es erst recht weiter gehen. Heute Abend werden wir viel Pizza essen, nur wir zwei samt einer ganzen Kanne Rotwein.

Die erste Aufgabe an Sarah, bevor es los geht, lautet: Wirf dein Lieblingskleid über. Das mag banal klingen, ist es auch, aber ich bin mir sicher, dass jede kleine Freude wichtig ist. Also, Liebling. Ich freue mich auf dich. Und weil ich es nicht abwarten kann, bringe ich dir schon jetzt einen Kaffee vorbei. Und eine Geschichte, die dich vielleicht zum Lachen bringt. Und schau, ich trage deinen Krokodil-Anstecker über dem Herzen. Wir schaffen das. Bis gleich. weiterlesen

OUTFIT // Sonntagskuchen.

– 15.02.2016 um 10.26 – Outfit

hm volant bluse Valentinstage verbringe ich am allerliebsten mit meinen besten Freundinnen und viel Kuchen, das war schon immer so, ganz gleich welcher Beziehungsstatus mir am 14. Februar anhaftete. Glücklicher Weise sehen die Lieblingshühner das sehr ähnlich, weshalb ich mich auch gestern wieder in eine Erdbeertorten-adäquate Garderobe schmiss. An tückischen Wettertagen, also an solchen, die nach Frühling ausschauen, sich aber nach Winter anfühlen, trage ich übrigens häufig langärmelige Skiunterwäsche unter leichten Blusen, dicke Wollpullover bringe ich ob all des Sonnenscheins nämlich meist nicht mehr übers Herz.

Jedenfalls ist sie das, die Volant-Bluse, die womöglich der ein oder anderen H&M-Mitarbeiterin und etlichen -Mitarbeitern mächtig viele Nerven gekostet hat, das gute Stück war nämlich ratzfatz ausverkauft, in sämtlichen Filialen und auch online, am Samstag sah ich sie allerdings noch in Größe 40 auf der Friedrichstraße hängen. Dazu trug ich Tuch statt Gürtel, meine Closed Pedal Pusher und Chucks aus Velours Leder: weiterlesen

OUTFIT // Mondays.

– 08.02.2016 um 12.39 – Outfit Wir

norse projects woman

Mein lieber Scholli, für Gewöhnlich halte ich nicht viel von dieser altbekannten Jammerei über trübselige Montage, heute bin ich aber wirklich ganz vorne mit dabei. Als sei der Alltag gerade nicht sowieso schon stürmisch genug (sogar im wahrsten Sinne des Wortes, in meiner Heimat mussten die allermeisten Karnevalsumzüge aufgrund von Tiefdruckgebiet Ruzica abgesagt werden), hat jetzt auch noch mein geliebter Laptop den Geist aufgegeben, kurz vor einer Deadline – des Teufels Küche bekomme ich heute also womöglich von Innen zu sehen.

Jedenfalls habe ich am Morgen dementsprechend beschlossen, mir vorerst keine weiteren Gedanken über mein Antlitz zu machen, weshalb ich mich erneut in meine Sonntagsausflug-Garderobe von gestern schmiss. Alles gut für die Seele, die Hose leiert nämlich nicht aus, die Winter-Vans halten dank Futter warm und die Eierschalen-weiße Regenjacke trocken. Und morgen kommt dann hoffentlich wieder ein bisschen Sonne durch. weiterlesen

#VCFashionTour – 4 Ikonen auf Reisen
gewinnt den Koffer im Wert von 10.000€

– 25.01.2016 um 3.30 – Mode

vestiaire collective fashion tourWährend der gerade bestens überstandenen Modewoche klang mein Weckton hin und wieder wie ein aufgeregter Freudenschrei, mehr als ein Mal stand ich jedenfalls binnen weniger Sekunden kerzengerade neben dem Bett, und: vor einem Koffer, der nicht nur schmackhaft und durchaus nach einem Hauch Luxus aussah, sondern selbigen im Wert von rund 10.000€ tatsächlich verschlungen hatte und immer noch hat. Da wird mir ganz schwindelig. Vollgepackt mit vier Ikonen der Modegeschichte, die nicht nur mein eigenes Herz schneller schlagen lassen als Coco Chanel einst das Frauenbild revolutionierte, befindet sich diese Sabber des Giers-erzeugende Bagage gerade im Rahmen der von Vestiaire Collective initiierten #VCFashionTour auf großer Reise quer durch die wichtigsten Fashion Week Destinationen des Erdballs, um irgendwann vielleicht bei einer unserer Leserinnen sesshaft zu werden. Aber dazu später mehr.

Berlin, du Perle, sowas hast du sicher selten gesehen, genau wie ich. Meine Mission, die ihr bereits via Instagram verfolgen konntet, hätte demnach kaum schöner (anzusehen) sein können: Es galt nämlich mithilfe des eigenen Kleiderschranks zu beweisen, dass Klassiker niemals ausgedient haben, dass sie ganz gewiss das Gegenteil von öde und vor allem immer und überall tragbar sind. Blogger-Kolleginnen wie Patricia Mainfiled, Caroline Vreeland oder Lucy Williams werden es mir während der anstehenden Modewochen in Stockholm, Kopenhagen, New York, London und Mailand gleichtun, um nicht nur besagte Ikonen, sondern außerdem den Stil ihrer jeweiligen Heimat in die Welt heraus zu tragen – ein und dasselbe Stück Stoff kann an unterschiedlichen Körpern und Köpfen nämlicher unterschiedlicher aussehen als man womöglich annehmen würde, ich bin also selbst ein bisschen gespannt, welche Art von Outfit-Kreationen wir ab sofort und peu à peu unter dem Hashtag #VCFashionTour bestaunen dürfen. Enden wird die Reise des Koffers schließlich in der Heimat von Vestiaire Collective, nämlich Paris. weiterlesen

OUTFIT // Cord-Days aren’t over

– 22.01.2016 um 9.49 – Outfit Wir

gucciNach einem Tag ganz im Zeichen der bunt beschuhten Schlichtheit, habe ich schließlich in der Motten-Kiste gekramt, einen geblümten Pullover gefunden, der selbst meiner Oma hervorragend stehen würde und noch ein bisschen Kord hinzu gefügt, alles mit ein bisschen Alessandro Michele im Kopf. Um die Kälte-Panik der letzten Tage kurz zurecht zu rücken: Auch während der anderen Fashion Week Tage trug ich einen Mantel sowie Ski-Unterwäsche und Thermo-Strumpfhose, bloß ging es obenrum ausschließlich schwarz zu, deshalb ließ ich das Jacken-Ungetüm auf den Bildern einfach weg, also wirklich Freunde, ich bin doch nicht verrückt. Könnte man spätestens beim Anblick der obigen Zusammenstellung aber durchaus vermuten, schon klar. Gucci ist Schuld, ihr wisst es längst. Dort drüben in Italien sind die Zeiten der skandinavischen Geradlinigkeit nämlich endeutig gezählt, stattdessen wird es wild und wunderbar.

Das Prinzip ist im Grunde ganz einfach: Mische zusammen, was nicht zusammen gehört. Das große Ganze macht am Ende nämlich irgendwie doch wieder Sinn. In meinem Kopf war es jedenfalls so, aber über (meinen) Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: weiterlesen

OUTFIT //
„Le Smoking Tuxedo“ von Saint Laurent

– 21.01.2016 um 7.30 – Outfit

IMG_8247Yves Saint Laurent sorgte erstmals 1966 für Schnappatmung, als er „Le Smoking Tuxedo“ präsentierte, zwar ist das „Yves“ im Namen des französischen Luxuslabels mittlerweile auf tragische Art und Weise abhanden gekommen und der Gründer desselbigen nicht mehr unter uns, das Betrachten und Tragen der Blazer-Ikone bereitet aber noch heute das ein oder andere Atemproblem, so ist das eben mit modischen Ikonen. Fashion Week Leihgabe Nummer II, die ich ebenfalls Vestiaire Collective zu verdanken habe, rückte gestern (bis auf ein minikleines Outfit-Experiment zwischendurch – dazu später mehr) jedenfalls nicht von meiner Seite, bei Tag nicht und ebenso wenig während der ziemlich kurzen Nacht aufgrund spontaner Feier-Unvernunft.

Als die Sonne noch schien, oder auch irgendwie nicht, kombinierte ich viel Unspektakuläres dazu – bloß an den Füßen trieb ich wie so gern und oft ein wenig Schabernack. Hatte bloß mein Zippo vergessen: weiterlesen

OUTFIT // Frosty Summer

– 12.01.2016 um 8.40 – Outfit Wir

mes demoisellesIch dachte eigentlich, das Jahr 2016 würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen, zumindest der Anfang, denn Anfänge sind zwar schön, aber auch so aufregend, dass es manchmal kaum auszuhalten ist. Seltsamer Weise kam alles anders als erwartet, draußen ist es kalt, aber aus meinem Allerwertesten scheint die Sonne. Seit ein paar Tagen könnte ich Bäume ausreißen, weshalb ich am Wochenende aus gegebenem Anlass das passende Schuhwerk wählte. Auch den Rock warf ich mir ganz bewusst und dem Winter zum Trotz über – gar nicht mal so dumm, der Erfindung der Thermostrumpfhose sei Dank. Die Erkenntnis der Woche lautet jedenfalls: Gelegentlich behält sogar das Floskel-Schwein Recht. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Und mutiger! Und vielleicht auch ein bisschen Banane.

Ich genieße jetzt also noch ein bisschen den Chiquita-Matsch in meinem Kopf und räume meinen Kleiderschrank um. Frühlingsgarderobe nach vorn – ich habe nämlich wirklich die Nase voll von Eiszeiten und Tristesse. weiterlesen

Outfit // MINUSGRADE

– 05.01.2016 um 11.29 – Outfit Wir

chanelEigentlich hatte ich vor, den ersten Arbeitstag in Jogginghose und Ski-Unterwäsche zu verbringen, wenn die Temperaturen nämlich ins Minus rutschen, dann kann mich der gute Geschmack meist kreuzweise. Es ist nicht so, als wäre es diesmal anders gewesen, bloß ist es am Ende nicht das komplette Gammel-Outfit geworden, sondern ein seltsam zusammen geworfenes Potpourri sämtlicher Lieblingsstücke, die halbwegs wetterfest sind. Das mag ein bisschen komisch aussehen und auch nach Autoscooter-Chic gepaart mit Peter-Lustig-Schuhwerk, aber so sieht sie nunmal aus, die Wahrheit, die ich im Laufe der Mittagspausen-Käsebrot-Pause dann doch irgendwann lieb gewann. Für die Hunter Boots erntete ich von der einen Hälfte unserer Büro-Nachbarn neckisch-belustigte Blicke, die andere Hälfte jedoch sprang für mich und die Gummischuhe in die Bresche und erzählte von jüngst eingefangenen New-York-Eindrücken – dort trügen sie sie alle, diese Stadt-tauglichen Entenschuhe, die ja doch ein bisschen witzig seien.

Wie auch immer, ich stehe zu meinen Weihnachts-Schappern und mit schwänzle fortan mit WOll-Sohle und selbstbestrickten Socken durch sämtliche Pfützen. Die Parra-Jacke allein würde der Eiszeit übrigens nicht standhalten, deshalb: Immer eine Daunen-Weste drunter stopfen. Zum Beispiel von Uniqlo. Ahoi. weiterlesen

OUTFIT //
Rainbow Pussy Bow

– 18.12.2015 um 11.44 – Outfit

edited the label 11
Das derzeitige Lieblingsbuch meines Sohnes heißt „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ und könnte er seinen Beobachtungen schon mithilfe von mehr als vier gegurgelten Wörtern Ausdruck verleihen, heute hätte er mich „Mama Dachs“ genannt. Dachstage treten besonders häufig Freitags auf, wenn das Hirn schon auf Energiesparmodus läuft, die Zeit bis zum Wochenende sich trotzdem zieht wie ein Hubba Bubba und der Stapel an Unerledigtem sich bis zur Decke türmt. Man könnte jetzt meinen, ein grauer Schlabberlook wäre dem Anlass entsprechend eine gute Wahl gewesen, zum Verschwinden, und normalerweise halte ich es auch genau so. Heute wäre aber alles nur noch schlimmer geworden, ich muss nämlich spätestens zum frühen Abend guter Dinge sein, da wartet die erste Kita-Weihnachtsfeier auf mich.

Also: Regenbogen-Schluppenbluse aka „Pussy Bow“ an, Kirschkleid von EDITED the Label darüber geworfen, fertig. Haltet mich für übergeschnappt, aber so ein bisschen Farbe hilft schonmal ein bisschen – Zum Drin-Verstecken taugt ja immerhin schon der Monstermantel: weiterlesen