Schlagwort-Archiv: Tod

Leseleiste zum Tod von Vidal Sassoon – dem „Revolutionär der Haarmode“

10.05.2012 um 12.43 – Allgemein Menschen

Er galt als Begründer des geometrischen Haarschnitts und revolutionierte in den 60ern gemeinsam mit dem Minirock die Modewelt. Ein Haarschnitt ist eben nicht nur ein Haarschnitt, sondern trägt maßgeblich zum gesamten Erscheinungsbild, zum Outfit, bei. Unsere Haare können das schönste Accessoires sein – und das erkannte auch Mitte der 60er Jahre Monsieur Vidal Sassoon. Aber noch mehr: Er wollte sie befreien. Befreien von dem Muss, die Haare täglich zu frisieren und kredenzte den perfekten Haarschnitt in dem Zeitalter, in jenem sich Frauen nicht länger unterdrücken lassen wollten. Nun starb der Coiffeur im Alter von 84 Jahren – sein Konzept aber bleibt noch lange weltweit bekannt.

„Er behandelte Haar wie Stoff – und erfand Schnitte, die das Frisieren überflüssig machten.“ (via) Und kreierte Schnitte, die ohne viel Tamtam auskamen, noch stundenlang geföhnt werden mussten. Wer heute einmal bei Sassoon vorbeischaut, sich rund zwei Stunden aufhübschen lässt, der weiß, dass diese Schnittkunst eine ganz andere ist, wie sie eben nur in autorisierten Salons angewandt wird. Ein geometrisches, kleines Kunstwerk mit Wohlfühlcharakter und akkurat ungezwungenem Sitz. Ein Film wurde längst über den Friseur mit dem weiblichen Verständnis gedreht, ebenso erschienen zahlreiche Biografien – und heute natürlich, sind auch die Online Magazine voll von kleinen Anekdoten, geschichtlichen Hintergründen und dem revolutioniären Haarschnitt, dem Bob, des Herrn Vidal Sassoon. weiterlesen

Organspende – Macht ihr mit?

30.06.2011 um 13.42 – Allgemein Leben

Ich sehe es im Fernsehen, ich lese es in Zeitungen. Ich werde sogar in Bahnen und Gleisen via Werbung daran erinnert. Ständig und trotzdem nicht penetrant: Organspende – mach mit! Jau, denke ich ein jedes Mal. Heut‘ nach der Arbeit gehe ich noch flott zur Apotheke oder drucke mir meinen Ausweis aus. Stimmt nicht. Vergesse ich nämlich. Immer und immer wieder. Wieso? Nicht, weil ich unsicher bin oder weil ich meine Organe selbst nach meinem Tod noch behalten mag. Nein, ich denke ganz einfach nicht daran, wenn mich der Feierabend in seinen Bann zieht, der Laptop geschlossen bleibt. Bis, ja bis zum nächsten Mal am Bahngleis.

Das Thema „Organspende“ ist derzeit wieder in aller Munde. Über eine Neuregelung wird diskutiert. Was kann man gesunden Menschen zumuten und vor allem, was muss man ihnen zumuten? Welche Verantwortung haben wir gegenüber Dritten und welche möchten wir tragen, selbst wenn wir die Betroffenen gar nicht kennen.

Hier bekommt ihr den Organspendeausweis und haltet somit schriftlich fest, wie über eure Organe nach dem Tod verfügt werden soll.

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Times Cover: Der Tod Osama Bin Ladens – Gedanken

03.05.2011 um 12.56 – Allgemein Leben Wir

Cover: Times

Osama Bin Laden ist tot. Man hatte ihn in einer Luxusbleibe des Ferienorts Abbottabat aufgespürt und mit einem gezielten Kopfschuss umgebracht.

Jahrelange Arbeit des Geheimdienstes stecken hinter dem Fall jenes Verbrechers, der dem „Kampf der Kulturen“ seit dem Terroranschlag des 11. Septembers ein Gesicht gab. Die ganze Welt jubelt. Denn ohne ihn, die rauschebärtige Personifizierung des Grauens, hätten weder der Irak noch Afghanistan Krieg geführt und die USA hätte nicht zum „Kreuzzug“ ausgeholt. USA, USA, USA! In den Straßen versammeln sich Menschenmassen und feiern, als hätte jemand die Welt von Aids befreit. Sie feiern, weil ein Mensch gestorben ist. Weil dieser Mensch ein Monster war. Ob das richtig ist, weiß ich nicht.

Als ich vom Tod Osamas hörte, stellte sich bei mir weder Erleichterung noch Freude ein. Der erste Gedanke: Der blöde Wichser ist tot. Aber es gibt dort drüben sicher ein paar Jungs, denen das ganz und gar nicht gefallen wird. Auch die Medien bestätigen: Nein, diese Welt ist nun nicht unbedingt eine sichere Welt. Man rechnet mit Rachekaten. Kein Wunder, denn der Rattenschwanz des Bösen ist wohl einige Kilometer lang. Ich bezweifle, dass Bin Laden die Eventualität seines Ablebens ignoriert hat – wahrscheinlicher ist wohl, dass er vorgesorgt hat. weiterlesen