Ein ziemlich subjektiver Bericht über die Fashion Week Berlin.

09.07.2012 Allgemein, Wir, Event, Berlin, Kopfchaos

22 Kommentare

  1. Martin

    Vllt saßen die verbliebenen Modeblogge wie mich eingeschlossen einfach oben im Mediacenter und haben Berichte getippt!!!?? 🙂

    Ich muss dir teilweise Recht geben. Jedoch was ist Mode: Sie muss verkäuflich sein. Ein STück das nicht verkauft wird bringt kein Geld und ein Designer ohne Geld: das nennt man Pleite. Und Stores sind keine Museen in denen die Stücke hängen sollen für die Ewigkeit. Es muss also einen Spagat zwischen Tragbarkeit und Extravaganz geben. Auch wenne s auf dem Laufsteg oftmals langweilig scheint. Hien Le und Perret Schaad sind absolute Ausnahmetalente!!!

    Was ich schade finde ist der viel zu dicht gedrängte Schaunplan. Dieser müsste entspannter werden indem weniger Shows bzw. Studiopräsentationen zugelassen werden. Gerne hätte ich mehr Zeit auf der Capsule o.ä. verbracht, da ich dort den krativsten Input bekam.

    Ein schöner Bericht dem ich teilweise zupflichte 🙂

    look-scout.blogspot.com/

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  2. Conny

    Schön zusammengefasst, liebe Nike! Die Zeit, die fehlt, das finde ich auch immer jammerschade. Man hat kaum noch Zeit, richtig zu genießen und zu verarbeiten. Richtig junge Blogger habe ich auch keine mehr entdeckt, vielleicht sind die in den letzten drei, vier Jahren aber auch einfach erwachsen geworden und es gibt keinen „Nachschub“? Wer weiß. Jedenfalls danke für deine ehrlichen Worte.

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  3. Christine

    Ich mag, dass Du nicht alles lobst, sondern auch mal Einblick in die echten Eindrücke und Empfindungen gibst. Ich wäre sehr gern auf der Fashion Week gewesen, aber ich weiß dass es auch ohne zu bloggen sehr anstrengend werden kann: wenn man zu hohe Ansprüche an die eigene Aufnahmefähigkeit hat. Lieber selektieren, schlage ich vor. 🙂

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  4. corinna

    Wenn zu so einem Text nur ein Viertel der Modeblogger fähig wäre, deren minimalistische Hallo-Ich-War-Auch-Auf-Der-Berlin-Fashion-Week-Texte ich in meinem Google Reader weggescrollt habe. Ein großartiger Text, liebe Nike, meine Daumen zeigen gerade meterweit in die Höhe.

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  5. Marie

    hm- das liest sich so gut wie sich Butter schneiden lässt… wie von selbst. einnehmend!
    ABER: die Off Locations sind doch das spannende an der Sache, jede Umgebung strahlt auf ihre Weise einen Flair aus, den die Designer in ihrer Kollektion wiederfinden und weitergeben möchten. Ich finde das gerade bezaubernd. Die Logistik und die Zeit sind in diesem Fall Nebensache.

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  6. Milli

    Wie gerne ich deine Texte lese. Danke für ehrliche Worte in großartigst lesbarer, Mitfühlen möglich machender Form!

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  7. Laura

    Chapeau, meine Liebe! Du triffst den Nagel auf den Kopf und schaffst es dabei wie immer es so wundervoll in Worte zu packen! Das Programm dieses Jahr, in Kombination mit den zahlreichen Locationwechseln ging tatsächlich mehr an die Energie als gedacht und ich bereue es, während der Fashion Week selbst so wenig Schriftliches zustande gebracht zu haben.
    Was die jüngeren Blogger angeht, so habe ich mich über deren Fehlen, zumindest größstenteils, auch gewundert. Insgesamt hat das die Veranstaltung an sich zwar irgendwie professioneller aber auch technischer wirken lassen. Das manchmal eher archaische Feiern von Mode, hat mir in dieser Saison irgendwie ein wenig gefehlt.!

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  8. Ann Kathrin Kubitz

    Also wenn du die modebegeisterten Schüler vermisst, die haben meinen Namen getragen und sich bei Schumacher eingeschlichen. Letztes Jahr, als ich die Fashion Week noch nicht besucht hatte, hätte ich eure Fashion Week Kritik als „Luxusgenörgel“ abgestempelt, aber da ich es nun selbst mal versucht habe, ein paar open to public sachen zu sehen und gleichzeitig auch noch eine shoppingtour durch die läden zu organisieren die die heimat nicht bietet, ist mir genau das gleiche passiert: Die Füße sind im Eimer, das Gehirn übervoll und gespentisch leer zugleich und mein Respekt für die Vollzeit-Blogger um 100000% gewachsen. Also gönnt eurem Kopf ruhig mal ne Minute Pause. Ich gönne sie euch von ganzem Herzen.

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  9. hanne

    Dein Artikel ist wirklich niedlich.
    Ich denke die Veranstalter gehen davon aus, dass man sich vor der Fashionweek informiert welche Shows und Designer einen interessieren und nicht nicht einfach von einer Show zur anderen läuft.
    Veranstalter ud Moderedakteure sind mit dem informieren ohnehin schneller als Blogger, weil das nun mal deren JOB ist.Es ist überhaupt nicht nötig sich zu stressen. Passiert aber vielleicht wenn man sich zu wichtig nimmt.

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    1. Nike Jane Artikelautor

      Liebe Hanne,
      leider getsaltet sich die oben genannte „Coexistenz“ wegen Menschen wie dir so schwierig.
      Es ist schade, dass man sich rechtfertigen muss. Aber zur Information:
      Ich bin tatsächlich studierte Modejournalistin und Redakteurin, aber eben eine, die auch einen Blog betreibt.
      Und ich besuche die Fashion Week nicht nur für Jane Wayne, wobei das hier, neben vielen anderen
      Projekten, tatsächlich auch mein JOB ist. Schauenpläne sind mir durchaus ein Begriff.
      Es klingt beinahe so, als gehörest du selbst zu den Veranstaltern.
      Kritik, und sei sie noch so harmlos, ist offensichtlich unerwünscht.
      Oder: Moderedakteurin, die sich durch den Wandel der Zeit und das digitale Zeitalter bedroht fühlt?
      Entschuldige die offenen Worte, aber beide Vermutungen münden schon wieder in zwei Themen,
      die durchaus diskutiert werden sollten.
      Und zum Thema Stress: Wer fleißig ist, darf durchaus mal gestresst sein.
      Vielleicht hätten wir lieber Bananen schälen sollen, statt uns Mode anzusehen.
      Lieben Dank,
      Nike

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  10. B.

    wow, du triffst den Nagel sowas von auf den Kopf. So ziemlich alles was in dem Artikel steht habe ich während und nach der MBFWB auch mit einer Freundin diskutiert und wir sehen die Sache genauso wie du!

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  11. Miriam

    Liebe Nike,
    ich bewundere Deine scharfe Beobachtungsgabe und unverblümte, efrischende und wirklich einzigartige Schreibe. Diese hebt Dich auch von allen anderen ModeblogerinnenselbstinszenierungsfashionistaLOOKATMEs ab und ist echtes Talent – das lässt sich nicht lernen, an keiner Modejournalistinnenschule der Welt. Deine Art, kritisch und reflektiert an Mode heranzutreten, imponiert mir, denn man spürt (egal welches Resümee Du ziehst) in jedem Satz, dass Du Mode wirklich liebst und lebst. Und nur so, mit Leidenschaft, dem nötigen Wissen und Talent macht man seinen Job richtig, oder?
    Liebste Grüße, Miriam

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