Die Vice schon wieder, diese Schlingel. Heute serviert man uns doch glatt ein Filmchen, in dem ein hübsches Modelmädchen ganz unverfroren kleine Kätzchen durch die Luft tritt. Was brutal klingt, ist unerwartet hübsch anzusehen. Und endlich mal nicht so morbid, wie die Modewelt sich gerne gibt, und auch nicht furchtbar glamourös oder makellos. Eher: Rosarot absurd. Und ein bisschen krank vielleicht, auf diese gute Art und Weise. Zu sehen gibt’s vor allem eins: Törtchenkleider von Betsey Johnson.
Verantwortlich für das entzückende Gruselvideo in Computer-Spiel-Manier zeichnet das New Yorker Design-Duo Pamela Reed and Matthew Rader. Die zwei übertalentierten Herrschaften haben allerdings schon längst unsere Herzen erobert, denn Frischlinge sind sie keineswegs. Einen Überblick über ihre Arbeit findet ihr hier. Weiterlesen »
Dass die russischen Band Pussy Riot hinter Gittern sitzt, ist falsch, beinahe lächerlich. Während einer regierungskritischen Anti-Putin-Aktion waren die drei Punk-Musikerinnen festgenommen worden; der fadenscheinige Grund: “Rowdytum”. Zahlreiche internationale Künstler zeigten seither Flagge und setzten sich öffentlich für die Freilassung von Maria Aljochina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch ein.
Vergangene Woche reihte sich auch Peaches in die Riege der prominenten Pussy-Riot-Supporter ein und rief zur Beteiligung an ihrem Musikvideo auf. Der dazugehörige Track “Free Pussy Riot” war wenige Tage zuvor in Zusammenarbeit mit Simonne Jones entstanden. Zum Dreh kamen ziemlich viele von euch. Am 17. August, dem Tag der Urteilsverkündung, wird sich dann zeigen, wie viel wir gemeinsam bewirken können. Aber ganz egal, wie diese Geschichte enden wird: Umsonst war das alles auf keinen Fall. Mitmachen ist immer besser als nur daneben zu stehen. Es scheint, als würden wir das langsam begreifen. Weiterlesen »
Zara und ich, wir sind irgendwie keine Freunde. Eigentlich. Nach der Millionenklage aufgrund unterirdischer Arbeitsbedingungen ist der Modekonzern ohnehin vielen ein Dorn im Auge – obwohl wir realistisch genug sein müssen, uns einzugestehen, dass dieser Fall wohl kein Einzelfall ist und wir moralisch betrachtet wahrscheinlich so ziemlich jede Shop-Kette meiden müssten. Trotzdem passiert es mir immer und immer wieder, dass Freunde mir ein strahlendes “Ist von Zara” entgegen hauchen, wenn ich nach der Herkunft deren hübscher Kleidung frage. Ich selbst schaffe es schon alleine aufgrund meiner Faulheit nur selten in eine der Fillialen und wenn ich dann doch mal dort strande, bin ich meist zu unsicher, um zuzuschlagen. Die oft sehr femininen Entwürfe wollen sich einfach nicht so recht in meinen Kleiderschrank einfügen.
In letzter Zeit bin ich allerdings vermehrt beeindruckt. Von kompletten Lookbooks oder einzelnen Kollektionsstücken des spanischen Unternehmens. Und jetzt wird uns auch noch dieses Bewegbild-Schmankerl inklusive Supermodel Freja Beha Erichson aufgetischt. Die Verwirrung ist damit komplett – sollte ich vielleicht doch mal wieder dort vorbei schneien?Weiterlesen »
Wegen Chloë Sevigny habe ich mir gnadenlos überteuerte Turnschuhe angeschafft. Wegen Chloë Sevigny ließ ich mir einst die Haare schneiden, wegen Chloë Sevigny schaue ich mindestens ein Mal im Jahr Larry Clarks Kultfilm “Kids”. In New York blieb mir dann beinahe das Herz stehen, als die mittlerweile 37-Jährige plötzlich neben mir stand. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich ernsthaft in Betracht ziehen, lesbisch zu sein. Aber nein, ich bin bloß einer von Trilliarden Groupies, die Miss Sevigny für die lässigste Frau des gesamten Planeten halten. Und jetzt bringt sie mich auch noch dazu, Miu Miu zu mögen.
Für die neueste Kampagne des italienischen Brands zeigt sie sich in maskulinen Hosenanzügen, die ihrem eigenen Stil ein wenig mehr entsprechen dürften als die ziemlich verspielten Looks der Vorgängersaisons. Nicht nur auf den Bildern des Fotografen-Duos Mert Alas & Marcu Piggott posiert sie gewohnt ungezwungen, auch das dazugehörige “Behind-the-Scenes” Video kommt extrem entkrampft daher. In den vergangenen 16 Jahren hat sich also nicht allzu viel geändert, denn genau so lange ist es her, dass Sevigny ihr Gesicht zum ersten Mal für eine Miu Miu Kampagne hergab. 1996 war das, damals drückte noch Jürgen Teller auf den Auslöser – eigentlich ist diese Kombo wohl nicht zu übertreffen, oder? Weiterlesen »
Es ist nicht immer einfach, wenn man einerseits zur Riege der Geborenen Nörgler und Skeptiker gehört, andererseits aber über die Gabe verfügt, mit offenem Mund über die Schönheit der Dinge zu staunen. Hieraus ergibt sich ein innerer Konflikt, der sich in letzter Zeit vor allem in Bezug auf das ursprünglich japanische Brand Kenzo bemerkbar macht. Vor einiger Zeit nahmen hier nämlich die beiden Masterminds hinter dem schwer gehypten Retailer Opening Ceremonydesigntechnisch die Zügel in die Hand. Die Folge: Modemenschen aus aller Welt sind ganz entzückt und kommen aus der Schwärmerei für die offensichtlich geglückte Entstaubung des lange Zeit quasi untergetauchten Brands kaum mehr raus.
Auch wir haben uns zu Lobeshymnen hinreißen lassen. Dass die jüngst präsentierte Kollektion der reinste Augenschmaus ist, lässt sich kaum leugnen und auch die Kollaboration mit Vansließ unsere Augen förmlich glitzern. Beim Betrachten des Videos für Kenzos Prefall Kollektion (das aus der derzeit schwer beliebten Feder der kanadischen Illustratorin Quentin Jones stammt) geriet ich allerdings ins Wanken. Schön ist das, ja. Und es ist kein Geheimnis, dass man mich dieser Tage sehr leicht mit diesen übertriebenen 80er-Jahre-Label-Drucken auf Sweatshirts angeln kann. Aber jetzt mal ehrlich: Ich würde gerne von euch wissen, was ihr denn nun vom neuen Gesicht von Kenzo haltet. Schwärmen wir bloß, weil alle schwärmen, oder ist das aufrichtige Liebe? Eigentlich tendiere ich zu Variante Nummer Zwei. Aber würde uns diese optische Zuneigung tatsächlich dazu treiben, von nun an auf einen 300 Euronen-Pulli inklusive fetter KENZO-Letter zu sparen?
Die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin ist zwar schon längst vorbei und die kommenden Schauen in Kopenhagen, Stockholm, New York, London und Paris stehen langsam, aber sicher in den Startlöchern – wir wollen dennoch einen Blick zurückwerfen: Denn dank Jonas Lindström und seinem Team von Dazed Digital erwartet uns eine sehr selektierte Review im Videoformat, die großartigerweise gleich zwei unserer Highlights featured: Die Show von Hyères Gewinner Steven Tai und die Kollektionen der Jungtalente der Universität der Künste. Dazed war zum allerersten Mal in Berlin und gleich überall unterwegs: Auf dem Catwalk, im Interview mit den Designerin, auf dem Runway und beim Fitting. Ein wunderbarer Rundumblick ausgewählter Nachwuchstalente, der ebenso das schwedische Label Ubi Sunt einmal genauer unter die Lupe nimmt.
Das Dazed Team zauberte uns in 4:20 Minuten einen kaleidoskopartigen Film, der mit Close-Ups, Details und einer feinen persönlichen Note auf uns wartet. Reinschauen lohnt sich! Weiterlesen »
Die Mercedes-Benz Fashion Week ist schon längst wieder passé und doch schauen wir noch einmal zurück zur wohl fulminantesten Show der Modewoche: Zur Michalsky StyleNite. Denn ohne Zweifel haben wir dort die wohl längste Zeit verbracht, um dem Wella Professionals Team einmal genauer auf ihre talentierten Fingerchen zu schauen und den ein oder anderen Griff genauestens einzuprägen. Das Haarkreation nicht gleich Haarkreationen ist, wissen wir spätestens seit diesem Freitag, denn wenn ein ganzes Team von morgens bis abends damit beschäftigt ist, Haare zu waschen, einzudrehen, aufzudrehen, zurecht zu zuppeln und zu fixieren, dann muss daraus schließlich ein ganz besonders eindrucksvolles Kunstwerk entstehen:
Ein streng gebundener, hoher Zopf am Oberkopf mit gecrimpten Längen, der genau nach Michalskys Geschmack einen Hauch von 80s-Charme versprüht und seine Kollektion “Personal Sunshine” perfekt unterstreicht.
Um eure Haar-Skills jetzt aber mal so richtig auf Vordermann zu bringen, verlosen wir mit Wella Professionals 5 Produkt-Sets für eure “Personal Sunshine” Haarkreation. Und wie könnt ihr gleich ein paar dieser Zaubermittelchen gewinnen?Weiterlesen »
Lana del Rey wird wegen ihrer “Schlauchbootlippen” und einem nicht zu verachtenden finanziellen Background gern auf verbaler Ebene niedergemacht. Es ist heute eben so, dass man dem anderen die Marmelade auf dem Butterbrot nicht gönnt und schon gar keine eigenen Identitätsexperimente, da kommt einem das eigene Dasein nämlich schmerzlich öde vor. Ich verwette allerdings meinen Allerwertesten darauf, dass selbst die größten Hater dem neuen Clip zu “National Anthem” einen Klick auf Youtube schenken werden. Denn wenn wir jedwede unterschwellige Aggression bloß für einen kurzen Moment beiseite schieben, kommen wir quasi nicht umher, den Hut zu zücken. Wer Madame nicht mag, kann sich zudem voll und ganz auf sweet baby jesus A$AP Rocky konzentrieren. DIe beiden geben nämlich ein phantastisch aristokratisches Paar im Stil von Jacky O. und Mister J.F. President ab.
An dieser Stelle zitiere ich gern noch Testspiels Facebook-Kommentar-Fund des Tages: “Lana, die alte Schlauchbootlippe und ASAP, der olle Smoker voll auf JFK Aristokraten Styles. Ich kauf mir jetzt auch´n Boot. Verdammt.” Weiterlesen »
Unser Goldstück Jessie, die hübsche Dame, die uns während ihres Praktikums bei uns eifrig unter die Arme greift, hat für euch die vergangene Woche zusammengefasst:
Die Meisten mögen laue Sommernächte. Ich hingegen mag die milden im Winter. Warm genug, um den Wintermantel lässig offen zu tragen und ausreichend kalt, um beim Atmen den eigenen tanzenden Hauch, der in die Luft aufsteigt, zu beobachten. Du kannst die letzten kalten Nächte richtig genießen, weil sich alles in dir auf den Frühling freut.
Gestern war eine dieser Nächte. Dann gibt es nichts Schöneres, als auf die Bahn zu verzichten und zu Fuß zu gehen. Denn immer dann erwacht der „Großstadtcolumbus“ in mir. Auf dem gefühlte „1000 Mal gegangen Weg“ von der Lieblingskneipe zu mir nach Hause entdecke ich in diesen späten Abendstunden immer wieder was Neues. In dem verglasten Altenheim, an dem ich sonst Tag für Tag vorbei fahre, steht ein neues, olivfarbenes Samtsofa. Der freundlich lächelnde Mann aus dem kleinen Zeitungskiosk verkauft jetzt zusätzlich noch Blumen und das backsteinfarbene Haus gegenüber von der U-Bahn ziert ein neuer Graffiti-Schriftzug.In diesen Nächten bin ich aufmerksamer für das, was um mich herum passiert. Ich atme meine Umgebung regelrecht ein und ein unbeschreibliches „Wohlfühlgefühl“ macht sich in meinem Bauch breit – das Gefühl von vollkommener Zufriedenheit. Zufrieden sind wir auch mit der letzten Woche, denn was an den Tagen vor dieser Nacht in der Jane Wayne Welt passiert ist, könnt ihr jetzt hier lesen:
So ein ganz kleines bisschen hatte es sich Louis Vuitton in den vergangenen Jahren mit mir verscherzt. Nicht, dass ich jemals auch nur irgendetwas aus der Schmiede des französischen Luxushauses besessen hätte, aber sogar das Bloße Anschauen der Stücke reizte mich nach der LV-Logo Flut auf echten und unechten Handtaschen kein bisschen mehr.
Inzwischen haben sich die Wogen aber wieder geglättet, dennMarc Jacobs entstaubt unseren ehemaligen Spießbürger zunehmend. Mit dem Video Lookbook zur kommenden Cruise Collection, zeigt sich Louis Vuitton von einer recht sympathischen, aber vor allem musiktechnisch geschmackvollen Seite – Metronomy trällern da nämlich ihren Superhit während Models in Stop Motion Ästhetik über grünen Grasen tänzeln. Weiterlesen »
This is Jane Wayne ist ein Herzprojekt. Ein Projekt aus Berlin für die Janes allerorts, das News, Features, Blogs, Interviews und Streetstyles zu einer umfangreichen Präsenz vereint. This is Jane Wayne sind Nike & Sarah. Zwei Autorinnen, die sinnieren und informieren über Mode, Musik und Menschen, Kunst und Kultur und im Eigenversuch Getestetes. Mehr
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TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr