Brain Blah //
Die Social Media Luxus Problematik

29.11.2016 um 14.55 – Gesellschaft Leben Mode

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Ein Instagram Post, den ich vergangene Nacht in einem Anflug von Schlaflosigkeit niedergetippt hatte, erschien mir noch beim Upload als überaus logisch, durchaus angebracht und dingend notwendig. Nur ist gut gemeint, längst nicht automatisch gut gemacht, was sich alsbald in den darauffolgenden Kommentaren zeigen sollte und mich für einen kurzen Augenblick zunächst ernsthaft an meiner geistigen Konstitution zweifeln ließ und dann an der Fähigkeit, mich für jedermann und -frau verständlich auszudrücken. Deshalb versuche ich es auf diesem Kanal ein zweites Mal, mit ein bisschen mehr Raum für die Erklärung meiner Beweggründe – Obwohl ich ehrlich gesagt vornehmlich eine ganz grundsätzliche Hasskappe auf Soziale Medien und deren Mutation zur Pest für Körper und Seele hegte (vermutlich auch, weil ich selbst Teil davon bin) und noch dazu zu viel Cola getrunken hatte.

Aber jedenfalls schrieb ich irgendetwas von wegen „Leute. Eine Designertasche macht euch nicht glücklicher als ein Spaziergang durch den Park. Vor allem, wenn ihr erst 20 seid. Und wenn ihr doch so ein teures Taschenscheißerchen kauft, dann achtet zumindest darauf, dass es euer Herz mit echter Freude erfüllt, etwa, weil es für einen bestimmten Abschnitt in eurem Leben steht, einen großen Schritt, weil es euch aus welchen Gründen auch immer so richtig etwas bedeutet und dadurch zu einem bescheuerten aber lieb gewonnenes Symbol heranwächst. Aber nicht nur wegen des Logos. Oder etlicher Influencer. Die meisten von ihnen müssen für diesen Luxus nämlich noch dazu einen (nicht in Geldscheinen abzählbaren) Preis bezahlen, den die allermeisten Menschen überhaupt nicht zahlen wollen würden.“ Ich beschloss ganz einfach, das müsse endlich mal gesagt werden und am besten auch immer wieder. weiterlesen

SHORT NEWS // „Schminktutorial“ für geschlagene Frauen, Instagram-Update & GIRLS Trailer

29.11.2016 um 14.36 – Allgemein

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News, News, News – und zwar alle auf einen Blick. Schönes, Skurriles und Verrücktes der vergangenen Woche: Darunter u.a ein Schminktutorial, das uns sprachlos machte, Marie Nasemanns neues Blog über Nachhaltigkeit, der finalen GIRLS-Staffel, einem Ausstellungstipp & einem Instagram-Update. weiterlesen

Books that saved & shaped my life //
Mit Katja Schweitzberger

29.11.2016 um 12.03 – Buch

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Katja Schweitzberger ist seit diesem Jahr Mode- & Beauty Redakteurin bei Refinery 29 und zwar eine mit Elefantenhirn – grob geschätzt kennt sie sämtliche Laufsteglooks der vergangenen zehn Jahre aus dem Effeff, was den ein oder anderen dazu bringen könnte, anzunehmen, dass für andere Theme nicht mehr allzu viel Platz bleibt. Aber weit gefehlt, man sollte sich an dieser Stelle keinesfalls von falschen Vorurteilen irreleiten lassen. Die gebürtige Arnstädterin hätte meines Erachtens auch ohne Probleme im Musikjournalismus Fuß fassen können – hier könnt ihr den dazugehörigen Musikgeschmack Probe hören. Bevor sie uns außerdem jahrelang mit geistreichen Artikeln auf ihrem eigenen Blog „Bees & Ballons“ beglückte, um 2011 das Zepter bei Les Mads zu übernehmen, widmete sie sich dem Studium der Sprachwissenschaften, als Nebenfächer belegte sie Psychologie und Anglistik. Erst dann folgten diverse Praktika, etwa bei der ELLE, die ihre Liebe zur Mode schließlich zu einem waschechten Beruf heranwachsen ließen, dem sie längst von Berlin aus frönt. Zuhause stellt Katja den Trubel der Stadt auf Mute, wann immer es geht. Inmitten von Büchern, die sich gelegentlich auch auf dem Fußboden stapeln.

Denn ein Leben ohne Lesen wäre für unsere Freundin nämlich ebenso schwer zu ertragen wie eines ohne The Cure. Und das soll was heißen. Wir beginnen also mit einer neuen Runde „Books that saved & shaped my life“ – war ja schon wieder viel zu lange her: weiterlesen

B L O G S

Bilder des Tages // Co-Lab:
Wool & the Gang „& other Stories“

29.11.2016 um 11.30 – Mode

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Neben Töpfern und Malen, steht auch Stricken seit Jahren wieder auf der Liste unserer kleinen, handwerklichen Hobbies, die unseren Geist aus ihrem Alltag reißen und unsere Kreativität ankurbeln – und uns gleichzeitig das wunderbare Gefühl von „was in den Händen halten“ mitgeben. Kopf aus und die Fingerchen zaubern lassen. Weil wir allerdings manchmal einen guten Grund zum „Werkeln“ brauchen, wenn wir nicht gerade knöcheltief in einem Kurs stecken oder unsere Wohnung komplett umräumen, kommt & other Stories heute zur richtigen Zeit um die Ecke. Denn pünktlich zu Weihnachten hat sich der Schwede mit dem Londoner DiY-Label Wool and the Gang zusammen getan und präsentiert die Co-Lab zum Selbermachen.

Die Idee dahinter: Kleidung selber gestalten und das Handwerk wieder mehr schätzen, auf den Geschmack kommen und wieder häufiger zum Garn greifen. Wem jetzt allerdings der Kopf rot anläuft, während er auf seine zwei linken Hände schaut, dem können wir versichern, dass auch ihr bei dieser Co-Lab keinesfalls ausgeschlossen seid: Neben Stricksets wartet auch eine Kollektion bereits geknüpfter Stücke auf euch – und zwar pünktlich zum Weihnachtscountdown ab dem 1. Dezember. weiterlesen

Schmuck // All eyes on: Ohrclips 💎

28.11.2016 um 18.00 – Accessoire

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Im vergangenen Jahr konnte ich nicht anders, als Nike Jane an Weihnachten zwei güldene Ohrclip-Sonnen aus dem Hause YSL zu schenken, die mir bei einem Spontanbesuch im kunterbunten Vintage-Paradies von Rianna in Berlin quasi in meine Hände fielen. Zwar versprachen wir uns vorab, uns definitiv nichts zu schenken, allerdings spielte ich an dieser Stelle furchtbar gerne die Spielverderberin: Ich konnte diese vergoldeten Perlen einfach unmöglich dort liegen lassen. Und weil die Zeit vor einem Jahr einfach noch nicht reif für mich persönlich war, musste Nike Jane ran und das Revival der Ohrclips für mich in Angriff nehmen. Seither schiele ich zugegebenermaßen ein klein wenig neidisch auf ihre baumelnden Schätze an den Ohren und bin gleichzeitig jedes Mal ein klitzekleines bisschen Stolz auf mich, unser Abkommen über Bord geworfen zu haben, obwohl man das nun wirklich eigentlich nicht macht.

Und weil wir uns dieses Versprechen auch in diesem Jahr gegeben haben, ist es doch einfach wirklich nur konsequent, wenn ich mich diese Weihnachten einfach selbst mit Ohrclips beschenke, non? Und ich sage euch was: Die Auswahl ist zum Niederknien – zumindest dann, wenn man sich wie ich ganz offensichtlich ein Ohrclip-Tick eingefangen hat.  weiterlesen

TREND // Die 7 Entwicklungen in der Mode – laut Lidewij Edelkoort

28.11.2016 um 14.30 – Gesellschaft Mode

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Lidewij Edelkoort dürfte mittlerweile auch fernab der Mode Branche, der Trend- und Konsumforschung für so manch eine oder einen mittlerweile ein Begriff sein, denn die gebürtige Niederländerin gilt als Orakel einer ganzen Branche, fasst Gegenwärtiges auf den Punkt zusammen, benennt Entwicklungen, die wir vielleicht längst spüren, bislang aber nicht in Worte fassen konnten und redet Tacheles in einem Zirkus, der zwar hin und wieder noch glitzert, dem es im Grunde allerdings ziemlich schlecht geht.

Mit ihrer These „Die Mode, wie wir sie kennen, ist totaus ihrem im vergangenen Jahr veröffentlichen Anti-Fashion Manifesto polarisierte damals, sollte allerdings recht behalten: Designer wechselten 2016 so oft wie noch nie die Positionen, das „See now, Buy now“-Konzept wurde fast flächendeckend umgesetzt und scheint den Rubel wider erwarten nicht ins Rollen zu bringen, und während manche Brands auf Extravaganz und laute Ohs setzen, dabei Schweißperlen auf der Stirn haben, drohen sie doch im kommenden Jahr nicht mehr „en vogue“ zu sein, setzen die anderen auf einfachste, aber absatzstarke Produkte ohne Whaows andere Spektakel. Was ist da los? Und wie kommen wir daraus? In einem Interview mit der deutschen Welle setzte man sich mit der Trendforscherin Edelkoort erneut an den Tisch. Das Ergebnis? Eine kleine Bestandsaufnahme ihrer Thesen, ihrer Vorhersagen – und ein Status Quo. Es sind keine völlig neuen Erkenntnisse, die da auf uns warten, aber es sind kleine Belege, die uns die Codes der Mode und die Zeichen der Zeit ziemlich anschaulich erklären: weiterlesen

I N S T A G R A M

Auf der Suche nach Abendgarderobe //
Die BA&SH #NinePM Collection

28.11.2016 um 12.33 – Mode

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Beim Blick in meinem Kleiderschrank könnte man wirklich meinen, ich hätte mit festlichen Anlässen nicht viel am Hut, was ja auch irgendwie stimmt, aber hin und wieder schwinge ich natürlich sehr wohl genüsslich das Tanzbein. Bloß trage ich dabei meist Jeans und flaches Schuhwerk, manchmal sogar aus Versehen Pullover, aber allerhöchstens ein T-Shirt, weil eben jeder Anflug von Aufbrezelei bisweilen irgendwie für die Tonne war. Das soll sich demnächst ändern, sagen meine Freundinnen, und auch, dass wir uns endlich mal wieder im Kollektiv aufdonnern und Cocktails schlürfen könnten. Aber gern. Wenn ich nämlich ganz ehrlich bin, gelüstet es mir in letzter Zeit ohnehin nach ein wenig mehr Grazie, oder besser gesagt: Nach ein bisschen mehr Bling Bling in meinem Ausgeh-Leben, denn wenn nicht dann, wann sonst. Um noch mehr Druck ins Spiel zu bringen, steht außerdem eine ausgedehnte Silvestersause ins Haus; das Motto: RAAR!. Na super.

Zwar weiß ich um die gängigen Anlaufstellen, aber zwischen all den Christmas Collections muss sich doch irgendwo noch eine Perle verbergen, die nicht an jeder Stange hängt. Meine Bekannte Melina, die mittlerweile in Paris lebt, zwitscherte mir etwa. dass das Label BA&SH dort drüben gerade auf dem aufsteigen Ast sei und, wer hätte das gedacht, am 1. Dezember seine #NinePM Kollektion auf den Markt wirft. Und ja, auch wenn ich kein großer Fan von den allermeisten Party-Kreationen bin, muss ich zugeben, gerade ordentlich mit dem obigen Eurex-Kleid zu liebäugeln. weiterlesen

Outfit // Musterchaos.

28.11.2016 um 9.33 – Outfit Wir

_MG_2422Ich brauche mittlerweile nicht bloß nur Kontaktlinsen, um überhaupt noch Gesichter auf der Straße erkennen zu können, ich habe auch erst kürzlich festgestellt, dass eine weitere Sehschwäche unlängst ein kleines Spielchen mit mir spielt: Offenbar sehe ich nämlich meistens andere Farben, als alle anderen um mich herum: So besitze ich beispielsweise eine Tasche, die für mich ganz offensichtlich cremefarbend ist, für den Rest der Welt aber ganz eindeutig Gelb leuchtet. Ich habe einen Mantel, der in meinem Universum ganz eindeutig braun scheint, für alle anderen allerdings unrüttelbar Aubergine ist. Nach anfänglichen Witzeleien, stehe ich jetzt also permanent völlig verwirrt da und frage lieber fünfmal nach, ob dieses und jenes zueinander passt, ob die beschriebene Farbpalette überhaupt richtig benannt wurde oder ob ich mich ganz offensichtlich mal wieder vertan habe.

Im Grunde könnte mir all das natürlich völlig schnuppe sein, wenn’s in meiner eigenen Realität doch funktioniert, bloß bringen einen verwunderte Blicke schon mal ganz schön in aus dem Konzept. So einfach ist die neu gewonnene Erkenntnis allerdings nicht, sie sorgt für Chaos und betitelt offensichtlich falsche Tatsachen. Für das heutige Musterchaos schiebe ich die Verantwortung allerdings kurzerhand auf den Herzbub, der mich mit seinem „Klar, geht das“-Kommentar zu meinem Sonntagsoutfits zwischen warmen Rot (das ist doch Rot, oder?), Streifen und Karooffensive sogar bestärkt und das Ganze gestern kurzerhand zwischen Gemütlichkeit daheim und einem Plätzchenback-Date geknipst hat. weiterlesen

Slow Sunday // Wer macht mit?
Die 4 Wochen Wasser Challenge

27.11.2016 um 15.23 – Healthy Living Slow Sunday

This is Jane Wayne - Slow Sunday - Julia Jane - Wasser Challenge

Es ist der 1. Advent, noch ein paar Wochen und dann ist das Jahr vorbei. Stressige Zeiten sind kurz vor dem Neuanfang nochmal angesagt, Familienbesuche und eine Trilliarde Weihnachtsfeiern. Um sicher zu gehen, dass ich mich in dieser Zeit auch genug um mich kümmere und als Generalprobe für 2017 habe ich mir vorgenommen, die guten Vorsätze fürs kommende Jahr vorzuziehen. 2016 habe ich mir eine Menge positiver Herangehensweisen für den Umgang mit mir selber erarbeitet. Mehr Nein sagen, Selbstliebe lernen, ein minimalistischer Lebensansatz und weniger Überfrachtung meines Alltags. Es ist aber immer Raum nach oben und genau den möchte ich nutzen. Ich will mehr. Es sind die großen, vermeintlich offensichtlichen Dinge der Selbstfürsorge, denen ich mich im kommenden Jahr zuwenden möchte. Darunter fallen Themen wie regelmäßiger schlafen, mehr Raum für kreativen Output zu schaffen, viel Zweisamkeit, mehr Gegenwart und weniger Zukunft. Meine größte und vielversprechendste Herausforderung aber wird Folgende sein: Ich möchte mehr Wasser trinken. Mein Körper hat das verdient und mehr Energie für Alltagsaufgaben kann man auch immer gut gebrauchen. Ab heute starte ich also meine ganz persönliche Wasser Challenge und trinke bis Ende des Jahres jeden Tag 2,5-3 Liter Leitungswasser. Und fünf Gründe zum Mitmachen habe ich auch:

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