Outfit // 70’s Chucks & Wildlederjacke

– 20.08.2015 um 9.03 – Advertorial Outfit

Processed with VSCOcam with c1 presetWas viele hier ja gar nicht wissen: Ungefähr 50% unserer Arbeitszeit sind wir überhaupt nicht als Bloggerinnen unterwegs, vor eineinhalb Jahren wurde nämlich aus einer Schnapsidee heraus Jane Wayne Consulting geboren, ein Glücksfall, sonst würden wir womöglich irgendwann vor dem Bildschirm festfaulen. Gestern jedenfalls verschlug es uns deshalb seit monatelanger freiwilliger Abstinenz mal wieder ganz unverhofft in den Wedding, genauer gesagt in ein kleines Hinterhofparadies, von dem wir euch beizeiten noch erzählen werden. Erstmal folgt aber bloß das Outfit zum Ausflug, Alltag sozusagen.

Man könnte ja meinen, Chucks müssten uns langsam aber sicher zum Rachen heraus kommen, aber nein, dem ist nicht so, spätestens seit man mir das neue alte 70’s Modell andrehte, das insgesamt ein bisschen robuster ist, cremefarbener und viel weicher in der Sohle (nie wieder Festival-Plattfüße). Blabla dachte ich, aber nach gestern kann ich sagen: Ist wirklich so. Man beachte übrigens die fesche Schnürsenkel-Bindung – da bin ich mir allerdings noch nicht so sicher, was ich von diesem Experiment meinerseits, das ich mir irgendwo abgeschaut habe, ich weiß nur nicht mehr wo, halten soll. Und dann wäre da noch die Wildlederjacke von EDITED the Label, die womöglich ein sehr treuer Begleiter werden wird: weiterlesen

Track des Tages //
Beirut – „Gibraltar“

– 20.08.2015 um 8.24 – Musik

beirut gibraltar2006, als man zum allerersten Mal so richtig Wind von Beirut alias Zach Condon und seinem Polka-Pop bekam, den er in seiner Heimat New Mexiko nach einer langen Reise durch Europa und vor allem den Ostblock genialisch zusammen gewürfelt hatte, da konnte man kaum anders als „Gulag Orkestar“ rauf und runter zu hören, endlich mal was anderes, etwas, das wirklich neu klang. Mit dem Nachfolgeralbum „The Cup Club“ nimmt er uns schließlich mit nach Frankreich, bis im Jahr 2008 wegen eines Burn Outs die dazugehörige Tour abgebrochen werden muss, es wird mucksmäuschenstill um Condon. 2011 steht er wieder auf und vor allem längst nicht mehr allein auf der Bühne, „The Rip Tide“ wird die schönste Platte des Jahres und „Santa Fe“ ganz groß. Lieblingsmusik, die einzige, die es für mich mit „Baths“ aufnehmen konnte. Ihr könnt euch also in etwa ausmalen, was mit meinem Herz und Hirn passierte, als jüngst verkündet wurde, die nächste LP „No No No“ würde im September erscheinen, genauer am 11. September – im Herbst kommen Beirut sogar für ein Konzert nach Berlin in die Columbiahalle.

„Gibraltar“ jedenfalls ist die zweite Singleauskopplung aus dem Album, das sich wie seine Vorgänger zwischen Trauer und Lebensfreude bewegen soll, eine Gratwanderung, die sich zwar viele Musiker zu eigen machen, aber nur die allerwenigsten wirklich beherrschen. Tauchen gehen. So nennt man das wohl, wenn man stundenlang in Tönen versinkt, die den Kopf zwischen dem Früher und dem, was noch kommt, hin und her träumen lässt: weiterlesen

Happy Heart //
10 Glücklichmacher im August

– 19.08.2015 um 11.30 – Janes

happy heart

Der Countdown läuft: Knapp drei Wochen noch bis zum errechneten Termin und so langsam aber sicher erreichen auch mich zarte Panikwellen vor dem, was kommt. Das Kinderzimmer steht so allmählich, der Kinderwagen kommt schon morgen und mein Kopf dreht sich – Überraschung – natürlich nur noch um dieses eine, kleine Wesen.

Grund genug, darüber tatsächlich fast alles zu vergessen und es sich ausschließlich heimelig zu machen. Mit kinderfreundlichen Kakteen, zum Beispiel, mit kindgerechten Postern, die gleich gerahmt wurden oder aber mit staubersaugerfreundlichen Korkbänken. Welche Kleinigkeiten im August sonst noch glücklich machten? Filigrane Schmuckstücke, obwohl man eigentlich gar kein großer Schmuckträger ist und ein allererster Winterpulli, der den Spätsommer einläutet. weiterlesen

B L O G S

Haare // Inspiration des Tages:
Tiny Braids

– 19.08.2015 um 9.54 – Beauty Haare

tiny braids

Es gibt genau genommen drei Ziele, denen ich derzeit entgegen fiebere: Dem Herbst – und der damit einhergehenden Mode. Einer kugellosen Zeit – und somit der Tatsache, meinen Kleiderschrank-Inhalt endlich wieder ausführen zu können. Und langem Haar. Wie sehr wir es unterschätzen, sich einfach mal ein Haargummi in die Mähne zu zwirbeln, verrückte Frisuren zu knoten oder gar anderen Schabernack mit dem Haar zu treiben, wird uns einfach erst wieder bewusst, wenn ebensolcher Beauty-Kram aufgrund von raspelkurzem Haarschnitt einfach nicht mehr möglich ist. Ich will an dieser Stelle gar nicht rumheulen und meinen Pixie schlecht machen, vielleicht wäre ich allerdings lieber der Typ „Dutt“, „Pferdeschwanz“ oder auch „Flechtmädchen“. Und nach den ersten, eher praktischen Haartypen, sorgt Letztere bei mir immer wieder aufs Neue für große Augen, Ahs und Ohs:

Spätestens seit Wood Wood wissen wir also längst, dass Flechtfrisuren auch noch nach der Teenie-Zeit ausgeführt werden dürfen und dank unseres persönlichen späten 90s Revival dürfen auch Tiny Braids nicht länger fehlen: Zarte Flechtstränge, die hier und dort auftauchen, sorgen bei uns für ganz viel Vergangenheitserinnerung, Mädchenabend-Sehnsucht und Mid-Teen-Feeling – und müssen allein deshalb dringend wieder geknüpft werden. Ich jedenfalls züchte und züchte weiter. Macht ihr mit?

Outfit //
Oh Lala, mon Dieu!

– 19.08.2015 um 9.30 – Outfit Wir

outfit lika mimika weekday iphoriaWenn man mir gezwitschert hätte, dass ich irgendwann einmal auf himbeerfarbene Espadrilles und kaschmirweiche Pullover samt Comic-Aufdruck und Kussmund fliege, ich hätte bereits rein provisorisch einen Besen gefressen und meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass genau das niemals passieren wird. Während eines kurzen Ausflugs zu Prag Pr wurde ich gestern dann plötzlich eines Besseren belehrt, ich verlor augenscheinlich also nicht nur mein Herz, sondern auch den Verstand und bin seither bollestolze Besitzerin diverser Paris-Hilton-Gedächtnis-Stücke, inklusive Monsterhandyhülle im Parfum-Gewand.

Je oller, desto doller könnte man fast meinen, man kann also nur erahnen, wozu das Ganze hier noch führen wird. Lasst es mich doch bitte vorsichtig wissen, sollte ich demnächst komplett überschnappen – bisher gehe ich nämlich noch davon aus, dass sich meine ungeahnte Schwäche für Kitsch noch gerade so eben in Grenzen hält. Zwischen Pullover und Schuhen trage ich übrigens die beste Jeans seit langem – komplett aus recycelter Baumwolle, wir erzählten euch hier bereits von Weekdays neuestem Coup. weiterlesen

Brain-Blah //
Acne Studios „Radical Feminist“

– 19.08.2015 um 9.08 – Feminismus Mode

radical feminist acne studiosGrundsätzlich mag ich Menschen, die gelegentlich laut werden sehr gern, ich begrüße kritische Stimmen außerordentlich und wünsche mir mitunter sogar viel mehr davon. Weniger erquickend sind hingegen Schwanzeinzieher_innen, wenn man das hier mal so ganz politisch und gendermäßig unkorrekt in Richtung nur so vor Halbwissen strotzender Krawallmacherstimmen pöbeln darf. Die Rede ist von einer etwas ausufernden Instagram-Dikussion einer bekennenden Feministin, die sich überaus echauffiert über ein Posting meinerseits, nämlich ein männliches Model im „Radical Feminist“ Sweater von Acne Studios inklusive Amors Emoji-Pfeil plus Herz darunter, zeigte. Was ich dort auf diesem fremden Kanal also unter dem Screenshot von besagtem Posting meinerseits las, ergab im ersten Moment Sinn und war wichtig –  umso tragischer, dass der Schlingel-Account der frechen aber klugen Diebin meiner Pullover-Liebeserklärung plötzlich privat ist.

Ich erinnere mich aber immerhin daran, dass relativ häufig „white privileged girls“ in der Kritik am 200-Euro teuren Sweatshirt und meines hirnlosen Hypens vorkam, im Groben ging es wahrscheinlich darum, dass es Menschen da draußen gibt, die den Feminismus wirklich brauchen und darum, dass wir, die weiße privilegierte Mittelschicht, ganz sicher keinen Anspruch auf den Terminus „radikaler Feminismus“ hätte (hierbei handelt es sich nämlich nicht um besonders extremen Feminismus, sondern um jenen, der die patriarchale Organisation von Sexualität und Reproduktion zum Thema macht), schon gar nicht auf einen im so teuren Gewand und noch schlimmer, wenn ein kommerzielles Label am Ende auch noch Profit aus dem Lena-Dunham-Pop-Femininsmus-Hype ziehe, dass ein Mann den Pullover trägt, geschenkt, fast schon blasphemisch. So weit, so diskussionswürdig. Ich verstehe den Kern des Grolls, vermute aber, dass das große Ganze außer Acht gelassen wurde. Ob ich hiermit richtig liege, werden wir womöglich nie erfahren – auf meinen Vorschlag über einen Gastbeitrag genau zu diesem Thema reagierte man nämlich erst mit einem „Jay“ und dann gar nicht mehr. Deshalb werfen wir an dieser Stelle selbst die Frage in den Raum: Ist das noch Instrumentalisierung des Konsums für den Feminismus oder schon Instrumentalisierung des Feminismus für den Konsum? Womöglich beides. weiterlesen

I N S T A G R A M

Wishlist //
Welcome Autumn!

– 18.08.2015 um 11.15 – Shopping

wishlist

Herbst, I can smell you! Die Abende werden lauer, die Farben wärmer und Layering lässt das Modeherz wieder höher schlagen. Ich freue mich so riesig auf den Herbst, ich sehne die kühleren Monate förmlich herbei. Mützen-Wetter, Mantel-Tage, Boots-Stunden, Herbstfarben-24Stunden: Ich bin ja sowas von bereit, meinen schon bald kugellosen Körper samt Kinderwagen durch herunter fallendes Laub zu schieben, ihr glaubt es nicht.

Und die Herbstmode spielt mir dieser Tage ordentlich in die Karten: Curry-Gelb, Rostrot, Tannengrün, Camel und Beige: Wart ihr jemals schöner? Dazu noch Gucci-inspirierte Wildleder-Boots (zum Beispiel diese hier von See by Chloé), Bella Freud, ist doch klar, die Levi’s CT in Beige und zack wäre der Herbst-Look auch schon perfekt. weiterlesen

Outfit // Das Blumenkleid aus New York

– 18.08.2015 um 10.00 – Outfit Wir

Chloe Drew Bag

Mit Sechszehn hatte ich eine Schwäche für Blumenkleider und Bindis, danach dachte ich, Polohemden seien eine seriöse Alternative, woraufhin ich meinen Stil verlor. Seither schwamm ich also immer wieder auf der ein oder anderen Trendwelle herum, es hagelte erst Hüftkettengürtel aus Swarowskisteinen, dann schwarzen Lippenstift und Technohörnchen. Letzteres mit Mitte Zwanzig. Das muss man sich erstmal trauen.

Verzeiht mir den Pathos, aber seit die Modewelt wieder mit 70er-Jahre Gedächtnis-Klimbim um sich wirft, fühle ich mich wie der Mops im Haferstroh; ich könnte mich unentwegt in Schlaghosen und Schluppenblusen suhlen. Nur eins macht mich auf materieller Fummelebene noch glücklicher: Originalteile von damals. Wie dieses Kleid dort oben, das ich jüngst in einem der schönsten Second Hand Läden New Yorks ausfindig machte, um Chamäleon in der Superbutze aller Superbutzen zu spielen: weiterlesen

Beauty // Gold Digger
Goldener Lippenstift – Do oder Don’t?

– 18.08.2015 um 9.34 – Beauty

trend aw 15 gold lipstick golderner lippenstift

Vor ein paar Tagen blätterte ich durch ein Magazin, um mir die Werbung anzuschauen, traurig aber wahr, manchmal finde ich die Kampagnen nämlich spanender als den Inhalt der deutschen Zeitschriftenwelt fernab sämtlicher Nischen. Jedenfalls erinnere ich mich trotzdem kein Stück daran, auf welcher Seite ich ins Stocken geriet, aber ganz sicher war güldener Lippenstift im Spiel. Was mich wiederum daran denken ließ, dass ich im Herbst 2011(oder 2012?) ganz vernarrt in MACs „Ruffan Gold“ war. Die obigen Bilder sind ein bisschen dolle geraten, es geht aber auch dezenter und durchaus alltagstauglich, wenn man mich fragt.

In wenigen Wochen wird es also vielleicht wieder so weit sein, ich denke an Erdtöne am Körper und Schimmer auf den Lippen. Eigentlich komisch, dass Gold sich als Lippenstiftfarbe nie richtig durchsetzen konnten, dabei arbeiten die Rodarte Schwestern quasi schon seit 2010 daran und Rot ist mindestens dreimal knalliger. Ich sage also demnächst wieder ja – die Frage ist nur: Bin ich damit allein oder macht hier irgendwer mit? weiterlesen