Fair Friday // Warum man Tiere nicht lieben
& gleichzeitig essen kann

17.03.2017 um 10.27 – Nachhaltigkeit

Es ist mal wieder so weit, Krawall ist angesagt. Ich kann nichts dafür, es ist meine Umwelt, die mit ihren Anwandlungen derart meine empfindlichen Synapsen beansprucht, dass diese sich irgendwann in den Ausnahmezustand verabschieden.

Vorher unbedingt notwendiger Exkurs: Meine Herangehensweise an das Thema – also an alles im Spektrum zwischen „weniger Fleisch essen“ bis zu „ethisch motivierter Veganismus“ – unterliegt in der Außenwirkung vermutlich einigen Schwankungen. Ich kann verstehen, wenn man das so wahrnimmt. Aber es ist nun mal so, dass ich mich hier eines ziemlich brisanten Themas annehme und dabei zwei verschiedene Hüte auf nur einen Kopf bekommen muss. Auf der einen Seite ist da die überzeugte Aktivistin in mir, die am liebsten jeden Tag verschiedene Menschengruppen anschreien oder unter Tränen zusammenbrechen würde. Auf der anderen Seite habe ich aber auch eine sehr rationale Herangehensweise, die mich ständig mahnend erinnert, dass mit der moralischen Breitaxt Brücken höchstens zerschlagen, aber niemals gebaut werden konnten.

Aber heute, da ist Axttag. Und nun zum Auslöser meines in die Tasten gehauenen Ausbruchs:  weiterlesen

Shopping // All eyes on:
Basttaschen & Strohkörbe

16.03.2017 um 13.16 – Accessoire Shopping

Ich werde das Wochenende in der Heimat verbringen – und natürlich wird es regnen. Zumindest, wenn ich der Glaskugel meines Smartphones vertraue, was ich gelegentlich tue, um im Nachhinein festzustellen, dass so viel Wahrheit enthält wie das RTL 2 Programm. Bloß falle ich in jenem Fall jedes Mal drauf rein. Die maue Wettervorhersage kann die Tatsache allerdings nicht trüben, dass ich mich wie ein kleines Kind auf den Frühling freue und in diesem Jahr ganz besonders: Wilma und ich kriegen nämlich bald einen Budenkoller und weil ich die ersten schönen Tage bisher auf dem Spielplatz verbracht habe, statt daheim Bilder mit Buntstiften und Aquarellen zu malen, habe ich Blut geleckt, und zwar so richtig. Und welche Tasche eignet sich als unkompliziertester Weggefährte, wenn die Abzweigung mal wieder an Sandkästen, Eisdielen und Märkten vorbei führt?

Richtig: Basttaschen, Strohkörbe oder Sisal-Beutel zum Beispiel. Der Floh wurde uns schon im vergangenen Jahr ins Ohr gesetzt und jetzt geht’s in Runde zwei: Von quietschbunt bis naturbelassen, von minimalistischen Rucksäcken über verspielte Exemplare bis hin zu ziemlich hochwertigen Schätzen ist heute alles für euch dabei. Nach unserem Schuh-Spezial für den Frühling geht’s jetzt also ums Verstauen eurer liebsten Habseligkeiten für unterwegs. Bereit für ein bisschen Sommer für Schulter und Handgelenk? -Bittesehr: weiterlesen

B L O G S

GEMEINSAME SACHE //
Ab heute: Supreme x Lacoste

16.03.2017 um 10.00 – Mode

Man kann von Supreme halten was man will, aber seit 1994 macht Gründer James Jebbia mit seinem Label so ziemlich alles richtig, was man richtig machen kann: Bloß eine Handvoll Stores gibt es auf der Welt, darunter in Manhattan, Los Angeles, Paris, London und in vier Städten Japans, die Stückzahl besonders begehrter Stücke wird unfassbar gering gehalten und Street Credibility wird hier besonders groß geschrieben. Der erste New Yorker Store wurde beispielsweise so gestaltet, dass Skateboarder direkt mit ihrem Board in den Laden reinfahren konnten. Ach ja, bei Supreme versteht man sich noch. Umso fassungsloser sind wahre Supreme Fans genau dann, wenn es darum geht, dass jemand Falsches hier die ausgewählten Kollektionen trägt: Denn nachdem Supreme gemeinsame Sache mit Louis Vuitton machte und erste Stücke an Blingbling-Promis wie Lewis Hamilton, den 12jährigen Cruz Beckham oder Justin Bieber verschenkte, war Schluss mit lustig.

Ob die Zusammenarbeit mit Lacoste, die ab heute online und in Stores sein wird, da ähnlich auf Gegenwind stößt? Wahre Supreme-Fans werden sicher nicht begeistert von der Idee sein, dass sich Supreme in einer xten Runde dem Massenmarkt öffnet, ausverkauft wird die neueste Liaison des französischen Tennisbrands und der Kool Kid Marke aus New York selbstverständlich trotzdem sein. Und für all diejenigen, die längst die Ohren spitzen, gibt’s hier alle Bilder und einzelnen Teile der aktuellsten Kollaboration: weiterlesen

WOHNEN //
Die ersten Stunden auf Balkonien

16.03.2017 um 9.55 – Wohnen

Mein vergangenes Wochenende verbrachte ich unter anderem damit, meine heimlichen Hausfrauenqualitäten auszupacken: Beflügelt vom sonnigen Wetter, machte ich mich nicht nur an die Bepflanzung meines winzigen Balkons, ich backte auch einen Rhabarberkuchen nach Lauras Rezept und lud meine liebsten Freunde zum Brunch ein. Ein Wochenende aus dem Bilderbuch quasi und das perfekte Kontrastprogramm zur turbulenten Woche. Und seither habe ich es schwarz auf weiß: Ich kriege einfach nicht genug von Hornveilchen und Rattan. Die Retrowelle ist in vollem Gange, es gibt bloß einen Haken: Platzmangel.

Tatendrang dank erster Frühlingsknospen, könnte man auch behaupten und so würde ich am liebsten jetzt gleich ohne Umwege zu IKEA stiefeln und alles aus ihrer neuen JASSA Kollektion mit nach Hause nehmen – wäre da nicht das allgegenwärtige Platzproblem. Keine Bank, kein Stuhl, nicht mal ein Höckerchen hätte Platz. Aber: Das Windspiel aus Bambus darf demnächst eingesackt werden und gegen die Supermarkt-Belieferung vor meiner Haustür anklingeln. Seid ihr auch bereit für die ersten Stunden (oder sagen wir: Minuten) auf eurem Balkon? Dann raus mit euch! weiterlesen

Mixtape // Quaterlife Crisis I
– When We Were young

15.03.2017 um 18.00 – Musik

Mir ist vergangene Woche das gehässige Lachen über meine Midlife-Crisis-Eltern mitten im Hals stecken geblieben, plötzlich waren da nämlich drei Karma-Falten auf meiner Stirn zu sehen, während mein Sohn schokoladenverschmiert mit dem Finger auf mich zeigte und aussprach, was ich in diesem Moment dachte: Mama ist alt! Ich fing an zu heulen, weil ich gerade erst zum achtundfünfzigsten Mal von meiner 18-Jährigen Nachbarin gesiezt worden war, die ständig klingelt, um mich vor der Lautstärke ihrer nächsten Party zu warnen, auf der ich gefühlt gestern noch die erste gewesen wäre, die nach Gras gefragt hätte. Ich meine, zumindest vorgestern war das Pretty Vacant in Düsseldorf doch noch mein Wohnzimmer, in dem ich umsonst Schnaps bekam, den Barkeeper datete und den DJ (hi Eser!) beim Namen kannte. In dem ich mit meinen Mitbewohnerinnen trippelnderweise zu Indiekellersongs tanzte, bei Kettcars „Deiche“ beleidigte SMS an meine Fast-Beziehung verschickte und Geld für die Pizza danach einsammelte, um gleich nach dem Rausschmeißlied die Erste an der siffigen 3-Euro-Bude zu sein, obwohl wir schon am Nachmittag zwei Kilo Miracoli vorgekocht hatten. In zwei Wochen habe ich Geburtstag. 29. Und ich weigere mich. Weil ich gerade meine erste Qauterlife Crisis durchlebe. Den Soundtrack dazu hört ihr unten. Lebe wohl, mein Traum vom „We’re gonna live forever“ Tattoo auf dem linken Oberschenkel. Ich bin jetzt fast groß. Deshalb hänge ich mir lieber ein tröstendes, altes Poster übers Bett. weiterlesen

I N S T A G R A M

INSPIRATION // Alles der Farbe nach:
6 Optionen für Hochzeitsgäste

15.03.2017 um 17.32 – Inspiration Shopping

Wie viel Arbeit hinter einer Hochzeit steckt, kann ich nicht mal im Entferntesten erahnen. Zwar haben schon eine Handvoll Pärchen in meinen Freundeskreis geheiratet, ich bin allerdings immer wieder aufs Neue völlig baff, an welche klitzekleinen Kleinigkeiten mal alles denken muss. Allein der Gedanke daran, in welche Richtung meine eigen Irgendwann-einmal-Hochzeit überhaupt gehen soll, überfordert mich schon so sehr, wie soll ich da ohne akkurat arbeitenden Wedding Planer überhaupt irgendein Fest organisieren? Weil es bei mir aber glücklicherweise noch lange nicht so weit ist, das Brautjungfernthema allerdings unaufhaltsam näher kommt (am Wochenende wird im Mädelstrupp nach Passendem geschaut!), widmen wir uns heute mal wieder einer ähnlich haareraufenden Angelegenheit: Dem „Was ziehe ich in diesem Jahr zu Hochzeit an?-Thema.

Um an dieser Stelle nicht komplett den Überblick zu verlieren, haben wir uns in Teil 2 unseres Spezials ausschließlich den Kleidern und Einteilern gewidmet und sie farblich passend für euch kuratiert. 5 plus eine Option stehen zur Auswahl: Von saftigem Grün über helles Blau bis hin zu feurigem Rot ist hoffentlich ein klein wenig Inspiration für euch dabei. Und keine Sorge, liebe Bräute, euch haben wir selbstverständlich nicht vergessen: Für euch folgt in den nächsten Tagen noch ein „Budget Buy“, das uns selbst völlig überrascht hat. Jetzt aber erstmal zu den Nebendarstellerinnen der schönsten Feier des Jahres: Der Hochzeit eurer Allerliebsten! weiterlesen

INSIDE JANE WAYNE //
Der März mit Sarah Jane

15.03.2017 um 14.33 – Wir

Wenn wir jemanden bloß virtuell sehen, ganz gleich eben jeden Tag oder nur ein flüchtiges, einziges Mal, denken wir meist, wir würden unser Gegenüber kennen. Wir sind davon überzeugt, die Person einschätzen zu können und bilden uns sogar ein, ein ganzheitliches Urteil über sie fällen sie dürfen. Das passiert auch mir. Dabei müsste ich es doch viel besser wissen: Natürlich geben wir hier und auf anderen sozialen Kanälen viel Preis, nichtsdestotrotz handelt es sich bloß um kleine Ausschnitte aus unserem Leben, mal um Blumen gespickte Inszenierungen, wieder um ungeschminkte Realitäten, aber wohlgemerkt: Ausschließlich um einzelne Ausschnitte. Unser Kosmos geht nämlich überraschenderweise über textile Träume und Lippenstifte hinaus.

Ein Mal im Monat wollen wir euch mit unserer Rubrik INSIDE JANE WAYNE ein wenig mehr an unserem Alltag teilhaben lassen, natürlich wieder in Ausschnitten, aber mit Dingen, über die wir uns fürchterlich aufgeregt haben, von denen wir träumen oder Gedanken, mit denen wir einschlafen. Was mich bisher im März so beschäftigt hat, welches Buch ich gerade lese und welche Musik mich aktuell unentwegt begleiten darf, das lest ihr hier: weiterlesen

5 Piece Wardrobe //
Der März ist wie Kaugummi

15.03.2017 um 8.40 – Mode Shopping

Der März hat für mich immer ein bisschen etwas von geistiger Geißelung, weil die Sonne sich zu uns in etwa so verhält wie ein Kaugummi zum leeren Magen. Ständig wird vorgetäuscht, dass da gleich was kommt, und dann, tödöö, doch nicht. Wir müssen also noch ein wenig tricksen, aber das schaffen wir, kein Problem. Mit viel Regenbogen-Farbe zum Beispiel und Handtaschen, die in wohlig warmer Picknickkorb-Manier erstrahlen. Weshalb ich mich aber ausgerechnet in das obige Modell vergucken musste bleibt ein Rätsel meines modegepeitschten Gehirns. Was an dieser Stelle hingegen nicht unerwähnt bleiben darf, ist die unfassbare Gabe der nachhaltig produzierten Kings-Of-Indigo-Jeans namens „Anne“, aus flunderflachen Birnen-Popos wahrhaft knackige Äpfelchen zu formen. Ist so, ich spreche da aus Erfahrung; statt einem Hintern habe ich im echten Leben quasi bloß einen Rücken mit Ritze. Und eine schwäche für rote Schuhe: weiterlesen