Dear Diary // Baby Nummer 2!
Warum Sarahs Schwangerschaft diesmal ganz anders ist

15.07.2019 Wir, box1, Baby Jane, Tiny Jane

Vor genau einer Woche lüftet ich endlich das kleine Geheimnis, das ich seit rund sechs Monaten mit mir herumtrage, auf Instagram: Jap, wenn alles gut geht, dann werde ich im November tatsächlich zum zweiten Mal Mama und Wilma die sehnsüchtig erwartete, große Schwester. Ich kann es zwar selbst noch gar nicht glauben, aber so steht es in meinem Mutterpass.

Seit knapp einem halben Jahr trage ich diese kleine, große Veränderung nun schon mit mir herum und nichts davon zu verraten, fühlte sich einerseits furchtbar großartig an, weil ich Dinge gerne erst einmal mit mir selbst (und meinem engsten Umfeld) ausmache und natürlich auch einfach Zeit zur Verarbeitung brauche, schließlich bleibt vor allem in der ersten Zeit die große Befürchtung, es könnte doch wieder etwas schief gehen und dann hat man den öffentlichen Salat. Andererseits bedrückte mich diese Geheimhaltung aber auch wieder irgendwie: Wie sage ich es euch? Und vor allem: Wann sage ich es euch? Beide Fragen kreisten unentwegt in meinem Kopf herum, im Urlaub fand ich allerdings endlich den Raum, es einfach zu tun. Wussten schließlich sowieso schon gefühlt die meisten von euch, denn diesmal konnte ich das wachsende Baby in meinem Bauch längst nicht so lange vor euch versteckt halten wie noch bei Schwangerschaft Nummer eins. 

Aber wie geht’s mir überhaupt?

Ausgesprochen gut, würde ich sagen! Ich bin bei genauerem drüber nachdenken aber auch verdammt aufgeregt. Vielleicht ein bisschen mehr, als bei Wilma, weil ich weiß, dass hier ein neues ein Mammutprojekt auf mich wartet. Aber diesmal bin ich bislang von Wehwehchen verschont geblieben und hatte nicht einmal mit Müdigkeit, Übelkeit und Heißhunger-Attacken zu tun. Ich ekel mich höchstens vor Eiern, aber das war es auch schon. Oh. und tatsächlich hat mich der Schwangerschaftsschnupfen auch dieses mal wieder ereilt und mich längst zur Nervensäge im Büro hat werden lassen, die permanent niest und zum Taschentuch greift. Vielleicht, ja aber nur ganz vielleicht, bin ich sensibler als vorher, wobei man Schwangeren auch alles unterstellen kann, irgendwie trifft schließlich immer irgendwas zu, nicht wahr? 

Dennoch bleibe ich sehr vorsichtig mit der Aussage, bislang keine Einschränkungen zu spüren: Der harte Teil der Schwangerschaft kommt noch, das weiß ich selbst aus eigener Erfahrung. Ich hoffe nur, dass ich durch die Wintergeburt größtmöglichst von Wassereinlagerungen verschont werde und auch das Gehen mir durch eine Symphysenlockerung dieses Mal erspart bleibt.

Zweite Schwangerschaft: Und jetzt ist alles anders?

Ja und nein. Im Grunde bin ich so entspannt wie bei Wilma, bloß gehe ich diesmal ganz anders mit mir selbst um: Ich bin viel sorgsamer im Umgang mit mir, versuche, meine höchstwahrscheinlich letzte Schwangerschaft doch irgendwie zu genießen – denn gerade das konnte ich bei Nummer eins kein bisschen. Während ich den Schwangerschaftszustand bei Wilma leider als ganz fürchterlich bewertete und es als große Lüge empfand, dass alle Welt vom Glow sprachen, von einer magischen Zeit und von wundersamen Gefühlen, bin ich jetzt deutlich entspannter. Vielleicht auch, weil ich mir selbst nichts mehr beweisen muss: 

Ich wollte bei Schwangerschaft Nummer eins so sehr zeigen, dass Schwangerschaften keine Krankheiten sind, dass wir als Frauen so leistungsfähig wie zuvor sein können und alles schaffen, wenn wir nur wollen. In dem Moment selbst fühlte ich zwar keinen großen Stress, heute aber weiß ich sehr wohl, dass ich eine Rolle erfüllen wollte – eine, die vielleicht damals zu mir passte (oder auch nicht, wer weiß das schon), heute aber definitiv nicht mehr. Ich weiß, was ich kann, was ich will und für was es sich hoffentlich lohnt, Vollgas zu geben. Aber ich weiß auch, dass ich in erster Linie bei mir sein sollte und wenn das bedeutet, nein zu sagen oder Dinge auf meinen Schwangerschaft zu schieben, dann ist das eben so. Ein wunderbares Gefühl, dass mir das „Genießen“ deutlich einfacher macht. 

 
 
 
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Außerdem weiß ich diesmal auch, wie wichtig Bewegung ist: Klingt so einfach und so klar, dennoch habe ich mir beim ersten Mal keine Gedanken darüber gemacht. Dass so eine Geburt allerdings Hochleistungssport sein kann, war mir schlicht und ergreifend nicht bewusst. Diesmal bin ich schlauer, mache Sport, sorge für starke Beine und fahre jederzeit Fahrrad, um meine Ausdauer etwas zu erhöhen. Aber auch Entspannungsübungen stehen auf der To-Do-Liste, ebenso wie Eincremen. Ha, habe ich bei Nummer eins nämlich auch nicht gemacht. Nein, nicht um Dehnungsstreifen vorzubeugen, sondern tatsächlich, um Kontakt zu meinem Körper und mir aufzunehmen. Ich sage euch: Es tut auf ganz vielen Ebenen wunderbar gut. 

Was soll ich sagen: Bisher läuft alles ganz wunderbar unspektakulär bei mir ab und ist wenig von Höhen und Tiefen geplagt. Erst einmal ging es mir emotional für eine Woche lang richtig schlecht: Weil meine Gefühle mich voll und ganz in ihren Bann nahmen, Existenzängste aufkamen und ich nicht so recht wusste, wie die Zukunft eigentlich aussehen wird – so mit zweitem Kind und all den Veränderungen als selbstständige Person, ihr wisst schon. Mit ganz viel Liebe im Team konnte ich allerdings leicht besänftigt werden. Wir können eh nie so wirklich wissen, wie alles wird, bevor die Veränderungen, in diesem Fall also das zweite Baby, eingetreten sind und unsere neuen Abschnitte beginnen. Wir können nur versuchen, flexibel und offen mit ihnen umzugehen. Und so werde ich wahrscheinlich (und hoffentlich, wenn alles gut geht) auch mit zweitem Mini recht schnell wieder weiterarbeiten – aber diesmal eben in meinem eigenen Tempo und nicht nach auferlegten Zwängen, Nöten und Ängsten. Ich bin gespannt, ob es funktioniert und wie Baby Nummer Zwei den Plan so findet!

Eine ganz pragmatische Frage habe ich allerdings noch: Seid ihr eigentlich an Schwangerschafts-Content interessiert – und wenn ja, in welcher Hinsicht? Wie man eine Wickeltasche packt und was wir in der ersten Zeit wirklich brauchen, erfahrt ihr bei unseren Kolleg*innen, aber vielleicht kann ich euch ja mit der ein oder anderen Anekdote und etwas anderen, passenden Tipps versorgen. Lasst es mich sehr gern jederzeit wissen.

Ich freu mich jedenfalls sehr, euch von der anstehenden Veränderung zu erzählen und habe mich unendlich über euer unglaubliches Feedback gefreut. Habt es wunderbar, ihr Liebsten!

20 Kommentare

  1. Barbara

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Sarah!!!
    Welch wundervolle Neuigkeiten!
    Content zur Schwangerschaft fände ich riesig: Habe diese (hoffentlich) noch vor mir und bin verunsichert wegen der ganzen Pflege- und Kosmetikgeschichte: Salicylsäure, Retinol….. Was darf/ soll/ kann/ muss man oder nicht……..??
    Puh!!!

    Antworten
    1. Sarah Jane Artikelautor

      Liebe Barbara, direkt auf dem richtigen Fuß erwischt 😀 Ich muss gestehen, dass ich da ganz pragmatisch handle und natürlich auf Alkohol, Nikotin, (rohes Fleisch/Fisch wer isst) und Medikamente verzichte, aber sonst tatsächlich keine großartigen Einschränkungen habe und mir auch nicht allzu große Sorgen mache. Das mag aber auch daran liegen, weil ich mittlerweile grundsätzlich auf Inhaltsstoffe achte – also auch ohne Baby im Bauch. Weleda aufs Gesicht, Alverde derzeit auf die Haare und I+M aktuell auf den Körper. Mach dich bloß nicht allzu sehr verrückt, hörst du! Aber ich schau gern mal, ob ich dir da genauer weiterhelfen kann <3

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  2. Sara

    Liebe Sarah, was für Neuigkeiten! Von <3-en alles erdenklich Liebe für dich und deine Familie.
    Mich würde als gleichaltrige (Noch-)Nicht-Mama interessieren, was so gedankenmäßig während der Schwangerschaft und nach der Geburt abgeht. Du hattest es schon ein bisschen angeschnitten, da kommen Ängste und Gedanken auf einen zu, die vorher gar nicht da waren. Darüber würde ich gern mehr lesen. Liebste Grüße, Sara

    Antworten
  3. Lisa

    Liebe Sarah,
    herzlichen Glückwunsch erstmal zum zweiten Kind. Ich habe mich diesmal ganz besonders über euren Nachwuchs gefreut, denn ich werde selber im Oktober Mama. Mich würde vor allem Mode in der Schwangerschaft interessieren (vom Alltagsoutfit bis zum Hochzeitsgastoutfit), denn ich muss sagen, dass die Farb- und Musterpalette der Umstandsmode in den Geschäften mich doch zunehmend deprimiert. Vielleicht geht es dir da ähnlich? Ich habe z.B. kein einziges Fair-Trade-label gefunden, welches eine Umstandsjeans herstellt. Vielleicht kannst du oder eine Leserin mir da weiterhelfen? Das sind so Dinge, die mich momentan ( unter anderem) beschäftigen. Ich wünsche dir alles Gute und eine entspannte Zeit.

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  4. Sandra

    Herzlichen Glückwunsch! <3 Da ich mich derzeit in meiner ersten Schwangerschaft befinde, würde mich Schwangerschaft-Content sehr interessieren. Denn abseits von Baby-Foren suche ich vergeblich nach sympathischen und entspannten Berichten über die Schwangerschaft und Geburt.

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  5. Lisa

    Herzlichen Glückwunsch <3
    Ganz viel Liebe, Glück und Glitzer-Konfetti <3 für deine kleine grosse Familie

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  6. Katharina

    Herzlichen Glückwunsch, liebe Sarah! Und mich würden tatsächlich mal so ganz pragmatische Sachen interessieren. Wie oft gehst du so zur Untersuchung, wie lange vorher sollte man Deiner Meinung nach Kindergeld beantragen, wie läuft das mit der Versicherung für das Kind etc…. Und vor allem, wie du es schaffst so entspannt zu bleiben? Vielleicht auch Tipps gegen Ängste, nicht nur zur Geburt, sondern auch was die Verantwortung für das neues Leben betrifft.
    Liebe Grüße 🙂

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  7. Dorothea

    Liebe Sarah, ich freue mich wahnsinnig für euch! Und verstehe auch jetzt euren „flotten“ Auszug aus der graefestraße. Genieße die Zeit, der Körper sagt einem ja immer, was er braucht, was geht und was nicht so. Herz und Bauch vor Verstand ! Ganz liebe Grüße Dorothea

    Antworten
  8. Tina

    „Ich wollte bei Schwangerschaft Nummer eins so sehr zeigen, dass Schwangerschaften keine Krankheiten sind, dass wir als Frauen so leistungsfähig wie zuvor sein können und alles schaffen, wenn wir nur wollen. “ Danke liebe Sarah, hab erst beim Lesen des Artikels gemerkt, dass ich mich bei Nr. 1 genauso verhalten habe. Bei Nr. 2, dem Dezemberbaby, bin ich ebenfalls deutlich entspannter. Alles Gute für dich.

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  9. Flo

    Herzlichen Glueckwunsch Sarah, richtig toll 🙂

    Ich waere sehr an Schwangerschafts-Content interessiert, da ich gerade erst herausgefunden habe, dass wir im Maerz wenn alles gut geht auch Eltern werden (also noch sehr frisch). Ohne zu abschaetzig klingen zu wollen, schrecken mich die meisten Baby-Foren und Websites bisher eher ab, einfach weil ich mich nicht so recht damit identifizieren kann – umso mehr wuerde ich mich ueber deine Perspektive freuen 🙂

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  10. Helen

    Liebe Sarah,erstmal herzlichen Glückwunsch zu Schwangerschaft Nr.2!Die Ruhe, die man möglicherweise bei der zweiten Schwangerschaft empfindet kann einen eben trotzdem nicht ganz von Gedanken wie alles erst mit zwei Kids wird bewahren.Und vielleicht ist das ja auch gut, dass wir uns Gedanken machen, wie wir mit einer neuen Situation umgehen wollen. Ich finde es in deinem Fall sehr schön, dass du die Zeit mehr genießen kannst (das bedeutet ja auch von gewissen Dingen,Vorstellungen und Ideen loslassen zu können).Und dafür braucht es einfach eine gute und starke Verbindung zu sich selbst.
    Ich freu mich, dass du mit dir in Kontakt zu sein scheinst und die Dinge tust, die sich richtig und gut anfühlen.Das ist unsere wertvolle Fähigkeit der Intuition, die wir wertschätzen und ernst nehmen sollten und die uns schon das richtige „Bauchgefühl“ vermitteln wird.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute, keine Wehwehchen-und wenn es doch mal zwickt-die Ruhe dass du damit umgehen kannst!
    Alles Liebe <3

    Antworten
  11. Anna

    Jaaa! Her mit dem Baby-Content 🙂

    Bei mir ist gerade #1 unterwegs (auch für November) und jeder Tip hilft!

    Alles Gute weiterhin..

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  12. Sina

    Liebe Sarah,
    alles Liebe für dich und den Zwerg in deinem Bauch <3
    Ich bin auch, aber zum ersten Mal, schwanger und mir haben meine Klamotten suuuuper schnell nicht mehr gepasst.
    Ich fand es furchtbar und ganz stressig plötzlich so viele neue Klamotten kaufen zu müssen ohne zu wissen wo. Klar gibt es H&M und Zalando, aber du hast da doch bestimmt noch ein paar Tipps. Ich würde auch so gern nicht nur Schwangerschaftsklamotten kaufen sondern irgendwie was, was noch ein paar Tage darüberhinaus funktioniert.
    Liebe Grüße,
    Sina

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