Sommer, Sonne, Sonnenschutz 💛 Von Vitamin D & Tipps für Sonnenanbeter*innen

03.06.2019 Beauty

Es gibt so viele Meinungen zu Vitamin D3 und der Sonneneinstrahlung, dass mir selbst nach meiner Recherche immer noch ein klein wenig schwindelig ist. Manche Beauty- und Hautexpert*innen vermeiden das Sonnenbaden komplett, gehen niemals ohne Sonnenschutz aus dem Haus, auch nicht im tiefsten Winter, und wechseln, kein Spaß, sogar die Straßenseite, um im Schatten zum Ziel zu kommen. Andere hingegen behaupten, dass es wichtig sei, seine Vitamin-D3-Speicher aufzufüllen, wobei unklar ist, wann diese tatsächlich leer sein sollen. Bekannt ist nur, dass der Körper relativ lange Zeit Vitamin D3 speichern kann und es uns definitiv glücklich macht.

Was aber Fakt ist, wenn es um Strahlung geht, dass es auf die Höhe des Sonnenstandes und natürlich auf die Uhr- und Jahreszeit ankommt – oder noch einfacher gesagt: die Bildung von Vitamin D3 ist abhängig von dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen auf die Erde und unserer Haut. 

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Ein weit verbreiteter Mythos: Im Winter hilft der Besuch im Solarium um seine Vitamin-Speicher aufzufüllen, denn in den meisten Solarien wird die Haut nur mit UV-A-Licht bestrahlt. Die Bildung von Vitamnin D3 in unserem Körper entsteht beim Sonnen allerdings nur durch die Einstrahlung von UV-B Strahlen im Sonnenlicht. Fensterglas und Sonnencreme absorbieren, beziehungsweise schützen die Haut UV-B Strahlen, was ebenfalls bedeutet, dass die Vitamin-D-Produktion behindert wird. Puh! Das Thema ist wirklich Komplex und ich muss euch sagen, dass ich nie ohne Sonnencreme im Gesicht das Haus verlasse. Enthält meine Tagespflege keinen Lichtschutzfaktor, greife ich auf meine Dr. Barabara Sturm Sun Drops zurück und mische mir einen Lichtschutzfaktor in die Creme. Am Körper bin ich nicht ganz so streng, dennoch ich würde niemals ohne Sonnencreme sonnenbaden. Wenn ich allerdings nur kurz im T-Shirt draußen unterwegs bin, kann es passieren, dass ich meine Arme morgens nicht extra eingecremt habe. Dann setze ich mich nach fünfzehn Minuten aber auch wirklich in den Schatten. Warum? Weil UV-A und UV-B Strahlung nicht nur verantwortlich für frühzeitige Hautalterung, sondern eben auch für Hautkrebs sind.

Sonnenlicht setzt sich aus sichtbarem Licht, ultravioletten Strahlung und Infrarotstrahlung zusammen. Die ultravioletten Strahlen sind die UV-A und UV-B Strahlen. UV-B Strahlen sind kurze, aggressive Strahlen, die vor allem die obersten Hautschichten schädigen, aber auch für die Vitamin D3 Produktion im Körper verantwortlich sind.

Dagegen dringen UV-A Strahlen tiefer in die Haut ein und können dort die Zellen schädigen. Wie man es dreht und wendet, die Sache wird nicht einfacher – und ich glaube am Ende des Tages muss jede*r für sich selbst entscheiden, welche Position er oder sie bei dem Thema einnimmt. Vielleicht ist es sogar gut, kurz ungeschützt in der Sonne zu sitzen? – Immerhin haben wir einen Eigenschutz und je dunkler der Hautton ist, desto Länger ist dieser auch aktiv. Dennoch würde ich davon abraten, ungeschützt in die Mittagssonne zu gehen.

Was in unserem Alltag zwar nicht so relevant ist, aber dennoch nicht unerwähnt bleiben sollte, gerade wenn man Urlaub am Meer verbringt, ist das Korallensterben. Es gibt Schätzungen die besagen, dass rund 14.000 Tonnen Sonnencreme jährlich im Meer landen und genau diese lassen Korallen, Phytoplankton und Mikroorganismen sterben. Um dem entgegenzuwirken, solltet ihr am Strand biologische Sonnencremes verwenden. Und die Auswahl ist mittlerweile stattlich: So gibt es auch von Marken wie Avène längst Cremes, die keine Bedrohung für die Umwelt darstellen. 

Bei Sonnencreme auf die Filter achten:
Lieber mineralische Filter als chemische Filter kaufen

Um einen ebenmäßigen Teint zu bekommen, empfehle ich euch, dann und wann ein Peeling zu machen

Sonnencreme ersetzt kein schattiges Plätzchen!
Gerade in die Mittagssonne solltet ihr vermeiden.

Verwendet Sonnencreme sehr großzügig!
Keine falsche Bescheidenheit

PROVISORISCH

Falls es wirklich so etwas wie einen inneren Sonnenschutz gibt, den man einnehmen kann, dann kommen die Sun Kapseln von Ringana sehr nah dran. Ich habe sie zum ersten Mal vergangenen Sommer getestet und war wirklich überrascht von dem Ergebnis. Die kleinen Kapseln fördern durch L-Thyrosin die Melaninbildung, wodurch der Eigenschutz der Haut erhöht wird, gleichzeitig wird die Bräune auch verlängert. Ein Extrakt aus Tüpfelfarn wirkt entzündungshemmend und Komplexe aus Orangen sollen antioxidative Eigenschaften mit sich bringen.

DAS GESICHT

Hier gibt es für mich ehrlich gesagt keine vergleichbare Alternative, denn das Shaka Fluid von La-Roche-Posay ist die einzige Sonnencreme, die ich mir ins Gesicht schmieren kann, ohne Pickelchen zu bekommen. Sie ist sehr flüssig, wahrscheinlich ein wenig zu flüssig, aber das ist ihr einziges Manko! Die Creme enthält einen Breitbandschutz, klebt nicht auf der Haut und lässt sie weder mattiert noch fettig zurück. Es ist wie ein sanfter Sonnenschirm, der sich um die Gesichtshaut, Hals und Dekolleté legt – ohne sie zu beschweren.

DER KÖRPER

Ein leidiges Thema ist leider nach wie vor Sonnencreme in Bezug auf Naturkosmetik: Die Cremes mit mineralischen Filtern lassen sich leider meistens nur mühevoll auftragen und hinterlassen einen weißen Film, der uns wie Schlossgespenster aussehen lässt. Die wasserfeste Sonnencreme von i+m ist allerdings endlich eine natürliche Sonnencreme für den Körper, die nicht weißelt, sich gut verteilen lässt und ohne Nanopartikel auskommt. Das heißt, sie ist unschädlich für Wasserorganismen und Korallenriffe. Kurzum: Man kann guten Gewissens planschen gehen.

SCHIMMER 

Was passt besser zusammen, als Sommer, Sonne und Musik? Naja vielleicht noch ein paar Freund*innen, ein paar Drinks und gute Laune. Das Sonnenöl von Bum Bum mit Lichtschutzfaktor 30 passt hier perfekt rein, denn es riecht unwiderstehlich nach gesalzenem Karamell und Pistazie und enthält Glitzerpartikel! So schimmert die Haut bei jedem noch so winzigen Sonnenstrahl, der sie trifft. Wenn euch Öl einen zu geringen Schutz bietet, könnt ihr es so wie ich machen und euch erstmal mit normaler Sonnencreme einschmieren und dann das Öl als Finish verwenden.

SPOT CONTROL

Ich habe sowohl am Körper als auch im Gesicht immer wieder mit Hyperpigmentierung zu kämpfen. Alte Pickelstellen oder kleine Narben werden bei mir super schnell dunkler und bei Sonneneinstrahlung verdoppelt sich dieser Effekt. Ciao, ciao ebenmäßiges Hautbild. Um das zu verhindern, trage ich nach dem Eincremen eine sehr deckende Sonnencreme auf die dunkleren Stellen auf (Übrigens auch auf die Ellenbogen und Knie). Die Sport Sonnencreme von Heinrich Barth ist dafür perfekt. Sie hält ewig lang, ist sehr mild und genau deswegen perfekt für meine dunkleren Stellen – im Gesicht als auch am Körper!

 

AFTERSUN

Nach einem Tag in der Sonne ist die Haut gereizt und ausgetrocknet. Genau jetzt ist es also wichtig, sie reichhaltig zu pflegen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Meine liebste Aftersun Creme ist von Korres, denn sie klebt nicht und zieht schnell ein. Der Hauptwirkstoff ist hier Aloe Vera – und genau die ist reich an Vitamin C, E, Zink und Antioxidantien. Die Creme lindert Rötungen und gereizte Haut. Die Aftersun Creme enthält ein wenig Parfum, aber keinen Alkohol und ist pH-neutral.

MASKE

Ich habe noch nie eine Sheet Maske getestet, die über das Gesicht hinausreicht. Aber oho: Die Aftersun Maske mit Aloe Vera von Oh ok! verfügt über ein kleines Extra am Kinn, das man über seinen Hals und Nacken ziehen kann. Sieht gruselig aus, funktioniert aber wunderbar! Denn gerade Nacken und Hals, genau wie unser Gesicht, sind der Sonne komplett ausgeliefert und brauchen extra Pflege. Allerdings: Die Maske enthält Alkohol! Und wer das auf der Haut nicht gut verträgt, sollte vorsichtig sein.

Ich kann bloß eines nach meinem Test sagen: Meine Haut war nach der Maske so schön prall wie schon lange nicht mehr und wurde optimal mit Feuchtigkeit versorgt.

4 Kommentare

  1. Ka

    Paulas Choice hat eine wunderbare Auswahl an Tagescremes mit spf 30 und sogar spf 50. Cremes die für alle verschiedenen Hauttypen und -Probleme entwickelt sind und sicher keine Pickel machen. Nur so als Tip, weil ich das Problem selbst hatte einen Sonnenschutz für täglich mit spf 50 zu finden der keine Pickel begünstigt

    Antworten
  2. Hannah

    Toller Beitrag! Danke, liebe Ourania. Ich liebe deinen Geschmack bei Produkten und Brands und freue mich jedes Mal über deine Artikel. Thumbs up!

    Antworten
  3. Jennifer Fischer

    Hey liebe Ourania,
    die für deine Sommertipps. Super, dass du auch auf das Thema Umweltschutz eingehst. Ich weiß nicht, ob dir das bewusst ist aber in der Sonnencreme von La Roche Posay enthält Mikroplastik.
    Diese Creme ist also auch nicht so dolle für die Meere!
    Wenn Mann die Kosmetika einmal bei der App Code Check eintippt, erfährt man ganz viel über die Inhaltsstoffe!

    Antworten
  4. Gwen

    Wow, vielen Dank für diesen Artikel. Ich suche mich auch ständig durch umweltfreundliche, hautfreundliche und alltagstaugliche Produkte und muss feststellen, dass es gar nicht so einfach ist.
    Ich habe einige Sonnencremes von günstig bis teuer mit mineralischem Filter getestet und sah teilweise „krank“ aus, so weiss und ungesund sah meine Haut aus – Gespenst trifft es sehr gut :-). Nun werde ich mir mal Deine hier vorgeschlagene Sonnencreme von I+M anschauen. Bin gespannt!

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