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	<title>Body Shaming Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>&#8222;Du bist ein widerliches, frauenverachtendes Drecksblatt&#8220; &#8211; über Body Bashing und Diäten-Wahnsinn in Magazinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 14:42:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nils Pickert ist Chefredakteur des Pinkstinks Magazins. 2017 formulierte er einen offenen Brief an das Inside Magazin, der seither keinen Furz an Relevanz eingebüßt hat, ganz im Gegenteil, den folgenden Auszug möchte man auch in diesem Jahr nicht wenigen Magazinen als penetrante Leuchtreklame in die Redaktionsräume nageln, auf dass die MacherInnen endlich zur Besinnung kommen<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/06/17/du-bist-ein-widerliches-frauenverachtendes-drecksblatt-ueber-body-bashing-und-diaeten-wahnsinn/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nils Pickert ist Chefredakteur des Pinkstinks Magazins. 2017 formulierte er <a href="https://pinkstinks.de/beulenpest-und-schenkelschande/?utm_campaign=nl_Trending&amp;utm_source=nl_Trending&amp;utm_medium=email" target="_blank" rel="noopener">einen offenen Brief</a> an das <em>Inside Magazin</em>, der seither keinen Furz an Relevanz eingebüßt hat, ganz im Gegenteil, den folgenden Auszug möchte man auch in diesem Jahr nicht wenigen Magazinen als penetrante Leuchtreklame in die Redaktionsräume nageln, auf dass die MacherInnen endlich zur Besinnung kommen mögen: <strong>«Du bist ein widerliches, frauenverachtendes Drecksblatt, in dem eine rein weibliche Redaktion eimerweise Häme, Mist und Body Shaming über Geschlechtsgenossinnen auskübelt (Hurra, Frauensolidarität!).»</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch wir schrieben während der vergangenen Jahre immer wieder über die toxische Mischung aus frauenverachtenden Aufmachern in altbewährter Dellen-Drama-und-Wabbel-Wellen-Manier und dem omnipräsenten Diätenwahnsinn, mit der unterschiedlichste Zeitschriften und deren Online-Ableger sich mehr oder weniger erfolgreich durch das Sommerloch Klick-baiten, alle Jahre wieder. Gebracht hat der Gegenwind, der mittlerweile auch Instagram flutet, bisher jedoch gar nichts. Es funktioniert ja: Die Leute kaufen und klicken weiterhin was das Zeug hält. Es wäre allerdings vermessen, die Schuld nun hochnäsig der Konsumentin zuzuschieben. Im Fall von Inside &amp; Konsortien plädiere zwar auch ich für den totalen Boykott, weil es mir ohnehin ein Rätsel ist, weshalb KäuferInnen Scheißblättern wie diesen überhaupt einen Cent in den Rachen schieben, aber vor der Diät-Falle ist tatsächlich kaum ein Magazin gefeit, auch nicht die weniger stumpfsinnigen. Denn am Ende zählen wieder nur: Abverkäufe. Der Irrsinn kommt deshalb gratis mit, egal ob in der Brigritte, der Vogue, der Harper&#8217;s Bazaar oder der Grazia. Immerhin: Auch die gutgemeinten Texte über Selbstliebe und Body Accceptance mehren sich &#8211; doch verkommen sie zwischen Crash-Diäten, dem Glorifizieren von extremem Ernährungsplänen und Celebrity-Entschlackungs-Tricks zwangsläufig zur reinsten Polemik. Zu einem nahezu lächerlichen Versuch einer Entschuldigung, die obendrein das eigene Image poliert. Ganz so, als könne man das Befeuern von Zweifeln und Komplexen mit ein paar netten Worten ungeschehen machen. So einfach ist es aber nicht. Weil das Verhältnis zu unseren eigenen Körpern es eben auch nicht ist. </p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Frühling kommt &#8211; keine Einladung zum Glotzen!</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2018/04/05/der-fruehling-kommt-keine-einladung-zum-glotzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2018 15:01:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Body Shaming]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Frühling blüht! Herz – war er je so schön? Lag je ein solcher Schimmer auf den Höhn Und in den Thälern solch ein lieber Glanz? Ein jeder Baum trägt seinen Blüthenkranz – Auch du, mein Haupt, willst unter grünen Zweigen Dich ahnungsvoll dem Glück entgegen neigen. Die beiden Hände drück&#8216; ich auf die Brust<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2018/04/05/der-fruehling-kommt-keine-einladung-zum-glotzen/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="aphorism">Der Frühling blüht! Herz – war er je so schön?<br />
 Lag je ein solcher Schimmer auf den Höhn<br />
 Und in den Thälern solch ein lieber Glanz?<br />
 Ein jeder Baum trägt seinen Blüthenkranz –<br />
 Auch du, mein Haupt, willst unter grünen Zweigen<br />
 Dich ahnungsvoll dem Glück entgegen neigen.</p>
<p> Die beiden Hände drück&#8216; ich auf die Brust –<br />
 Ist&#8217;s Schmerz, der drinnen lodert, ist es Lust?</p>
<p>Vielleicht ja beides. Mit ihrem Gedicht hat die deutsche Novellistin Anna Ritter zwei sehr ambivalente Frühlingsgefühle in eine einzige Frage gepackt, deren Beantwortung zuweilen schwer fällt. Denn einerseits würde ich mich schon allein beim Gedanken an die warmen Tage gern nahezu nackend ausziehen und Sonnen-rollig gen Spree radeln, im kurzen Rock oder Top. Anderseits zieht sich mir beim Gedanken an starrende Menschen aber der Magen zusammen. Und nein, ich meine damit nicht ausschließlich lüstern geiernde Männer. Auch, aber eben nicht nur. Als nicht minder unangenehm empfinde ich nämlich die Saison des Körper-Vergleichs, der vor allem von Frauen betrieben wird, untereinander. Zwei Zustände, die von der Sonne herbei beschworen werden also, über die wir unbedingt reden müssen. Denn beide sind keine Hirngespinste, sondern real praktizierte Absonderlichkeiten, die jede treffen. Weil frau es ohnehin nicht wirklich richtig machen kann. Frau ist ja entweder zu aufreizend gekleidet, zu scharf, zu hässlich, zu dick oder zu dünn. Irgend ein Haar in der Suppe unterschiedlicher Antlitze findet sich gemeinhin immer. Was können wir also tun? Zusammenhalten. Wir alle. Wir wollen ja schließlich ein schönes Leben und einen noch schöneren Sommer, richtig?</p>
<p>Denn liebe Männer. Es geht ja gar nicht darum, dass sich niemand mehr an Schönem erfreuen soll. Und Brüste und Beine und Arme und all das sind ja nunmal schön. &#8222;Erfreuen&#8220;, das kann man sich aber auf vielerlei Arten, respektvoll zum Beispiel oder schlicht und ergreifend respektlos. Letzteres ist daneben und gehört sein gelassen, das wisst ihr längst. Dann tut es doch einfach auch. Wenn ihr also höflich bleibt, vielleicht lächelt und kurz guckt, weil Gucken etwas ganz Natürliches ist, dann macht ihr damit noch überhaupt gar nichts falsch, wir sind ja nicht unsichtbar. Und viele von euch wissen sowieso, wie das geht, das Gucken, das nicht stört. Manche von euch übertreiben es aber so sehr, dass ein einfacher Blick schonmal zum Glotzen ausufert und dieses Glotzen kann sehr unangenehm und verletzend sein, weil es alles wegglotzt, was mit wirklichen Werten, den inneren zum Beispiel, zu tun hat. Man(n) kann durchaus auch Selbstbewusstsein weg- und Selbstzweifeln hinglotzen. Wenn das passiert, wird es für alle doof. Weil sich am Ende keiner mehr wohl fühlt. Wir am wenigsten, denn wir können ja nichts tun, jedenfalls nicht viel mehr als entweder daheim bleiben oder uns dem ganzem Schlamassel stellen. Dazu fehlt es vielen aber an Muße und Mut. Macht es uns also leichter. Macht, dass wir uns frei bewegen und frei fühlen können, dass wir den Sommer genauso sehr genießen können wie ihr. Wir haben nunmal Brüste mit Nippeln dran. Und Beine! Und Pos! Dass ihr da kurz hinseht, geschenkt. Aber dann darf der Blick gerne wieder ganz schnell zu den Augen wandern oder in die Ferne, wir sind schließlich weder Objekte noch Frischfleisch und nein, wir kleiden uns auch nicht bewusst luftig, um euch abzuschleppen. Sondern um den Wind zu spüren. Um nicht zu sehr zu schwitzen. Um es gemütlich zu haben. Um uns zu gefallen. Vielleicht auch ein bisschen, um euch zu gefallen, hin und wieder, aber es wäre gemein, würdet ihr diesen Umstand ausnutzen oder per se davon ausgehen, jede Frau, die sich leicht kleidet, warte nur auf eure Blicke. So ist das nämlich nicht. Eine Frau, die sich luftig kleidet, wartet allerhöchstens auf den einen Blick von dem einen Mann (oder der einen Frau). Aber nicht auf euren. Nicht auf das kollektive Gaffen. Seht ihr also, dass einer eurer Kumpels gerade dabei ist, sich zu vergessen, stupst ihn doch kurz liebevoll an. Als Erinnerung daran, dass wir alle nur Menschen sind, die lieber miteinander leben als gegeneinander oder fleischlich füreinander. </p>
<p>Und liebe Frauen. Seid doch nicht so hart zueinander. Seid stark füreinander. Halter zusammen. Und lasst das Vergleichen sein. Geschmäcker sind verschieden, Gehirne auch. Manche mögen&#8217;s kurz, manche lang, andere sind dick und andere dünn. Wir alle sind schön. Denn euer Empfinden, nein, unser Empfinden, ist nicht das Maß der Dinge. Es steht uns nicht zu, zu urteilen. Über Körper oder Kleidung. Es gibt keine Bitches, keine magersüchtigen Irren und keine fetten Säue. Es gibt wieder nur: Menschen. Die ihre eigenen Päckchen und Gründe mit sich herum schleppen, von denen wir meist überhaupt gar keine Ahnung haben können. Vielleicht ist die &#8222;magersüchtige Irre&#8220; nur sehr schlank, das darf sie nämlich sein! Vielleicht ist aber auch gerade ihr Kind gestorben, ja wirklich. Vielleicht ist sie krank. Vielleicht kann sie vor Kummer nicht mehr essen. Vielleicht kann sie aber auch nur noch essen, die runde Frau da vorne, vor Traurigkeit. Vielleicht liebt sie aber auch ihre Rundungen! Jedes Kilo! Das darf sie! Weil sie schön ist. Weil Schönheit in sämtlichen Formen und Farben daher kommt. Egal wie wir es also drehen und wenden: Es steht nicht zu, zu (ver)urteilen. Herablassend zu handeln oder hochnäsig zu schauen, bloß weil irgendjemand nicht in unsere kleine Welt passt. Das ist sie nämlich: Schweineklein. Wenn wir meinen, wir hätten ein Recht auf Bösartigkeiten. Wenn wir anderen das Gefühl geben, falsch oder wertlos zu sein. Wenn wir andere benutzen, um uns selbst besser zu fühlen. Seid keine Arschlöcher. Aber auch keine Opfer! Steht zu euch. Schämt euch nicht. Tragt, was ihr wollt und lasst andere tragen, was auch immer sie wollen, lasst Bäuche blitzen und feiert, was ihr habt. Steht zu einander. Steht gemeinsam für eine Welt ein, in der ihr gerne lebt. Ist in der Praxis wirklich gar nicht so schwer, mit ein bisschen Übung.</p>
<p>Dann klappt es auch mit dem Frühling. Und der Sommer kann endlich kommen.</p>

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		<title>Brain Blah // Es ist Sommer, lasst die Rollen frei.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2017 11:40:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Diät]]></category>
		<category><![CDATA[Body Shaming]]></category>
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		<category><![CDATA[Body Positive]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bewundere Menschen, die viel Sport treiben wirklich sehr, so ist das gar nicht. Diese enorme Form von Selbstdisziplin muss man ja erst einmal aufbringen, und Crunchies &#8211; pardon Chrunches &#8211; Kniebeugen und Klimmzüge, ich meine, Spaß macht das alles zu Beginn doch nun wirklich nicht, man muss vielmehr erst Blut riechen, dann den inneren Schweinehund<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/05/17/brain-blah-es-ist-sommer-lasst-die-rollen-frei/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/05/17/brain-blah-es-ist-sommer-lasst-die-rollen-frei/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-160692" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/05/Ohne-Titel.jpg" alt="" width="2672" height="2015" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/Ohne-Titel.jpg 2672w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/Ohne-Titel-150x113.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/Ohne-Titel-513x387.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/Ohne-Titel-768x579.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/Ohne-Titel-800x603.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/Ohne-Titel-624x471.jpg 624w" sizes="(max-width: 2672px) 100vw, 2672px" /></a></p>
<p>Ich bewundere Menschen, die viel Sport treiben wirklich sehr, so ist das gar nicht. Diese enorme Form von Selbstdisziplin muss man ja erst einmal aufbringen, und Crunchies &#8211; pardon Chrunches &#8211; Kniebeugen und Klimmzüge, ich meine, Spaß macht das alles zu Beginn doch nun wirklich nicht, man muss vielmehr erst Blut riechen, dann den inneren Schweinehund erlegen und vor allem dran bleiben, bis eines Tages der Rausch einsetzt und jede Anstrengung zur Wonne wachsen lässt. Aber Freunde, ich fragte mich dieser Tage, ob das denn wirklich alles sein muss. Es geht, so die These, ja kaum mehr um Gesundheit als viel eher um den perfekten (Achtung-Scheiß-Wort-Alert) <em>Beach Body</em>.</p>
<p>Ich lese ja nunmal auch diverse Blogs und Magazine und mein Gott, statt den Frühling mit Wohlwollen und offenen dürren oder dicken, aber zumindest eigenen Armen zu begrüßen, bricht seit Wochen allerorts Hysterie aus. Die einen fressen nur noch die Hälfte, andere verballern jeden lauen Maiabend im Gym und beinahe alle drehen am Rädchen, mobben sich selbst vor dem Spiegel und verzweifeln an Idealvorstellungen, denen so gut wie niemand, der nicht allein zwischen Fotos und Filtern existiert, standhalten kann. Sogar Knie werden gehasst, weil über Knien nunmal Haut und vielleicht auch ein gesunder Fettmantel hängt, ohne gehts ja nicht, außer wir säßen bloß zur Zierde da, mit ausgestrecktem, strammen Bein natürlich.<span id="more-160689"></span></p>
<p>Ihr werdet jetzt vielleicht sauer und denkt &#8222;Du hast ja gut reden mit deinem bescheuerten <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2015/06/16/kolumne-afterbabybody/" target="_blank">36er-After-Baby-Body</a> (Alert!), aber darum geht es längst nicht mehr. Der krankhafte Selbstoptimierungswahn nimmt schließlich seit Jahren keine Rücksicht mehr auf Konfektionsgrößen. Und wir alle sind mitunter selbst Schuld daran, nicht bloß die bösen Hochglanzmagazine, deren Authentizität ohnehin in den Photoshop-Sternen steht und deren <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2016/02/04/aufgefallen-diaeten-statt-mode-alles-fuer-die-klickzahlen/" target="_blank">Diätpläne</a> den Verkauf ankurbeln, auch Instagram samt Facetune und Konsorten befeuern eine Realität, die keine ist. Wir und auch sämtliche sogenannte Influencer, räkeln uns also regelmäßig im Bikini, was meines Erachtens gut und schön ist, Körper sind wahrlich was Tolles. Aber vergessen dabei freilich niemals, den Bauch einzuziehen und die Luft anzuhalten, die Arme straffend in die Luft zu schwingen oder auf den Zentimeter genau zu justieren, aus welchem Winkel das Bäuchlein in der optischen Senke verschwindet. Was sich daraus ergibt, ist die weit verbreitete Illusion, niemand, der ausreichend schlank sei, besäße auch nur ein einziges Röllchen. Weshalb auch die Schlanksten der Schlanken stetig ein Stückchen näher in Richtung Muskel-Drill schippern, während alle anderen daneben stehen und sich fragen, warum das Universum so gemein war, ihnen überhaupt eine scheiß Rundung und dehnbares Gewebe zu verpassen. Das ist ein bisschen krank, vor allem, weil die meisten von uns froh sein können, eben nicht krank und sogar in Besitz eines funktionierenden Mechanismus zu sein, aber Gier liegt nunmal in der Natur des Menschen. Wir sind uns generell niemals gut genug, außer wir haben die Weisheit und allumfassende Zufriedenheit mittlerweile aus Kübeln geleckt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-160694" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/05/IMG_4145.jpg" alt="" width="1110" height="1478" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/IMG_4145.jpg 1110w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/IMG_4145-150x200.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/IMG_4145-385x513.jpg 385w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/IMG_4145-768x1023.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/IMG_4145-601x800.jpg 601w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/IMG_4145-624x831.jpg 624w" sizes="(max-width: 1110px) 100vw, 1110px" /></p>
<p>Das Dilemma reicht zu allem übel noch viel weiter: Denn wo Wissen nicht mehr hilft, scheint jede Vernunft verloren. Was soll man denn tun, wenn man sich astrein im Klaren darüber ist, nicht mehr ganz beisammen zu sein, darüber, dass eigentlich alles ok, die Medien übergeschnappt und Body Shaming pervers ist, wenn die eigene Unzufriedenheit und damit der Drang nach sozialen Vergleichen zugleich so tief sitzt, dass keine Gehirnzelle der Welt sie zu fressen imstande ist. Womöglich müssen wir uns hin und wieder zu unserem eigenen Glück zwingen und ganz bewusst aus der Comfort Zone heraustreten, um zu bemerken, dass Menschlichkeit stets liebenswürdiger bleiben wird als Makellosigkeit. Vielleicht müssen wir anderen dabei helfen, klar zu sehen, indem wir das nächste Mal ausnahmsweise selbst alles hängen lassen, wenn jemand auf den Auflöser drückt. Mut zur Hässlichkeit sozusagen, die in Wahrheit keine ist, sondern bloß Realität. Ganz sicher aber müssen wir alle mal klar kommen. <em>Chillt doch endlich</em>, will ich uns allen auf den dehnungsbestreiften Oberschenkel tättowieren. Und <em>lasst die Rollen frei</em>! Denn wir haben doch nur diese einen. Aber vor allem einen Sprung in der Schlüssel, der schnell ausfindig zu machen ist und damit im Grunde fast besiegt sein dürfte. Die gute Nachricht lautet nämlich: Glück wird weniger durch objektive Verhältnisse als durch deren subjektive Wahrnehmung determiniert. Das zeigt ein Beispiel aus den USA sehr gut. Da hatte man eine Journalistin gebeten, sieben Tage lang ein Foto ihres Körpers mit dazugehörigen Gedanken rüberzuschicken. Montags fand sie sich noch supi, sie trug ihren Lieblingsrock, hatte ausgiebig geschlummert und eine gesunde Speise verköstigt. Mittwochs schon ging es bergab. Fett fühlte sie sich, auch wegen der Nudeln zum Mittag.</p>
<p>Fakt ist aber: Auf jedem einzelnen Bild sah die Autorin exakt gleich aus. Die Attraktivitätsschwankungen fanden ausschließlich in ihrer subjektiven Wahrnehmung statt. Es ist also durchaus allerhöchste Eisenbahn, nicht nur von <em>Body Postive </em>zu faseln, sondern Body Neutralism zu leben. Das ewige Vergleichen über Board zu werfen und damit zu beginnen, sich zu fragen, wie wir uns selbst, ganz unabhängig vom herrschenden Körperbild, am liebsten haben. Dann ist auch Extremsport okay, sogar für den Kopf. Aber glaubt mir bitte, allglatte Körper sind die ultimative Alpha-Ausnahme, die es zu lieben, aber nicht zu neiden gilt: Selbst Gigi Hadid ist nach Pasta und Pesto ein kleines, süßes Hängebauchschwein. Ich habs mit eigenen Augen gesehen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/05/17/brain-blah-es-ist-sommer-lasst-die-rollen-frei/">Brain Blah // &lt;br/&gt;Es ist Sommer, lasst die Rollen frei.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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		<item>
		<title>Brain Blah // Reminder: Lasst uns das Body Shaming doch endlich verbannen.</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/04/12/brain-blah-reminder-leute-lasst-das-body-shaming-doch-endlich-sein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 14:46:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
		<category><![CDATA[Body Shaming]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die weit verbreitete Praxis des Body Shamings dienen vor allem die sozialen Medien immer wieder als Spielwiese chronisch gelangweilter, pöbelnder Weltverbesserer, die der Meinung sind, zu jeder Tages- und Nachtzeit über das Körpergefühl, das Essverhalten und den Schönheits-Grad sämtlicher sich im World Wide Web tummelnder Frauenkörper richten zu dürfen. Zuletzt wurde das Plus Size-Model Iskra Lawrence Zielscheibe<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/04/12/brain-blah-reminder-leute-lasst-das-body-shaming-doch-endlich-sein/">weiterlesen…</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/04/12/brain-blah-reminder-leute-lasst-das-body-shaming-doch-endlich-sein/">Brain Blah // Reminder: Lasst uns das Body Shaming doch endlich verbannen.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/04/12/brain-blah-reminder-leute-lasst-das-body-shaming-doch-endlich-sein/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-132242" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2016/04/stop-body-shaming.jpg" alt="stop body shaming" width="821" height="640" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/04/stop-body-shaming.jpg 821w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/04/stop-body-shaming-150x117.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/04/stop-body-shaming-513x400.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/04/stop-body-shaming-800x624.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/04/stop-body-shaming-624x486.jpg 624w" sizes="(max-width: 821px) 100vw, 821px" /></a>Für die weit verbreitete Praxis des Body Shamings dienen vor allem die sozialen Medien immer wieder als Spielwiese chronisch gelangweilter, pöbelnder Weltverbesserer, die der Meinung sind, zu jeder Tages- und Nachtzeit über das Körpergefühl, das Essverhalten und den Schönheits-Grad sämtlicher sich im World Wide Web tummelnder Frauenkörper richten zu dürfen. Zuletzt wurde das Plus Size-Model <a href="https://editionf.com/Body-Shaming-Model-schlaegt-zurueck" target="_blank">Iskra Lawrence</a> Zielscheibe widerwärtiger Kobolde, die natürlich lieber anonyme Beleidigungen, statt handfeste Argumente für ihre Aversionen gegenüber wohlig-wunderschöner Rundungen anbrachten und noch immer bringen. Da wurde zum Beispiel die Fast-Food-Keule ausgepackt und noch dazu freche Unterstellungen, die jegliche Selbstliebe aufgrund oder trotz kleiner Abweichungen von der dürren Modemagazine-Norm zur eindeutigen Lebenslüge abstempelten.</p>
<p>Wann außerdem endlich dieses überflüssige &#8222;Plus Size&#8220; Labeling aufhört, steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt geschrieben, es ist ja beinahe so, als käme die Welt nicht mehr ohne die eigentlich der Zoologie vorbehaltene Arten-Bestimmung aus. Wie falsch das und vieles andere ist, weiß immerhin der denkende Teil der Bevölkerung dieses Planeten. Sollte man jedenfalls meinen. Dem ist aber natürlich nicht so &#8211; ein Umstand, der uns alle gerade im Angesicht des nahenden Sommers zum gezielten Griff an die eigene Nase motivieren sollte.<span id="more-132235"></span></p>
<p>Es ist nämlich noch immer nicht unser Bier, ob jemand nun dick, dünn, schwabbelig oder stählern ist, bloß vergessen wir das gern, Body Shaming funktioniert mittlerweile sogar in beide Richtungen, die Dünnen sind ebenso doof wie die Dicken, so richtig recht machen kann man es mit dem eigenen Körper also sowieso niemandem mehr und schon gar nicht uns selbst. Was jammern wir ständig über zu viel oder zu wenig und ersaufen in sinnlosen und vor allem krankmachenden Vergleichen. Ich kenne das ja selbst. Vor der Schwangerschaft war da meiner Meinung nach zuweilen mal ein kleiner eingebildeter Donut-Ring nach Ostern zu viel, nach der Schwangerschaft stieß ich mich dann eine Zeit lang an meinen eigenen Knochen, trotz ausgeglichener mit Käse überbackender Nahrung. Auch nicht cool. Oma war besorgt und Mama hackte auf den herausstehenden Wangenknochen herum, ob ich jetzt wegen der Modebranche essgestört geworden sei, meinte sogar ein Onkel. Kaum laufe ich seit ein paar Wochen wieder mit hart angefutterten drei Kilo mehr auf den Hüften herum, wurde mir auch schon wieder neckisch über den Hosenrand gekniffen. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Wir müssen also wohl oder übel zu allererst damit anfangen, uns durch die verliebten Augen unserer eigenen Freunde zu betrachten, um uns endlich so akzeptieren zu können wie wir ohne viel Tamtam sind und immun zu werden gegen äußere Bewertungen. Oder aber wir denken kurz darüber nach, von welchem Menschen wir die ein oder andere optische Eigenart wohl <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2014/04/15/die-sache-mit-dem-reinverknallen-in-den-eigenen-korper/" target="_blank">vererbt bekommen haben könnten</a>, dann kommt die Liebe manchmal ganz von allein. Ich bin ja gar nicht gegen Sport, wenn es mal irgendwo zwickt. Oder gegen Extra-Torte aufgrund des A-Körbchen, jeder darf schließlich hin und wieder nach Belieben und in einem gesunden Maß am eigenen Sein herumschrauben, aber dieser ständigen Selbstoptimierung müssen doch irgendwo Grenzen gesetzt werden. Genau wie der menschenverachtenden Gabe des permanenten Urteilens über Fremde.</p>
<p>Neulich erst schlenderte ich mit einer alten Freundin durch die Stadt, ein liebes Mädchen mit einem Herzen aus Gold, dem man sofort höchste Toleranz attestieren würde. Man kann sich in etwa vorstellen, wie plötzlich ich zusammen zuckte als ein &#8222;Uuurgh, muss das denn sein?!&#8220; seinen Weg in mein empfindliches Ohr fand. &#8222;Nike, jetzt sag doch mal, das geht doch so nicht?!&#8220;. Nach einem heimlichen Blinzler über die linke Schulter entdeckte ich nichts weiter als eine Frau mittleren Alters, die dem Frühlingsanfang im Minirock huldigte. Ein paar Knie mit etwas Haut drum herum waren auch noch zu sehen, genau wie stramme, fast kugelrunde Waden. Und jetzt? &#8222;Ja, also kann die sich nicht eine Hose oder sowas drüber ziehen?&#8220; Ich brauchte einen Moment bis ich verstand, dass das Internet gar nicht nötig ist, um Body Shaming zu betreiben. Die meisten von uns partizipieren womöglich selbst an dieser Unart, ich selbst ja auch. Ich sage dann zwar nichts, aber ich denke. Und das ist schlimm genug.</p>
<p>Leute, lasst uns einfach mit der Scheiße aufhören. Es wird wirklich Zeit &#8211; 2016, hallo. Stattdessen sollten wir grün vor positivem Neid werden, wann immer uns ein Exemplar der überaus raren Gattung von mit sich selbst im Reinen zu sein scheinenden Superfrauen begegnet, ganz gleich in welchem Körper die Gute nun steckt. Im nächsten Schritt könnten wir dann die Sache mit den Komplimenten nochmal üben. Am besten lassen wir dabei den Körper sogar komplett außer Acht und konzentrieren uns stattdessen auf das Eingemachte. Die Ausstrahlung zum Beispiel &#8211; Die lässt sich nämlich weder durch lange Kleider verstecken, noch durch Wonder Bras herbei zaubern. Nur logisch also, dass der ganze Kladeradatsch, der da an der Aura noch mit dran hängt, in Wahrheit in etwa so schnurzpiepegal ist wie jedes Kilo zu viel oder wenig auf den Rippen.</p>
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		<title>Der künstliche Körperkrieg:  Schluss mit der Kilo-Diskussion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jane Wayne Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 13:03:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Body Shaming]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer findet noch, dass Schubladen doof sind? Genau. Size-Zero ist doof. Und Plus-Size ist doof. Am allerdoofsten ist der Terminus “Inbetweenies” (Kleidergröße 42 bis 48). Täglich springen uns neue absurde Hashtag-Kampagnen (Hallo #CurvesInBikinis!) und latent bekloppte Fotoprojekte (Hallo David Lopera!) ins Gesicht, die das Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts unter irrwitzigen Anstrengungen verhandeln. Wir leben in<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/03/10/der-kunstliche-korperkrieg-schluss-mit-der-kilo-diskussion/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/03/body-shaming.jpg"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/03/10/der-kunstliche-korperkrieg-schluss-mit-der-kilo-diskussion/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-103119" alt="body shaming" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/03/body-shaming.jpg" width="635" height="448" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/03/body-shaming.jpg 635w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/03/body-shaming-150x105.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/03/body-shaming-513x361.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/03/body-shaming-624x440.jpg 624w" sizes="(max-width: 635px) 100vw, 635px" /></a></a>Wer findet noch, dass Schubladen doof sind? Genau. Size-Zero ist doof. Und Plus-Size ist doof. Am allerdoofsten ist der Terminus “Inbetweenies” (Kleidergröße 42 bis 48). Täglich springen uns neue absurde Hashtag-Kampagnen (Hallo #CurvesInBikinis!) und latent bekloppte Fotoprojekte (Hallo David Lopera!) ins Gesicht, die das Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts unter irrwitzigen Anstrengungen verhandeln. Wir leben in einer Welt, in der eine Anzeige(!) in der Sports Illustrated mit einem Model, das Größe 44 trägt, für einen vollkommen unangebrachten Medienwirbel sorgt (ja, auch ich wurde angehalten, auf einem anderen Kanal zu berichten). Und wir leben in einer Welt der gertenschlanken Victoria Beckhams und Marissa Mayers, die uns regelmäßig auf sämtlichen Kanälen mit ihren Körpern ihre Stärke demonstrieren. </span></p>
<p>Die Grundstimmung ist: Jede Frau muss sich für ihre Kilos rechtfertigen und jede Frau steht für ihre Kilos unter Generalverdacht. Die normale Bohnenstange von nebenan muss versichern, dass sie die Spaghetti-Bolo wirklich nicht rückwärts gegessen, sondern einfach einen bombenmäßigen Stoffwechsel hat. Die Kurven-Fraktion wird per se als Sportmuffel abgestempelt und hat sowieso ihr Leben nicht unter Kontrolle. Beide sehen sich nicht selten entweder Blicken voller Mitleid oder Blicken voller Neid ausgesetzt. Und nun?<span id="more-103029"></span></p>
<p>Erstens: Körper-Bashing gehört schlichtweg verboten. Dünne dürfen dünn sein, Dicke dürfen dick sein und überhaupt: Außer der Weißen-Kittel-Fraktion sollte niemand sich anmaßen zu definieren, was dünn und was dick ist. Zweitens: Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, sich sein Glück zu vermiesen &#8211; sagte schon François Lelord. Drittens: Wir sollten langsam die nächste Stufe einleiten, uns kollektiv entspannen und das Thema nicht mehr zum Thema machen.</p>
<p>Wie das geht? Die Schubladen müssen ein für alle Mal fest zugeknallt werden, die Schlüssel schmeißen wir am besten im hohen Bogen aus dem Fenster. Wenn Redaktionen beispielsweise dazu angehalten sind, regelmäßig Themen rund um Size-Zero und Plus-Size zu bringen, weil es so gut klickt &#8211; dann sollten wir schlichtweg einfach nicht mehr klicken. Warum auch? Ist hier noch irgendjemand überrascht, dass Frauen jeder Kleidergröße “einfach absolut umwerfend” in Bademode aussehen? Oder dass es tatsächlich möglich ist, dass eine Frau mit Kleidergröße 50 “ihren Körper liebt und dazu steht”? Es schadet auch nichts, die lieben Modelabels und Werbeagenturen immer mal wieder freundlich darum zu bitten, uns mit ihrem schizophrenen Frauenbild zu verschonen, was so überhaupt gar nichts mit unserer Realität zu tun hat.</p>
<p>Hier ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: Die deutsche Durchschnittsfrau ist 1,65 Meter groß und trägt Kleidergröße 44. Die britische Durschnittsfrau ist 1,60 Meter groß und trägt ebenfalls Größe 44. Wir können den Blick noch auf zahlreiche weitere (First-World-)Staaten richten, wir werden weder Kleidergröße 0 noch Kleidergröße 50 als Durchschnittsgröße finden. Kleidergrößen-Randgruppen dürfen nicht mehr als Marketingtool missbraucht werden und Mode sollte bitte schön für alle Größen verfügbar sein. Ja, die Kilo-Diskussion war lang und wichtig, aber wenn wir jetzt endlich mal weiterkommen wollen, müssen wir die Diskussion beenden. Frauen kommen in jeglicher Dimension daher, das ist gut und schön, aber am schönsten ist: Frauen sind viel mehr als bloß Kilos.<strong style="color: #ff00ff; line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"></strong></p>
<p>Von Lisa van Houtem</p>
<p><em><span style="color: #ff00ff;">Lisa van Houtem ist fast 32 Jahre alt und lebt mit kleinem Hauptstadt-Intermezzo schon immer in ihrer Heimatstadt Hamburg. Nach Stationen beim Hubert Burda und Gruner+Jahr Verlag fristet sie neuerdings ein Dasein als freiberufliche Journalistin und Autorin, was sie noch sehr genießt. Endlich hat sie die Zeit, ihr uraltes Blog <a href="http://www.lalila.de/" target="_blank"><span style="color: #ff00ff;">lalila.de</span></a> zu reanimieren, ein <a href="https://www.facebook.com/pages/Temple-of-Blah/893214417390032?notif_t=page_name_change"><span style="color: #ff00ff;">Psychedelic-Rock-DJ-Team</span></a> mit ihrem Mann zu gründen sowie mit zwei Freundinnen das Online-Magazin ihrer Träume (be prepared!) auf die Welt zu bringen. Ansonsten ist sie gern dagegen und trägt nicht umsonst mit Stolz den Spitznamen Anti-Lieschen.</span></em></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/03/10/der-kunstliche-korperkrieg-schluss-mit-der-kilo-diskussion/">Der künstliche Körperkrieg: &lt;br/&gt; Schluss mit der Kilo-Diskussion</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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