Sonnenschutz-Spezial // Die liebsten Sonnencremes für euer Gesicht

18.07.2019 Beauty, box3

Wer hier in der jüngsten Vergangenheit ganz genau aufgepasst hat, der weiß eigentlich bestens rund um das Thema Sonnenschutz bescheid, denn bereits zwei Sonnenschutz-Spezialausgaben gingen in den letzten Wochen hier für euch online. So ging es um die verschiedensten Besonderheiten wie mineralische und chemische Filter und natürlich um ihre wesentlichen Unterschiede. Kleiner Reminder: Chemische Filter absorbieren die UV-Strahlen und wandeln sie in Wärme und Fluoreszenzlicht um, mineralische Filter bestehen dagegen aus Zinkoxid und Titandioxid, die die Sonnenstrahlen ganz geschickt reflektieren.  Ein besonders wichtiger Punkt durfte bei dem Thema aber keineswegs hinten angestellt werden: Das Korallensterben, verursacht durch Inhaltsstoffe in vielen Cremes! Gerade die chemischen UV-Filter Oxybenzon und Octinoxat in synthetischen Sonnencremes verursachen massive Umweltprobleme und gehören zu den gemeinen Bösewichten, weil sie biologisch einfach nicht abbaubar sind. 

Weil das Themengebiet Sonnenschutz aber schier unendlich scheint, darf auch Spezialausgabe Nummer 3 an dieser Stelle nicht fehlen, denn vor allem Sonnencremes für das Gesicht sind mir ein besonderes Anliegen und zugleich ein Seiltanz, denn meine Haut reagiert sehr empfindlich auf Sonnencreme. Das Resultat: Ich bekomme schnell fettige oder pickelige Haut.

Als erstes möchte ich heute aber zunächst einmal ein paar Mythen rund um das Sonnenbaden lüften. Denn kaum ist es Sommer und die ersten warmen Sonnenstrahlen treffen auf die Erdoberfläche, reißen sich die Leute die Klamotten vom Leib, um rasch braun zu werden. Autsch!

Ein*e durchschnittliche*r Mitteleuropäer*in kann zehn bis zwanzig Minuten ungeschützt in der Sonne liegen (das gilt nicht für Kinder!), ohne sich zu verbrennen. Ist die Haut rot, ist der Schaden angerichtet. Denn auch wenn der Sonnenbrand nach einer gewissen Zeit verschwindet und die rot gereizte Haut sich in einen schön gebräunten Teint verwandelt, lässt sich der Schaden, den die UV-Strahlen der Sonne angerichtet haben, nie mehr reparieren. Die Haut vergisst keinen Sonnenbrand – vor allem nicht in jungen Jahren! Die folgen daraus können viele sein, im schlimmsten Fall aber ganz gewiss Hautkrebs, der vermehrt im Alter auftritt. Was viele aber eben nicht wissen: Die Ursache ist eine Folgeerkrankung aus verbrannten Tagen in der Jugend!

Passend dazu fanden wir in der Süddeutschen Zeitung erst kürzlich einen sehr guten Vergleich zum Thema – und den will ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten, denn er klang in etwa so:

Aber wusstet ihr, was mich nahezu schockiert hat? Dass der deutsche Durchschnittsmensch gerade mal alle zwei Jahre in eine neue Sonnencreme investiert. Wow! Mal abgesehen von der Tatsache, dass die meisten Cremes spätestens nach 12 Monaten längst abgelaufen sind, bedeutet das auch, dass diese Menschen viel zu wenig Sonnenschutz benutzen.

Kleiner Tipp: Wenn ihr euch mit Sonnencreme einschmiert, sollte ihr tendenziell das Gefühl haben, deutlich zu viel Creme verwendet zu haben. Nur so, und in Kombination mit regelmäßigem Nachcremen, erreicht ihr den Lichtschutzfaktor, der auf der Packung angegeben ist. Wer sich eher larifari eincremt, der erreicht auch bei weitem nicht den Sonnenschutz, den seine Haut vielleicht bräuchte.

Was bedeutet UV-Strahlung im Sonnenlicht?

Sonnenlicht setzt sich aus sichtbarem Licht, ultravioletten Strahlung und Infrarot-Strahlung zusammen. Die ultravioletten Strahlen sind die UV-A und UV-B Strahlen. Eigentlich gibt es auch noch UV-C Strahlen, die werden aber von der Atmosphäre vollständig gefiltert und erreichen uns nicht. UV-B Strahlen sind kurze, aggressive Strahlen, die vor allem die obersten Hautschichten schädigen. Sie verursachen Sonnenbrand und können unsere DNA schädigen. Dagegen dringen UV-A Strahlen tiefer in die Haut ein, sie verursachen frühzeitige Hautalterung und können dort unsere Zellen schädigen. Was natürlich wiederum zu Hautkrebs führen kann. Die Stärke der UV-Strahlung hängt von dem Einfallswinkel der Sonne, also dem Breitengrad, der Jahres- und Tageszeit und der Höhe des Meeresspiegels ab.

So jetzt aber zu meinen Favoriten, wenn es um Sonnenschutz für das Gesicht geht:

– Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Mehr Infos dazu findet ihr hier –

La Roche-Posay Anthelios 50+ Shaka Fluid

Diese Creme ist für alle Menschen mit Hautproblemen, super sensibler und zu Irritationen neigender Haut – und ich bin tatsächlich ein großer Fan von dieser Sonnencreme für das Gesicht geworden. Denn meine Haut neigt im Sommer durch Schwitzen, UV-Belastung und im Zweifel durch Abkühlung im Meer oder im Pool, zu Pickelchen. Diese werden durch ständiges eincremen auch noch verstärkt. Aber nicht bei diesem ultra-leichten Fluid! Es riecht ein wenig medizinisch, da es ohne Parfum auskommt, aber das ist auch wirklich das einzige Manko, das ich nicht einmal als Nachteil bezeichnen würde.

 

Clarins Gel-en-Huile Solaire Invisible

Diese Sonnencreme für das Gesicht hat eine ganz besondere Konsistenz: Es ist ein Öl in Gel Form, was bedeutet, dass es sich im Nu und ganz leicht auf der Haut verteilen lässt – durch das Öl aber super pflegend wirkt. Durch Extrakte wie Aloe Vera, Sennespflanze, Baobab und Olivenbaum wirkt es antioxidativ. Freien Radikalen wird der Garaus gemacht und parallel stoppt es die Austrocknung der Haut durch die Sonne. Es lässt die Haut über den ganzen Tag mit einem samtigen Gefühl zurück.

 

Skinceuticals Mineral Radiance UV Defense

Das getönte Fluid bietet einen hohen UV-Schutz. Es enthält mineralische Filter, die die UV-A und UV-B Strahlen auf der Haut reflektieren. Es ist perfekt für jeden Tag und funktioniert wunderbar statt auf eine getönte Tagescreme oder auch eine BB-Cream zu setzen. Ich hätte es auch selbst nicht geglaubt, aber der Ton passt sich jeder Hautfarbe ganz wunderbar an. Einmal aufgetragen, wirkt es wie ein weicher Fotofilter und verbessert den natürlichen Hautton. Die Haut wird leicht mattiert, aber nicht so, dass sie trocken gar fahl aussieht.

Korres Sunscreen Face Cream Yoghurt

Ich erinnere mich noch ganz genau, als mir meine Freundin in Griechenland damals am Strand ein ganz besonderes Sonnenöl reichte. Ihre Worte waren: „Das ist das beste Öl auf dem Markt!“ Zurück in Deutschland gab es Korres noch nicht, aber ich war Fan! Seitdem schleppe ich flaschenweise Duschgel und Sonnencremes von Griechenland nach Deutschland, obwohl es die Produkte hier längst zu kaufen gibt! Tatsächlich verschenke ich die Produkte mittlerweile sogar super gerne an FreundInnen, um sie von der Rezeptur zu überzeugen. Die Yoghurt Sonnencreme für das Gesicht ist einer meiner All-time Favorites. Sie duftet für mich nach endlosen Sommertagen und ist mit biologischem Yoghurt, Mineralien und Vitaminen angereichert, die die Haut schützen, hydrieren und beruhigen.

2 Kommentare

  1. Rike

    Liebe Ourania,
    mir persönlich fällt es schwer die Artikel dieser Serie überein zu bekommen. In dem einen wird unter dem Titel „Schützt Haut & Natur“ freudig verkündet „Wir müssen keinen Kompromiss zwischen dem Schutz der Haut und der Natur machen.“ und in diesem Artikel werden die unschönen Inhaltsstoffe der Produkte erst gar nicht angesprochen. Wobei, die Artikeleinleitung hat mich zugegeben erstmal dazu verleitet anzunehmen, dass die vorgestellten Produkte frei von umweltschädlichen Stoffen sind.

    Leider enthalten aber alle genannten Cremes laut Codecheck eben doch „schwer biologisch abbaubare“ Inhaltsstoffe, zwei der Produkte außerdem Mikroplastik. Wieso lässt Du an dieser Stelle diesen – von Dir selbst als „besonders wichtiger Punkt“ betitelt – Aspekt unter den Tisch fallen?

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  2. Nora

    Ich weiß, ihr habt euch nicht dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben, dennoch finde ich es echt blöd, dass in diesem Artikel ein Beauty-Produkt von Nestle platziert wird (La Roche-Posay => Loreal). Da wünsche ich mir echt ein bisschen mehr „corectness“von euch und von Menschen im Allgemeinen.
    Zum Beispiel finde ich es auch ein total daneben, dass Sante immer noch im Programm von Alnatura zu finden ist. Usw. Ich denke wir sollten uns da alle selbst und gegenseitig ein bisschen mehr an die Nasenspitze fassen und endlich kritischer werden!!

    PS: mein Anspruch an eine Sonnencreme ist: bio und nicht weiß. Speick hat dieses Jahr zum Beispiel eine neue tolle Creme auf den Markt gebracht oder Eco Cosmetics schafft es auch.

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