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Das Frauenbild in der Werbung – grenzdebil, sexy, fürsorglich.

05.07.2016 um 12.00 – Feminismus Gesellschaft

frauenbild in der werbung

Unilever will auf sexistische Werbung verzichten. Endlich – denn so lange Frauen in der Werbung sich ihre haarlosen Beine rasieren und von einem „Uups-Moment“ zum nächsten stolpern, bleibt noch einiges zu tun.

Unilever hat so einiges vor: Der Vertreiber von Axe, Langnese und Knorr will in Zukunft keine sexistische Werbung mehr nutzen, um seine Produkte anzupreisen. Keine Axe-Männer mehr, die auf Deo-Knopfdruck Horden kreischender Bikini-Frauen anziehen, keine Muttis mehr, die Ehemann und Kindern aufopferungsvoll das Essen servieren. Vor der Entscheidung für die neue Werbestrategie ließ Unilever die Darstellung von Männern und Frauen in der Werbung sowie deren Wirkung auf Betrachter untersuchen. Ergebnis: Nur drei Prozent der Motive zeigen Frauen in verantwortungsvollen Positionen. Und: Werbung, die moderne Geschlechterbilder zeigt, kommt bei der Kundschaft besser an. Hinter Unilevers Entscheidung steckt deshalb weniger der Anspruch, die Welt ein Stück gleichberechtigter zu machen, als vielmehr wirtschaftliches Interesse.

Macht ja aber auch eigentlich nichts, denn mal ehrlich: Es dürften gerne noch mehr Unternehmen die wirtschaftlichen Vorteile von Geschlechtergerechtigkeit entdecken. Tatsache ist nämlich, dass Frauen in den meisten Kampagnen immer noch als grenzdebile, sexy, ewig blutende, sich rasierende, fürsorgliche, kochende Hausfrauen-Wunder dargestellt. weiterlesen

Endlich gute Jeans-Werbung: Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick!

06.11.2012 um 17.29 – Allgemein Film Mode

Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick from Insight Clothing on Vimeo.

Man kann vom Daggering halten was man will, man kann es übertrieben, sexistisch oder gar völlig daneben finden, Fakt ist allerdings: Ich bin höchst neidisch auf jedes weibliche Wesen dieses Planeten, das im Stande ist, derartigen Moves auf’s Pakett zu legen. In Jamaica, der Heimat des erotischsten aller Tanzstile, ist die ganze Thematik noch ein wenig komplizierter. Da stellt sich die Regierung komplett auf den Kopf und wettert mit Verboten gegen diese Frivolität. All jene, die sich allerdings der Daggering Kultur und der dazugehörigen Musik verschrieben haben, wackeln sich die Selle aus dem Leib. Free Speech, Free Dance, lautet das Motto.

Das Brand Insight hat sich deshalb dieser Tage meine höchste Anerkennung verdient, denn ich kann mich kaum daran erinnern, dass eine Jeanswerbung mich jemals so sehr hat schmunzeln lassen. Ich feiere seit der ersten Sichtung nicht nur Insight und Daggering, sondern auch die zwei Girls im Kurzfilm „Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick„,  für den wiederum  die beiden Filmemacher Mike Piscitelli und George Gorrow verantwortlich zeichnen. Ich verbleibe hinternwackelnd und kläglich scheiternt, aber dafür mit ganz viel Liebe für Werbefilme, die mich aus dem Siebenschläferschlaf erwachen lassen. Danke Marcus aka DT64 für’s Teilen.  weiterlesen

Andrej Pejic wird neues Kampagnenmodel für Zign

21.06.2012 um 13.31 – Allgemein Schuhe

Dass Andrej Pejic Geschlechtergrenzen auflöst und sowohl als weibliches und als männliches Model glänzt, konnte er bereits an vielen Stellen zeigen. Er selbst fühlt sich manchmal mehr als Frau, manchmal eben mehr als Mann – und das macht ihn in jedem Fall wahnsinnig authentisch. Das Transgendermodel inszeniert sich immer wieder neu und scheint sogar mit einer guten Portion Humor und Unaufdringlichkeit zum Umdenken zu bewegen.

Pejics nächster Streich: Das Model wird neues Kampagnenmodel für den Schuhhersteller Zign und zeigt uns im kurzen TV-Spot vor allem wieder einmal eines: wie facettenreich er ist. Für Zign dürfte das der perfekte Mix aus Ironie und Aufmerksamkeit sein – eine ganz schön gewitzte Idee, um uns ins Gedächtnis zu rufen, wie vielseitig das Label doch mittlerweile geworden ist. Unter der Regie von Rankin ist nun der passende TV-Spot entstanden – rund um die riesige Schuh-Welt der Zalando-Tochter. Also alle Geheimzutaten in einem Spot?

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Davon, wie Judith der Bild-Zeitung verbal in den Arsch tritt.

25.02.2011 um 12.39 – Allgemein Menschen

Danke Très plus cool für diesen Beitrag. Mein Tag ist hiermit offiziell gerettet. Die BILD wollte „Wir sind Helden“ für ihre depperte Plakat-Kampagne gewinnen, bekam dafür allerdings eine deftige Schelle.

DIE ANFRAGE

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind als Werbeagentur mit der aktuellen BILD-Kampagne betraut, in der wir hochkarätigen Prominenten eine Bühne bieten, ihre offene, ehrliche und ungeschönte Meinung zur BILD mitzuteilen.

Derzeit planen wir die nächste Produktionsphase für Frühjahr 2011. Die neu zu produzierenden TV- und Kinospots sowie Plakat- und Anzeigenmotive sollen die bestehenden Motive von Veronica Ferres, Thomas Gottschalk, Philipp Lahm, Richard von Weizsäcker, Mario Barth u.v.m. ergänzen.

Für diese Fortführung der Kampagne möchten wir sehr gern “Wir sind Helden” gewinnen.

Das schöne an der Kampagne ist, dass sie einem guten Zweck zu Gute kommt. BILD spendet in Namen jedes Prominenten 10.000,- Euro an einen von Ihnen zu bestimmenden Zweck.

Lassen Sie uns gern telefonieren und die Details besprechen. Zur Detailinformation senden wir Ihnen bereits heute anbei einige weiterführende Informationen.

Ich freue mich dazu von Ihnen zu hören.
Herzliche Grüße aus Hamburg,
Jung von Matt/Alster Werbeagentur GmbH weiterlesen