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	Kommentare zu: &#8222;Die moralische Haltung hört da auf, wo es ums Geld geht&#8220;: Zwischen Regenbogenflaggen, der UEFA &#038; Symbolpolitik	</title>
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		<title>
		Von: Fritzi		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fritzi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2021 10:16:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.thisisjanewayne.com/news/2021/06/30/die-moralische-haltung-hoert-da-auf-wo-es-ums-geld-geht-zwischen-regenbogenflaggen-der-uefa-symbolpolitik/comment-page-1/#comment-3042689&quot;&gt;Verena&lt;/a&gt;.

Ja, wie gesagt, die Grenzziehung, die der Fußball selbst zwischen &quot;politisch&quot; und &quot;unpolitisch&quot; zieht, ist fragwürdig. Wobei ich mich korrigieren muss, der Fußball spricht, glaube ich, selbst eher von &quot;politisch neutral&quot; und nicht von &quot;unpolitisch&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2021/06/30/die-moralische-haltung-hoert-da-auf-wo-es-ums-geld-geht-zwischen-regenbogenflaggen-der-uefa-symbolpolitik/comment-page-1/#comment-3042689">Verena</a>.</p>
<p>Ja, wie gesagt, die Grenzziehung, die der Fußball selbst zwischen &#8222;politisch&#8220; und &#8222;unpolitisch&#8220; zieht, ist fragwürdig. Wobei ich mich korrigieren muss, der Fußball spricht, glaube ich, selbst eher von &#8222;politisch neutral&#8220; und nicht von &#8222;unpolitisch&#8220;</p>
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		<title>
		Von: Verena		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Verena]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2021 08:50:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ist der Fussball wirklich so unpolitisch? Wer denkt nicht an all die Politiker (Merkel z.B.) die sich mit siegreichen Mannschaften schmücken.

Ich fand die allseitige Demonstration von Gratismut sehr negativ. Wer sich sonst nicht engagiert, sollte auch nicht mit Regenbogenfahnen dem Mainstream hinterherwinken. Das gilt insbesondere für die katholische Kirche und für den Fussball. Während der EM Regenbogen leuchten lassen und dann die WM nach Kathar verkaufen: kann es etwas scheinheiligeres geben?

Aus diesem Grund hat mir die italienische Mannschaft gefallen, ein Teil hat sich dem Kniefall gegen Rassismus verweigert. Das war wenigstens ehrlich.

So sehr ich ehrliches Engagement bewundere, dieser Gratismut gefällt mir gar nicht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist der Fussball wirklich so unpolitisch? Wer denkt nicht an all die Politiker (Merkel z.B.) die sich mit siegreichen Mannschaften schmücken.</p>
<p>Ich fand die allseitige Demonstration von Gratismut sehr negativ. Wer sich sonst nicht engagiert, sollte auch nicht mit Regenbogenfahnen dem Mainstream hinterherwinken. Das gilt insbesondere für die katholische Kirche und für den Fussball. Während der EM Regenbogen leuchten lassen und dann die WM nach Kathar verkaufen: kann es etwas scheinheiligeres geben?</p>
<p>Aus diesem Grund hat mir die italienische Mannschaft gefallen, ein Teil hat sich dem Kniefall gegen Rassismus verweigert. Das war wenigstens ehrlich.</p>
<p>So sehr ich ehrliches Engagement bewundere, dieser Gratismut gefällt mir gar nicht</p>
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		<title>
		Von: Fritzi		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fritzi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2021 07:31:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Julia,
danke, dass du das Thema Sport auf diesem Blog ansprichst. Ich habe selbst zum Thema Feminismus und Sport promoviert und mich viele viele Jahre in dem Bereich engagiert. Am Anfang hätte ich mich genauso über die UEFA geärgert, dass sie ein klares Statement gegen Ungarns Regierung verweigert. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den Gründen, warum sich der Sport unpolitisch gibt, habe ich aber meine Meinung geändert. Die Beleuchtung des Stadions in Regenbogenfarben wurde von der UEFA abgelehnt, da es ein direkter Bezug zum Regierungshandeln eines konkreten Staates hatte, anders die Regenbogenkapitänsbinde, die wird als allgemeines Symbol für Toleranz zugelassen. Dass sich Sport, und gerade Fußball, jeglicher politischer Einmischung widersetzen, hat v.a. historische Gründe: Gerad eim Nationalsozialismus verschmolzen Sport, Nazi-Ideologie und -Politik auf furchtbare weise. Es gibt weitere zahlreiche Beispiele dafür, wie Sport durch totalitäre und autoritäre Regime instrumentalisiert wurde. Eine Trennung zwischen Sport und Politik ist daher in Deutschland gesetzlich verankert (sogen. Autonomieprinzip) und bedeutet eben nicht nur, dass sich Sport nicht in (tages)politische Belange einmischt, sondern eben auch, dass er sich nicht so leicht instrumentalisieren lässt. Vor diesem Hintegrund würde ich zunächst vorsichtig sein, die UEFA zu klaren politischen Statements aufzufordern, denn dies bedeutet erstens, dass, um überhaupt möglich zu sein, die Trennung zwischen Politik und Sport generell aufgehoben werden müsste, und zweites basiert eine solche Forderung immer auf der Annahme, dass diese Statements dann auch progressiv und liberal ausfallen würden. Aber mal ehrlich, wenn wir uns angucken, wer in den Gremien der Verbände sitzt (in Deutschland übrigends proportional am meisten CDU-Mitglieder), dann hab ich meine Zweifel, dass diese Statements immer in die erhofften Richtung gehen würden - im Gegenteil. Natürlich bedeutet &quot;Unpolitisch-Sein&quot; immer eine implizite Zustimmung zum Status quo. Der Status quo wird dadurch aber nicht nur vor progressive, liberale, gerechtigkeitsorientierte Veränderungen &quot;geschützt&quot;, sondern eben auch vor repressiven, autoritären, populistischen Tendenzen verteidigt. Dass die Sportverbände inzwischen wenigsten regenbogenfarbene Symbolpolitik betreiben, ist ein Riesenerfolg von unermüdlichen Bemühungen an der Basis. Interessant ist natürlich die Grenzziehung, die die UEFA vornimmt: Regenbogenbinden sind unpolitisch, Kritik an Ungarn ist politisch. Ich finde diese Unterscheidung fragwürdig. In diesem Fall erlaubt sie aber, aktiv gegen Homophobie im Sport zu protestieren (was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre) und hat daher vielleicht auch Vorteile. Natürlich geschieht im Fußball viel zu wenig und viel zu schleppend, und ich will hier gar nicht die Verbände in Schutz nehmen - im Gegenteil. Aber ich denke, wir tun gut daran, genauer hinzusehen und auch in die Gründe und Geschichten zu gucken, wenn wir ein politische Einmischung von Sportverbänden fordern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Julia,<br />
danke, dass du das Thema Sport auf diesem Blog ansprichst. Ich habe selbst zum Thema Feminismus und Sport promoviert und mich viele viele Jahre in dem Bereich engagiert. Am Anfang hätte ich mich genauso über die UEFA geärgert, dass sie ein klares Statement gegen Ungarns Regierung verweigert. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den Gründen, warum sich der Sport unpolitisch gibt, habe ich aber meine Meinung geändert. Die Beleuchtung des Stadions in Regenbogenfarben wurde von der UEFA abgelehnt, da es ein direkter Bezug zum Regierungshandeln eines konkreten Staates hatte, anders die Regenbogenkapitänsbinde, die wird als allgemeines Symbol für Toleranz zugelassen. Dass sich Sport, und gerade Fußball, jeglicher politischer Einmischung widersetzen, hat v.a. historische Gründe: Gerad eim Nationalsozialismus verschmolzen Sport, Nazi-Ideologie und -Politik auf furchtbare weise. Es gibt weitere zahlreiche Beispiele dafür, wie Sport durch totalitäre und autoritäre Regime instrumentalisiert wurde. Eine Trennung zwischen Sport und Politik ist daher in Deutschland gesetzlich verankert (sogen. Autonomieprinzip) und bedeutet eben nicht nur, dass sich Sport nicht in (tages)politische Belange einmischt, sondern eben auch, dass er sich nicht so leicht instrumentalisieren lässt. Vor diesem Hintegrund würde ich zunächst vorsichtig sein, die UEFA zu klaren politischen Statements aufzufordern, denn dies bedeutet erstens, dass, um überhaupt möglich zu sein, die Trennung zwischen Politik und Sport generell aufgehoben werden müsste, und zweites basiert eine solche Forderung immer auf der Annahme, dass diese Statements dann auch progressiv und liberal ausfallen würden. Aber mal ehrlich, wenn wir uns angucken, wer in den Gremien der Verbände sitzt (in Deutschland übrigends proportional am meisten CDU-Mitglieder), dann hab ich meine Zweifel, dass diese Statements immer in die erhofften Richtung gehen würden &#8211; im Gegenteil. Natürlich bedeutet &#8222;Unpolitisch-Sein&#8220; immer eine implizite Zustimmung zum Status quo. Der Status quo wird dadurch aber nicht nur vor progressive, liberale, gerechtigkeitsorientierte Veränderungen &#8222;geschützt&#8220;, sondern eben auch vor repressiven, autoritären, populistischen Tendenzen verteidigt. Dass die Sportverbände inzwischen wenigsten regenbogenfarbene Symbolpolitik betreiben, ist ein Riesenerfolg von unermüdlichen Bemühungen an der Basis. Interessant ist natürlich die Grenzziehung, die die UEFA vornimmt: Regenbogenbinden sind unpolitisch, Kritik an Ungarn ist politisch. Ich finde diese Unterscheidung fragwürdig. In diesem Fall erlaubt sie aber, aktiv gegen Homophobie im Sport zu protestieren (was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre) und hat daher vielleicht auch Vorteile. Natürlich geschieht im Fußball viel zu wenig und viel zu schleppend, und ich will hier gar nicht die Verbände in Schutz nehmen &#8211; im Gegenteil. Aber ich denke, wir tun gut daran, genauer hinzusehen und auch in die Gründe und Geschichten zu gucken, wenn wir ein politische Einmischung von Sportverbänden fordern.</p>
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