Schlagwort-Archiv: Tagesoutfit

Outfit // Von Pink und Rot und Farb-Eitelkeiten.

24.08.2016 um 19.37 – box2 Outfit Wir

nike van dinther thisisjanewayne pink gucci wallet on chainSpätestens als Miley Cyrus irgendwann in einem Interview behauptete, Pink sei ja überhaupt gar keine Farbe, sondern viel eher eine Frage der Attitüde, schwor ich mir, weiterhin und bis in alle Ewigkeit quasi attitüdenlos durchs Leben zu kommen. Wie so viele Versprechen an mich selbst, wurde selbstredend auch ebendieses gebrochen, was zu großen Teilen mit Trotz zutun hatte, aber auch mit der Erkenntnis: Farben kennen kein Pardon. Ganz im Gegenteil sogar, manchmal schleichen sie sich aus dem Blauen heraus einfach in unser Leben, so wie dieses satte Rosa dort oben zum Beispiel. Ich hätte es ja auch nicht für möglich gehalten, echt nicht. Aber zurück zum Trotz, denn ich die Einteilung in schlaue und beschränkte Nuancen wirklich leid und darüber hinaus wurde ich erst neulich richtig fuchsteufelswild, als jemand in meinem entfernten Bekanntenkreis über eine andere Bekanntin herzog: Die Sonne hätte ja wohl ohnehin das Hirn dieser jungen Dame zerbrutzelt, das sähe man ja schon an all dem Pink in ihrer Kleidung, so eine verdammte Tussi. Was für ein beschissenes Klischee, dachte ich noch, als die Hälfte der Versammlung eifrig nickte, vor allem die anwesenden Frauen, die sich plötzlich so wahnsinnig richtig vorkamen in ihrem gedeckten Einheitsblau. Dabei waren sie nichts weiter als fies. Und viel oberflächlicher als jede Rosa-Trägerin, die ich kenne. Was ich mit alldem eigentlich sagen will, ist:

Meine neues „Wallet on chains“ von Gucci ist überhaupt nicht die tussigste Obertussen-Tasche aller Zeiten, der Begriff „Tussi“ allein ist ja schon großer Quatsch, oder zumindest gehört die damit einhergehende Negativ-Assoziation verbannt. Wie auch immer, diese Tasche ist bloß sowas wie die warm-rosa Kirsche auf der Torte des Alltagsgraus, zum Anbeißen schön und endlich meins. Zwei Mal im Jahr darf nämlich ein lang angeschmachtetes Schätzchen in meinen Kleiderschrank wandern, wenngleich dafür viele, viele alte Stücke von dannen ziehen müssen (Tictail wird gerade wieder vollgepackt). Nach diesem Prinzip fällt der Abschied immerhin gar nicht mehr so schwer: weiterlesen

Outfits // Manchmal ist man die Taube und manchmal das Denkmal.

16.08.2016 um 7.00 – box3 Outfit Wir

oufits

Seit zwei Wochen bin ich das Denkmal, nicht die Taube, bloß nicht im eindrucksvollen Sinne, sondern im angeschissenen. Seit zwei Wochen werde ich meine Erkältung nicht los, nach der Nase sind nun auch die Ohren zu, ich höre alles wie durch eine Glasglocke und irgendwie ist kein Ende in Sicht. Das ist erstaunlich. Ich pflege nämlich zu behaupten, dass ich niemals nie krank werde, aber nun gut, das habe ich jetzt nun von meiner Überheblichkeit. Und dann ist da ja noch der Leichtsinn, der mich außerdem Teil eines großen digitalen Fragezeichens hat werden lassen. Ganz unverblümt habe ich nämlich jüngst zugestimmt, dieser Jury beizuwohnen, im Briefing schien die geplante Veranstaltung nämlich guter Absicht zu sein, aber dann kam die Grazia und baute schriftbildliche Scheiße, sodass das Ganze nun nach DSDS klingt. Kein Wunder, dass man sich echauffiert, aber ich bleibe dabei: Ja, ich mache mit! Weil ich noch immer an eine gute Wendung glaube und sollte selbige nicht eintreten, werde ich schimpfen wie ein Rohrspatz, für ein besseres oder eben gar kein nächstes Mal. Gut auch, dass ich keine Energie habe, mich länger aufzuregen. Aus untenstehenden Gründen zum Beispiel und weil es wirklich Wichtigeres gibt.

Das Wochenende zuvor war nämlich schön und schlimm zugleich, zusammen mit dem #TeamYonnBerlin und der DKMS konnten wir dank Hanne und Nina und Philipp rund 333 neue potentielle Knochenmarkspender für den 7-Jährigen Yonn und alle anderen, die dringend Hilfe benötigen, in die Datenbank schicken. Falls ihr noch nicht registriert seid, hier entlang, bittebitte. Auch Geldspenden bringen wirklich etwas, denn jede Neuaufnahme kostet etwa 40 Euronen. weiterlesen

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Outfit // Zurück in Berlin.

08.08.2016 um 14.17 – Outfit Wir

hm celine lookalike dress thisisjanewayneKitaferien sind was feines, dachte ich. Da wird man schließlich einfach so zum Urlaub gezwungen, zum Eisenbahnschienen verlegen, Sandburgen bauen und Hasengeschichten lesen. In der Sonne natürlich, irgendwo auf dem Land – so in etwa jedenfalls sah meine romantische Vorstellungen vom gemeinsamen Nichtstun zwischen Traktoren und Johannisbeerfeldern aus. Hätte ich nur nicht den Fehler gemacht, meine eigene Heimat als Kurstädte missbrauchen zu wollen. Mein Korschenbroich-Karma ist nämlich zweifelsohne schon mies seit ich Berlin „Zuhause“ nenne und fragt mich jetzt nicht, weshalb ich diesen Umstand immer wieder gedanklich beiseite schiebe. Setze ich auch nur einen Fuß in dieses Dorf am Niederrhein, fängt es für gewöhnlich an zu regnen. Es wird kalt. Und auch nicht wieder warm. Ich werde krank. Dann wird Lio krank. Und andersherum. Meine Familie hat außerdem meist zu tun, das ganz normale Leben geht nunmal weiter und bleibt nicht stehen, nur weil die Ausreißerin aus der Ferne sich nach langer Zeit mal wieder dazu bequemt, vorbei zu schauen. Logisch. Aber wie gesagt, die Verdrängung. Jedenfalls bin ich seit gestern zurück und ich fühle mich ein bisschen wie Janoschs Bär. „Oh wie schön ist Panama“, haben Lio und ich unter Gewitterwolken gelesen und dabei schnell gemerkt: Es mag ja wunderbar sein dort im Grünen, aber Zuhause ist nunmal wo die Freunde sind und das eigene Bett. Der Lieblingsbäcker. Der Spielplatz mit dem Piratenschiff. Und das Herz. Ich meckere zwar viel über Berlin, aber selten war ich so froh, wieder zurück sein, wirklich wahr.

Wären bloß die Omas und Opas und meine Schwestern nicht so furchtbar weit weg. Und da haben wir schon wieder den Salat, da fängt sie bereits an, besagte Verdrängung und ich weiß schon jetzt, dass ich bald wieder 600 Kilometer gen Südwesten fahre werde, fluchend und schimpfen und liebend, weil das Landei in mir ein Leben lang mit meinem inneren Stadtkind zanken wird. weiterlesen

OUTFIT //
Ein Montag am Mittwoch und ein Laster weniger.

20.07.2016 um 14.31 – Outfit Wir

Wäre heute Mittag nicht plötzlich der Sommer in Berlin ausgebrochen, ich hätte durchaus in Erwägung gezogen, das obige Outfit auch für den gesamten Rest der Woche zu tragen. Es fängt schon bei den Chucks an, über deren mysteriösen Erfolg wir erst vergangene Woche sinnierten. Selbige trage ich seit Neuestem nämlich in bunt (kann man sich mittlerweile endlich selbst zusammenstellen) und obwohl sich die gesamte Redaktion zunächst doch sehr über meine Farbwahl wunderte, werde ich nicht müde, die zwei Scheißerchen anzuhimmeln als gäbe es kein schöneres Paar Converse auf der Welt. Dann noch der „Partner in Crime“ Pullover zum drin Versinken von der Double Trouble Gang dazu und eine Levi’s, die seit nunmehr zehn Jahren an meiner Seite verweilt. Mehr brauch es manchmal nicht. Außer Durchhaltevermögen:

Freunde, es handelt sich hierbei ganz offiziell um meinen frisch gebackenen Nichtraucher-Look. Keine Party-Qualmerei mehr. Kein Glimmstengel mehr zum Wein. Aber dafür ein Laster weniger. Die erste Woche ist die härteste, deshalb muss ich mich Verkriechen können hinter meinem Haar und auch ein bisschen kuscheln mit dem Pullover, immer dann, wenn ich kurz davor bin, einzuknicken. Heute Abend gehe ich sogar Basketballspielen. Wie früher. Und ich höre „Changes“ von Tupac. weiterlesen

Fashion Tales // I go Bananas, oder:
In Freude investieren

15.07.2016 um 9.51 – Mode Outfit Wir

bags taschen farfetch this is jane wayne bananen tasche bananaEs war ein Morgen zum in der Pfeife rauchen, ein Montagmorgen, ihr kennt das. Einer, an dem man sich den dicken Zeh schon an der Badezimmertür staucht, kurz bevor man schmerzverzehrten Gesichtes nah dran ist, den Toilettendeckel nicht rechtzeitig hochzuklappen. Die Mundwinkel hängen dann, genau wie die Winkeärmchen, die einem doppelt aufs Gemüt schlagen, obwohl Haut am Arm ja nunmal sein muss. Ich stehe also irgendwann da, vor meinem Taschenregal, und habe die Qual der Wahl: Trauerschwarz, dem Anlass entsprechend oder eben das genaue Gegenteil, eine Banane, von deren lustigen Biegung sich meine Unterlippe gleich was abschauen könnte. Selbstverständlich greife ich am Bananentag zu ebendieser, der formvollendeten neuen Wildleder-Königin meiner bunten Sammlung. Danke, Farfetch, du Fundgrube der gehobenen Andersartigkeit. Eine weise Entscheidung jedenfalls, wie sich später heraus stellen wird. Dabei fängt es eher affig an.

Vor dem Späti meines Vetrauens hat sich bereits die coolste Gang der Mittelstufe versammelt, um sich ein gediegenes YumYum-Nudel-Frühstück einzufahren, was normalerweise Konfrontation bedeutet. Statt MILF zu rufen, fängt eine Herde wildgewordener Hormonschleudern plötzlich an, den Urwald zu mimen. Uh-uh-ah-ah-ah-ah, einer kratzt sich dabei unter beiden Achselhöhlen. Obwohl ich fest vorhabe, meinem persönlichen Bildungsauftrag gerecht zu werden, möchte ich mit den Augen rollen, was ich am Ende aber nicht tue. „Guten Morgen, ihr süßen Äffchen“ flöte ich, während ich zum ersten Mal seit ich mir das Gesicht vorhin mit Mandarinencreme einschmierte, lächeln muss. weiterlesen

OUTFIT // Sommer-Nostalgie.

11.07.2016 um 12.01 – box2 Outfit Wir

chanel red bag thisisjanewayneIm Sommer tendiere ich dazu, in Nostalgie zu verfallen und die Vergangenheit bis ins Unermessliche zu romantisieren – was war das schön, damals mit 16, als es nichts wichtigeres als perfekt gedrehte Dreadlocks und eine Woche campen auf dem Summerjam Festival gab. Ganz tief drin in meinem Herzen, weiß ich noch immer, dass Besitz sich für mich immer irgendwie belastend anfühlt, allerdings kollidiert diese Erkenntnis mit zunehmenden Alter immer wieder mit meiner Liebe zu schöner Kleidung, so ist das nunmal. Wenn ich dann aber ein Stück finde, das das Damals zumindest ein Stück weit mit dem Heute verknüpft, dann freue ich mich jedes Mal wie ein Mops im Haferstroh. So geschehen im Vintage-Himmel „Sommerladen“, wo ich den obigen Seiden-Rock von Dies van Noten fand, der durchaus auch schon 12 Jahre zuvor in meinen Kleiderschrank hätte wandern dürfen. Versteht ihr, was ich meine? Und als ich da gestern so in meinem Jeep saß (Achtung, bevor hier jemand die Umwelt-Keule schwingt: Umgerüstet auf Auto-Gas), The Shins liefen und die Sonne schien, da hab ich mich wieder ein bisschen wie 18 gefühlt, vielleicht sogar noch ein bisschen freier, wegen all der neuen Möglichkeiten. Danke, du schöner Sonntag. weiterlesen

OUTFIT //
Blumen für die Füße von AGL Shoes

07.07.2016 um 12.23 – Outfit Wir

outfit agl shoes thisisjanewayne
Bevor hier jetzt jemand in Schockstarre ob des reichlich kurzen Rocks gerät – ist beim Rumturnen vor dem Garagentor hoch gerutscht und niemand hats beim schnellen Schnappschuss vor der Mittagspause gemerkt. Im echten Leben ist der Minirock zwar trotzdem noch mini, aber durchaus tragbar. Jedenfalls erfreue ich mich heute so oder so viel mehr an meinen neuen Schuhen, der Fußkleid-Tick hält ganz offensichtlich also weiter an und auch von meinem „Mehr-ist-mehr“-Credo komme ich nicht los, jedenfalls sofern wir über Boots reden. Ich bin fast im Dreieck getanzt als das Paar von AGL Shoes plötzlich in meinem Vestiaire Collective Feed aufloppte, seit dieser geblümten Winter-Stiefel, die ich mir im letzten Jahr dank eines Sales zulegte, schaue ich nämlich immer mal wieder nach, was das italienische Label und so kredenzt. Die Herbstsaison wird jedenfalls schön, sehr schön sogar, offline kann das Ganze zum Beispiel schon in den Galeries LaFayette in Berlin bestaunt werden.

Ansonsten habe ich mich heute ein wenig mit dm Wetter vertan, bevor ich Lio von der Kita abhole, muss ich mich aber ohnehin noch in gemütliche Jeans schmeißen, heute wird nämlich getobt. Bis dahin weichen die obigen Boots allerdings nicht mehr von meiner Seite, das ist ganz große Liebe! weiterlesen

OUTFIT //
Der Maje-Rock & Sushi Rolls <3

05.07.2016 um 7.49 – Outfit Wir

maje jamais skirt thisisjanewayne

Ich weiß nicht, ob ihr euch an mein Wochenende in Paris erinnerte, jedenfalls hatte ich mir fest genommen, mit leeren Tüten zurück zu kommen, entgegen aller Vorurteile bin ich nämlich gar kein riesengroßer Fan von unentwegtem Shopping, erst recht nicht im Urlaub, ganz gleich wie prädestiniert die jeweilige Stadt dafür auch sein mag. Paris jedenfalls zwang mich am Ende doch in die Knie, während eines schnellen Eiskaffees irgendwo in Marais saß ich nämlich quasi schräg gegenüber des Maje-Schaufenstern und nunja, was soll ich sagen, dort baumelte dann eben der obige Rock. Wenn ich nicht in der Heimatstadt des Labels zuschlage, wo denn dann, rechtfertigte ich meinen kurzen geistigen Aussetzer, zum Glück. Denn auf einen Maxi-Rock, der ausnahmsweise mal nicht hippiesk und flatterig-floral daher kommt, hatte ich es bisweilen ziemlich erfolglos abgesehen.

Da ist er nun, der eigentlich ziemlich damenhafte schwarz-weiße Halunke, den man je nach Fasson so unterschiedlich kombinieren kann, dass alles von Tussi bis Rentnerin möglich ist. Was genau ich da während der Fashion Week fabriziert habe, weiß ich auch nicht, aber ich mag das gelbe Sushi-Roll-Shirt plus Top aus Samt aus unerfindlichen Gründen sehr dazu:
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Outfit // MBFW Tag I
Mit Rüschen Jeans & DIY Halsschmuck

29.06.2016 um 9.45 – Outfit Wir

gucci

Kurz vor der Fashion Week sitze ich immer da und denke still und heimlich „Och nö“ in mich hinein, geht es dann aber wirklich los, versinke ich glücklicherweise ganz rasch in gegenteiligen Gedanken. Ich bin sogar meist ein bisschen beschwipst vor Vorfreude auf all meine Kollegen und Kolleginnen, wegen der Freunde und Bekannten aus verschiedensten Städten, die man womöglich endlich wiedertrifft, gespannt auf das, was unsere Berliner Lieblingsdesigner zeigen werden, und auch irgendwie mitfiebernd, euphorisch und in einem seltsam-schönen Arbeitsmodus, der mich zwischen all der Hektik unversehrt und mit viel Energie durch die Tage fliegen lässt. Bloß würde ich bei alldem am liebsten Pyjama tragen.

Macht man aber nicht, so eine Modewoche ist nämlich, wenn man so will, mit einer Hochzeit vergleichbar – da brezeln wir uns auch nicht unbedingt unser selbst willen auf, sondern weil wir den Gastgebern Respekt zollen wollen und sollten. So ist das auch hier, die Menschen hinter den Kulissen haben für den Zirkus schließlich Schweiß und Blut geschwitzt. Wie man sich allerdings wirklich adäquat und der Berliner Fashion Week entsprechend kleidet, habe ich noch immer nicht herausgefunden, gestern hatte ich aber sehr wohl den Eindruck, so könne es funktionieren: Mit selbstgemachtem Halsschmuck, schief gewickelter Bluse und Rüschen an der Jeans. weiterlesen

Outfit // Mal eben so.

22.06.2016 um 10.53 – Outfit Wir

Levis 501 thisisjanewayneIch bin heute mal eben so vor Wecker-Schreck aus dem Bett gefallen, hab mir mal eben so was übergeworden und mir mal eben so nicht das Haar gemacht, es aber genau deshalb mal eben so rechtzeitig mit Lio zur Kita geschafft. Heute ist ein mal-eben-so-Tag. Und ich finde, es sollte viel mehr davon geben.

Man kommt sich ja fast ein bisschen herrlich beschwipst vor, wenn man der Müdigkeit mit ein bisschen Laissez Faire und Unbekümmertheit ein Schnippchen schlägt, wenn man in Jeans und Carmen-Bluse eiskalte Cola statt Kaffee im Späti besorgt, wenn man die Schlaf-Frisur als stolzen Turm auf dem Kopf und ein zuversichtliches Lächeln anstelle von Wimperntusche trägt. So sieht hier der Alltag aus, jedenfalls jetzt gerade. Das hier ist also im Grunde so etwas wie ein kleines nebensächliches Outfit-Lebenszeichen, bald geht es aber wieder los mit ein bisschen mehr als „mal eben so“, versprochen. weiterlesen

Outfit // The Shirt-Skirt.

06.06.2016 um 7.30 – Outfit Wir

Shirt Skirt Thisisjanewayne

Ich behaupte ja gern, (Mode)mädchen-Klischees und ich, wir hätten im Grunde nur ein paar weniger Überschneidungs-Punkte, ganz harmlose natürlich, und dass ich trotz all des schönen Zwirns, der mir täglich begegnet, zumindest noch über eine Hirnhälfte verfügen würde, die klar zu denken in der Lage ist. Manchmal liege ich mit dieser optimistischen Überzeugung aber leider arg daneben. Wenn es plötzlich so heiß draußen wird, dass ich am liebsten als Nackedei das Haus verlassen würde und von gestern auf heute eine gefühlt ganz andere Jahreszeit das Ruder übernimmt. Dann habe ich nichts mehr zum Anziehen und frage mich beim Blick in meinen leer-vollen Kleiderschrank, wie ich überhaupt durch den letzten Sommer gekommen bin. Wahrscheinlich im Badeanzug.

Weil jedenfalls auch gestern kein Rock luftig genug erschien, oder schmeichelnd, oder schön, habe ich mich am Ende für die gute alte Shirt-Skirt-Alternative entschieden, für die man nichts weiter tun muss, als ein wenig zu knoten. Das spart nicht nur Geld für viele Eisrunden, sondern auch Nerven. Statt eines engen Träger-Tops wählte ich außerdem ein schlabbriges, gegen das Kleben. Fertig. weiterlesen

Jane Wayne OUTFIT //
Doppelt gestreift mit Marni und Lika Mimika.

31.05.2016 um 7.30 – Outfit Wir

thisisjanewayne chanelViele Jahre meines Lebens konnte ich den ganzen Wind, der um weiße Blusen gemacht wird, weder verstehen, noch spüren, nicht einmal ein bisschen. Eine weiße Bluse ist eine weiße Bluse ist eine weiße Bluse und mehr nicht – Dachte ich. Ist auch so. Aber inzwischen weiß ich, dass es kaum etwas Praktischeres gibt oder Schmeichelnderes oder Schlichtschöneres.Vor allem an Tagen, an denen man den Pragmatismus am liebsten an oberste Prioritäten-Stelle setzen würde, aus unterschiedlichste Gründen aber nicht dazu in der Lage ist, genau so wenig wie zum Kopfzerbrechen vor dem Kleiderschrank. Noch besser, wenn man obendrein eine Freundin hat, die ihrerseits eine der schönsten aller Hosen satt hat, jedenfalls wenn es nach meinem Geschmack geht. Ein Hoch auf diese straßentaugliche Pyjama-Seidenhose samt Farbstreifen-Pracht und außerdem ein riesengroßes Danke an Duweißtschonwen. An den Füßen trage ich übrigens ebenfalls gestreift – mehr ist manchmal vielleicht ja wirklich mehr: weiterlesen

Outfit // Mittagspause.

19.05.2016 um 13.48 – Outfit Wir

levis outfot thisisjanewayne

Weil viele von euch meine Alltags-Outfits viel lieber mögen als manch ein modisches Experiment, hat sich Sarah in unserer Kaffee-langen Mittagspause ganz fix die Kamera geschnappt, um die obige Büro-Uniform zu dokumentieren. Etwas öde fühle ich mich an solchen Tagen, aber dafür auch schluffig-gemütlich verpackt, mehr muss zum Festkleben auf meinem geliebten Bürostuhl manchmal aber auch wirklich nicht sein. Ausnahmsweise mache ich diesmal übrigens drei Kreuze, wenn die Woche endlich geschafft ist. Mein Hirn ist so gut wie leer gefegt und ich habe nichts, aber auch wirklich absolut gar nichts zu meiner Verteidigung vorzubringen. Ab und zu frage ich mich, was wohl passieren würde, wenn das Brett vorm Kopf einfach bliebe. Mehrere Wochen lang oder gar für immer. Grande catastrophe.

Damit dieser Fall hoffentlich niemals eintritt, werde ich mich am Wochenende zusammen mit Lio bei Oma auf dem Land verstecken, einen ganzen Erdbeerkuchen allein vertilgen und mindestens zwei leere Blätter mit neuen Text-Ideen füllen. Vielleicht klappt ja dann auch wieder mit dem Einhalten von Deadlines. Dem beantworten von Emails. Und Planen von noch mehr Schabernack. weiterlesen

OUTFIT // Schief geknotet.

11.05.2016 um 11.40 – Outfit Wir

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Das obige Kleid ist wieder ein hervorragendes Beispiel dafür, dass mir hinsichtlich der Gabe räumlicher Vorstellungskraft offenbar ein paar wichtige Gehirnzellen fehlen. Zum Binden der gerade einmal drei notwendigen Schleifen benötigte ich insgesamt mehr als zehn Minuten und vier Anläufe, nur um am Ende, und zwar erst nach dem Schießen dieser schnellen Fotos, festzustellen, dass ich es trotz reichlicher Überlegungen geschafft habe, besagte Cut-Out-Herausforderung verkehrt herum anzuziehen. Vorne ist eigentlich hinten und hinten ist vorne und außerdem muss das Ganze eigentlich symmetrisch zusammen geschnürt werden. Ja, nun. Ich finde, dass kann man schon so lassen.

Dazu trage ich eine Pompom-Tasche vom Markt, eure Lieblings-Schuhe, die Céline Babouches, und Eiskaffee: weiterlesen

OUTFIT //
Sushi Roll Lifting

03.05.2016 um 12.45 – Outfit Wir

edited girls thisisjanewayne

Heute Morgen in aller Herrgotts Frühe saß plötzlich ein guter Freund auf meinem Balkon, er war noch kurz vor seiner Abreise vorbei gestolpert, um ein paar Brötchen dazulassen. Nach zwei Bissen bemerkte er, ich sähe heute seltsam spießig aus. So ein roter Spitzenrock zu karierten Schlappen, ob denn heute womöglich noch ein Pferderennen anstehen würde. Da kuschelte ich außerdem noch mit meinem schwarzen Pullover, die Sonne war ja noch nicht aufgestanden. Genau deshalb wirke auch alles irgendwie furchtbar bieder und Ton in Ton, Schwarz, Weiß, Rot, nee echt jetzt. Wo denn der Pfiff verloren gegangen sei, sag schon.

Ich wollte gerade laut Konter geben, von wegen ich sei jetzt schließlich Mutter und zweiten sogar seriös, da fiel mein Blick auf zwei Sushi-Rollen mit viel Gelb drum herum. Zum Glück, denn der Frühling ist über Nacht in Berlin eingetrudelt und ich finde, da ist zumindest für einen kurzen Moment kein Platz für schwarze Flecken am Outfit-Himmel: weiterlesen