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	<title>Alltagssexismus Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>&#8222;Meiner ist so groß&#8220; Schon wieder bin ich belästigt worden und habe nichts gesagt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2017 09:07:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Korbik]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Belästigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mal wieder ist es passiert. Und mal wieder stelle ich mir Fragen. Letzte Woche stand ich abends mit zwei männlichen Freunden an einer Berliner U-Bahn-Station. Die Jungs verabschiedeten sich und stiegen in ihre Bahn, ich wartete auf meine. Stöpsel im Ohr, Musik auf den Ohren, nur noch zwei Minuten Warten. Dann schob sich ein Mann<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/03/21/meiner-ist-so-gross-schon-wieder-bin-ich-belaestigt-worden-und-habe-nichts-gesagt/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p3"><span class="s1"><i><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/03/21/meiner-ist-so-gross-schon-wieder-bin-ich-belaestigt-worden-und-habe-nichts-gesagt/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-157380" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/03/belaestigng.jpg" alt="" width="640" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/belaestigng.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/belaestigng-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/belaestigng-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/belaestigng-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/03/belaestigng-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a>Mal wieder ist es passiert. Und mal wieder stelle ich mir Fragen.</i></span></p>
<p class="p3"><span class="s1">Letzte Woche stand ich abends mit zwei männlichen Freunden an einer Berliner U-Bahn-Station. Die Jungs verabschiedeten sich und stiegen in ihre Bahn, ich wartete auf meine. Stöpsel im Ohr, Musik auf den Ohren, nur noch zwei Minuten Warten. Dann schob sich ein Mann in mein Blickfeld. Er stand direkt vor mir und redete auf mich ein. Musik sei Dank verstand ich kein Wort, wollte aber nicht unhöflich sein – vielleicht hatte der Mann ja eine Frage – und nahm die Stöpsel aus den Ohren. Der Mann sprach und ich verstand ihn nicht. „Bitte?“, sagte ich und diesmal war seine Antwort klar verständlich: „Ich will dich ficken.“ Und: „Meiner ist so groß“, untermalt von entsprechenden Handbewegungen. </span></p>
<p class="p3"><span class="s1">In diesem Augenblick hatte ich keine Angst, ich fühlte mich nicht eingeschüchtert – in Rufnähe warteten mehrere Leute ebenfalls auf die U-Bahn. Aber ich war unglaublich wütend. Erst auf den Mann, der seltsam weggetreten und teilnahmslos wirkte (Drogen? Alkohol?). Dann auf mich, weil ich einfach nichts sagte, meine Stöpsel zurück ins Ohr stopfte und stur vor mich hinstarrte, bis die Bahn kam. In der Bahn schickte ich eine Nachricht an meine Schwester, schilderte ihr, was geschehen war. Ihre Empörung konnte ich förmlich durchs Handy spüren. Und ich? Ich war nicht empört. Nur irgendwie… leer. </span><span id="more-157362"></span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Nichts passiert, eigentlich</span></strong></p>
<p class="p3"><span class="s1">Denn ich kenne das ja. Ich bin es gewohnt, wie so viele andere Frauen. Als ich im nordfranzösischen Lille studierte, ein doch recht hartes Pflaster, wurde ich nachts auf dem Nachhauseweg einmal von einer Gruppe junger Männer umringt. Sie redeten auf Französisch auf mich ein und ich hatte keine Ahnung, was sie von mir wollten. Durch die aufkommende Panik vergaß ich sämtliche Sprachkenntnisse, in meinem Kopf war nur noch Platz für einen Gedanken: Wie komme ich hier wieder raus? Irgendwas machte dann in mir „Klick“ und Französisch-Fragmente kehrten zu mir zurück. Ich plauderte also mit diesen Männern, die mich umringten, sicher ein paar Minuten lang, bis ich es wagte, ein „Bonne nuit“ in die Runde zu werfen und weiterzugehen. Meter für Meter, immer in dem Bewusstsein, dass sie mir nachkommen könnten. Und dann? Es kam mir niemand nach.</span></p>
<p class="p3"><span class="s1">Vor zwei Jahren wurde ich am hellichten Tag auf dem Berliner Mehringdamm angegriffen. Ich fuhr auf meinem Rad an <i>Mustafa’s Gemüsekebab</i> vorbei, als mir plötzlich ein Mann entgegenkam. Auf dem Fahrradweg. Ich klingelte. Der Mann sah mich direkt an, irgendetwas an ihm stimmte nicht. Er schien dreckig, aggressiv, der Blick verhangen. Dann packte er mein Fahrrad, griff in den Lenker und schrie mich an. Er versuchte, mein Rad mitsamt mir darauf gegen eine nahestehende Laterne zu werfen. Er schrie immer weiter, ich verstand ihn nicht. Ich war so perplex, dass ich nur sagte: „Hey, hey“. Immer wieder. Die 20 Menschen in der Schlange vor Mustafa’s Gemüsekebab guckten. Und guckten. Irgendwann ließ der Typ mein Fahrrad los, ich fuhr weiter, über die nächste Ampel – und brach in Tränen aus. Dabei war ja nichts passiert. Eigentlich.</span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Nicht normal, eigentlich</span></strong></p>
<p class="p3"><span class="s1">Denn eigentlich ist eben doch eine Menge passiert und passiert immer wieder. Und ich bin wütend über mich selbst, dass ich das meistens so hinnehme. Weil ich eben daran gewöhnt bin. Weil es so „normal“ ist. Und manchmal frage ich mich: Was wäre, wenn <i>ich</i> es nicht so hinnehmen würde? Wenn <i>wir</i> es nicht so hinnehmen würden? Wenn sich in unserer Gesellschaft endlich die Erkenntnis durchsetzen würde, dass solche Vorfälle nicht „normal“ sind – weder für mich, noch für so viele andere. Dass man sie nicht einfach „akzeptieren“ muss. Dass sich grundlegend etwas ändern muss, weil es hier nicht um vereinzelte, individuelle Vorfälle geht, sondern um ein strukturelles Problem. Ja, was wäre wenn?</span></p>
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		<title>BRAIN BLAH #1 //  Von Motorrädern und Sexistinnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2015 06:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wir]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Bla]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weil nicht nur in unseren Mobiltelefonen, sondern auch in unseren Gehirnwindungen gelegentlich zu viel Datenmüll festhängt, führen wir ab sofort eine wöchentliche Rubrik ein, die sich inhaltlich zwischen Kolumne, Anekdotensammlung und vielen Fragezeichen bewegt. Leichte Kost für Zwischendurch, mitten aus dem Kopfsalat: Für ein Interview mit dem ziemlich unangezogenen Jungsheft saßen wir vor ein paar<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/06/04/brain-blah-1-von-motorradern-und-sexistinnen/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/06/sexismus.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/06/04/brain-blah-1-von-motorradern-und-sexistinnen/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-110017" alt="sexismus" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/06/sexismus.jpg" width="738" height="655" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/06/sexismus.jpg 738w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/06/sexismus-150x133.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/06/sexismus-513x455.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/06/sexismus-624x553.jpg 624w" sizes="(max-width: 738px) 100vw, 738px" /></a></a>Weil nicht nur in unseren Mobiltelefonen, sondern auch in unseren Gehirnwindungen gelegentlich zu viel Datenmüll festhängt, führen wir ab sofort eine wöchentliche Rubrik ein, die sich inhaltlich zwischen Kolumne, Anekdotensammlung und vielen Fragezeichen bewegt. Leichte Kost für Zwischendurch, mitten aus dem Kopfsalat:</p>
<p>Für ein Interview mit dem ziemlich unangezogenen <a href="http://www.jungsheft.de/ausgaben/" target="_blank">Jungsheft</a> saßen wir vor ein paar Wochen mit einer Redakteurin zusammen, die sich nicht davor scheute, uns über nackte Männer und diverse Frivolitäten auszufragen. Ich gestand zum Beispiel, dass mir derzeit kein kultivierteres Sexsymbol als Jackson Teller aus der zuweilen etwas reudigen Serie &#8222;Sons Of Anarchy&#8220; einfiele, dass ich gelegentlich sogar ganz gerne diese 60 Minuten andauernde geistige Leere in Kauf nehme, bloß um böse Gauner auf dicken Motorrädern mit starken Armen und schlechten Frisuren anzuschmachten, und dass ich mich, wenn man es ganz genau nimmt, Balz-techinsch zwar nur manchmal, aber sehr eindeutig auf Neanderthaler-Niveau bewege. Irgendwann war die Redakteurin wieder weg, das Thema aber noch auf dem Tisch. Zwei Freundinnen kamen dazu und ließen schallend Beweise regnen: &#8222;Wow, ehm, Ciao!&#8220; hätte ich einem Bärtigen erst kürzlich hinterher gepfiffen, als Dankeschön für die nette Schlepphilfe bei Ikea. &#8222;Uhlalala&#8220; würde ich sowieso ständig vor mich hin murmeln und dass ich mir den Hals noch nicht verrenkt hätte vom ungenierten Hinterherglotzen sei ohnehin das größte aller Wunder. Wie ein unter Sauerstoffmangel leidender Südseefisch schwieg ich mir am Cola-Strohhalm nuckelnd und nach Luft schnappend die Schmach aus der Seele, alles was ich schließlich doch noch japsend fragen konnte, war: Heißt das jetzt, ich bin die Raketen-Sexistin schlechthin? Einvernehmliches Kopfnicken.<span id="more-109962"></span></p>
<p>So viel Selbstreflektion am Nachmittag überstieg meine Ambitionen. Bisher ging ich in Unschuld getaucht davon aus, ich hätte einfach diesen allseits bekannten Schalk im Nacken kleben, aber dass es gleich so politisch dicke kam machte, dass mir die Ohrläppchen unangenehm juckten. Es ist ja nicht unbedingt befriedigend, eine Fratze zu sehen, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt &#8211; Ein Fall für den Humanismus und Feminismus für alle. Es hat nämlich nicht nur Nachteile, eine Frau zu sein, sondern druchaus diverse Vorteile. Bisher konnte ich mich jedenfalls wie ein Elefant im Baggerspruch-Laden bewegen, ohne Schelte dafür zu kassieren. Das ist, ganz nebenbei bemerkt, unfair.</p>
<p>Wo der Spaß am Leben aufhört und Respektlosigkeit anfängt, in dieser Frage sitzt wohl das Dilemma fest, mit dem sich keineswegs nur feiste Bauarbeiter und geleckte Porschefahrer herum schlagen müssen. Auch am Tisch gibt&#8217;s statt Antworten nur Achselzucken. Möglicherweise ist uns der Humor abhanden gekommen. Vielleicht ist uns aber auch ein Licht aufgegangen. Eine Sache der Perspektive.</p>
<p>Kann man sich heute denn noch richtig verhalten, wenn man sich überhaupt verhält? Bestimmt. Ich weiß nur nicht, wie. </p>
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		<title>Ist das noch nett oder schon Sexismus?</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/10/30/ist-das-noch-nett-oder-schon-sexismus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2014 16:04:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[box2]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Shoshana Roberts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über die Sache mit dem Alltagssexismus haben wir uns hier erst kürzlich ein bisschen ausgelassen. Die aus dieser Diskussion gewonnenen Erkenntnis war allerdings keineswegs vorhersehbar, denn überraschenderweise stimmte nicht jede unserer Leserinnen in den &#8222;Kenn ich, ist voll kacke wenn einem hinterher gepfiffen wird und all die doofen Bagger-Sprüche nerven auch&#8220;-Tenor ein (es ging damals<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/10/30/ist-das-noch-nett-oder-schon-sexismus/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/10/catcall29n-3-web.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/10/30/ist-das-noch-nett-oder-schon-sexismus/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-92777" alt="sexismus video" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/10/catcall29n-3-web.jpg" width="970" height="522" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/10/catcall29n-3-web.jpg 970w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/10/catcall29n-3-web-150x80.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/10/catcall29n-3-web-513x276.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/10/catcall29n-3-web-800x430.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/10/catcall29n-3-web-624x335.jpg 624w" sizes="(max-width: 970px) 100vw, 970px" /></a></a>Über die Sache mit dem <a title="Die Sache mit dem Alltags-Sexismus //  Pfeif mich nicht an, denn ich pfeif nicht zurück." href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/" target="_blank"><strong>Alltagssexismus</strong></a> haben wir uns hier erst kürzlich ein bisschen ausgelassen. Die aus dieser Diskussion gewonnenen Erkenntnis war allerdings keineswegs vorhersehbar, denn überraschenderweise stimmte nicht jede unserer Leserinnen in den &#8222;Kenn ich, ist voll kacke wenn einem hinterher gepfiffen wird und all die doofen Bagger-Sprüche nerven auch&#8220;-Tenor ein (es ging damals um Männer, die offenbar in dem Glauben sind, wir empfänden deren schmalzig bis bitteren Annäherungsversuche auf offener Straße tatsächlich als schmeichelnd). Der Haken an der Geschichte: Nicht jeder Frau wird hinterher geflötet, sobald sie alleine den Späti kreuzt. Verständlich also, dass sich manch einer ob der Sexismus-Vorwürfe fragte, was denn nun eigentlich so schlimm daran sei, wenn man von Fremden &#8222;Komplimente&#8220; kassieren würde. Freuen sollten wir uns.</p>
<p>Ähnlich kontrovers fielen und fallen die Reaktionen auf das jüngst veröffentlichte Video von Shoshana Roberts aus. Mit dem zweiminütigen Clip, in dem dokumentiert wird, wie oft die 24-jährige Amerikanerin im Laufe eines ganz normalen Tags mitten in New York belästigt wird, landete sie nämlich nicht nur einen millionenfach angeklickten Youtube-Hit, nein, sie heimste sich außerdem über zehn Morddrohungen und tausende Hass-Kommentare ein.<span id="more-92711"></span></p>

<p>Die meisten der Männer, die sich beispielsweise auf <strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sexismus-versteckte-kamera-zeigt-sexuelle-belaestigung-in-new-york-a-999955.html" target="_blank">Spiegel Online</a> </strong>an der Diskussion beteiligt haben, verstanden das Problem erst gar nicht und äußerten sich mitunter wie folgt:</p>
<p><em>&#8222;Ich darf Frauen also keine Komplimente machen, seien sie noch so banal? Wow, ich dachte wir streben eine Gesellschaft der Gleichberechtigung und gemeinsamen Werte an.&#8220;</em></p>
<p>Sind also nicht die Männer und ihre Sprüche Schuld, sondern wir selbst, weil wir es ihnen nicht gleich tun?</p>
<p><em>&#8222;(&#8230;)Bezüglich des Typen, der hinter ihr her geht, würde ich von einer emanzipierten Frau erwarten, dass sie sich umdreht und dem Typen die Meinung geigt, und nicht das brave eingeschüchterte Mäuschen gibt. Ansonsten liegt das Problem m.E. eher in der Überempfindlichkeit, dass die Dame sich auch von normalen Blicken belästigt fühlt.&#8220;</em></p>
<p>Ähnlich abstruse Verteidigungsmaßnahmen hört man übrigens, wann immer es um sexuelle Belästigung geht: Mademoiselle hätte schließlich einen dezenteren Ausschnitt tragen können. Selbst Schuld, na klar.</p>
<p><em>&#8222;Sexismus? Machen wir das Leben zu einem Ort ohne Sex, gegenseitigem Begehren und Komplimenten. Willkommen in der Utopie der Geschlechtslosigkeit. Wunderbar. Oder einfach wieder den Stock aus dem A&#8230;. nehmen und ein bißchen entspannen.&#8220;</em></p>
<p>Pscht, Pscht. Tolle Brüste! Sexy Lady! Ich habe schon schönere Komplimente gehört, wirklich. Und  sexuell begehrt werden möchte ich, man mag es kaum glauben, nur von meinem Freund. </p>
<p><em>&#8222;Normale Menschen wären froh, auch mal angesprochen zu werden&#8230;&#8220;</em></p>
<p>Angesprochen werden ≠ sinnlos angebaggert werden. Und was sind überhaupt &#8222;normale Menschen&#8220;?</p>
<p><em>&#8222;Wie geht&#8217;s, Hübsche?&#8220;, &#8222;Gott segne dich, Mami&#8220;, &#8222;Nett!&#8220;&#8220; Nein diese Barbaren! Hab mir das Video angeschaut und muss ganz ehrlich fragen: Ist das ein Scherz? Bis auf den Typen der 5 Minuten neben her läuft und den anderen der mit läuft und ein konsequnet auf sie einredet, war da ja wohl nix ach so schlimmes dabei.&#8220;</em></p>
<p>Nichts Schlimmes. Aber Nerviges, Unnötiges, Unangenehmes. </p>
<p><em>&#8222;Als Mann werde ich niemals von einer Frau angesprochen. Ist doch auch diskriminierend, oder?&#8220;</em></p>
<p>Wenn man es genau nimmt: Ja. </p>
<p>Was also ist das Fazit? Wo liegt der Unterschied zwischen einem Kompliment und einer Pöbelei? In manchen Fällen lässt sich diese Frage vielleicht nur mit der sozialen Herkunft des Absenders beantworten, oder? Der gut aussehende Charmeur im Blumenladen würde wohl viel seltener als unangenehmer Rüpel empfunden werden als der Jogginghosenträger vor dem Spätkauf.</p>
<p>Wer also hat nun Recht? Wir, die Frauen, die sich beschweren? Oder sind vielleicht sogar die Männer die wahren Opfer, weil man ihre Freundlichkeit verkennt? Ich glaube nicht. Denn an einem höflichen und aufrichtig gemeinten Kompliment hat sich zumindest in meinem eigenen Freundinnenkreis noch niemand gestört. An etlichen unangebrachten Herabwürdigungen im Deckmantel seltsamer Pseudo-Komplimente allerdings schon.</p>
<p><em style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">(Info: Hinter dem Film steckt außerdem die Organisation &#8222;Hollaback&#8220;, deren Ziel es ist, auf Alltagssexismus aufmerksam zu machen und ihn gleichzeitig zu bekämpfen.)</em></p>
<p><em>Danke für den Themen-Vorschlag, liebe Mila! </em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Video // &#8222;Always #likeagirl&#8220;</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/02/video-always-likeagirl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2014 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[box2]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[#Likeagirl]]></category>
		<category><![CDATA[Always]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um eins schonmal vorweg zu nehmen: Bei diesem wunderbaren Video, das wir euch im Folgenden ans Herz legen wollen, handelt es sich ganz offensichtlich um eine Kampagne der Marke &#8222;Always&#8220;, aber sei&#8217;s drum, das Gesagte und Gezeigte wiegt dadurch nicht weniger schwer und verliert außerdem nicht m Geringsten an Relevanz. Deshalb ein kleines Chapeu an<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/02/video-always-likeagirl/">weiterlesen…</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/02/video-always-likeagirl/">Video // &#8222;Always #likeagirl&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/like-a-girl-always.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/02/video-always-likeagirl/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-81090" alt="like-a-girl-always" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/like-a-girl-always.jpg" width="639" height="431" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/like-a-girl-always.jpg 639w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/like-a-girl-always-150x101.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/like-a-girl-always-513x346.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/like-a-girl-always-624x420.jpg 624w" sizes="(max-width: 639px) 100vw, 639px" /></a></a>Um eins schonmal vorweg zu nehmen: Bei diesem wunderbaren Video, das wir euch im Folgenden ans Herz legen wollen, handelt es sich ganz offensichtlich um eine Kampagne der Marke &#8222;Always&#8220;, aber sei&#8217;s drum, das Gesagte und Gezeigte wiegt dadurch nicht weniger schwer und verliert außerdem nicht m Geringsten an Relevanz. Deshalb ein kleines Chapeu an das Kreativteam vorweg: Der Dreiminüter hat nämlich schon über 15 Millionen Menschen erreicht.</p>
<p>Eigentlich brauchen wir an dieser Stelle auch gar nicht groß um den heißen Brei herum reden, ihr werdet nämlich sowieso gleich sehen, worum es geht: Um Girlpower nämlich und <a title="Die Sache mit dem Alltags-Sexismus //  Pfeif mich nicht an, denn ich pfeif nicht zurück." href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/" target="_blank"><strong>Alltags-Sexismus</strong></a>, um einen weiteren eins A Beweis für die Notwendigkeit vom Feminismus im Jahr 2014 (und auch noch danach), darum, dass die Beschreibung &#8222;Wie ein Mädchen&#8220; tatsächlich noch immer als Degradierung funktioniert und zwar nicht nur unter Jungs. Ich will wirklich überhaupt gar nicht darüber nachdenken, wie häufig ich in meinem Leben schon Floskeln wie &#8222;Stell dich nicht so an, du bist doch kein Mädchen&#8220; oder &#8222;Kämpf doch mal wie ein Mann&#8220; von mir gelassen habe, wirklich wahr. Papa hat&#8217;s eben schon früh erkannt: Erst denken, dann reden. In diesem Sinne &#8211; Let&#8217;s go:<span id="more-81088"></span></p>

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		<title>Die Sache mit dem Alltags-Sexismus //  Pfeif mich nicht an, denn ich pfeif nicht zurück.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 12:23:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sache mit....]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie man es macht, man es falsch, das ist klar und ganz gewiss gibt es immer jemanden, der irgendetwas zu meckern hat, egal was man tut oder lässt, das ist wahrlich keine große Überraschung, sondern ein Grundsatz, über den selbst Harald Martenstein ganze Lieder singen könnte. Logisch also, dass ich seit der Veröffentlichung diverser Artikel,<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/alltags-sexismus.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-79936" alt="alltags-sexismus" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/alltags-sexismus.jpg" width="834" height="666" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus.jpg 834w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-150x119.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-513x409.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-800x638.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-624x498.jpg 624w" sizes="(max-width: 834px) 100vw, 834px" /></a></a><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Wie man es macht, man es falsch, das ist klar und ganz gewiss gibt es immer jemanden, der irgendetwas zu meckern hat, egal was man tut oder lässt, das ist wahrlich keine große Überraschung, sondern ein Grundsatz, über den selbst Harald Martenstein ganze Lieder singen könnte. Logisch also, dass ich seit der Veröffentlichung diverser Artikel, zum Beispiel jenem über diesen ominösen &#8222;Feminismus mit Titten&#8220;, immer wieder auf ganz abstruse Gegenstimmen stoße, auf feine, wohl dosierte Seitenhiebe. Ganz getreu dem Motto: &#8222;Mädchen, wo liegt eigentlich dein Problem, ist doch alles Friedefreudeeierkuchen hier in Deutschland&#8220;. Ach ja? Andere argumentieren &#8222;Ach weißt du, ich beschäftige mich gar nicht groß mit diesem Thema, ist für mich halt selbstverständlich.&#8220; Der Haken an beiden Einstellungen ist bloß folgender: Gleichberechtigung zwischen den Menschen, also das, wofür ein gesunder Feminismus nun mal stehen sollte, ist auch 2014 noch ein kleines aber feines Märchen, eine Utopie, die selbst Oma und Mami noch längst nicht zur blumigen Realität reden, kämpfen und machen konnten. Vor allem im täglichen Miteinander zwischen Männlein und Weiblein und allem dazwischen.</span></p>
<p><span id="more-79675"></span><br /> Nun bekommen allerdings sehr viele unter uns die herrschenden Ungerechtigkeiten im Alltag tatsächlich kaum zu spüren. Wir sind alle gut drauf, bis zu einem gewissen Punkt total selbstbewusst, denkend, arbeitend und stolz auf Brüste, Rundungen oder den neuen Lippenstift. Und zwar so sehr, dass es uns (und auch mir) zuweilen äußerst leicht fällt, die täglichen Wehwehchen einfach auszublenden, ganz so als sei überhaupt gar nichts passiert. Vielleicht ist auch die Gewöhnung Schuld.</p>
<p>Nennt mich pingelig, nervig oder wehleidig, aber ich persönlich habe, gelinde gesagt, mittlerweile die Nase voll davon, tagein tagaus auf Ignoranz stellen zu müssen. Und ich kann doch ganz gewiss nicht die einzige Frau des Planeten sein, die ständig mit selten dämlichen und natürlich niemals fruchtenden Bagger-Sprüchen vorbei laufender Passanten konfrontiert wird, oder mit Beratern im Baumarkt, die tendenziell erst einmal davon ausgehen, man hätte einen Nagel im Kopf, bloß weil der Rockzipfel so hübsch flattert. </p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-79932" alt="everyday sexism" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500.jpg" width="500" height="380" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500.jpg 500w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500-150x114.jpg 150w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a>(Bild via)</p>
<p>Ich meine, ernsthaft. Diese Baggerer und Hinterherpfeifer zum Beispiel, die können sich doch nicht ernsthaft erhoffen, dass ich oder du oder irgendwer wirklich und wahrhaftig auf deren stupides Gelabere eingeht und vor Entzückung in Ohnmacht fällt. &#8222;Kann man dich mit nach Hause nehmen?&#8220; -Klar! &#8222;Geile Titten!&#8220; &#8211; Herzlichen Dank! &#8222;Hmuah, hmuah, hallo, hallo&#8220; &#8211; &#8222;Küsse zurück und einen schönen Tag noch! Nee. Ich werde inzwischen ausschließlich aggressiv, würde liebend gern zurück pöbeln (denn was anderes ist das hier nicht, jedenfalls sieht ein ernst gemeintes Kompliment in meiner Welt etwas anders aus) und statt zu denken &#8222;Hammer, was für ein toller Hecht!&#8220;, überlege ich mir  nicht selten, wie man diesen aufdringlichen und omnipräsenten Herrschaften verbal den Garaus machen könnte. Ich fürchte allerdings: Gar nicht. Denn vermutlich könnte dort genau so gut ein hundertjähriges Schlachtschiff an diesen charmanten Kerlen vorbei schleichen, ganz bestimmt würde dem findigen Sexisten trotzdem ein x-beliebiger niederträchtiger Spruch entfleuchen. Ein Automatismus eben, weil man das eben einfach so macht, wenn eine Dame allein (oder bei Nacht) ihres Weges ist. Es ist zum Haare raufen und die Ecke brechen, ganz ehrlich. </p>
<p>Man könnte jetzt noch hunderte solcher Beispiele aufzählen, hier aber nur ein Paar Zitate, zur Verdeutlichung unseres Verdrängungs-Mechanismusses: </p>
<p>&#8222;Für ein Mädchen bist du aber ganz schön fit/stark/gewitzt/schlagfertig/schlau/ehrgeizig,&#8230;.&#8220; <br />&#8222;Haben Sie denn einen Mann Zuhause, oder soll der Klempner die Waschmaschine für Sie anschließen?&#8220;  <br />&#8222;Ach, ihr geht segeln? Steht man da den Männern nicht im Weg rum?&#8220;<br />&#8222;Ihr geht dann aber die kleine Wanderrunde, ist ja eine Frau dabei?&#8220;<br />&#8222;Mathe? Macht ja nix, du bist ja auch ein Mädchen.&#8220; <br />&#8222;Bitteschön der Herr, die Rechnung.&#8220;<br />&#8222;Toll, ihr bekommt einen Sohn, dann kann dein Freund ja mit ihm Skateboard fahren.&#8220; </p>
<p>Meistens lächle ich in solchen Situationen sogar etwas debil und denke noch dazu &#8222;Och wie nett&#8220;. Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Unterschiede zwischen Mann und Frau, und ich lasse mir sogar sehr gerne helfen, die Tür aufhalten oder schöne Augen machen. Allerdings genau so gerne, wie der Mann an meiner Seite. Der freut sich nämlich auch, wenn man ihm die Sparkassen-Pforte nicht vor der Nase zu knallt, wenn man ihn nicht empört beäugt, sobald er über einen eventuellen Vaterschaftsurlaub spricht und ich bin mir sehr sicher: Auch mit Tochter hätte es Skateboard-Unterricht gegeben. Die Beschäftigung mit dem Thema Feminismus ist demnach wichtiger, notwendiger und hoffentlich auch ein bisschen präsenter als die meisten von uns bisher anzunehmen wagten.<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/">Die Sache mit dem Alltags-Sexismus // &lt;br/&gt; Pfeif mich nicht an, denn ich pfeif nicht zurück.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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