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„Modeblogger – kann man denn davon Leben“

29.01.2015 um 16.43 – box1 Print

zeit online this is jane wayne blogger geld verdienenImmer und immer wieder kommen zwei ganz bestimmte Fragen auf: Wie relevant sind Blogger eigentlich wirklich und kann man mit diesem neumodischen Beruf in Deutschland überhaupt Geld verdienen? Wenn man selbst inmitten dieser inzwischen gigantischen Blubberblase sitzt, dann macht man sich zumindest über die Frage der Relevanz nur wenig Gedanken, denn irgendwie läuft ja alles, man wird für Kooperationen und Advertorials, also bezahlte Beitrage, angefragt, man kann, so ist das jedenfalls bei uns, dank der Banner sogar die Miete und ein anständiges Leben aus der eigenen Tasche finanzieren. Und das klingt immerhin nach einem gewissen Grad an Wichtigkeit. So richtig im Klaren darüber, was wir hier im virtuellen wie im wirklichen Dasein während der vergangenen Jahre auf die Beine gestellt haben, waren wir uns allerdings nie, was vielleicht sogar ganz gut ist, wegen des Charakters und der Bodenhaftung unter den Füßen, die so manch einem in unserer Branche tragischer Weise schon entglitten ist. „Wie fühlt sich das an, von über 300.000 Menschen im Monat gelesen zu werden?“ – noch ein Punkt, der uns zu realisieren durchaus schwer fällt, wir sehen hier schließlich nur ein Back End, das jeden Tag mit Zeilen und Bildern gefüttert werden will, eine Handvoll Kommentare und Likes, nie aber die Personen, die hinter all den Klicks stecken. Da vergisst man zuweilen sogar gänzlich, dass man nicht gegen eine stumme Wand schreibt.

Bis zur gerade bestrittenen Fashion Week. Da schüttelten uns plötzlich wildfremde Schönheiten die Hände und gaben uns High Five, wir fanden uns brabbelnd mit dem ZEITmagazin Dreamteam Christoph Amend und Tillmann Prüfer wieder, saßen in der sogenannten „Front Row“, direkt neben dem wunderbaren Alfons Kaiser, Christiane Arp, die von uns hoch geachtete Chefredakteurin der VOGUE, verlor sogar vor laufender Kamera 2,3,4 liebe Worte über unser Baby „This is Jane Wayne“, Arte begleitete uns und unseren Alltag gemeinsam mit Lonamedia und der wahnsinnig bewundernswerten Regisseurin Nicola, die irgendwann für einen kleinen Augenblick sehr ernst wurde: „Ihr Zwei, ihr habt Erfolg und zwar zu Recht, ihr dürft euch also auch so benehmen. Weniger Giggeln, mehr Ernsthaftigkeit, nur keine Scheu.“ – oder so ähnlich. weiterlesen

Preview: Das Zeit Magazin feat. Tavi Gevinson

31.07.2012 um 14.17 – Allgemein Menschen Mode

Die „Zeit“ ist eine der wenige Konstanten in meinem Leben. Jeden Donnerstag, auf dem Weg zur Arbeit, sorge ich dafür, dass ein weiteres Exemplar der wöchentlich erscheinenden Zeitung über die Ladentheke wandert. Weil sie mein Hirn mit Wissen füttert, für das mir sonst die Muße fehlt und auch die wahrhaftige Zeit.

Sieben Tage bleiben mir dann, um mich auf den neuesten Stand zu bringen. Danke dafür, denn jede noch so gute Tageszeitung wird trotz guter Vorsätze zum einsamen Budenhocker auf meinen Küchenstuhl. Es ist wie damals, wenn Mathelehrer viel zu viele Hausaufgaben stellten und man still und heimlich dachte: „So ein Idiot, der denkt wohl, ich hab‘ nichts anderes zu tun.“ Dabei hat das jeder von uns. Anderes zu tun und anderes zu lesen. Wer sich mit einem gesellschaftlichen Phänomen wie der Mode beschäftgen will, der darf den Rundumblick trotzdem nicht vergessen, niemals. Alles, was um uns herum geschieht, wirkt sich in irgend einer Art und Weise auch auf die Künste aus. Andersrum gilt das Ganze ebenso. Ihr wisst, was ich sagen will. Über kleine modische Schmankerl im beiligenden „Zeit Magazin“ freuen wir uns aber natürlich nicht weniger. In der kommenden Ausgabe zum Beispiel, dreht sich auf acht Seiten alles um Tavi Gevinson. weiterlesen

Lese-Tipp: „Meine neuen Nachbarn“ – Kreuzberg und seine Prolltouristen

04.05.2011 um 18.01 – Allgemein Buch Leben

Kurz vor dem Kollaps ist es am schönsten: Kreuzberg bereichern neuerdings Prolltouristen und Anzugträger.

Einen durchaus amüsanten und dabei wohlmöglich sehr wahren Artikel gibt es derzeit im Feuilleton der ZEIT nachzulesen. Thomas Gross schreibt nieder, wie es gerade um den Berliner Stadtteil „Kreuzberg“ steht, inklusive Gentrifizierungs-Thematik. Die Bohème bekommt sein Fett weg (wenn auch bloß subtil) und es heißt, unsere türkischen Nachbarn würden sich ob der knatternden Rollkoffer so langsam aber sicher aus dem Staub machen, denn auf Touri-Prolls hat wohl niemand wirklich Bock. weiterlesen