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	<title>Die Sache mit.... Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Die Sache mit &#8230;// &#8230;der Suche nach geistiger Reife</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2015 16:20:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man früh Mutter wird, dann hagelt es von allen Seiten Kommentare, gute und schlechte, solche, die man als Lobhudelei verbucht und andere, die den Denkapparat zum Knirschen bringen. Womöglich kann man &#8222;Mutter&#8220; an dieser Stelle auch gut und gerne durch Ist-Zustände wie &#8222;wenn man älter wird / wenn man einen guten Job hat /<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/05/13/die-sache-mit-der-reife/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/05/reife.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/05/13/die-sache-mit-der-reife/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-108298" alt="reife" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/05/reife.jpg" width="640" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/reife.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/reife-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/reife-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/reife-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/reife-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a>Wenn man früh Mutter wird, dann hagelt es von allen Seiten Kommentare, gute und schlechte, solche, die man als Lobhudelei verbucht und andere, die den Denkapparat zum Knirschen bringen. Womöglich kann man &#8222;Mutter&#8220; an dieser Stelle auch gut und gerne durch Ist-Zustände wie &#8222;wenn man älter wird / wenn man einen guten Job hat / wenn man in einer Beziehung steckt&#8220; ersetzen. Am Ende kommt immer das Gleiche dabei heraus: Die große Frage, ob man annähernd so reif ist, wie man sollte. Als sei der Grad des geistigen Erwachsenwerdens ein Glücksbarometer, sowas wie der Schlüssel zur lasterlosen Erleuchtung. Höchstwahrscheinlich bin ich etwas schief gewickelt, aber mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass alles genau anders herum ist. Dass unsere Sozialisierung hin zur Vernunft zwar zweifelsohne gesund, aber ganz gewiss nicht der ultimative Weg oder gar abenteuerlich ist, wo das Gegenteil von Abenteuer doch im besten Fall als Routine bezeichnet werden kann. Wer das will, hat Glück. Wer nicht, dem gehts wie mir. Weil ein bisschen Krawall durchaus erquickend sein kann. Und wichtig für die wilde Seele.</p>
<p>Nehmen wir beispielsweise das vergangene Wochenende. Plötzlich saß ich da und wollte gar nicht viel, bloß raus und zwar alleine. Wein trinken, Hirngespinsten Luft machen, eine Tonne Pizza verdrücken, mit extra Mascarpone, und in der Nacht verloren gehen. Nichts Besonderes, nur das, was man eben so macht, wenn man zwei Beine, gute Freunde und ein bisschen Freizeit hat. Bis ich eine wirklich weit entfernte Bekannte traf, die in etwa so viel Ahnung von Spaß hat wie ich von Stochastik. <em>Wo sind denn deine Jungs, musst du nicht gleich nach Hause, einen Kater kannst du dir doch jetzt wirklich nicht erlauben.</em> Typisches Moralapostelgejaule im Deckmantel der freundlichen Besorgtheit. Ich frage mich dann immer, ob es denn wirklich so schwer ist, zu begreifen, dass in meinem Körper noch genau der selbe Mensch sitzt, wie all die Jahre zuvor. Jedenfalls erinnere ich mich nicht daran, jemals ein Heimscheißer gewesen zu sein.<span id="more-108115"></span><em><br /></em></p>
<p>Am nächsten Morgen natürlich die Quittung, ein Kater aus der Hölle, Belag auf der Zunge, ein Blitz im Kopf. Aber ich habs ja gewusst. <em>Wie schön</em>, denke ich. <em>Alles wie immer und früher und vorher.</em> Bloß ist es noch dunkel draußen, als ich geweckt werde, weil neben mir eine kleine Hand auf dem Kissen herum patscht und nach dem Schnuller sucht. Und die Erschöpfung? Halb so wild. Fühlt sich nach lebendig sein, nicht nach Katastrophe an. </p>
<p><em>Achtung, Schnittchen auf 12 Uhr, mit Bart und Knackpo dran. </em>Ich sage sowas manchmal. Weil ich Männer mag und Gucken ja sowieso erlaubt ist, sogar nach zehn Jahren Ehe. <em>Ehm, du weißt aber, dass du hast ein Kind zuhause sitzen hast?! </em>Danke für den Reminder. Meine Augen gehören aber schon noch mir, oder wie ist das jetzt? Scheuklappen und totale Selbstaufgabe? Kenn ich aus Büchern und üblen Anekdoten, dass ich aber heilfroh bin, nicht selbst von dieser Pest betroffen zu sein, kommt mir nur selten über die Lippen. Betroffene treffen nämlich gern auf Gleichgesinnte. Wer nicht mitreden kann, dem klebt deshalb sehr schnell ein Rabenmutter-und-Freundin-Stempel auf der Stirn. Wasserfest, da hilft auch verbales Rubbeln nicht.</p>
<p><em>Wenn das Kind erstmal da ist, ist dein Leben echt vorbei. Schlaf auf jeden Fall schonmal vor und geh nochmal richtig aus, das ist dann alles Schnee von gestern.</em> Wenn man nicht am Leben interessiert ist, dann bestimmt. Ansonsten gibt es Väter, Tanten oder Babysitter.<em> </em>Wie war das noch gleich mit der elendigen Floskel &#8222;Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied?&#8220; Wahre Worte, ganz im Gegensatz zu den soeben voran gegangenen. Tausend Mal gehört, tausend mal zu den Ohren wieder raus gekotzt. Ein Scheiß ist vorbei. Und zwar nur der, auf den man ohnehin keine Lust mehr hatte, weil 1000 und eine Nacht erlebt. </p>
<p>Ein anderer Tag. Ich sitze mit einer Tragik-besudelten Freundin beim Spanier. Als ich gerade heimlich und genüsslich an der ersten Zigarette des Jahres ziehe, obwohl ich eigentlich längst Nichtraucherin bin &#8211; die Umstände und die Frechheit des Auslösers der Tragik trieben mich für einen kurzen Moment in die Sucht zurück -, faucht jemand am gegenüberliegenden Tisch &#8222;Die kenn ich aus dem Internet, die ist Mutter und jetzt pafft die hier.&#8220; Erwischt. Mein Kind ist zwar 30km weit von meinem Rauch entfernt, aber dennoch beschleicht mich ein schlechtes Gewissen. Trotz Pfefferminzkaugummis und der Zahnbürste, die daheim auf mich warten, um jegliche Spuren rechtzeitig zu verwischen. Ich bin noch immer nicht erwachsen, das ist der Beweis. Erwachsene benehmen sich anders, immer den Erwartungen entsprechend, nie daneben. Gibt es überhaupt Erwachsene? Wenn ich so darüber nachdenke, dann kenne ich keinen einzigen. Ich kenne bloß Menschen unterschiedlichen Alters, die alle mal im Dunkeln tapsen. Der Kniff liegt allerdings darin, die Taschenlampe nicht zu vergessen. Damit man pünktlich zurück auf die Straße der inneren Reife gelangt.</p>
<p>Am Ende bin ich vielleicht nicht unreifer als gedacht, aber erwachsener als vermutet. Weil ich meine eigenen Entscheidungen treffe, statt unbefriedigt jeglicher Konformität zu folgen. Weil ich erhobenen Hauptes sämtliche Konsequenzen trage, statt verbittert nach fremden Fehlern zu jagen, um meine eigenen zu überbieten. Weil ich es lieber wie Hunter S. Thomson halte: </p>
<p>“Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a pretty and well preserved body, but rather to skid in broadside in a cloud of smoke, thoroughly used up, totally worn out, and loudly proclaiming &#8222;Wow! What a Ride!”. Amen.</p>
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		<title>Kommentar //  Die Sache mit den Wohn-Klonen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2015 14:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal möchte ich mein Handy in ein Glas Weißwein tunken, vor allem dann, wenn es unter einem meiner Instagram-Bilder wieder rund geht, wenn dort vor lauter qualifizierter Meinung und guter Manieren die Funken und Emoticons fliegen. Das sieht dann zum Beispiel so aus: Xy: Eames Chair Overkill. Leider sieht&#8217;s bei sehr vielen genau so aus. Was<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/05/04/kommentar-die-sache-mit-den-wohn-klonen/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/05/04/kommentar-die-sache-mit-den-wohn-klonen/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-107429" alt="Eames Chairs" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n.jpg" width="640" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/1741844_295651153892089_500199053_n-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a>Manchmal möchte ich mein Handy in ein Glas Weißwein tunken, vor allem dann, wenn es unter einem meiner Instagram-Bilder wieder rund geht, wenn dort vor lauter qualifizierter Meinung und guter Manieren die Funken und Emoticons fliegen. Das sieht dann zum Beispiel so aus: <em><span style="color: #993366;">Xy: Eames Chair Overkill. Leider sieht&#8217;s bei sehr vielen genau so aus. </span>Was regt die sich denn so auf</em>, fragt ihr euch jetzt, nicht etwa xy, sondern ich, <em>ist doch halb so wild, fast niedlich nett. Und recht hat sie ja! </em>Nein, das ist nicht nett, wirklich nicht. Das ist zunächst einmal sehr nervig. Weil es nämlich immer wieder passiert. Die Frage ist doch: Was will diese fremde Person uns und mir mit ihrer von digitaler Anonymität produzierten Unverfrorenheit mitteilen? Was wollen uns überhaupt all diese snobistischen Naserümpfer mitteilen, die immer lauter gegen den ultimativen Kassenschlager von Hermann Miller und dem Design-Duo Eames vorgehen?<span id="more-107427"></span></p>
<p>Nicht viel. &#8222;Ihr seid Wohn-Klone&#8220; zum Beispiel. &#8222;Ihr doofen Mitläufer.&#8220; Oder &#8222;Ihr seid so cool wie ein heißer Hagebuttentee.&#8220; Was sie uns außerdem wissen lassen: Sie regen sich furchtbar gern über Dinge auf, die sich außerhalb ihrer Zuständigkeitsbereiche befinden und wissen dabei mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal, weshalb. Man könnte jetzt natürlich Vermutungen anstellen. Es ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass die jeweils verärgerte Person selbst überaus gern einen Plastic Chair von Charles und Ray Eames neben ihrem Teak-Sideboard platzieren würde. Wäre da nicht das Ego samt Credo &#8222;Masse hat wenig klasse&#8220; (Siehe auch: <em>Ich darf was, was du nicht darfst</em>, ein Phänomen emotional aufreibender Besitzansprüche, die jeder kennt, der einen Exfreund hat oder die Ramones auf H&amp;M-T-Shirts hat zugrunde gehen sehen). Dass man besagtes Sitzobjekt unter den gegebenen Umständen gar selbst noch schön finden könnte &#8211; ausgeschlossen. Und wir, das Internet, unsere Sozialisierung und die Normung der Geschmäcker sind selbstverständlich Schuld daran, denn <em>Gleich und gleich gesinnt sich gern, wer in ähnlichen sozialen Milieus fischt, weist meist einen ähnlichen Geschmack vor</em>, behauptet die Psychologie. Bingo. Und das soll jetzt schlimm sein?</p>
<p>Ich verehre den Kabarettisten und Musiker Rainald Grebe noch immer für seine ehrliche Antwort auf die <a href="http://www.brandeins.de/archiv/2011/die-bewegte-mitte/alle-sehen-gleich-aus/" target="_blank">BrandEins-Frage</a>, wie es sich anfühle, wenn man überall Leute sieht, die das gleiche machen wollen wie man selbst: &#8222;Ja, scheiße. Man will ja der Einzige sein. Das ist wie auf Safari. Man würde jetzt gerne das einzigartige Naturerlebnis haben, aber dann stehen schon acht Jeeps da, und alle fotografieren die gleichen Antilopen.&#8220; Es ist also kein Zufall, dass auch der Eames Stuhl vier Beine hat. </p>
<p>Personen wie XY fühlen sich auch deshalb erhaben, weil sie nicht Eames, sondern Arne Jacobsen, Ikea, Thonet oder Eiermann verehren, weil sie &#8222;Vintage&#8220; shoppen, statt Katalogware zu erstehen. Viel mehr als ein arrogantes Lächeln für sämtliche Eames-Jünger dieses Planeten haben sie ohnehin nicht übrig, der Individualitätsverlust selbiger scheint mit dem Erstehen eines organisch geformten Stücks Design-Historie schließlich so gut wie besiegelt. Ohnehin lachen sie sich beim Betrachten ver-Eamster Wohnungen nur abwertend in ihre Anti-Hipster-Fäustchen und vergessen dabei einmal mehr, dass sie überaus gut daran täten, Gelassenheit in ihr Leben einkehren zu lassen. Vor allem dem eigenen Seelenfrieden zuliebe. Gaffende Nachbarn sind nicht umsonst tendenziell unbeliebt. </p>
<p>Was zur Folge hat, dass ich diesen Leuten gern sanft den Kopf tätscheln und ihnen überfreundlich &#8222;Das wird schon wieder&#8220; ins Ohr säuseln würde. Ich möchte ihnen gerne sagen, dass sie <em>Freunde von Freunden</em> wirklich und wahrhaftig aus ihrer Leseleiste streichen können, sollten all die AD-tauglichen Wohnungen tatsächlich für erhitzte Gemüter sorgen. Das kann ja nicht gesund sein, immer wieder mit hochrotem Kopf vor dem Bildschirm zu kleben. Ich möchte ihnen sagen, dass auch ein Leben ohne Instagram lebenswert ist, dass ein Tag ohne Blogbeiträge kein verlorener Tag ist. Das Risiko morgen schon wieder über einen dieser unerträglichen Arm Chairs zu stolpern, ist einfach zu groß.</p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-107493" alt="eames chair" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n.jpg" width="640" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/05/11005234_454709094679331_1216381322_n-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><br />Richtig ist, dass ein Eames Plastic Chair spätestens seit seinem Revival gewiss kein Ausdruck mehr von Avantgarde oder Design-Elitismus ist. Wer sich trotzdem dazu entschließt, mit diesem <em>bestechend schönen, universellen Stuhl, der wie viele andere Entwürfe etwa 60 Jahre brauchen sollte, bis er den Weg von einem zeitgenössisch ambitionierten Stück, über eine Phase großen Erfolgs, den Abstieg ins Altmodische, bis hin zu einem Revival als unantastbarer Klassiker zurückgelegt hatte</em>, zusammen zu wohnen, <em>der hat aber immerhin die Gewissheit, dass für ihn ein großartiger Entwurf nicht bloß deshalb an Wert verliert, weil ihn auch andere schätzen. </em>Danke, <a href="http://www.stylepark.com/de/news/der-distinktionsstuhl/338943" target="_blank">Markus Frenzel</a>. Auf dass wir uns alle Ihre weisen Worte zu Herzen nehmen mögen.</p>
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		<title>Die Sache mit den bösen Gluten &#038; gefährlichen Ernährungstrends.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 09:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beauty]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/trend-glutenfrei.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/01/26/die-sache-mit-den-modernen-essstorungen-und-dem-bosen-gluten/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-99120" alt="trend glutenfrei" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/trend-glutenfrei.jpg" width="640" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/trend-glutenfrei.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/trend-glutenfrei-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/trend-glutenfrei-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/trend-glutenfrei-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/trend-glutenfrei-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a>&#8222;Ich hätte gerne einen Latte, aber mit Soja, bitte&#8220; &#8211; &#8222;Habenwanich&#8220;. &#8222;Mhhokee, dann nehm ich einen mit normaler Milch.&#8220; Wenn ich mich nicht täusche, dann hat das alles in etwa so angefangen. Schick ist eben der, der Schickes tut und das Verzehren von Kuhprodukten scheint seit Längerem nicht mehr dazu zu gehören. Im Vergleich zu Köstlichkeiten wie richtig klebrigem Kuchen oder klassischen Brotzeitbrötchen gleicht das weiße Gift wohl aber einem Engelstrunk &#8211; Tonangebende Ernährungs-Pingel und Anhänger zwielichtiger Low-Alles-Trends haben sich inzwischen nämlich eine ganze Handvoll neuer Opfer ausgesucht: Sämtliche Proteine wie sie vor allem in Getreide vorkommen, kurz: Gluten.</p>
<p>Nahrungsrassismus 2.0 oder so ähnlich. Die<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> Generation #</span><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">foodporn</span><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> ist binnen weniger Monate zur Generation &#8222;Vertrag ich nicht, ess ich nicht&#8220; mutiert. Und mein Instagram-Feed ist plötzlich #glutenfree. Komisch, wenn man bedenkt, dass tatsächlich nur in etwa 1% der Bevölkerung zu einer nachweisbaren Unverträglichkeit, in Fachkreisen auch Zöliakie genannt, verdonnert ist. Der große Rest gibt sich, so munkelt man, dem allseits bekannten Placeboeffekt und neuerdings auch einem ganz großen Trend hin.<span id="more-99036"></span> </span></p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich haben weder eine heimliche Karriere als Wissenschaftlerin hinter mir, noch geht mich das Essverhalten meiner Mitmenschen mehr als einen feuchten Fuzzi an. Bloß fragte ich mich gestern, nachdem ich mit meiner alten Freundin Leonie telefonierte, wann denn endlich mal jemand den Vogelfinger auspackt, wann denn endlich mal wer sagt, wie absurd und komplett bescheuert das ganze Krümelpizzaessen ist, und zwar ohne Angst vor entrüsteten Kommentaren aus der Richtung all jener, die sich eiskalt erwischt und selbstredend zu Recht angesprochen fühlen. Wer sein Umfeld mit Hashtags penetriert, die zuweilen am Gewissen Normalessender rütteln, der muss nunmal auch mit einem halblächelnden Konter rechnen. Besonders, weil es praktizierenden Gluten-Hassern ja eine gewisse Genugtuung zu geben scheint, jede Mahlzeit mit diesem kleinen aber wichtigen &#8222;freeirgendwas&#8220; Hinweis zu versehen, ja etwas Erhabenes. Für meine frechen Zeilen werde ich mich früher oder später womöglich trotzdem entschuldigen müssen, auch wenn ich eigentlich gar nicht will, belehren lassen hingegen würde ich mich aber wirklich gern, denn vielleicht ist mir ja ein wichtiger Fakt durch die Lappen gegangen. Also los: Warum nur tut ihr euch und uns diesen öffentlich betriebenen Verzicht wirklich an? Macht ihr das für euch, oder für den Fame? Für die Gesundheit, oder doch eher die Figur?</p>
<p> &#8222;Weiß du Nike&#8220;, brabbelte Leonie, die seit wir in der Grundschule noch Zahnspangen aus Alufolie bastelten an der Autoimmunerkrankung Zöliakie leidet, sich gestern jedenfalls unverhofft in Rage. &#8222;Wegen all dieser Mode-Diätler werde ich im Restaurant kaum mehr ernst genommen, man schmeißt mir ständig Croutons in den Suppenteller und außerdem blutet mir beim Anblick eines saftigen Brownies oder beim Butterschnittenfrühstück echt das Herz. Wie soll ich mich von diesem Kackaarschlochhipstertrend also nicht verschmäht fühlen, verrat mir das mal, und wieso machen da so viele Quietschgesunde mit?&#8220;.</p>
<p>Ich hatte weder eine Ahnung, was ich antworten sollte, noch weshalb man freiwillig glutenfrei ergo Klebeeiweißfrei, also zwangsläufig etwas bröseliger als gewohnt isst, aber immerhin verstand ich, dass Leonie fuchsteufelswild war. Ähnlich erging es ein Jahr zuvor auch meiner wirklich und wahrhaftig Laktose intoleranten Bekannten Luise, die vor dem Verzehr von jedem auch nur minikleinen Belohnungslattemacchiato erst einmal Vorlieb mit einer neutralisierenden Tablette nehmen muss. </p>
<p>Das ist also die eine Seite, die mich diesen Trend noch weniger verstehen lässt als sowieso schon. Zusammengefasst trampelt man mit dem Ausüben des selbigen nunmal auf den Gefühlen von wirklich ins Knie Gebissenen, die ständig verzichten müssen, herum. Und das, obwohl das Weglassen von Gluten einem gesunden Menschen weder im hohem Maße schadet noch irgendwie nützt, jedenfalls behaupten das studierte Experten weltweit. </p>
<p>Die andere Seite der Kritik entblößt sich nur nach und nach: Nicht nur, dass der Zusatz &#8222;Gluten free&#8220; die Kassen listiger und sich ins Fäustchen lachender Unternehmer Donnerwetter-laut klingeln lässt (der Höhepunkt war bisher wohl &#8222;Glutenfreies Wasser&#8220;, das selbstredend immer glutenfrei ist, auch ohne feschen Schriftzug auf der Verpackung), nein, besorgniserregend werden Ernährungstrends wie dieser vor allem wegen ihrer Gabe, Esstörungen im Deckmantel des &#8222;bewussten Umgangs mit Lebensmitteln&#8220; zu verschleiern. Selbst besorgten Freunden gehen da irgendwann die Argumente aus.</p>
<p>Clean Eating und all das kann, das weiß man spätestens jetzt, eben zu einer ganz schön schmutzigen Angelegenheit werden, sich zu einem ausgewachsener Zwang mausern. So richtig gefährlich wird&#8217;s hier vor allem für junge Mädchen und beeinflussbare Erwachsene, die ihren Blick gern gen Hollywood richten: Dort drüben behauptet das ein oder andere Idol nämlich: &#8222;Quatsch, ich bin überhaupt nicht magersüchtig, ich hab bloß wegen meiner neuen Gluten-Allergie 75 Kilo abgenommen.&#8220; Na dann. Weiterhin viel Spaß beim Krümeln. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/01/26/die-sache-mit-den-modernen-essstorungen-und-dem-bosen-gluten/">Die Sache mit den bösen Gluten &#038; gefährlichen Ernährungstrends.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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		<title>Tiny Jane //  Die Sache mit der Bratpfanne auf dem Kopf  und dem Laster im Hirn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2015 14:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Baby Jane]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sache mit....]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern Morgen bin ich mit einer Bratpfanne auf dem Kopf aufgewacht, im übertragenen Sinne natürlich, was das Ganze aber keineswegs besser macht. Normalerweise gibt man sich ja große Mühe, nach Außen stets frisch und dynamisch zu wirken, aber ich sag&#8217;s euch ganz ehrlich, manchmal, da ist nicht nur Holland in Not, sondern alles im Eimer,<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/01/16/tiny-jane-die-sache-mit-den-kackaarschlochtagen/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/tumblr_inline_mvlan4wJN81qm3zxk.gif"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/01/16/tiny-jane-die-sache-mit-den-kackaarschlochtagen/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-98251" alt="tumblr_inline_mvlan4wJN81qm3zxk" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/tumblr_inline_mvlan4wJN81qm3zxk.gif" width="400" height="300" /></a></a>Gestern Morgen bin ich mit einer Bratpfanne auf dem Kopf aufgewacht, im übertragenen Sinne natürlich, was das Ganze aber keineswegs besser macht. Normalerweise gibt man sich ja große Mühe, nach Außen stets frisch und dynamisch zu wirken, aber ich sag&#8217;s euch ganz ehrlich, manchmal, da ist nicht nur Holland in Not, sondern alles im Eimer, auch ich. &#8222;Du schaffst das alles so prima, die Arbeit, das Kind! Das ist der absolute Wahnsinn&#8220;, hallte es in meinem Kopf, bis irgendwann nur doch der &#8222;Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn&#8220; übrig blieb.</p>
<p>Das werte Kind wollte stundenlang nämlich weder schlafen, noch kuscheln, noch spielen, noch Füßekitzeln, noch baden, sogar der Knisterapfel war plötzlich scheiße, genau wie Mami, jeder Aufmunterungs-Versuch meinerseits löste auf der anderen Seite wirklich und wahrhaftig nichts weiter als noch mehr Tränen aus. Irgendwann fragte ich mich ernsthaft, wer von uns beiden gerade eigentlich vom Teufel besessen war. Nach dem 30. &#8222;Gackgackgackgack&#8220; aus meinem Mund entschied mich zwangsläufig für &#8222;beide&#8220;, alles andere wäre auch wirklich unfair gewesen, die Nase voll hatten wir nämlich auch beide. Von uns und dem Tag und diesem furchtbar anstrengenden Akt des Existierens.<span id="more-98168"></span></p>
<p>Ich fing also an, die liegen gebliebene Arbeit und mich selbst zu verfluchen, meine Unfähigkeit, Spaß daran zu empfinden, stundenlang den Alleinunterhalter für einen Wutzelmann zu spielen, der ja doch noch nicht applaudieren und nur spärlich reagieren kann, ich wünschte mir einen Beamtenjob und richtige Elternzeit, öffnete dem Postmann aus purer Wut nicht mehr die Tür, stelle das Telefon auf lautlos und fand mich irgendwann Grießpudding-löffelnd auf dem Sofa wieder, das bloß leider nicht mehr aussah wie ein Sofa, sondern wie das Überbleibsel einer Sturmfreiparty, inklusive Kotzfleck.</p>
<p>Dann plötzlich Ruhe. Eine ganze Stunde lang. Nur der Laptop und ich, ich und die Mails, der Terminplan für die Fashion Week, Rechnungen, Briefe vom Steuerberater, die ich noch immer nicht verstehe, kein Sprudelwasser mehr im Haus, aber Kekse. Klingt romantisch, war aber auch nur mittelspaßig. An Kackaarschlochtagen ist nämlich gar nichts schön.</p>
<p>Ich rief also meine Mama an, redete wie eine Siebenjährige und fragte hundert Mal, wie das eigentlich funktionieren soll, das Oktopus-Sein mit acht Armen, vier Ohren, und so weiter. Was sie antwortete, hörte ich nicht mehr, denn eigentlich reichte mir die beruhigende Wirkung ihrer Stimme am anderen Ende der Leitung vollkommen aus, während ich schon wieder dabei war, sinnfreie Buchstaben in einen Artikel zu hacken. Mamis eben. Und &#8222;Oh Gott, ich bin jetzt auch eine.&#8220;</p>
<p>Als ich fertig war, legte ich mich flach wie eine Flunder und halb schielend vor Erschöpfung neben Lio. Und hätte ich ihn mit meinem röchelnden Schnarchen nicht nach wenigen Minuten schon wieder aufgeweckt, wir hätten bestimmt noch eine ganze Weile zusammen gedöst und von herrlich glitzerndem Badeschaum geträumt, von Friedefreudeeierkuchentagen. Das &#8222;Wähh&#8220; kam uns dazwischen und das Bauchweh. Also: Frischluft für beide, denn hätte ich gestern auch nur noch ein weiteres Mal &#8222;Busemanbusemanbusemanpiep&#8220; gefiept oder &#8222;heileheileGänschen&#8220;, ich wäre explodiert. Was ich später aber trotzdem noch tat. </p>
<p>Als der Herr Vater nämlich endlich Heim kam, war beim Lieblings-Bürgermeister-Baby plötzlich alles wieder schicki. Einfach so. Ein einziges Jauchzen und Brabbeln und Grinsen. Und ich im Türrahmen lehnend, kopfschüttelnd und fluchend, was der Quatsch denn eigentlich solle, &#8222;ich bin doch kein alter Esel, den man den ganzen Tag vergackeiern kann&#8220;. Im gleichen Augenblick stolperte ich über meine eigenen Füße, bis ich halb lachend, halb weinend im Yogasitz auf dem Boden kleben blieb. &#8222;Freunde, ich mache heute nichts mehr, außer GIRLS gucken und Tee trinken, ALLEINE, in der Küche, ihr könnt mich mal.&#8220; Ein filmreifer Abgang folgte. </p>
<p>&#8222;Bratpfanne auf dem Kopf und ein Laster im Hirn&#8220;, schrieb ich meiner Lieblingsjule. &#8222;Halt durch, du Rakete&#8220;, kam zurück. &#8222;Kackaarschlochtage sind zum drüber lachen da.&#8220; </p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280.png"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-98249" alt="tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280.png" width="768" height="576" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280.png 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280-150x112.png 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280-513x384.png 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/tumblr_mjpxzuCS3u1qmi5uao2_1280-624x468.png 624w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></p>
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		<title>Warum wir &#8222;Das sollte man 2015 nicht mehr tragen&#8220;-Listen komplett Banane finden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 15:11:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Trend]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sache mit....]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen Tagen stolperte ich immer wieder über kleine fiese Texte, über die &#8222;No-Gos&#8220; von 2014, über &#8222;Auf-keinen-Fall-mehr-machen&#8220;-Listen und Überschriften wie &#8222;Was wir 2015 echt nicht mehr sehen wollen&#8220;. Zum Beispiel: Céline Trios. Marmor. Sandalen. Perlenschmuck. Weiße Turnschuhe. Herschel. Print-T-Shirts von Kenzo &#38; Co. Bunte Socken. Amüsant und klickstark sind solch provokanten Stil-Anleitungen, die<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/01/13/warum-wir-das-sollte-man-2015-nicht-mehr-tragen-listen-komplett-banane-finden/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/giphy-1.gif"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/01/13/warum-wir-das-sollte-man-2015-nicht-mehr-tragen-listen-komplett-banane-finden/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-97923" alt="giphy-1" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/giphy-1.gif" width="500" height="271" /></a></a><br />In den vergangenen Tagen stolperte ich immer wieder über kleine fiese Texte, über die &#8222;No-Gos&#8220; von 2014, über &#8222;Auf-keinen-Fall-mehr-machen&#8220;-Listen und Überschriften wie &#8222;Was wir 2015 echt nicht mehr sehen wollen&#8220;. Zum Beispiel: Céline Trios. Marmor. Sandalen. Perlenschmuck. Weiße Turnschuhe. Herschel. Print-T-Shirts von Kenzo &amp; Co. Bunte Socken. Amüsant und klickstark sind solch provokanten Stil-Anleitungen, die ganz bestimmt nicht immer hundsernst gemeint sind, und ein bisschen Wahrheit steckt sicherlich auch in ihnen, jedenfalls was die Omnipräsenz mancher Hype-Teilchen betrifft, aber jetzt mal ganz, ganz ehrlich: Ich soll also ernsthaft darüber nachdenken, meine geliebten Birkenstocks zu verbannen, bloß weil viele, viele Menschen da draußen die gleichen Latschen mögen wie ich? Weil irgendwer da draußen findet, es reicht? Mein Rucksack muss auch weg? Und der Perlenring? Ja, muss das denn alles sein?</p>
<p>Sollten wir das Modediktat und all seine sinnfreien Reglements denn wirklich noch weiter befeuern? Was ist denn das für eine Art, gewisse Trends zur obersten Prämisse zu küren, um selbige ein paar Monate darauf schon wieder wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen? Wo kämen wir denn hin, wenn tatsächlich weiter am Mythos der unüberwindbaren Schnelllebigkeit gewerkelt werden würde, wenn wir diesem Schwachsinn der Fremdbestimmtheit in Sachen Mode jetzt doch wieder nachgeben würden? Waren wir nicht gerade dabei, uns darauf zu einigen, dass ein Jeder doch tun und lassen sollte, was er, sie oder es für richtig hält? Ohne Rücksicht auf Körperbau, Alter und &#8211; ja genau &#8211; Trends? Darauf, dass Durchatmen meist besser ist als atemlos zu sein, darauf, dass Mini-Trends zwar spannend, aber Tendenzen viel spannender sind?<span id="more-97807"></span></p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-97925" alt="stan smith" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n.jpg" width="640" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/01/10914318_1599763066909974_1233355004_n-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><br />Ich finde und hoffe und denke nämlich, dass die derzeit herrschende Tendenz &#8222;Freiheit&#8220; schreit. Weil es nämlich nichts Schöneres gibt, als eine alte Hose wieder hervor zu kramen, als jahrelang die gleichen Turnschuhe durch das Leben zu tragen und gleichzeitig ganz viel Neues auszuprobieren, in Lieblingsstücke zu investieren, zu sparen auf das besondere Schätzchen im Schrank, aber ohne die &#8222;Angst&#8220;, dass man in der kommenden Saison schon wieder &#8222;out&#8220; sein könnte, wo &#8222;out&#8220; doch sowieso das schlimmste Wort des Jahrhunderts ist. Und noch etwas, liebe Modeblogger- und Magazine: Vergesst bitte nicht, dass wir, die sich den halben Tag die Birne mit Fummel zuknallen, schon einen halben Meter weiter sind, als der Rest der Welt. Meine Freundin Lena aus der Heimat zum Beispiel, die hat gerade erst ihre Liebe für Stan Smiths entdeckt &#8211; bis die vermeintliche Stil-Polizei um die Ecke bog und ihr einen kleinen Komplex ins Hirn pflanzte: Du bist zu spät dran! Nee, gar nicht witzig. Nicht lustig gemeint, nicht schlau, nicht hilfreich, diese Listen. Bloß überheblich, ein bisschen diskriminierend und entgegen dem, von dem wir alle träumen: Dass auch im echten Mode-Leben endlich jeder genau so sein darf, wie er oder sie sein will &#8211; ohne Augenrollen und schnippige Kommentare.</p>
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		<title>Der Schönheitswahn auf Instagram  &#038; die etwas kranke Perfect 365 App</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/15/perfect-365-der-schonheitswahn-auf-instagram/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2014 10:58:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sache mit....]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheitsideal]]></category>
		<category><![CDATA[Perfect 365]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern Morgen schlawänzelte ich nichtsahnend und ein bisschen müde ins MTV Büro, wie jeden Montag eben, bloß hatte ich diesmal schon wenige Sekunden nach meiner Ankunft Pipi in den Augen stehen und kugelte mich vor Lachen, ein Kollege hatte nämlich die App &#8222;Perfect 365&#8220; entdeckt und sich mithilfe diverser Bearbeitungs-Tools ein Elfen-Gesicht samt Wallemähne gezaubert.<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/15/perfect-365-der-schonheitswahn-auf-instagram/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/perfect-365.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/15/perfect-365-der-schonheitswahn-auf-instagram/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-82570" alt="perfect-365" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/perfect-365.jpg" width="1000" height="734" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/perfect-365.jpg 1000w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/perfect-365-150x110.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/perfect-365-513x376.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/perfect-365-800x587.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/perfect-365-624x458.jpg 624w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></a>Gestern Morgen schlawänzelte ich nichtsahnend und ein bisschen müde ins MTV Büro, wie jeden Montag eben, bloß hatte ich diesmal schon wenige Sekunden nach meiner Ankunft Pipi in den Augen stehen und kugelte mich vor Lachen, ein Kollege hatte nämlich die App &#8222;<strong>Perfect 365</strong>&#8220; entdeckt und sich mithilfe diverser Bearbeitungs-Tools ein Elfen-Gesicht samt Wallemähne gezaubert. Zum Schießen, wirklich. Leicht zu beeindrucken wie ich manchmal bin, dauerte es demnach also keine weiteren zwei Minuten bis auch ich in Besitz der vermeintliche Quatsch-App war, mich munter frisierte und tropische Make Ups passend zur Copacabana bestaunte. So weit, so witzig. Dann entdeckte ich allerdings eine ganze Palette erschreckend natürlich wirkenden Filter, die sich wie Feenstaub auf mein Gesicht legten: Jeder Makel wird mit einem einzigen Klick determiniert, auch Tränensäcke, dafür gibt&#8217;s Gratis-Blush in Sekundenschnelle, Endlos-Wimpern und eine dezente, aber wirksame Gesichts-Form-Korrektur. </p>
<p>Irgendwo zwischen &#8222;Hammer, jetzt muss ich mich nie mehr für ein Foto schminken&#8220; und &#8222;Oh Gott, die Welt ist ein einziger Fake&#8220;, dämmerte mir, dass diese App wirklich und wahrhaftig ernst gemeint ist. Ich überlegte sogar eine Sekunde lang, diese sagenhafte Entdeckung für mich zu behalten, erschrak glücklicherweise aber sehr schnell vor meinem eigenen Nagel im Kopf und fragte mich gleichzeitig, wer in meinem Umfeld wohl schon längst mit &#8222;Perfect 365&#8220; fudelt.<span id="more-82564"></span> </p>
<p>Das Social-Media-Schummeln erreicht mit dieser App nämlich womöglich seinen Höhepunkt. Weil&#8217;s so einfach ist und effektiv. Wo aber wird die Über-Ästhetisierung, das wahnhafte Perfektionieren jeder Äußerlichkeit noch hinführen? Echte Dates könnten zum Auslaufmodell werden, vielleicht macht man&#8217;s künftig auch wirklich wie Joaquin Phoenix in &#8222;Her&#8220;, denn was, wenn das Gegenüber erfährt, dass Mitesser real und Lippen manchmal schuppig sind? Gut, Quatsch beiseite. Was ulkig bis komisch klingt, kann nämlich tatsächlich zum ausgewachsenen Problem werden. </p>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Schon jetzt kenne ich nämlich ein paar Spezialisten, die jedes Handyfoto erst durch Photoshop jagen, ein paar Kilos weg-verflüssigen und Winke-Ärmchen ausradieren (ja, Freunde, das merkt man), Leute, die ihr Antlitz bis zur Unkenntlichkeit überbelichten und junge Frauen, die sich längst von Instagram verabschiedet haben, weil sie dem Druck des perfekten Selfies nicht mehr standhalten können oder wollen. &#8222;Perfect 365&#8220; passt damit also ganz hervorragend zum herrschenden Instagram-Zeitgeist: &#8222;Schön ist, was das Gegenteil von echt ist&#8220;. </span></p>
<p>Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber auch bin manchmal kurz davor, die weiße Flagge zu hissen, um vor der Makellosigkeit all der digitalen Elfenwesen aus aller Welt zu kapitulieren. Was also passiert da bloß mit unserem Selbstbewusstsein? Wo bleibt die gesunde Portion Selbstliebe, das Witzeln über die schiefe Nase, die man nunmal von Opa hat, die echten #wokeuplikethis Knautsch-Gesichter zum Gernhaben, die Augenringe nach der schönsten und längsten Nacht des Monats? Alles vom Aussterben bedroht, stattdessen herrscht Gleichschaltung und wir alle stecken bis zum Hals mit drin. <span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Vorher:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nike-natur1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-82575" alt="nike-natur" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nike-natur1.jpg" width="480" height="497" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-natur1.jpg 480w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-natur1-150x155.jpg 150w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a>Nachher:<br /><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nike-12.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-82573" alt="nike-1" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nike-12.jpg" width="480" height="507" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-12.jpg 480w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-12-150x158.jpg 150w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nike-43.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-82638" alt="nike-4" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nike-43.jpg" width="480" height="480" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-43.jpg 480w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-43-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nike-43-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nachher.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-82576" alt="nachher" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/nachher.jpg" width="480" height="500" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nachher.jpg 480w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/nachher-150x156.jpg 150w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><br />Eigentlich müsste jetzt ein Fazit folgen, irgendwas von wegen &#8222;Traut keinem Foto, das ihr nicht selbst manipuliert habt&#8220; oder &#8222;Leute, zeigt mal wieder eure Bollerwaden und Hamsterwangen&#8220;, aber Hand auf&#8217;s Herz, das alles wissen wir doch längst. Es ist völlig logisch, dass erst unsere Makel uns besonders und zum Knutschen machen, dass Lügen kurze Beine haben und wahre Schönheit wenig mit Fotofiltern gemein hat. Bloß fällt es verdammt schwer, auf dieses Wissen Taten folgen zu lassen. Sollten wir aber, denn eins ist sicher: Unser echtes Ich ist ganz bestimmt das beste Ich.</p>
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		<title>Die Sache mit den ständigen Rechtfertigungen &#038; der Magie des Materiellen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2014 11:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Chanel]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sache mit....]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Chanel Boy Bag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letzte Woche stand plötzlich eine meiner liebsten Freundinnen vor der Tür, leicht panisch, ein bisschen verknallt und sehr, sehr ratlos. Man kennt das ja: Mit Mitte 20 schrumpft die geistige Leistungsfähigkeit im Angesicht eines gut aussehenden bärtigen Mannes etwa auf die Größe eines vollpubertären Spatzenhirns. Ähnliches war ihr ein paar Tage zuvor selbst passiert. Die<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/02/die-sache-mit-der-magie-des-materiellen-und-teuren-hirngespinsten/">weiterlesen…</a></p>
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<p>Ganze fünf Minuten lang schwieg ich (Boy und ich standen noch immer wie festgenagelt im Flur) und sah der Verknalltüte aus der Ferne dabei zu, wie sie dreiundzwanzig Mal um meinen Wohnzimmertisch herum kreiste, während sie sieben Mal ihren Haarknoten löste, wieder zusammen steckte, löste, wieder zusammen steckte und mich dann bierernst ansah, um die Quintessenz ihrer Sorgen auf den Punkt zu bringen: &#8222;Wenn ich da jetzt mit meiner Chanel auflaufe, dann denkt der doch, ich hab&#8216; nur Stroh und Tussikram im Kopf&#8220;. Sie ahnte ganz offensichtlich, dass ich ihr nicht wenige Sekunden später einen Vogel hätte zeigen wollen und irgendetwas von wegen &#8222;Jetzt bist du übergeschnappt, anders kann ich mir nicht erklären, dass du meinen Vintage-Eumeln vorziehst&#8220;, geblubbert hätte. Jetzt aber verschluckte ich all meine geplanten klugen Worte und glotze nur blöd und Antwort-suchend in der Gegend herum. Wie Recht sie doch womöglich hatte.<span id="more-80848"></span></p>
<p>Im Großen und Ganzen unterscheidet die Menschheit nämlich nicht zwischen Modemädchen und Modemädchen, es gibt ausschließlich Modemädchen und vor dem Urteil der anderen sind wir alle gleich, was einerseits fair klingt, in Wahrheit aber ziemlich falsch ist. Wer sich an den schönen Oberflächlichkeiten dieser Erde erfreut, ist nicht automatischen von allen guten Geistern verlassen und Brotkuchen-dumm, dessen Interessenfeld geht in sehr vielen Fällen sogar über die nächste Sale-Saison hinaus. Und trotzdem: Man muss sich immer wieder erklären, entschuldigen, rechtfertigen. Das klingt dann in etwa so: &#8222;Ich mache was mit Mode, habe aber Politik studiert und lese auch gern Bücher&#8220;, oder &#8222;Ja schon, ich trage gerne Designerklamotten, aber nur, ehm, der Qualität wegen&#8220;. Schluss damit.</p>
<p>Die Liebe zur Mode, sei selbige noch so sinnfrei oder teuer, ist wahrlich nichts wofür man sich schämen muss. Anderer Mensch, anderes Hobby, fertig aus. Es soll schließlich auch Spezialisten geben, die Blech-Eisenbahnen sammeln und zwar sehr kostspielige. Wundervoll! Wofür das eigene Geld verschleudert wird, darf glücklicherweise immer noch jeder selbst entscheiden &#8211; sollte man jedenfalls annehmen, ist aber nicht so. Man denke nur kurz an all die süßen Vorwürfe, die regelmäßig wie listige Abrissbirnen durch die kleinen Freuden des Lebens geschmettert werden, von Fremden oder Freinden.</p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-81164" alt="die-sache-mit-jane-wayne-1" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1.jpg" width="800" height="800" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/07/die-sache-mit-jane-wayne-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<p>Also: Ein anderer Tag, eine andere Konfliktsituation: <span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Eis-schleckend und gedankenversunken laufe ich durch meinen Kiez, an meinem Körper hängt der reudigste und älteste Pullover, den ich im Schrank finden konnte und an den Füßen trage ich meine innig geliebten Dr. Martens, während das Haar auf meinem Kopf sich ob des Wochenendes langsam in Strähnen legt. &#8222;HALLO! Haaaallo!&#8220; &#8211; eine entfernte Bekannte läuft schnurstracks auf mich zu und ich kann noch nicht einmal so tun, als hätte ich nichts gehört oder gesehen, obwohl ich ganz genau weiß, was jetzt kommt: &#8222;DU HAST EINE CHANEL??&#8220; &#8211; &#8222;Hallo auch, mir geht es gut und die Tasche, um Gottes Willen, die ist bloß geliehen&#8220;, entgegne ich Frau Sprachlos und merke dabei kaum, dass ich mich schon wieder rechtfertige.</span></p>
<p>Ich meine was, wenn ich da nun wirklich meine eigene Tasche durch die Gegend schleppen würde? Ich will&#8217;s mir gar nicht ausmalen: <em>Die kann neuerdings Geld scheißen / na wenn man sonst keine Probleme hat / wie armselig / was man davon hätte alles kaufen können.</em> All das würde natürlich nur hinter meinem Rücken getuschelt werden, ist klar. Darüber, dass ich seit Jahren mein eigenes Geld verdiene, würde wohl kaum jemand nachdenken und noch weniger darüber, ob es eventuell möglich sein könnte, dass ich schlichtweg sehr lange auf dieses materielle Träumchen gespart habe oder ob man sich an dieser Stelle womöglich einfach für mich freuen sollte. Die Bekannte jedenfalls entscheidet sich sehr diplomatisch für die folgenden Aussage:</p>
<p>&#8222;Finde ich ja sehr interessant, wie du dieses Luxusteil stylst, so zu den ollen Klamotten, irgendwie ein super Stilbruch.&#8220; &#8211; &#8222;DANKE, ich fühle mich dank Chanel auch schon den ganzen Tag lang wie eine kleine Prinzessin, trotz Stinke-Haar!&#8220;, jauchze ich der Bekannten entgegen und kann kaum glauben, dass sie es heute doch noch gut mit mir meint. Wie sich kurz darauf heraus stellen sollte, völlig zu Recht:</p>
<p>&#8222;Also ich hoffe ja mal, dass dein Selbstbewusstsein nicht von einem Metall-Logo abhängt&#8220;, schnippt es mir entgegen. Die Nase, die mir gegenüber steht, zwiebelt sich dabei in kleine Falten und wird immer spitzer. HIMMELHERRGOTTNOCHMAL, ich bin sprachlos, oder besser: Ich habe keine Lust mehr zu sprechen, wirklich nicht. Was ist denn bloß mit den Leuten los, frage ich mich und liege in Gedanken schon mit einer weißen Fahne wedelnd auf dem Boden. Kapitulation. Mit meinem Selbstbewusstsein ist nämlich alles in bester in Ordnung, und nein, ich brauche kein &#8222;Gucci, Gucci, Louis, Louis, Fendi, Fendi, Prada&#8220; um ein glücklicher Mensch zu sein, aber davon will man sowieso nichts wissen. Ich sortiere also meinen Kopf, verabschiede mich freundlich und erhobenen Hauptes, steige in die Bahn Richtung Verknalltüte und drücke ihr die Boybag samt Blumenstrauß in die Hand. &#8222;Das gehört zu dir, du Schlawiner, und wenn der Typ denkt, all deine Synapsen wären längst zu kleinen CC-Formen mutiert, schieß ihn ab, dann ist er nämlich der Idiot und nicht du. Ach, und noch was: Irgendwann gehen wir im Partnerlook.&#8220; Denn es ist doch so:</p>
<p>Würden Moden und Marken keinerlei romantische Gedanken in mir auslösen, wären da nicht all die Bilder einer trotzig-starken Mademoiselle Coco in meinem Kopf, während ich zottelig, aber Chanel-behangen über das Kopfsteinpflaster meiner Straße trample, ginge es mir kein bisschen um die Magie des Materiellen und um mehr als Optik, um Gefühle und Geschichten, dann hätte ich entweder meine Fantasie verloren oder wäre falsch dort wo ich bin: Ganz bei mir selbst nämlich, aber mit der schönsten Nebensache der Welt im Herzen. </p>
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		<title>Die Sache mit dem Alltags-Sexismus //  Pfeif mich nicht an, denn ich pfeif nicht zurück.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 12:23:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie man es macht, man es falsch, das ist klar und ganz gewiss gibt es immer jemanden, der irgendetwas zu meckern hat, egal was man tut oder lässt, das ist wahrlich keine große Überraschung, sondern ein Grundsatz, über den selbst Harald Martenstein ganze Lieder singen könnte. Logisch also, dass ich seit der Veröffentlichung diverser Artikel,<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/alltags-sexismus.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/06/18/sexismus-im-alltag-pfeif-mich-nicht-an-denn-ich-pfeif-nicht-zuruck/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-79936" alt="alltags-sexismus" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/alltags-sexismus.jpg" width="834" height="666" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus.jpg 834w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-150x119.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-513x409.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-800x638.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/alltags-sexismus-624x498.jpg 624w" sizes="(max-width: 834px) 100vw, 834px" /></a></a><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Wie man es macht, man es falsch, das ist klar und ganz gewiss gibt es immer jemanden, der irgendetwas zu meckern hat, egal was man tut oder lässt, das ist wahrlich keine große Überraschung, sondern ein Grundsatz, über den selbst Harald Martenstein ganze Lieder singen könnte. Logisch also, dass ich seit der Veröffentlichung diverser Artikel, zum Beispiel jenem über diesen ominösen &#8222;Feminismus mit Titten&#8220;, immer wieder auf ganz abstruse Gegenstimmen stoße, auf feine, wohl dosierte Seitenhiebe. Ganz getreu dem Motto: &#8222;Mädchen, wo liegt eigentlich dein Problem, ist doch alles Friedefreudeeierkuchen hier in Deutschland&#8220;. Ach ja? Andere argumentieren &#8222;Ach weißt du, ich beschäftige mich gar nicht groß mit diesem Thema, ist für mich halt selbstverständlich.&#8220; Der Haken an beiden Einstellungen ist bloß folgender: Gleichberechtigung zwischen den Menschen, also das, wofür ein gesunder Feminismus nun mal stehen sollte, ist auch 2014 noch ein kleines aber feines Märchen, eine Utopie, die selbst Oma und Mami noch längst nicht zur blumigen Realität reden, kämpfen und machen konnten. Vor allem im täglichen Miteinander zwischen Männlein und Weiblein und allem dazwischen.</span></p>
<p><span id="more-79675"></span><br /> Nun bekommen allerdings sehr viele unter uns die herrschenden Ungerechtigkeiten im Alltag tatsächlich kaum zu spüren. Wir sind alle gut drauf, bis zu einem gewissen Punkt total selbstbewusst, denkend, arbeitend und stolz auf Brüste, Rundungen oder den neuen Lippenstift. Und zwar so sehr, dass es uns (und auch mir) zuweilen äußerst leicht fällt, die täglichen Wehwehchen einfach auszublenden, ganz so als sei überhaupt gar nichts passiert. Vielleicht ist auch die Gewöhnung Schuld.</p>
<p>Nennt mich pingelig, nervig oder wehleidig, aber ich persönlich habe, gelinde gesagt, mittlerweile die Nase voll davon, tagein tagaus auf Ignoranz stellen zu müssen. Und ich kann doch ganz gewiss nicht die einzige Frau des Planeten sein, die ständig mit selten dämlichen und natürlich niemals fruchtenden Bagger-Sprüchen vorbei laufender Passanten konfrontiert wird, oder mit Beratern im Baumarkt, die tendenziell erst einmal davon ausgehen, man hätte einen Nagel im Kopf, bloß weil der Rockzipfel so hübsch flattert. </p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-79932" alt="everyday sexism" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500.jpg" width="500" height="380" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500.jpg 500w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/06/tumblr_n2g8ufi1ne1qkbyeho1_500-150x114.jpg 150w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a>(Bild via)</p>
<p>Ich meine, ernsthaft. Diese Baggerer und Hinterherpfeifer zum Beispiel, die können sich doch nicht ernsthaft erhoffen, dass ich oder du oder irgendwer wirklich und wahrhaftig auf deren stupides Gelabere eingeht und vor Entzückung in Ohnmacht fällt. &#8222;Kann man dich mit nach Hause nehmen?&#8220; -Klar! &#8222;Geile Titten!&#8220; &#8211; Herzlichen Dank! &#8222;Hmuah, hmuah, hallo, hallo&#8220; &#8211; &#8222;Küsse zurück und einen schönen Tag noch! Nee. Ich werde inzwischen ausschließlich aggressiv, würde liebend gern zurück pöbeln (denn was anderes ist das hier nicht, jedenfalls sieht ein ernst gemeintes Kompliment in meiner Welt etwas anders aus) und statt zu denken &#8222;Hammer, was für ein toller Hecht!&#8220;, überlege ich mir  nicht selten, wie man diesen aufdringlichen und omnipräsenten Herrschaften verbal den Garaus machen könnte. Ich fürchte allerdings: Gar nicht. Denn vermutlich könnte dort genau so gut ein hundertjähriges Schlachtschiff an diesen charmanten Kerlen vorbei schleichen, ganz bestimmt würde dem findigen Sexisten trotzdem ein x-beliebiger niederträchtiger Spruch entfleuchen. Ein Automatismus eben, weil man das eben einfach so macht, wenn eine Dame allein (oder bei Nacht) ihres Weges ist. Es ist zum Haare raufen und die Ecke brechen, ganz ehrlich. </p>
<p>Man könnte jetzt noch hunderte solcher Beispiele aufzählen, hier aber nur ein Paar Zitate, zur Verdeutlichung unseres Verdrängungs-Mechanismusses: </p>
<p>&#8222;Für ein Mädchen bist du aber ganz schön fit/stark/gewitzt/schlagfertig/schlau/ehrgeizig,&#8230;.&#8220; <br />&#8222;Haben Sie denn einen Mann Zuhause, oder soll der Klempner die Waschmaschine für Sie anschließen?&#8220;  <br />&#8222;Ach, ihr geht segeln? Steht man da den Männern nicht im Weg rum?&#8220;<br />&#8222;Ihr geht dann aber die kleine Wanderrunde, ist ja eine Frau dabei?&#8220;<br />&#8222;Mathe? Macht ja nix, du bist ja auch ein Mädchen.&#8220; <br />&#8222;Bitteschön der Herr, die Rechnung.&#8220;<br />&#8222;Toll, ihr bekommt einen Sohn, dann kann dein Freund ja mit ihm Skateboard fahren.&#8220; </p>
<p>Meistens lächle ich in solchen Situationen sogar etwas debil und denke noch dazu &#8222;Och wie nett&#8220;. Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Unterschiede zwischen Mann und Frau, und ich lasse mir sogar sehr gerne helfen, die Tür aufhalten oder schöne Augen machen. Allerdings genau so gerne, wie der Mann an meiner Seite. Der freut sich nämlich auch, wenn man ihm die Sparkassen-Pforte nicht vor der Nase zu knallt, wenn man ihn nicht empört beäugt, sobald er über einen eventuellen Vaterschaftsurlaub spricht und ich bin mir sehr sicher: Auch mit Tochter hätte es Skateboard-Unterricht gegeben. Die Beschäftigung mit dem Thema Feminismus ist demnach wichtiger, notwendiger und hoffentlich auch ein bisschen präsenter als die meisten von uns bisher anzunehmen wagten.<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> </span></p>
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		<title>Die Sache mit &#8230; dem Wort, das wir nie wieder benutzen sollten.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2014 13:30:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Sache mit....]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt ja diese Momente, in denen man gerne ein bisschen mehr wie Itchy oder Scratchy wäre, weil man sich dann entweder selbst verspeisen oder auf links stülpen könnte, aus reinem Fremdschutz. Ich erlebe solche Augenblicke zwar relativ selten, aber wenn, dann schäumt es gelegentlich vor meinem Mund, ab und zu wird mir auch übel<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/05/15/die-sache-mit-dem-wort-das-wir-nie-wieder-benutzen-sollten/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/05/GIRLS-lacherlich.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2014/05/15/die-sache-mit-dem-wort-das-wir-nie-wieder-benutzen-sollten/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-76640" alt="GIRLS-lacherlich" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2014/05/GIRLS-lacherlich.jpg" width="666" height="671" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/05/GIRLS-lacherlich.jpg 666w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/05/GIRLS-lacherlich-150x151.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/05/GIRLS-lacherlich-509x513.jpg 509w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/05/GIRLS-lacherlich-624x628.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2014/05/GIRLS-lacherlich-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 666px) 100vw, 666px" /></a></a>Es gibt ja diese Momente, in denen man gerne ein bisschen mehr wie Itchy oder Scratchy wäre, weil man sich dann entweder selbst verspeisen oder auf links stülpen könnte, aus reinem Fremdschutz. Ich erlebe solche Augenblicke zwar relativ selten, aber wenn, dann schäumt es gelegentlich vor meinem Mund, ab und zu wird mir auch übel oder mein Kopf krebsrot, vor lauter Aufregung, Wut und Unverständnis. So ging es mir auch letztens, als ich mit ein paar eigentlich unschuldigen Freundinnen in einem unschuldigen Café saß, an welchem in regelmäßigen Abständen noch unschuldigere Passanten vorbei schlawänzelten. Alles FriederFreudeErdbeerkuchen also, bis jemand einen Fehler machte.</p>
<p>Besser gesagt machten gleich zwei Jemande jeweils einen Fehler. Dass dort auf der anderen Straßenseite nämlich eine fremde weibliche Person Badelatschen-und-gleichzeitg-Socken-tragend versuchte, ihr Rad aufzuschließen, veranlasste einer der kuchenessenden Freundinnen zum plötzlichen Herauskehren ihres inneren Teufels, von dessen Existenz ich bis dato noch nicht einmal eine leise Ahnung gehabt hatte: &#8222;Maaan ey, lächerlich, diese Socken-in-Sandalen-Hipster-Scheiße&#8220;, posaunte das neuerdings spitzzüngige Fräulein neben mir. Ich hingegen schwieg. Und biss mir vor Schreck auf die Zunge.<span id="more-75646"></span></p>
<p>Um ehrlich zu sein, dachte ich nämlich immer, nur &#8222;die Anderen&#8220; seien so. Meinetwegen auch alle, aber nicht meine Freunde. So intolerant und urteilend, so unbegründet fieslich. Die Wahrheit des Tages sah anders aus: Wenn&#8217;s um Stile und Kleidungs-Ticks Durchreisender geht, kennt nur Mutter Theresa Gnade. &#8222;Warum denn lächerlich?&#8220;, frage ich. &#8222;Ja, guck doch mal. Das sieht einfach lächerlich aus und ist auch lächerlich, wieso macht man denn sowas? Entweder richtige Schuhe oder Sandalen, oder? Aber Socken in Sandalen?&#8220;, bekomme ich als Antwort. Ich denke an Céline und wasweißichnichtwen, an all die Modemagazine, die vollgestopft sind mit Editorials, die eben jenen modische &#8222;Fauxpas&#8220; mittlerweile bis in den Himmel loben und so geschickt inszenieren, dass ich auch schon ganz verfallen bin. Ich werde wütend. Nicht, weil man meinen Geschmack nicht teilt, sondern wegen der Erkenntnis, dass der Mensch wohl nie begreifen wird, dass man niemals nie sagen sollte (ey, was, Karottenhosen?), dass es wunderbar ist, wenn unterschiedliche Persönlichkeiten sich unterschiedlich kleiden, dass jeder selbst entscheiden darf, was geht und was nicht, was er trägt oder verschmäht, dass es nicht unser Recht ist, darüber zu urteilen, was man &#8222;macht und was man nicht macht&#8220;, aber vor allem, dass das Wort &#8222;lächerlich&#8220; aus dem alltäglichen Sprachgebrauch gestrichen gehört. Hätte meine Freundin doch gesagt &#8222;Urgh, das ist nicht mein Geschmack&#8220;, dann hätte ich nicht diesen Klotzkloß im Rachen feststecken gehabt. Dann hätte ich einfach &#8222;Meiner schon!&#8220; maunzen können. &#8222;Lächerlich&#8220; hingegen funktioniert in keiner Konversation, &#8222;lächerlich&#8220; ist ein verbales Todschlagargument, &#8222;lächerlich&#8220; ist der Bodensatz aller Kritik, undiplomatisch und erniedrigend. Ein Wort, so stark, dass es mir im Zusammenhang mit jeglicher Mode-Thematik wie ein deplatzierter Bastard vorkommt und ganz und gar unangebracht, sofern wir im gleichen Atemzug von einem Lebewesen sprechen. </p>
<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Vermutlich werde ich ohnehin nie begreifen können, wie es möglich ist, sich über die optische Ausdrucksform anderer so schrecklich zu echauffieren. Ich kann höchstens Theorien aufstellen. Eine davon lautet: Hater sind in Wahrheit Neidhammel. Wenn man selbst nämlich nicht den Mut hat, sich auszuprobieren und unter jedem augenrollenden Blick zerbricht, dann gönnt man es der Tante mit den wilden Ideen oder dem andersartigen Antlitz eben auch nicht. Andernfalls würde man sich vielleicht eingestehen müssen, dass man freiwillig Klon statt Stürmer &amp; Dränger ist und das wiederum enthüllen nur die wenigsten gern, im Land der vermeintlichen Vorzeige-Individualisten. </span></p>
<p>Nun kann Eifersucht aber wirklich nicht als Ausrede für alles gelten, da habt ihr natürlich recht. Wo sonst liegt dann bitte das Problem? Verratet es mir. Ich verstehe es nicht. Am wenigsten dann, wenn ich selbst im Café sitze, den Kopf schüttle und sage: &#8222;Mein Gott, wie lächerlich.&#8220;</p>
<p> (Wie immer handelt es sich um fiktive Personen und Erlebnisse) </p>
<p>&nbsp;</p>
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