Die Baby Erstausstattung: Was wir wirklich benutzen

01.06.2022 Tiny Jane

Seit vier Wochen ist das Kind mit den unentschlossenen Eltern und den vielen Namen (Gustav Otis Elliot Kiri) nun auf der Welt. Zeit genug, um festzustellen: Wir haben aus Versehen alles richtig gemacht. Auch hinsichtlich der Vorbereitungen, die uns zuweilen etwas spärlich vorkamen. Vielleicht, weil sämtliche Tipps aus dem Internet meistens überaus üppig ausfallen. Aber braucht es wirklich so viel? Mal sehen. Hier folgt jetzt nämlich eine ebenfalls stattliche Erstausstattungs-Liste für Frühlingskinder – aber immerhin eine, die für uns persönlich hervorragend funktioniert (hat). Vielleicht hilft sie euch ja zumindest ein minikleines bisschen. Und bitte schreibt euch hinter die Ohren: Nichts hiervon ist ein Muss, sondern vielmehr Inspiration. Auch wir haben keineswegs alles Nötige gekauft, sondern richtig viel ausgeliehen, bei lieben Freund:innen. Am Besten wartet man größtenteils sowieso erstmal ab und kauft nach Bedarf. Schließlich gleicht kein Kind und damit eben auch kein Bedürfnis dem anderen.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von NIKE VAN DINTHER (@nikejane)

Wie bewundernswert, wenn jemand auf den letzten Metern der Schwangerschaft die wundersame Energie aufbringt, aber auch den Platz und andere Ressourcen zur Verfügung hat, um sich absolut leidenschaftlich dem Nestbau zu widmen. Nicht wenige da draußen können sich schließlich noch vor dem Eintrudeln des Babys zufrieden zurücklehnen und ein tutti kompletti eingerichtetes Kinderzimmer bestaunen, meist vor lauter Vorfreude. Aber wisst ihr was? Falls genau das bei euch zuhause eben nicht der Fall sein sollte, ist das überhaupt nicht weniger prima und zudem: Völlig ausreichenden. Denn wenn Kinderk eines tatsächlich recht lange nicht dringend brauchen, dann ist das wohl das eigene Zimmer, das im ersten Jahr vor allem als Ablagestelle für allerhand Zubehör und sonst bloß als Schlafplatz dient. Trotzdem waren wir persönlich hoch motiviert, das Nussschalen-große Zimmer für den kleinen Bruder zumindest halbwegs fertigzustellen. Aber nix da, Pustekuchen, es gab dauernd Wichtigeres zu tun.

Bisher besitzen wir also „nur“: Eine Wickelkommode samt Auflage von CamCam Copenhagen (gifted/Presse Sample), in die sämtliche Kleidung, die Windeln und absolut jeder bisher angeschaffte Schnickschnack (sowas wie Badewannen-Thermometer und Nasensauger, die ungefähr niemand braucht) hinein passt – unter anderem dank der Klappkisten von Liewood.

Ein Stubenwagen steht derweil neben unserem Bett. Als Alternative zum Baby Bay sozusagen, mit dem wir mittlerweile aber ehrlich gesagt auch liebäugeln.

Das war’s. 

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von ARTIPOPPE (@artipoppe)

Wir haben uns nach langem Hin und Her schlussendlich für eine Trage von Artipoppe (die uns Stunden Testen geschenkt wurde) entschieden und sind damit unheimlich glücklich. Ich war, das gebe ich zu, erstmal skeptisch und dachte: So ein blödes Hipster-Ding schon wieder.  Qualität überzeugt – und zwar auch das Baby, das in der Artipoppe friedlich schnarcht und schläft wie ein Murmeltier, sogar nach kürzester Zeit, wenn das Milchbäuchlein am Abend drückt und zwickt. Mein Rücken dankt es mir außerdem, keine Ahnung, was ich ohne einen solchen Carrier machen würde. Jedenfalls keine Hände freihaben, das ist klar. Allerdings sind die Preise für diesen hübsch anzusehenden Spaß ganz schön happig, keine Frage. Vor sieben Jahren, bei Kind 1, schlenderte ich mit einer Marsupi durch Berlin – und war, so meine ich mich zu erinnern, kaum weniger zufrieden.

Es gibt neben viel überflüssigem Tamtam natürlich ein paar Dinge, ohne die ich es einfach nicht geht. Für mich persönlich sind das: Eine Milchpumpe von Avent und zwei Fläschchen, dazu Muttermilchbeutel und einen Flaschenwärmer. Beides zusammengenommen ermöglicht nämlich auch stillenden Eltern, sich halbwegs frei zu fühlen. Ohne gelegentliches Abpumpen und ein paar Stunden für mich allein, wäre ich bestimmt schon jetzt, nach knapp vier Wochen, etwas plemplem. Wärmstens ans Herz legen kann ich euch außerdem die Korbwiege von Numero 74, in der das Baby tagsüber und manchmal auch nachts auf seinem Lammfell (mit Mulltuch darüber) schläft – so können wie es quer durch die ganze Wohnung tragen, je nachdem, ob gerade geduscht, gekocht oder einfach nur verschnauft werden muss. Ein Stillkissen! Ohne geht’s auf Dauer wirklich kein bisschen, außer man möchte zu einer Banane werden. Ein Babyphone (wir haben bewusst ein ganz schlichtes, ohne Kamerafunktion und pipapo). Eine kleine Kuschelschlange, die als Seitenschläfer-Hilfe und Schlaf-Partner dient. Ein Baby-Nest, falls die Maus ganz zu Beginn zwischen euch schlafen soll. Haufenweise Spucktücher, gegen die Sonne (beim Stillen oder im Kinderwagen) und die ganze Milch. Ein Windeleimer. Ein Nachtlicht für die Mummel-Stimmung ab abends, auch dem Tag-Nacht-Rhythmus zuliebe, der erst einmal gelernt werden will. Eine Schnullerkette und Schnuller (am besten mindestens zwei verschiedene Modelle, Kinder haben schließlich schon mit null Jahren einen ganz eigenen Geschmack). Eine Babybjörn-Wippe. Eine kuschelige Schurwolle-Decke von Reiff, ein Schlafsack, z.B. von Hess Natur, ein Badehandtuch und eine Wickelauflage für unterwegs.

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von NIKE VAN DINTHER (@nikejane)

Ich bin ein fürchterliches Gewohnheitstier und obwohl ich dauernd versuche, offen für Neues zu sein, bestelle ich am Ende doch meistens wieder die absolut gleiche Pizza, besuche die selben Restaurants und schlürfe Cola mit Menschen, mit denen ich gefühlt schon immer Cola schlürfte. So kam es wohl auch, dass ich zwar heftig mit den herrlich anzusehenden Kinderwägen von Angelcap liebäugelte, am Ende aber doch der Marke Bugaboo treu blieb, genau wie damals vor sieben Jahren eben. Diesmal ist es der Fox 3 geworden, in einem feinen Grau aus der Premium Collection und ja, er rollert einfach phantastisch über Pflasterstein, Waldboden und Beton.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von NIKE VAN DINTHER (@nikejane)

Weniger ist hier wenn man mich fragt wirklich mehr; die Kinder wachsen ohnehin schneller als Unkraut und dauernd muss irgendetwas neues besorgt oder geborgt werden. Wisst ihr eh, aber ich sags einfach noch und nöcher, weil ich nämlich ganz genau weiß, wie schnell man in die „Ach nein, wie süß, nur noch dieser eine Strampler!“-Falle tapst. In Wahrheit greift man meistens aber eben doch zu den drei supergemütlichen Lieblingsstücken, weil alles andere schnell schnurzpiepegal wird.

Wir zum Beispiel kommen prima mit der folgenden Garderobe aus: Drei Wolleseide-Bodies, langärmelig, egal zu welcher Jahreszeit, drei Merinowolle-Höschen, Söckchen, dicke Socken zum drüber stopfen, etwa zwei, drei Oberteile und Overalls, vielleicht noch Strumpfhosen, eine mitwachsende Latzhose, außerdem etwa zwei Wollschlüttis und ein leichterer Pullover, dazu ein Mützchen.

Ich habe eine Wunderwiege geschenkt bekommen, das zur Transparenz, und zwar gleich nachdem ich eingeknickt und kurz davor war, den Bestell-Knopf zu drücken. Wochenlang waren mir diese motorisierten Baby-Schaukler schmackhaft gemacht wurden, von guten Freunden und dem Internet gleichermaßen. Was für ein bescheuerter Quatsch, dachte ich beim Anblick dieser platzfressenden Gestelle und wurde beinahe trotzig beim bloßen Gedanken an Firlefanz wie diesen. Mein erstes Kind hatte schließlich auch ohne derartige Hilfsmittel ausgedehnte Nickerchen gehalten und schnell durchgeschlafen, pah. Aber dann kam, na klar, alles anders als gedacht. Ich entdeckte, dass es auch ohne Gestell und stattdessen mit Türklammer geht und wurde neugierig wegen all der warmen Worte über die den Federwiegenmotor in Wolkenform, der das Baby gemächlich auf und ab schaukelt. Tja, was soll ich sagen: Es funktioniert, ist unheimlich praktisch und verschafft uns Eltern noch ein bisschen mehr Zeit zum Verweilen und Spielen mit dem großen Bruder. Danke!

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Wunderwiege (@wunderwiege)

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7 Kommentare

  1. Carla

    Alles wunderschöne Sachen. Aber irgendwie fehlt mir ein Verweis, dass du vieles auch geschenkt/gesponsert (sorry falls das das falsche Wort ist, will in keiner Weise suggerieren dass du nichts dafür tun musst, ich weiß dass das Teil der Bezahlung von Bloggerinnen/Content Creators ist) bekommen hast, oder? Weil man sonst vielleicht nicht unbedingt eine Wickelkommode für 850 Euro oder eine Trage für 400 Euro anschafft.

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    1. Nike Jane Artikelautorin

      Liebe Carla,
      danke für deine Anmerkung, du hast total recht. Für alle anderen: zuvor hatte ich diesen Vermerk bloß bei der Wunderwiege hinzugefügt, es dann aber bei Trage und Kommode vergessen. Also: Die Trage haben wir zur Geburt geschenkt bekommen. Die Kommode habe ich als Presse Sample beim Cam Cam angefragt. Bezahlungen sind hier nirgends involviert. Deshalb habe ich nun „gifted“ oder „Presse Sample“ dazu geschrieben. So wie ich es bei Instagram auch mache. Ganz liebe Grüße und danke!

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  2. Miriam

    Liebe Nike, herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures wunderfeinen Kindes!!!
    Das allerliebste für euch.

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  3. Nina

    Puh, 300-500 Euro für die Babytragen von Artipoppe…
    Wir hatten damals eine weitergeschenkte Manduca. Sie sah – nachdem sie zuvor schon für drei Kinder verwendet worden war – nicht mehr allzu toll aus, ich fand sie aber in Punkto Funktionalität und Handhabbarkeit super.
    Beim Kinderwagenkauf haben wir sehr auf Qualität geachtet und uns für einen von Emmaljunga entschieden, auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit (Produktionsland, Schadstoffbelastung). Rückblickend denke ich aber, dass wahrscheinlich auch beim Kinderwagen ein Gebrauchter mehr als in Ordnung gewesen wäre.

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  4. mira

    puhhh is it just me oder ist seit dem die anderen Autorinnen nicht mehr da sind, alles nur noch Werbung? Verstehe schon dass ihr auch Geld verdienen müsst, aber muss wirklich jeder content mit Produkten/firmen verbunden sein? Mir ist hier bei eurem Relaunch leider echt viel an authenzität flöten gegangen… schade! trotzdem alles gute euch

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