Brett Kavanaugh – ein weißer Patriarch, viele Konsequenzen

08.10.2018 box1, Feminismus

7 Kommentare

  1. Anna

    So wenig mir der Ausgang des Verfahrens und die Aufnahme von Kavanaugh in den Supreme Court gefällt.. was ist aus “im Zweifel für den Angeklagten” geworden? Es konnte ihm letztendlich kein Verbrechen nachgewiesen werden und so wichtig es natürlich ist, Frauen zuzuhören und Glauben zu schenken, wenn sie so mutig sind von ihren belastenden Erfahrungen zu sprechen. #Ibelieveher stößt mir irgendwie trotzdem auf. Weil es gegen eines der wichtigsten Prinzipien unseres Justizsystems geht und man Menschen eben nicht nur “einfach so” glauben schenkt, sondern ein guter Richter seine Entscheidung auf Basis von Beweisen und unabhängig von persönlichen Wünschen fällen sollte. Dass die Nominierung für den Supreme Court weiter besteht finde ich fragwürdig, seine Freisprechung ist aber mMn richtig.

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    1. Linda

      Stimme dir da zu, finde aber auch nicht, dass Nike das Gegenteil sagt. Sie schreibt ja: Es geht längst nicht mehr um schuldig oder unschuldig. Sondern um Brett als Menschen, der ,offensichtlich für alle, absolut ungeeignet für diese Position ist. Es bleibt trotzdem ein Schlag ins Gesicht für Frauen und Opfer. Dieser ganze Prozess.

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  2. Thyra

    Dieses beinahe schon reflexartige „der alte, weiße Mann ist der Böse“ und „natürlich sagt die Frau die Wahrheit“, woher kommt dieses starre Denkschema? Wie Anna schon sehr zutreffend erinnert, entweder wir haben rechtsstaatliche Grundsätze oder eben nicht. Verjährung und „in dubio pro reo“ gelten nicht nur, wenn es einem grade in den Kram passt. Vielleicht solltet Ihr mal Details zum Fall Kachelmann und Arnold nachlesen, Stichwort Vernichtungswille, interessant auch, wie sich viele Journalisten hinterher gewunden haben, als neue Fakten auftauchten. Tatsache ist: Wir waren ALLE nicht dabei. Es gibt KEINE Beweise.

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    1. Antje

      Puh. Ich glaube, dass niemand der sagt, ich möchte Frauen* oder wen auch immer, der mir sagt, dass sie/er sexuell missbraucht, vergewaltigt wird, ernstnehmen und ihr glauben, damit gleichzeitig sie Unschuldsvermutung eines Rechtsstaats ausschliesst. Es gibt seeeeeeehr viele Studien, die belegen, dass die Quote der Falschbeschuldigungen verschwindend gering ist. Abgesehen davon, war das Kavanaugh Hearing, dass – man beachte KEIN Gerichtsprozess war, er ist also nicht freigesprochen in dem Sinne – ein Lehrstück in Rape Culture und Misogynie war. Senatoren die sagen, dass 17-jährige Jungs doch auch mal Mist machen dürfen, kümmern sich einen Scheiss darum, dass in den USA abertausende an schwarzen Männern jahrelang im Gefängnis sitzen für Dinge wie Marihuana Besitz in ihrer Jugend. Aber wenn jmd in einer Machtposition ist, mit dementsprechenden Privilegien ausgestattet, weiss männlich Reich, etc. dann sieht das schon ganz anders aus. Aber hey, hauptsache man dreht wieder die Opfer Täter Narration um und geht erstmal davon aus, dass sich alle Frauen das ausdenken, um was genau dadurch zu bekommen? Macht? Recht? #ibelievethem. und schaut doch mal unter #whyididntreport. Weil eben genau solche Kommentare kommen wie hier unter diesem Artikel.

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  3. Jule

    „Vor dem Gesetz ist Kavanaugh am 8. Oktober trotz erdrückender Sachlage aufgrund mangelnder Beweise freigesprochen wurden. “
    Mal abgesehen von dem Flüchtigkeitsfehler: Kavanaugh wurde nicht vor dem Gesetz freigesprochen. Die Anhörung war KEINE Gerichtsverhandlung, er war im juristischen Sinne nicht angeklagt. Es ging darum, seine Eignung für das Amt zu überprüfen. Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass er sich als ungeeignet erwiesen hat und vermute, dass Blasey Ford die Wahrheit sagt und enttäuscht bin, dass das alles mal wieder keine Konsequenzen hatte: Please get you facts straight.

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