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	Kommentare zu: &#8222;Das Private ist politisch&#8220; &#038; was dieser Slogan mit der Fetischisierung persönlicher Erlebnisse zu tun hat	</title>
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		Von: Fritzi		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fritzi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2020 11:02:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Julia, 
danke für den Beitrag und dein Gedanken zu den Wegen und Wendungen, die der berühmte Slogan genommen hat - so ist das eben mit Slogans, sie sind recht bedeutungsoffen und ermöglichen, viele verschiedene Deutungen. Ich musste allerdings auch noch daran denken, wie sich auch frauenbewegungsintern eine &quot;Fetischisierung&quot; der persönlichen Erfahrung verbreitet hat. Besonders interessant ist da der frühe Aufsatz von Joan Scott &quot;The evidence of experiece&quot;, in dem sie auf die Tendenz aufmerksam macht, dass ein Verweis auf die eigene Erfahrung häufig schon als &quot;Beweis&quot; genüge. Und daran anschließend, Alison Phipps, die fragt: &quot;Who&#039;s personal is more political&quot; und zeigt, dass eben nicht alle Erfahrungen innerhalb feministischer Bewegungen als gleichwertig gelten, da sich nicht alle in unseren liberalen Demokratien gleich gut politisieren lassen.
Du hast mich außerdem dazu angeregt darüber nachzudenken, was sich genau von den damaligen conciousness-raining Gruppen zu dem heutigen feministische Rekurs auf Erfahrungen verändert hat: Ich glaube, damals ging es stark darum, sich selbst als einer Gruppe zugehörig zu erkennen, die auf bestimmte Weise in die politische Ökonomie also die kapitalitische Gesellschaft eingebunden ist. So dass diese Position innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft bestimmte Erfahrungen produziert. Heute scheint der Fokus von den ökonomischen Verhältnissen weggerutscht zu sein; statt um eine Position im kapitalitischen System geht es nun im Identitäten. Ich glaube, dass &quot;Erfahrung&quot; und das &quot;Persönliche&quot; und ihre politische Dimension damit auch ganz anders verstanden wird, als es ursprünglich gedacht war. So viel dazu, ich hör mal auf. Ich wollte dir eigentlich nur danken, dass du mich zum Nachdenken angeregt hast :)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Julia,<br />
danke für den Beitrag und dein Gedanken zu den Wegen und Wendungen, die der berühmte Slogan genommen hat &#8211; so ist das eben mit Slogans, sie sind recht bedeutungsoffen und ermöglichen, viele verschiedene Deutungen. Ich musste allerdings auch noch daran denken, wie sich auch frauenbewegungsintern eine &#8222;Fetischisierung&#8220; der persönlichen Erfahrung verbreitet hat. Besonders interessant ist da der frühe Aufsatz von Joan Scott &#8222;The evidence of experiece&#8220;, in dem sie auf die Tendenz aufmerksam macht, dass ein Verweis auf die eigene Erfahrung häufig schon als &#8222;Beweis&#8220; genüge. Und daran anschließend, Alison Phipps, die fragt: &#8222;Who&#8217;s personal is more political&#8220; und zeigt, dass eben nicht alle Erfahrungen innerhalb feministischer Bewegungen als gleichwertig gelten, da sich nicht alle in unseren liberalen Demokratien gleich gut politisieren lassen.<br />
Du hast mich außerdem dazu angeregt darüber nachzudenken, was sich genau von den damaligen conciousness-raining Gruppen zu dem heutigen feministische Rekurs auf Erfahrungen verändert hat: Ich glaube, damals ging es stark darum, sich selbst als einer Gruppe zugehörig zu erkennen, die auf bestimmte Weise in die politische Ökonomie also die kapitalitische Gesellschaft eingebunden ist. So dass diese Position innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft bestimmte Erfahrungen produziert. Heute scheint der Fokus von den ökonomischen Verhältnissen weggerutscht zu sein; statt um eine Position im kapitalitischen System geht es nun im Identitäten. Ich glaube, dass &#8222;Erfahrung&#8220; und das &#8222;Persönliche&#8220; und ihre politische Dimension damit auch ganz anders verstanden wird, als es ursprünglich gedacht war. So viel dazu, ich hör mal auf. Ich wollte dir eigentlich nur danken, dass du mich zum Nachdenken angeregt hast 🙂</p>
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