Garnier launcht die erste Naturkosmetik-Linie „Garnier Bio“: Und wir haben sie für euch genauer unter die Lupe genommen!

22.02.2019 Beauty, Pflege, Nachhaltigkeit

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Wer sich intensiv mit dem Thema Beauty auseinandersetzt, der kommt schon lange nicht mehr an den wichtigen und richtigen Eigenschaften der Naturkosmetik vorbei und weiß um ihre wunderbare Wirkung für Haut und Umwelt, die lange Zeit im Schatten von ausgefuchsten und im Chemie-Glas erzeugten Produkte stand. Es gab bislang bloß einen kleinen Haken, wenn es um Naturkosmetik ging: Der kostspielige Preis der natürlichen Wunderwaffen sorgte dafür, dass sich die Lobhudelein fast ausschließlich in einer kleinen Blase konzentrierten und Naturkosmetik sich als Luxusgut verstand. 

Genau das aber will Garnier ab sofort ändern und sorgt mit ihrer frisch gelaunchten Garnier Bio Serie nun dafür, dass wir alle einen Zugang zu natürlichen Inhaltsstoffen bekommen, ohne uns in finanzielle Unkosten zu stürzen. 

Wer uns auf Instagram folgt, der wird in dieser  Instagram Stories diese Woche also längst mitbekommen haben, dass wir uns mit Garnier Bio zusammengetan haben, um ihre neue zertifizierte Naturkosmetiklinie bei uns vorzustellen und gleichzeitig eines klar zu machen: Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche unseres Lebens und wir können bereits mit ersten, kleinen Schritten dafür sorgen, die Ressourcen unserer Umwelt zu schonen. 

Als Garnier uns also fragte, ob wir mit ihnen zusammenarbeiten wollten, war eines sofort klar: Machen wir! Denn zwar sind wir längst überzeugt von der Wirkung von Naturkosmetik, wissen aber sehr wohl, dass wir es uns hier in einer Runde von Kopfnickern gemütlich gemacht haben. Wenn aber eine Marke wie Garnier das Thema endlich auf seine Agenda schiebt und es sich hier offensichtlich nicht nur um Greenwashing handelt, sondern um handfeste Belege für nachhaltige Produkte, dann hat das Ganze hoffentlich eine Power, die sich auf die gesamte nachhaltige Branche auswirkt.

Garnier Bio auf einen Blick
Alle Produkte aus dieser Linie sind frei von:

– Konservierungsstoffen
(Parabene, Phenoxyethanol und Methylisothiazolin)

– Mineralölen

-Silikonen

– Aluminiumsalzen

– Chemischen Filtern

– Synthetischen Farbstoffen

Tatsächlich ist es für Garnier fast wie eine Reise zu ihren Anfängen, die im Jahr 1904 in Frankreich mit einer Haarlotion auf Pflanzenbasis begann und auf die sie sich seit über einem Jahrzehnt wieder zurückbesinnen: In den vergangenen Zehn Jahren wurde viel getan, um die Marke zurück in eine natürliche Richtung zu holen: Silikone und Mikroplastik sind so längst kein Thema mehr und wurden aus dem Sortiment verbannt, bis zu 98 Prozent der Inhaltsstoffe sind natürlichen Ursprungs, eine erste 100 Prozent Pflanzen-basierte Haar-Coloration Herbalia wurde längst lanciert und auch entgegen hartnäckiger Vorurteile werden seit über 30 Jahren keine Tierversuche mehr akzeptiert.

Mit ihrer Garnier Bio Linie geht die Marke nun aber einen Schritt weiter und verwendet ausschließlich Inhaltsstoffe aus kontrolliertem biologischem Anbau: Das Resultat ist eine EcoCert-zertifizierte Naturkosmetik-Linie, die sich 360 Grad dem Thema Nachhaltigkeit widmet und somit auch bei der Verpackung keine Kompromisse macht. Ein erster, radikaler Schritt, der nach diesem Launch auch auf die übrigen Produkte von Garnier ausgeweitet werden soll.

Ich habe mir die einzelnen Produkte für euch etwas genauer angeschaut und kann euch schon mal eines verraten: Das hautperfektionierende Gesichtswasser verdient schon jetzt einen Stammplatz in meinem Beauty-Regal. 

 

Belebendes Waschgel und Konjac-Schwamm

Der Hauptwirkstoff dieses Waschgels zur Reinigung der Haut ist angereichertes Lemongrass-Öl. Die Pflanze kommt aus Sri Lanka und um die ätherischen Öle zu erhalten, wird sie auf dem Weg zu uns destilliert. Der Grund? So bleiben alle Wirkstoffe intakt.

Alle Produkte der Linie sind intensiv im Geruch, aber keine Sorge: Da die Inhaltsstoffe alle komplett natürlichen und biologischen Ursprungs sind, wirken die Duftnoten kein bisschen künstlich, sondern wunderbar angenehm. Der Lemongrass Duft wirkt beim Aufschäumen des Waschgels auf der Haut wie ein Frische-Kick, der alle Sinne aktiviert.

Zusätzlich reinigt das ätherische Öl die Haut von Verunreinigungen und Schmutz und eignet sich deswegen besonders gut für Hauttypen mit Normaler bis Mischhaut.

In Kombination mit dem Konjac-Schwämmchen bekommt ihr bei der Anwendung übrigens ein Peeling obendrauf: So wird die Haut porentief gereinigt. Der Schwamm selbst besteht übrigens aus den Wurzelfasern der Konjac-Pflanze – und so funktioniert die Anwendung: Einfach den Schwamm in warmes Wasser tunken bis er weich ist und dann mit kreisenden Bewegungen den Schaum in das Gesicht einmassieren.

Wichtig: Spült euren Schwamm nach jeder Anwendung gut aus, damit sich keine Reste festsetzen können.

 

Feuchtigkeitsspendende Gesichtspflege

Die hydratisierende Creme funktioniert wunderbar als Tagespflege, denn sie zieht schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm. Im Gegenteil: Sie fühlt sich ganz leicht und erfrischend auf der Haut an und mattiert ein wenig. Ätherisches Lemongrass-Öl und Aloe Vera bilden hier zusammen ein Power-Duo und spenden der Haut Feuchtigkeit. Genau wie das Waschgel, ist diese leichte Pflege eher etwas für Normale bis Mischhaut Typen gedacht.

 

Hautperfektionierendes Gesichtswasser

Das Gesichtswasser der neuen Garnier Bio Linie ist wie ein Spaziergang durch einen wilden Kräutergarten, denn dank des Thymian-Öls, das hier klärend Wirkung soll, riecht es es so gut, dass man kurz in die friedliche Welt eines wilden Gartens abtauchen kann. So stelle ich mir zumindest auch die Felder in Frankreich vor, auf denen dieser Thymian auch wirklich angebaut wird. Hach, idyllisch!

Der Hauptwirkstoff Thymol wird aus den Pflanzenstengeln gewonnen und hat eine antibakterielle Wirkung. Optimal für ölige und Mischhaut, denn Unreinheiten werden hier entfernt und die Haut kann wieder atmen. 

Wunderbarer Nebeneffekt: Der Teint wird ebenmäßiger. Morgens und abends nach der Reinigung auf ein Wattepad auftragen und über das Gesicht streichen. Kein Abspülen nötig, denn wie bei der Anwendung eines Toners folgen nun eure Pflegeprodukte.

 

Straffendes Gesichtsöl

Das Lavendel Gesichts-Öl ist eine wahre Intensiv-Pflege für alle Hauttypen. Das Öl wird durch Dampfdestillation direkt nach der Ernte gewonnen und so kann eben auch das Maximale aus den Lavendelblüten rausgeholt werden.

Ich würde es vorwiegend abends auf die Haut auftragen, denn es zieht nicht sofort ein, sondern hinterlässt erst einmal einen geschmeidigen Film auf der Haut. Vor allem dank des Duftes kann hier ein wunderbares Abend-Ritual zum Runterkommen eingeläutet werden: Der Duft des Lavendels wirkt entspannend und der Wirkstoff regeneriert über die Nacht die Hautzellen. Ich massiere es mit den Fingern in die Haut ein; wer einen Gesichtsroller hat, kann das Öl auch so perfekt in die Haut einarbeiten – und am nächsten Morgen strahlt die Haut! Für den Tag würde ich ein paar Tropfen des Öls in meine Creme geben, in den Handflächen mischen und dann auf die Haut auftragen. Voilà!

Garnier Bio ist der bisher konsequenteste Schritt. 
Darüber hinaus wurde Folgendes schon bei Garnier umgesetzt:

– Bereits die Hälfte der neuen oder überarbeiteten Produkte haben ein verbessertes ökologisches Profil.

– Bis 2025 werden alle Plastikverpackungen wiederauffüllbar, recycelbar oder kompostierbar sein.”

– Garnier Bio und Botanicals Verpackungen bestehen bereits aus 100 Prozent recyceltem PET.

– GREEN POINT OF SALE – eco-designte faltbare Bodendisplays (-50% Transportvolumen, 100% FSC, 75% Recycling-Anteil, umweltfreundliche Folierung)

– Wiederverwendbare Verkaufssäulen, die mehrfach neu (umweltfreundlich) beklebt werden können

– Zunehmender Verzicht auf Plastik-Folierung in Coffretst 

Anti-Falten Feuchtigkeitspflege

Der Hauptwirkstoff bei dieser Anti-Falten Feuchtigkeitscreme ist ebenfalls Lavendel-Öl – und der bringt die müde Haut ganz von allein wieder zum Strahlen. Die Konsistenz der Creme ist wunderbar reichhaltig – und das fühlt sich, wenn wir nicht gerade mitten im Hochsommer stecken, unheimlich pflegend auf der Haut an.

Trotzdem zieht die Pflege sehr schnell in die Haut ein und hinterlässt die Haut ebenmäßiger. Wer es gerne noch intensiver mag, fügt einfach ein paar Tropfen des Gesichts-Öls hinzu.

– Die Verpackungen sind, abgesehen von Deckel und Pumpen, alle recycelbar

– Die Tuben bestehen aus 100% recyceltem PET
und sind auch zu 100% recycelbar

– Die Glasflaschen sind aus 25% recyceltem Material
und ebenfalls zu 100% recycelbar

– Die Verpackung ist zu 100% recycelbar und trägt die Forest Stewardship Council,
kurz FSC, Zertifizierung, die versichert, dass Holzprodukte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen

Feuchtigkeitsspendendes Gesichtspflege-Spray

Jetzt kommen wir zu den Pflegeprodukten für trockene und empfindliche Haut! Der Hauptwirkstoff hier ist das beliebte Argan-Öl. Schon seit Hunderten von Jahren wird Argan-Öl von den Berber-Frauen in Marokko als Hautpflege verwendet. Marokko ist überhaupt der einzige Ort, an dem Arganbäume auf natürliche Weise wachsen. Hier werden also die Argannüsse gepresst und somit auch das Öl für die Pflegeprodukte gewonnen.

Ein paar mal gepumpt, schon verteilt sich ein sanfter Sprühnebel von dem Gesichtsspray auf der Haut. Es hinterlässt sie erfrischt mit einem zarten Glow.

Reichhaltige Feuchtigkeitspflege

Zusätzlich zu dem enthaltenen Argan-Öl wurde diese Creme mit Aloe Vera angereichert und pflegt so die Haut noch intensiver. Es beruhigt empfindliche Haut und versorgt sie sehr lange mit Feuchtigkeit. Unsere trockene, heizungsgeplagte Haut freut sich über die extra Portion an Pflege und wird geschmeidig.

Regenerierender Rescue Balm

Zu guter Letzt ein kleiner Allrounder, denn der “Rettungs“-Balsam ist für Körper, Gesicht und Hände bestimmt – und natürlich auch geeignet. Also genau dort, wo er gerade gebraucht wird.

Raue Ellenbogen, trockene Wangen oder beanspruchte Hände: Ihr könnt die Creme einfach überall auftragen. Massiert sie einfach an den betroffenen Stellen ein. Argan-Öl wurde hier mit Shea-Butter kombiniert und beruhigt und pflegt die Haut unmittelbar.

Geprüft und mit einem Siegel versehen.
Und das versichert uns:

– Die Produkte sind Bio-zertifiziert

– Sie enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe

– Die Inhaltsstoffe werden biologisch angebaut & fair unter Beachtung der Biodiversität gehandelt

– Die Inhaltstoffe stammen aus erneuerbaren Ressourcen

– Die Verpackungen sind zu 100% recycelbar

– Die Pappe stammt aus Wäldern, die mit Rücksicht auf Mensch und Natur bewirtschaftet werden

Wer die Produkte jetzt bei Code-Check prüft, der stellt bei manchen Produkten fest, dass es einen kleinen, rot gefärbten Balken gibt: Grund dafür sind die Konservierungsstoffe, die hier aber nur in geringster Form eingesetzt wurden, damit die Beauty-Produkte im Vergleich zu ihren Konkurrzenzprodukten aus dem Drogerie-Markt aber auch ähnlich lange haltbar bleiben. Aber keine Sorge: Die Menge wird bei Code-Check leider nicht beachtet, ist in den jeweiligen Produkten aber nur in kleiner Menge vorhanden.

 

– Dieser Beitrag entstand
in freundlicher Zusammenarbeit mit Garnier –

13 Kommentare

  1. Marie

    Begrüsse ich total, aber das ist Garnier nicht von l‘oreal und die gehören zu Nestle? Das heisst, wenn ich Garnier kaufe, schaufel ich Nestle noch mehr Geld in die Taschen. Dann vl doch lieber bei kleinen, feinen Unternehmen kaufen.

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  2. Svenja

    Hmmm also Nachhaltigkeit und Garnier könnten in meinen Augen widersprüchlicher nicht sein. Dachte es mir schon bei den ganzen instastories in den letzten Tagen. Das hätte ich hier auf dem Blog ehrlich gesagt nicht erwartet…

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  3. Hanna

    An deinen Kommentar kann ich mich nur anschließen, Marie!
    Generell bereitet mir die gesamte Lobhudelei auf einen Nestlé-Großkonzern wie Garnier in diesem Artikel ziemliche Bauchschmerzen, zumal da so heroisierende Sätze wie „und sorgt mit ihrer frisch gelaunchten Garnier Bio Serie nun dafür, dass wir alle einen Zugang zu natürlichen Inhaltsstoffen bekommen, ohne uns in finanzielle Unkosten zu stürzen“ schlicht nicht stimmen und ein falsches Bild auf Naturkosmetik werfen. Macht man sich mal ein bisschen schlau & setzt sich wirklich mit dem Thema auseinander, findet man auch Naturkosmetik kleinerer, nachhaltigerer Firmen mit regionaleren Produkten für fast jeden Geldbeutel.
    Versteht mich nicht falsch, ihr macht hier einiges sehr richtig wie ich finde & behandelt viele Themen (#wasfürnspahn!!), die auf anderen Modeblogs niemals Beachtung fänden und auch euer Streben danach, mehr Secondhand- und kleinere Labels anzupreisen ist wirklich toll. Aber vielleicht überdenkt ihr mal eure Definition bzw. eure Kenntnis von & über Nachhaltigkeit (als solche hier momentan fast schon inflationär Marken, Kollaborationen, Greenwashingaktionen von Konzernen geframed werden) – denn letztlich wäre es wirklich nachhaltigerer solche Marken wie Garnier zu boykottieren als deren Greenwashing noch zu unterstützen & zum Konsum anzuregen.
    Zuletzt noch ein Artikel zum Thema, den ich euch gerne empfehlen möchte: http://viertel-vor.com/2018/09/06/nachhaltigkeit-klimawandel-planetare-grenzen-co2/

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  4. Maria

    Liebe Ourania, erst einmal danke für diesen wirklich ausführlichen Artikel. Du hast dir echt viel Arbeit gemacht und ich finde, so ziemlich alles beantwortet, was im Raum steht.
    Ich kann die Kritik hier nur mässig verstehen: Ja, ich pflichte Marie und Hanna in manchen Punkten bei. ABER: Wenn solch große Unternehmen nichts tun, wird gemeckert. Wenn sie etwas tun, wird das Ganze mit #Greenwashing abgewatscht. Kurzum: Sie machen es niemals richtig. NIEMALS. Dabei müssen wir uns eben, wie Ourania geschrieben hat, auch mal die Realität ansehen – und die sieht, meiner Meinung nach, so aus: ALLE kaufen Garnier, alle außerhalb dieser Blase. Und da finde ich es gut, dass die Janes nicht für irgendein Produkt von Garnier werben (die müssen die kleinen nachhaltigen Brands schließlich auch irgendwie „querfinanzieren“, oder?), sondern für diese Serie, die sich ja nun wirklich offensichtlich bemüht, es richtig zu machen. Außerdem kann ich ja immer noch selbst abwägen, ob ich dieses Zeug kaufe, oder nicht. So, wie bei all den anderen Artikeln hier.

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  5. Mary Blue

    Phu… Echt ein bitterer Nachgeschmack dieser Artikel. Bin etwas verwundert, dass ihr mit der L‘Oreal Gruppe kooperiert. Nicht, dass ihr das irgendwo so gelabelt habt, aber ich find dieser Nestlé Zirkus einfach so unsympathisch und für mich passte Jane Wayne da nicht rein Bio hin oder her (schreit für mich auch fest nach green washing).

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  6. Kathi

    Ich bin gerade auch extrem enttäuscht. Dabei habe ich durchaus Verständnis für Kooperationen & Geld verdienen müssen bzw. verstehe auch, dass ihr es damit nicht jedem Recht machen könnt.
    Aber hier hinterlassen so viele Aspekte einen bitteren Nachgeschmack. Gerade jetzt, wo es immer mehr wahnsinnig gute, hochwertige und vor allem authentische Naturkosmetik gibt, ist das letzte was der Markt braucht, dieses verlogene Green Washing und auf den Green Trend aufspringen von Marken wie Garnier. Garnier ist noch nicht mal tierversuchsfrei, noch unpassender geht einfach nicht.
    Wirklich extrem schade, daß hätte ich hier absolut nicht erwartet.

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  7. Lara

    Hmm, ach schade, ich tu mir damit jetzt grad auch ein bisschen schwer… andererseits muss, damit überhaupt was voran geht, natürlich auch der Mainstream grüner werden, ja. Bloß der ruht sich zu schnell auf der grünen Glasverpackung aus. Bin hin- und hergerissen.

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  8. Mira

    Leute, jetzt haltet Mal den Ball flach und atmet durch. Wenn Werbung über Lancome, Vichy, YSL Beauty, Kiehl’s oder sogar SkinCeuticals gemacht wird, rümpft hier niemand die Nase, obwohl diese Marken alle zu L’Oreal gehören. Aber bei Garnier, da drehen sie wieder alle durch. Ich find Kritik ja immer prima, aber mit der „Enttäuscht-Keule“ um die Ecke zu kommen, ist vielleicht ein bisschen hochtrabend und auch nicht unbedingt konstruktiv.

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  9. Hanna

    Der Frame macht hier ganz klar den Unterschied. Wenn hier Marken wie Lancome etc. angepriesen werden, ist mir das schlicht egal oder ich denke mir, wie schade, dass keine kleinen, regionaleren Naturkosmetikfirmen vertreten sind (was ja ab & an mal der Fall ist & in Sachen Mode in der Rubrik Fair Friday durchaus passiert). Aber wenn wie in diesem Artikel für Garnier unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit geworben wird, um deren Greenwashing-Maschinerie noch zu supporten, dann habe ich (und scheinbar recht viele andere Leser*Innen) definitiv ein Problem damit. Was richtig ist (und was auch ich in meinem letzten Kommentar versäumt habe), ist, dass in den Kommentaren kaum konstruktive Fragen gestellt, sondern schnell angeprangert wurde. Interessant wäre es schon zu wissen, wieso nun nach der letzten Zusammenarbeit mit Weleda mit Garnier gearbeitet wurde, was doch ganz offensichtlich mehr als widersprüchlich ist? Und wie beziehen die Janes Standpunkt zu dem Vorwurf des Greenwashings?

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    1. Sarah Jane

      Liebe Hanna,
      bitte entschuldige zuallererst, dass ich mich erst jetzt hier zu Wort melde. Es fehlte mich leider schlicht und ergreifend die Zeit.
      Um eines vorweg zu nehmen: Kooperationen und inhaltliche Projekte sind bei uns natürlich Team-Entscheidung. Ouranias Artikel wurde von mir redigiert und dementsprechend freigegeben und das bedeutet, dass ich natürlich voll und ganz hinter diesem Inhalt stehe – und auch voll und ganz hinter dieser Zusammenarbeit mit Garnier. Um ehrlich zu sein, habe ich mich in allererster Linie sehr über diese Bewegung von Garnier hin zu einem ganzheitlichen Naturkosmetik-Produkt gefreut, weil ich einfach weiß, dass es sehr viele Konsument*innen gibt, die Garnier von Herzen lieben und jetzt eben auch mit dem Thema Naturkosmetik genauer in Berührung kommen können. Ich sehe diese Produkt-Lancierung tatsächlich auch als Reaktion auf unseren Drang hin zu mehr Bewusstsein – denn davor kann sich auch solch ein großer Konzern nicht mehr verschließen. Das finde ich gut und wichtig, auch wenn dieser Schritt sicher nicht nur kritiklos hingenommen werden muss. Es ist gut, dass wir und ihr uns darüber austauschen, dass wir Werbung nicht einfach nur hinnehmen, sondern reflektiert damit umgehen. Dafür liebe ich unsere JW-Leser*innen und das wusste auch Garnier, als sie sich für JW als Kooperationspartner entschieden haben.

      Ich hoffe, du und auch die anderen Leser*innen seht sehr wohl, dass wir hier auf JW enorm viele kleinere, nachhaltige Brands vorstellen (Merme, Und Gretel, i+m – um nur wenige Beispiele aus der Beauty zu nennen), dass wir aber dabei eben auch auf andere Konsument*innen eingehen wollen, die noch nicht so sehr im Thema sind, sondern, und das glaube ich wirklich, sonst würde ich es nicht schreiben, über eine Linie wie Garnier Bio einen Zugang zu alternativer Beauty finden. Und dementsprechend sehe ich es auch nicht als Widerspruch, sowohl mit Weleda zusammenzuarbeiten, die einen hervorragenden Job machen, aber eben auch mit Garnier, die endlichendlich losgelegt haben und noch nicht am Ende sind. Konzerne haben eine wahnsinnige Power und einen viel höheren Verbrauch. Wenn Labels dieser Größenordnung einsparen, recycelte Produkte verwenden und CO2-Einsparungen unternehmen, dann hat das eine enorme Auswirkung. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass wir jetzt nur noch Unternehmen solcher Größenordnungen featuren, natürlich nicht – und das bedeutet auch nicht, dass wir nicht mehr von ihnen fordern sollten. Ganz im Gegenteil. Aber sie geben uns natürlich auch die Freiheit, dass wir hier nachhaltige Marken vorstellen können, die miniklein sind und die ganz viel Unterstützung brauchen. Ich hoffe, das verstehst du, das versteht ihr.

      Aber ja, auch hier muss ich dir Recht geben: Es wird immer sofort angeprangert, statt nachzufragen. Und ich bin mir sicher, dass wenn wir alle gemeinsam an einem Tisch sitzen würden, wir eine wirklich schöne und gute Diskussion über das Thema führen würden. Ich danke euch allen in jedem Fall für eure Rückmeldung – denn nur so wachsen wir – und am Ende eben auch ein Konzern wie Garnier. Kritik ist und bleibt wichtig und richtig. Es kommt manchmal aber eben auch auf das wie an.

      Habt einen wundervollen Abend.

      Antworten
  10. katrin

    https://www.loreal.de/marken/

    Hier ein Überblick, welche Marken zu l´oreal gehören. Und meines Wissens nach gehören 23 % von L´Oreal Nestle.
    Wir haben die Wahl. Generell weniger konsumieren (wer braucht schon ständig neue Kosmetik und braucht sie auf??) und dann kann man ja bestimmte Marken meiden. Gar nicht schwer, meiner Meinung nach.

    Viele Grüße, Katrin

    P.S. Die Fotos sehen toll aus.

    Antworten
  11. Antigone

    Verstehe die Aufschreihe hier nur bedingt: der Artikel deklariert ja klar und deutlich, dass er in Zusammenarbeit mit Garnier entstanden ist. Dementsprechend sehe ich das hier auch als Produktplatzierung und ich finde bei so vielen tollen Artikeln die hier für uns kostenlos bereitgestellt werden, sollte man auch ein gewisses Verständnis dafür haben wie sich ein Blog und die Leute dahinter finanzieren. Anstelle mit erhobenem Zeigefinger zu agieren, kann man auch still und leise für sich das richtige tun und auf Weleda und co. zurückgreifen.

    Antworten
  12. Soph

    Spannend was hier für Diskussionen entstehen die z.T. jeglicher Grundlage entbehren. Ersteinmal vielen Dank für den Blog.
    Ersteinmal zur Randdiskussion: Soweit ich weiß, hält zwar Nestle nach wie vor Aktien von Loreal, jedoch werden diese nach und nach zurückgekauft soweit ich weiß. Für Nestle ist dies sicherlich ein sicherer Hafen für den Cashflow. Aber man sieht auch hier, dass nach dem Tot der Loreal Grand Dame weitere Schritte unternommen werden für eine vollständige Unabhängigkeit.

    Was das nun wieder mit der Qualität und den Inhaltsstoffen der Garnier Bio Produkte haben soll, blicke ich nicht. Auch arbeitet Loreal ja unabhängig von Nestle. Es gibt also keinen Einfluss von Nestle auf die Produktentwicklung o.ä..

    Man muss auch kein Fan sein von den ganzen Massenmarktprodukten (bin ich auch nicht), nur wenn ich überlege, dass wie oben angesprochen sich bei den Luxusmarken keiner beschwert, die Formeln aber teils 1:1 übernommen werden von Luxusschwestermarken, dann kann ich bei manchen Leuten und Kommentaren nur den Kopf schütteln für die gespaltene Zunge.

    Thema Nachhaltigkeit: Auch dies finde ich wiederum sehr… unüberlegt, denn was definiert ihr denn darunter. Die wenigsten Menschen auf der Welt leben wirklich nachhaltig und autark heutzutage. Um dahin zukommen müsste man privat sein ganzes Leben ändern was in unserer Gesellschaft fast unmöglich ist. Und ihr es sicher nicht tut 😉

    Wenn gleich ich den Produkten keine große Chance am Markt einräume, so denke ich, dass es zumindest ein Türöffner für die Masse sein wird.

    ach p.s.: die ganzen Eigenmarken von den großen Händlern werden meist auch nicht kritisiert, basieren aber meist 1:1 auf Produkten der großen Hersteller und sicher idR. weniger nachhaltig 🙂

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