Die Helmfrisuren-Saison ist eröffnet: Und das Haar-Dilemma beginnt!

12.06.2019 Beauty

Es ist Helmfrisuren-Saison, meine Lieben, und zur zeitgleich beginnt auch schon mein persönliches Haar-Dilemma, denn ab den ersten, halbwegs warmen Tag im Jahr, und immer dann, wenn es nicht regnet, bin ich mit meinem Roller unterwegs, lasse mir den Wind durch meine Haare und übers Gesicht wehen und nutze jede freche Abkürzung, um ans Ziel zu kommen und die Freiheit auf meinen zwei Rädern auszukosten.

Was sich allerdings nicht besonderes befreiend anfühlt, ist die Überraschung, die mich erwartet, wenn ich meinen Helm abziehe: Nein, es sieht keineswegs so scharf wie bei Charlie’s Angels aus, wenn Lucy Liu von ihrer Maschine steigt und beim Absetzen des Helmes kräftig ihre Mähne durch die Gegend schüttelt. Ganz im Gegenteil. Meine Pracht steht elektrisiert in alle Richtungen, sobald die schützende Polsterung meine Haare freigibt.

Sagen wir mal so: Die beiden Szenen haben so viel gemeinsam wie Pizza mit gefülltem Käserand und ein Detox-Salat ohne Dressing. Nämlich nichts. Und ich wette, alle Träger*innen von Fahrradhelmen kennen dieses Problem dieser Tage auch nur zu gut. Wenn es heiß ist, schwitzen wir zusätzlich auch noch unter dem Helm – und das Debakel wird noch größer. Das sind wohl die unangenehmen Nebeneffekte der schützenden Kopfbedeckung. Finden wir uns damit ab. Pa, Pustekuchen! Denn über all die Jahre habe ich festgestellt, dass es durchaus ein paar Frisuren gibt, die selbst trotz Helm ganz grandios funktionieren.

Es gilt tatsächlich vor allem eine Sache zu beachten: Ihr solltet es vermeiden, mit nassen Haaren einen Helm anzuziehen: Ihr seht danach nämlich nicht nur aus wie ein begossener Pudel, die Reibung mit dem weichen Horn könnte auch Haarbruch begünstigen.

Ich versuche also immer, meine Haare komplett trocknen zu lassen, bevor ich den Helm aufziehe, denn sonst kleben sie formlos bis platt am Kopf fest und lassen sich kaum noch retten – zumindest nicht, wenn man bei Ankunft keine Zeit für ein großes Frisuren-Make-Over hat.

Tipps & Tricks

für offene Haare

Ich beginne mit der einfachsten Variante: Den offenen Haaren. Und damit sie besonders nachhaltig schön aussehen, selbst nach der kleinen Spritztour mit Helm, gebe ich vor dem Aufsetzen eine extra Portion Haaröl auf meine Haare. Richtig gehört! Am besten sprüht ihr das Öl sogar noch in das feuchte Haar, damit es noch viel besser einziehen kann. Wie weiter oben kurz erwähnt: Lasst eure Haare bittebitte komplett trocknen! Ich streiche also nun meine trockenen Haare hinter die Schultern und ziehe den Helm vorsichtig an.

Jetzt kommt’s: Legt einen Pullover über die Haare, die aus dem Helm rausschauen, um sie quasi leicht zu beschweren. Der Grund: Sie flattern nicht im Wind, verknoten nicht und werden auch nicht zerdrückt oder gar fettig vom Fahrtwind. Ihr glaubt mir nicht? Testet es! Das Ergebnis ist wirklich toll und die Methode ist so einfach!

An Tag zwei oder drei nach der Haarwäsche wird die ganze Sache nicht einfacher, aber auch hier habe ich ein paar Frisuren, auf die man sich verlassen kann. Vielleicht geht es nur mir so, aber  die Kombination aus Trocken-Shampoo und Helm funktioniert bei mir leider nicht. Trocken-Shampoo, wie der Name schon verrät, entzieht der Kopfhaut Fett, was zur Folge hat, dass sie Haare nicht mehr fettig aussehen – ha! In Kombination mit einem Helm sind fliegende Haare allerdings vorprogrammiert, so viel muss ich vorweg nehmen. Wenn ihr nicht ohne könnt, steckt lieber eine kleine Trocken-Shampoo-Flasche in eure Handtasche und sprüht ein wenig bei der Ankunft unter den Scheitel.

 
 
 
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Tipps & Tricks

für offene Haare

Eine wirklich solide Helmfrisur ist der lockere Flechtzopf. Flechtet daheim wie gewohnt und geliebt eure Haare zu einem Zopf. Auch der Fischgrätenzopf funktioniert hier ganz wunderbar:

Hierfür teilt ihr eure Haare anstatt in drei Parteien, in zwei große Teile. Dann trennt ihr eine Strähne am Rand dieser großen Partie und legt sie zur Innenseite der anderen großen Partie. Das wiederholt ihr abwechselnd auf jeder Seite.

Je dünner eure Strähnen sind, die ihr von außen nach ihnen flechtet, desto stärker wird das Fischgrätenmuster später sichtbar sein. Aber nun zurück zum Helm: Bevor ich den Helm anziehe, streiche ich auch hier mit etwas Haaröl, Wax oder sogar Spray über den fertig geflochtenen Zopf. Ich lockere ihn allerdings noch nicht auf, noch ziehe ich einzelne Strähnen heraus. Am Ziel angekommen, zupfe ich vorsichtig den Zopf mit den Fingern auseinander und lockere so die ganze Frisur auf. Ganz einfacher Nebeneffekt: Der “Schaden“, der beim Tragen des Helmes entsteht, funktioniert super für die Frisur.

 
 
 
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Tipps & Tricks

für offene Haare

Nutzen wir doch einfach den aktuellen Haarspangen-Trend für den anstehenden Fahrradhelm-Trend, ha! Hört auf, euer Haar unter den Helm zu stopfen, denn das führt nur zu Vogelnest-artigen Gebilden und Haarbruch. Wenn ihr die Haare erst bei Ankunft frisiert, legt einen Pullover über das offene Haar oder nehmt zur Not die Haare zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen.

Ich drehe die Haare nun zu einer langen Wurst zusammen, und lege sie in einem U-zusammen, dann klammere ich alles mit einer großen Klammer zusammen. Zackbumfertig! Weitere Hilfsmittel hier neben Haarkrebsen: Haarspangen, Haarreifen, Seidentücher – oder ganz einfach: einen weiteren Hut aufsetzen!

Summer Hairstyle Inspiration

Wir haben den perfekten go-to Hairstyle für den Sommer gefunden!

(Video: via Vogue Paris)

Gepostet von VOGUE Germany am Dienstag, 11. Juni 2019

 

 
 
 
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Tipps & Tricks

akzeptieren lernen!

Man gewöhnt sich an diese Helmfrisur und setzt im besten aller Fälle auch noch ein Zeichen: Nämlich, dass man smart genug war, seinen Kopf zu schützen, statt ihn ungeschützt möglichen Unfällen und Gefahren auszuliefern.

 

Ihr habt noch mehr Tipps & Tricks für wunderbare Helmfrisuren? Dann ergänzt eure liebsten Frisuren doch gern in der Kommentarfunktion!

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