Beauty // Haarinspiration – ein Scheitel aus Gold und mehr Boho

17.06.2016 um 10.54 – Beauty

haare_thisisjanewayne

Süddeutschland, ach Süddeutschland, du bist mir ein wilder Papagei. Gestern lud das Lingerie Label Triumph zu einem rauschend bunten Fest aufs Schloss Nymphenburg im Münchener Umland – oho! Oder besser – boho! Denn genau so lautete das Thema und schrieb den Dresscode für alle vor. Boho meets 1001 Nacht, um genau zu sein. Wo findet man denn noch farbenfrohe, lebensbejaende Mottoparties im immercoolen Berlinchen, der offiziellen Partnerstadt der Farben Schwarz und Grau? Eben. Nirgends. Also los.

Am allermeisten interessiert mich ja, so als alten Beautyaffen, wie wohl die bohoeske Umsetzung der Mähnen aussehen würde. Vor dem offiziellen Teil, wurde die Schickeria – und ich – durch die Schönheitsstraße geschickt. Dort kümmerten sich gute Leute, wie vertraute Gesichter von Alessandro und M.A.C um die äußeren Werte der Gäste. La Biosthetique hatte das offizielle Haarzepter in der Hand und am Ende auch für mein Frisurenproblemchen die passende Lösung. Aber der Reihe nach: weiterlesen

Fair Friday // Kolumne: Wie ich über die Nachhaltigkeit mich selbst vergaß

17.06.2016 um 8.20 – Fair Fashion Nachhaltigkeit

This is Jane Wayne - Julia Jane - Kolumne

Manchmal beschließe ich einfach, wie das Leben sein soll. Ich beschließe, dass es vorhersehbar, kalkulierbar und kontrollierbar ist. Wie eine Matheaufgabe. Es gibt richtig und falsch. Nur eine Lösung. Eine Gleichung kann eben nicht ein bisschen richtig sein: Entweder sie ist gleich oder es ist eben keine Gleichung. Es erscheint mir oft einfacher, ein genaues Ziel vor Augen zu haben und den Weg dorthin dann auch konsequent zu gehen, komme was wolle.

So geht es mir auch mit dem Thema Nachhaltigkeit. Logisch und nachvollziehbar war für mich immer: je nachhaltiger du lebst, desto besser. Wenn man etwas erkannt hat, dann muss man etwas ändern. Sofort, unmittelbar und in großen anstatt in kleinen Schritten. Was mein Hinterstübchen dabei nie durchkreuzte, war die Frage, ob Nachhaltigkeit auch Grenzen haben darf. Und ob ich mich gegen die objektiv richtige Entscheidung stellen darf, wenn sie subjektiv bedeutet, dass sich mein Wohlbefinden verschlechtert. weiterlesen

Warum mein Kleiderschrank mich manchmal unglücklich macht + Detox-Tipps

16.06.2016 um 13.44 – Leben Mode Wir

kleiderschrank detox this is jane wayne Ich habe keinen Kleiderschrank, ich habe ein Gäste-WC. Einen begehbaren Toiletten-Schrank sozusagen, in dem alles außer Kleidung horten, raussuchen und wieder reinhängen, strengstens verboten ist. Dieser Ort ist so etwas wie ein Geheim-Ort, ein schwarzes gigantisches Loch, das Socken frisst, Refugium für meditative Outfit-Auswahl-Minuten und Austragungsort diverser Nervenzusammenbrüche ob des anhaltenden Chaos. Ich möchte das nicht mehr. Ich möchte meinen Gästen wieder nach Baumwollblüten riechende Duftstäbchen präsentieren, Häkel-Hüte für Papierrollen bei Oma klauen und exquisite Seife aufstellen, die mir für meine eigenen Hände zu schade ist. Ich möchte wieder einen Kleiderschrank haben. Einen einzigen, mittelgroßen, mehr nicht. Und ich möchte, dass all mein modisches Hab und Gut dort hinein passt, ohne Quetschen und Stopfen und Verlieren und Vergessen. Vor lauter T-Shirt-Stapel-Bäume habe ich den Wald schon seit Monaten nicht mehr gesehen und wenn es so weiter geht, droht mir womöglich die völlige Erblindung.

Ich ersaufe ja schon jetzt in meinem erste Welt Problem und klinge zuweilen wie eine dieser von den Medien propagierten Toastbrot-Frauen, deren Vakuum im Kopf zu nichts als wahnsinnig-verzweifeltem Kicher-Gejammere im Angesicht der kleidsamen Überforderung führt. Nur, dass ich nicht kichere, sondern fluche: Ich habe nichts zum anziehen. Jedenfalls nichts, was ich jetzt gerade wirklich anziehen will. Dabei hängen die Stangen voll. Das Problem liegt also nicht im Kleiderschrank, sondern in meiner Unzufriedenheit. Und in meinem Überfluss. weiterlesen

B L O G S

This is Jane Wayne Lookbook //
Aeyde x Jane Wayne

16.06.2016 um 10.05 – Lookbook Schuhe

aeyde jane wayne lookbook this is jane wayne

Wenn zwei Freunde einen Traum in die Tat umsetzen, dann reicht das allein meist schon aus, um uns ein Stück weit zu verzücken, mit echter Liebe schmeißen wir hingegen erst nach eingängiger Beäugung um uns. Genau die hat uns im Fall Aeyde im August lezten Jahres allerdings so sehr übermannt, dass wir keine Saison mehr ohne das Schuhlabel der beiden Gründer Luisa Krogmann und Constantin Langholz-Baikousis auskommen und auskommen wollen. Kreative Unterstützung haben sich die Zwei aus New York an Land gezogen, das handwerkliche Know-How stammt genau wie jedes Paar Schuh aus Italien – fair und schön und schlau also, da bleibt kein Auge trocken, im positivsten aller Sinne.

Den Herbst verbrachten wir demnach in passgenauen Boots, für den Sommer haben wir uns insgesamt gleich sechs Favoriten aus der aktuellen Kollektion heraus gepickt, um euch in einer neuen Folge „Jane Wayne Lookbook“, diesmal feat. Aeyde, zu zeigen, weshalb es an der Zeit ist, endlich auch mal wieder in hohen roten Hacken durchs Leben zu schreiten. Und in Mules aus Wildleder, im herrlichsten Taubenblau. Oder güldenen Sandalen, von denen Cleopatra womöglich nur träumen konnte. weiterlesen

SHOPPING // Taschen im Sale

16.06.2016 um 9.01 – Accessoire

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Irgendwann einmal hörte ich auf, mich für ein paar klassisch weibliche Klischees in der Mode zu schämen. Obwohl ich liebend gern dazu neigte, sie von mir abzuschütteln und genauso kernig und unbeeindruckt zu wirken. Es funktionierte nicht. Und so gab ich mich eines Tages meiner Leidenschaft für Taschen und Schuhe hin. Und das ist auch gut so, denn so ist es. Seither zähle ich die schönsten Schätzchen mein Eigen und sammle sie wie kleine Trophäen, die ich mir über die Jahre angespart habe. Der eine mag es Name-Dropping nennen, wieder jemand spricht von kleinen Juwelchen und ein anderer schlägt bei dieser modischen Leidenschaft die Hände über den Kopf zusammen. Ich allerdings weiß sehr wohl, dass diese materielle Liebe wahrscheinlich ein Leben lang halten wird und irgendwann einmal in die Hände von irgendwem anders flutschen dürfte, die oder der sich darüber nicht weniger freuen dürfte. Ein Erbstück mit Patina, eine Investition fürs Leben also – gern gesagte Sprüche, in denen ein Fünkchen Wahrheit drin steckt.

Und während wir unsere Moneten eben dann und wann auch mal für irrationale Dinge ausgeben, gern aber noch ein paar Piepen sparen, bin ich diese Nacht noch für euch losgezogen und hab‘ euch die schönsten Schätzchen im Sale herausgepickt: Von PB0110 über Saint Laurent bis hin zu Stella McCartney – allesamt mindestens 30 bis 50 Prozent reduziert und soso schön. Happy Sale-Woche 💘 weiterlesen

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Gedanken zu Orlando //
Weil Liebe Liebe ist.

16.06.2016 um 9.00 – Feminismus Gesellschaft Leben

pray for orlando love is love
Ein paar Gedanken, vier Tage nach dem Attentat.

Vier Tage ist das Attentat mittlerweile her. Ach, was heißt hier Attentat. Das klingt noch viel zu harmlos. In Wirklichkeit reden wir nicht von einem Attentat, sondern vom größten Hass-Verbrechen an der LGBT-Gemeinde seit dem Zweiten Weltkrieg. 53 Menschen sind verletzt, davon viele schwer. 49 sind tot. Umgebracht innerhalb weniger Stunden von einem, der in blindem Hass auf jene schoss, die er als anders, als bedrohlich empfand.

Vier Tage nach diesem Verbrechen kommen immer neue Details ans Licht. Über die Opfer. Über den Täter. Vor allem über den Täter: Omar Mateen, 29 Jahre alt, US-Amerikaner mit afghanischen Wurzeln. Er soll einen Treueschwur auf den sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) geleistet haben, diese international operierende Mordmaschinerie. Mateen, so ist der aktuelle Stand, scheint sich alleine, im stillen Kämmerlein radikalisiert zu haben. Er brauchte kein IS-Ausbildungscamp, er brauchte nur das Internet. In amerikanischen Medien wird spekuliert, Mateen sei selbst homosexuell gewesen: ein radikaler Islamist, der mit seiner eigenen Sexualität nicht klar kam. Wissen werden wir es wahrscheinlich nie – Mateen ist der 50. Tote bei dem Massaker im Pulse, erschossen von der Polizei. weiterlesen

I N S T A G R A M

Bilder des Tages // Stine Goya &
das Comeback der Creole

15.06.2016 um 17.22 – Lookbook Mode

stine goya Kopie

Vor ziemlich genau zwei Jahren, war ich mir schon einmal bombensicher, dass wir hier von einem astreinen Comeback sprechen – von einem Revival der Creole, um konkret zu werden. Ich lag ganz offensichtlich daneben, obwohl Céline mir Rückendeckung ga. Die Zeit war offensichtlich zu früh, die Erinnerungen an die 90er zu frisch und so geriet der güldene Ohrring in Vergessenheit, bevor wir uns wieder richtig an ihn gewöhnen konnten. Warum das diesmal nicht passieren kann? Weil Carmen-Shirts längst zum sicheren Lieblingstop der Saison ausgerufen wurden, Ballonärmel ebenfalls ihren zweiten Frühling feiern und gleichzeitig alle Zeichen auf Großstadtnomadin stehen.

Und dass das funktioniert, zeigt uns heute Stine Goya in ihrer neuesten Kampagne für den Winter 2016: Übergroße Creolen zur langen Matte, Taubenprints für noch mehr Vogelfreiheit und Layering deluxe treffen aufeinander und kreieren den typisch, wenn auch weiterentwickelten Goya-Look. Comeback-Woche Teil 2: weiterlesen

Interior // Mother Earth – Ein Tisch aus Beton, ein Lampenschirm aus Bast und ein Teppich aus Seegras

15.06.2016 um 9.19 – Wohnen

interior thisisjanewayneWürdest du irgendetwas anders machen, wenn du nochmal leben könntest? ist ja eine durchaus beliebte Frage und ständig sage ich: Nein, überhaupt kein bisschen. Dabei stimmt das nicht. Ich würde nämlich in einer anderen Wohnung wohnen, mit anderen Möbel. Na, wenn es nur das ist, dann darf ich mich wohl keineswegs beschweren. Trotzdem habe ich das Glück, demnächst ein bisschen Tabula Rasa praktizieren zu können, ein neues Bett ist schon auf dem Weg und auch ein neuer Esstisch. Schon wieder merke ich, dass ich in Bezug auf derartige Entscheidungen überaus gern auf dem Schlauch stehe, in der digitalen Welt klappt das Einrichten nämlich viel besser als im echten Leben. Und so verbringe ich gerade also meine freien Abendstunden mit dem Stöbern auf dem Interior-Markt, ich schiebe Vasen von A nach B und träume von Teppichen. Nichts davon alledem wird womöglich tatsächlich in meinen eigenen vier Wänden landen, man kann ja nicht gleich alles auf einmal haben, aber immerhin erfreue ich mich derzeit an ausreichend Inspiration. Und vielleicht könnt ihr genau die gerade ja auch gebrauchen.

Gestern zum Beispiel, da liebäugelte ich mit einem Couch-Tisch in Beton-Optik, mit einem neuen Nachttisch aus einer kleinen Berliner Möbelmanufaktur, in der einer meiner liebsten Freunde werkelt, mit mehr Licht für den Wohnzimmertisch und einem Regal aus dem Himmel: weiterlesen

Brain Blah //
Warum es stark ist, schwach zu sein.

14.06.2016 um 12.30 – Leben Wir

brain blah thisisjanewayne nike van dintherEs ist mir egal, ob mir eine männliche Schulter Trost schenkt, eine weibliche, irgendwas dazwischen oder ob ich selbst eine große Kanne Tee für den stärksten meiner Jungsfreunde brühe. Jeder braucht irgendwann einmal jemanden, der Händchen hält und zuhört und Schlaues sagt. Ich frage mich bloß, weshalb wir so selten danach fragen.

Die meisten von uns schreien lieber das Kopfkissen an als sich vor den Augen anderer einen Moment lang zu verlieren. Wir schlucken Trauer lieber runter und füttern verfressene Magengeschwüre als anderen mit unseren Gedanken auf die Nerven zu gehen, man will ja niemanden belasten. Das Wetteifern um Mitgefühl hört offenbar genau dort auf, wo ein mittelstressiger Job nichtig wird und echte Traurigkeit anfängt. Womöglich, weil es in einer maroden Welt schick geworden ist, innerlich wie äußerlich heile zu sein, beinhart und optimistisch und unkaputtbar. weiterlesen

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