JW Team: Die Herbst-Favoriten der Redaktion

07.10.2021 Mode

Passend zum herbstlichen Wetter teilen wir im Teamartikel dieser Woche nicht nur all jene Kleidungsstücke, die wir in dieser Saison besonders gerne aus den Kleiderschränken holen, sondern auch unsere liebsten Herbst-Rituale mit euch: 

Sarah

1) Welche drei Accessoires nimmst du jetzt wieder in den Herbst mit und warum? 

An erster Stelle steht ganz weit oben meine Prada Cap, die ich mir vor circa vier Jahren kaufte und bei deren Preis ich meine Zurechnungsfähigkeit damals selbst nicht mehr als stabil einstufte. Gelohnt hat sie sich dennoch irgendwie, weil ich weiß, dass sie mich noch sehr viele Herbstsaisons begleiten will. Denke ich an den Herbst, denke ich an meine Cord-Kappe. 

Aber auch ohne meine Boots von Scotch & Soda gehe ich in diesem Jahr nicht vor die Tür, schließlich halten die in Kombination nicht nur warm, sie schützen auch vor tiefen Pfützen – und das wurde bereits in Kopenhagen „approved“! Ein weiteres Lieblingsstück wird außerdem fast schon sehnsüchtig hervorgekramt: Den Loewe Regenbogen Schal, den ich einst von meinem Freund geschenkt bekommen habe. Er ist nicht nur kuschelig und warm, er sorgt an grauen Berliner Tagen auch für bunte Flausen im Kopf und gute Gedanken. 

 
 
 
 
 
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2) Wie machst du es dir jetzt gemütlich? 

Mit Kerzen, Ingwertee, meiner Wolldecke, Sally Rooney, PeterLicht und Benedict Wels. Aber auch mit Waffeln und heißen Kirschen und Sahne, mit Freund*innen, die freitagabends zum Wein trinken vorbei kommen oder in der Bar auf mich warten, die Sonntags zum ewig langen Frühstück eintrudeln und mit denen abends sogar mal wieder Tatort geguckt wird. Ich freue mich auf die kürzeren Tage und will die dunkle Jahreszeit endlich, endlich einmal so nehmen, wie sie uns von der Natur vorgegeben scheint: Entschleunigend, heimeliger und ruhiger. Macht ihr mit?

Julia

1) Welche drei Kleidungsstücke/ Accessoires nimmst du jetzt wieder in den Herbst mit?

1. Auf meinen Trenchcoat freue ich mich jedes Mal, weil ich mit ihm unmittelbar angezogener aussehe. Überhaupt glaube ich, dass so ein Klassiker jede Garderobe ein Stückchen besser macht und bei herbstlichem Regenwetter für die richtige Stimmung sorgt. Schöne Modelle gibt es mittlerweile überall, ich mag sie am liebsten weit geschnitten und sehr lang. Gute Funde macht man in Secondhand- und Vintageshops (eine Freundin kaufte einst ein sehr hübschen Menswear-Trenchcoat von Jil Sander für 15 Euro), wer nicht lange stöbern mag, findet sie natürlich auch auf diversen Shopping Plattformen.

2. Zugegeben, meine Kappe trage ich eigentlich das ganze Jahr über, doch in den Herbstmonaten ist sie besonders praktisch. Vor allem bei Nieselwetter und an solchen Tagen, an denen ich nicht direkt einen Regenschirm mit mir herumtragen möchte. Dieses Modell ist von Acne Studios (Menswear) und hat ein leicht verwaschenes Design.

3. Ebenfalls ganz oben auf meiner Herbstliste: Mein Strickpullover mit überlangen Ärmeln. Das schöne Stück von Andersson Bell fand ich vergangenen Winter im Sale und erfreue mich seither jedes Mal an ihm, wenn ich es sehe. Sonderlich praktisch ist der Pullover natürlich nicht immer, vor allem nicht dann, wenn ich ihn beim Essen trage. Dann gilt: Die Ärmel so weit es geht, hochkrempeln.

2) Wie machst du es dir jetzt gemütlich?

Den Herbst läute ich gerne mit (abwechselnd) Palo Santo und Duftkerzen ein, weil die Atmosphäre so noch einmal viel gemütlicher wird. Meine liebste Kerze ist derzeit ein Exemplar von „Mommy’s Soap“, die mir einst die Tante einer Freundin aus Polen zuschickte. Sie riecht sehr zitruslastig, passt aber dennoch gut zu kälteren Tagen. Ebenfalls nicht fehlen dürfen Wolldecken, am liebsten sind mir gehäkelte oder grob gestrickte Varianten, weil ich das Gefühl von klassischen, dicken Wolldecken nicht so gerne mag.

Ourania

1) Welche drei Kleidungsstücke/ Accessoires nimmst du jetzt wieder in den Herbst mit?

Ich habe sehr lange gebraucht, um mich mit Blazern anzufreunden. Irgendwie fand ich immer, sie sitzen nicht gut oder man sieht direkt aus, als würde man zum nächsten Businessmeeting gehen. Vor einigen Jahren kam erst der Wendepunkt und ich hatte meinen ersten Blazer im Schrank. Jetzt kann ich dieses Kleidungsstück kaum aus meiner Garderobe wegdenken. Zwei meiner liebsten Modelle sind vom Flohmarkt: Ein gerade geschnittener Lederblazer mit einem leichten 70ies-Hauch und ein übergroßer Wollblazer. Die beiden trage ich abwechselnd, je nach Look, den ganzen Herbst. Ist es noch wärmer, ziehe ich ein Longsleeve oder T-Shirt darunter. Bei kühleren Temperaturen schichte ich eine dünne Daunenjacke unter den Wollblazer. So kann ich ihn bis Wintereinbruch tragen. Das dritte Stück, das ich nach der Sommerpause wieder aus meinem Schrank nehme, sind wohl meine Stiefel.

2) Wie machst du es dir jetzt gemütlich?

Dicke Wollsocken, Tee und Duftkerzen. Wahrscheinlich keine große Überraschung, aber für mich die Gemütlichkeitsgarantie. Ich habe eigentlich immer kalte Füße, deswegen trage ich selbst im Hochsommer kaum offene Schuhe und sobald es kühler wird, sind dicke Sportsocken mein täglich Brot. Zu Hause schlüpfe ich dann direkt in meine Pantoffeln oder ziehe ein dickes Paar Wollsocken über meine Socken. Alles soweit tutto bene, wird direkt Tee aufgesetzt und eine Duftkerze gezündet. Mehr brauche ich dann auch nicht, um mich pudelwohl zu fühlen. 

Nike

1) Welche Kleidungsstücke/ Accessoires nimmst du jetzt wieder in den Herbst mit und warum? 

Denke ich an den Herbst, kommen mir zu allererst meine braunen Dr. Martens Boots in den Sinn, die mich nun schon seit elf Jahren begleiten, und ich meine wirklich, dass es kaum eine bessere Alternative für Regen, Schnee und Schlamm gibt. Ohne einen ordentlichen, locker fallenden Rollkragenpullover aus Cashmere in Gedenken an existenzialistische Studienjahre würde mir wohl auch etwas fehlen, der Hut von Pauluschkaa bringt etwas Schwung in graue Spaziergänge, meine 2nd Hand Denim Bag von Louis Vuitton war die vielleicht beste Taschen-Anschaffung meines Erwachsenenlebens und das Grün auf meinen Nägeln stimmt mich beim täglichen Tippen glücklich. Außerdem packe ich all meine Schlafanzüge oder kuscheligen Zweiteiler aus. Zuhause trage ich am liebsten Pyjamas oder Hausanzüge, für die Gemütlichkeit, ganz gleich, ob ich am Schreibtisch sitze oder mit L. zusammen auf dem Boden liegend die wildesten Hot Wheels Strecken errichte. 

 
 
 
 
 
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2) Wie machst du es dir jetzt gemütlich?

Ich liebe es, wenn die Herbstsonne auf unseren Esstisch in der Küche fällt. Hier frühstücken wir am Wochenende bis in die Puppen, richten legendäre Spielabende bei Kerzenschein aus (Ligretto, ich bin verrückt nach dir), trinken Tee aus dem Wildrosen-Porzellan meiner Oma und lesen uns gegenseitig aus der Zeitung vor (die Leo-Seite, na klar). Um wirklich abzuschalten, lasse ich mir im Herbst gelegentlich ein Bad mit allerlei Kräutern ein und versinke in Poesie, die ich ganz neu für mich entdeckt habe. Und wo wir gerade dabei sind: Bitte lest „While The Earth Sleeps We Travel„, zusammengestellt von Ahmed M. Badr. Darin findet ihr kleine Kunstwerke, kurze Geschichten aber auch Gedichte von Geflüchteten aus der ganzen Welt. 

 

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