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	<title>Hillary Clinton Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Frauen in der Politik // Historische Momente mit Hillary und Angela</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2016 05:00:02 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hillary Clinton schreibt gerade als erste US-amerikanische Präsidentschaftskandidatin Geschichte. Angela Merkel tat als erste deutsche Kanzlerin das Gleiche tat – löste aber keinen Luftballonregen und „Let’s make history“-Momente aus. Warum? Eine Spurensuche. Seit letzter Woche steht fest: Hillary Clinton ist die demokratische Präsidentschaftskandidatin 2016. Auf dem Parteikonvent in Philadelphia regnete es massenhaft Luftballons, Gesichter strahlten<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/08/09/frauen-in-der-politik-historische-momente-mit-hillary-und-angela/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1"><b><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/08/09/frauen-in-der-politik-historische-momente-mit-hillary-und-angela/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-140941" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne.jpg" alt="hillary clinton vs angea merkel thisisjanwayne" width="1600" height="1600" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne.jpg 1600w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne-800x800.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne-624x624.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/08/hillary-clinton-vs-angea-merkel-thisisjanwayne-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a>Hillary Clinton schreibt gerade als erste US-amerikanische Präsidentschaftskandidatin Geschichte. Angela Merkel tat als erste deutsche Kanzlerin das Gleiche tat – löste aber keinen Luftballonregen und „Let’s make history“-Momente aus. Warum? Eine Spurensuche. </b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Seit letzter Woche steht fest: Hillary Clinton ist die demokratische Präsidentschaftskandidatin 2016. Auf dem Parteikonvent in Philadelphia regnete es <a href="http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2016/07/29/07/36B090BD00000578-3714048-image-a-30_1469773383168.jpg"><span class="s2">massenhaft Luftballons</span></a>, Gesichter strahlten – abgesehen von ein paar miesepetrigen <i>Bernie Bros</i> – und die schiere Bedeutsamkeit dieses historischen Augenblicks senkte sich wie eine warme Decke über alle Anwesenden. Clinton ist die erste US-Amerikanerin überhaupt, die zur Präsidentschaftskandidatin einer großen Partei gekürt wurde und ich muss sagen, auch mich reißt das Ganze mit. Hier wird Geschichte geschrieben!</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ich persönlich finde es aus verschiedenen Gründen gut, dass dieses Ereignis mit solchem Pomp zelebriert wurde. Vor allem aber deshalb, weil ich selbst so schlecht darin bin, historische Ereignisse auch als solche zu erkennen. Wirklich wahr! In Filmen ist das ja so: Die Heldin weiß einfach ganz genau, wenn gerade etwas wichtiges passiert. Wenn sie einen einzigartigen Moment erlebt, ein Moment, der historisch sein wird. Das Publikum weiß es übrigens auch, dank anschwellender Musik. Und im wahren Leben? Tja, da sieht es ganz anders aus. Da fehlt die Musik im Hintergrund, die uns sagt: Das ist jetzt wichtig! Daran musst/willst du dich noch Jahre später erinnern! </span><span id="more-140939"></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Fast elf Jahre Angela Merkel</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Vor fast elf Jahren, am 22. November 2005, wurde Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin, die Deutschland jemals hatte. Ein historischer Moment – an den ich keine bis bruchstückhafte Erinnerungen habe. Keine Ballons, keine empowernden Reden von bekannten Schauspielerinnen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=df0xj-d-IGI"><span class="s2">und Katy Perry hat auch nicht gesungen</span></a>). Ich war damals 17 und in der 12. Klasse, Leistungskurse Deutsch und Englisch. Fast elf Jahre Angela Merkel. In diesen elf Jahren habe ich Abitur gemacht, bin nach Frankreich gezogen, habe studiert, mein Studium abgeschlossen, bin nach Berlin gezogen und habe angefangen, zu arbeiten. Man könnte sagen: Ich bin in diesen elf Jahren erwachsen geworden. Oder was man so unter „erwachsen“ versteht. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">An die Wahl 2005 habe ich nur verschwommene Erinnerungen. Eins weiß ich aber ganz genau: Das Ergebnis fand ich katastrophal. Ich wollte nicht, dass die CDU Deutschland regiert, ich wollte, dass Gerhard Schröder Kanzler bleibt. Was aus heutiger – feministisch-aufgeklärter – Perspektive betrachtet einigermaßen absurd ist, denn wenn einer der Prototyp des selbstgefälligen Macho-Politikers war, dann ja wohl „Acker“ (Schröders Spitzname auf dem Fußballfeld). Ein Mann, der das Frauen- und Familienministerium als „Ministerium für Gedöns“ abtat und sich überall als Alpha-Tier aufspielte. Keine Ahnung, warum ich Schröder gut fand – vielleicht, weil er unterhaltsam war? </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Seinen Auftritt in der sogenannten „Elefantenrunde“ nach der Wahl fand ich dann aber trotzdem ziemlich peinlich. Wie er die eindeutige Wahlsiegerin Angela Merkel abkanzelte und sich weigerte, seine Niederlage zu akzeptieren. „Es gibt einen eindeutigen Verlierer, und das ist nun wirklich Frau Merkel“ tönte er in Richtung der CDU-Chefin – und verhalf ihr damit vielleicht sogar ins Kanzleramt. Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, der die Runde damals moderierte, <a href="http://www.n-tv.de/politik/Schroeder-war-voll-von-Testosteron-article11301401.html"><span class="s2">erinnert sich</span></a>: „In der CDU-Zentrale in Berlin sollen sich mehrere Politiker, darunter Wulff, Koch und Müller, wegen des enttäuschenden Wahlergebnisses zusammengesetzt haben, um sie abzuräumen. Nach Schröders Attacke war das natürlich nicht mehr möglich. Deshalb hat Schröder Merkel wohl ins Kanzleramt verholfen.“</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Nicht „die Richtige“</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Irgendwie war das ja schon immer Merkels Spezialität: Niemand rechnet mit ihr und doch geht sie am Ende als Siegerin hervor. Ich glaube, dass ich zu Angela Merkel, bevor sie Kanzlerin wurde, überhaupt keine Meinung hatte. Und das ist mir als Feministin heute doch ziemlich – unangenehm? Peinlich? Denn man sollte doch annehmen, dass man zu der ersten deutschen Kanzlerinnenkandidatin eine Meinung hat. Aber nichts da. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Natürlich gibt es dazu verschiedene Erklärungen. Erstens: Ich war jung. Also, wirklich jung. Klar war ich politisch interessiert, aber Politik hatte trotzdem recht wenig mit meinem eigenen, konkreten Leben zu tun. Zweitens: Deutschland ist nicht Amerika. Wahlkämpfe werden hier nicht so personenbezogen geführt, schließlich wählen wir ja den Bundestag und nicht den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin. Der deutschen Politik geht das Inszenieren großer Augenblicke irgendwie ab – nur zu parteiübergreifenden, volksverbindenden Anlässen wie Mauerfall, Wiedervereinigung etc. kriegt man das mal hin. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Vor allem aber kam Angela Merkels Wahl mir deshalb nicht historisch vor, weil Merkel nicht „die Richtige“ war. Sie war (und ist) CDU-Politikerin und irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass die erste Bundeskanzlerin aus dem linken politischen Lager stammt. Ich hatte hoch gesteckte, idealistische Erwartungen an die erste Kanzlerin. <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2015/10/12/us-wahlen-vote-for-hillary-oder-doch-nicht/"><span class="s2">Vielen US-Amerikanerinnen geht es gerade mit Clinton wie mir damals mit Merkel</span></a>: Yeah, die erste Präsidentschaftskandidatin! Aber muss es wirklich <i>diese</i> Frau sein? Ähnlich in Großbritannien: Hurra, die erste Premierministerin nach Margaret Thatcher! Aber warum bitte ausgerechnet Theresa May?</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Ab in die Zeitmaschine</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Wahrheit ist wohl: Bestimmte Momente fühlen sich nur dann historisch an, wenn sie für einen persönlich etwas bedeuten. Trotzdem: Wenn ich momentan nach Amerika blicke wünsche ich mir manchmal, in eine Zeitmaschine steigen zu können, um ins Jahr 2005 zurückzureisen. Einfach, um nochmal zu erleben, wie das damals war. Angela Merkel mag keine Hillary Clinton sein – aber ein paar mehr Erinnerungen an dieses, wenn vielleicht auch nicht für mich, historische Ereignis hätte ich doch gerne. </span></p>
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		<title>US-Wahlen // Vote for Hillary – oder doch nicht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jane Wayne Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 07:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[box2]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Korbik]]></category>
		<category><![CDATA[Hillary Clinton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum vor allem junge Frauen keine Lust mehr auf Hillary Clinton haben. Sie ist immer tadellos gekleidet, höflich und vor allem: ehrgeizig. Sie will die Wahl unbedingt gewinnen und um dieses Ziel zu erreichen, tut sie so ziemlich alles. Denn sie verdient den Sieg, sie hat so lange dafür gekämpft. Aber ob das reicht, um<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/10/12/us-wahlen-vote-for-hillary-oder-doch-nicht/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1"><i><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2015/10/12/us-wahlen-vote-for-hillary-oder-doch-nicht/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-119199" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2015/10/hillary-clinton-us-wahlkampf.jpg" alt="hillary clinton us wahlkampf" width="735" height="733" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/10/hillary-clinton-us-wahlkampf.jpg 735w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/10/hillary-clinton-us-wahlkampf-150x150.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/10/hillary-clinton-us-wahlkampf-513x513.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/10/hillary-clinton-us-wahlkampf-624x622.jpg 624w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2015/10/hillary-clinton-us-wahlkampf-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 735px) 100vw, 735px" /></a>Warum vor allem junge Frauen keine Lust mehr auf Hillary Clinton haben.</i></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Sie ist immer tadellos gekleidet, höflich und vor allem: ehrgeizig. Sie will die Wahl unbedingt gewinnen und um dieses Ziel zu erreichen, tut sie so ziemlich alles. Denn sie verdient den Sieg, sie hat so lange dafür gekämpft. Aber ob das reicht, um Präsidentin der Schülervertretung zu werden?</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ja, Tracy Flick, die Protagonistin aus dem Film <i>Election</i> (1999), ist die perfekte Kandidatin. Wer, wenn nicht sie? Die Parallelen zu 2015 und Hillary Clinton sind offensichtlich. Beide, Tracy und Hillary, haben lange auf die Kandidatur hingearbeitet, sind qualifiziert – und die einzig logischen Kandidatinnen. Doch dann geht etwas schief.</span><span id="more-119161"></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Und immer dieses Frauenproblem</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Bei Hillary Clinton ist das momentan jede Menge: vom E-Mail-Skandal über den Erfolg ihres Konkurrenten Bernie Sanders bis hin zu schwächelnden Umfragewerten. Dabei war Clintons Kandidatur doch so perfekt vorbereitet! Clinton hat aus den Fehlern ihrer gescheiterten Kampagne von 2008 gelernt: Kein abwehrendes „Ich trete nicht als Frau an“ mehr, um sich als nur zufällig weiblicher Commander in Chief zu präsentieren. Stattdessen betont sie die historische Dimension ihrer Kandidatur: „Ich bin vielleicht nicht der jüngste Kandidat in diesem Rennen, aber ich werde die jüngste Präsidentin in der Geschichte der USA sein.“ Girlpower, yeah!</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Und jetzt das: Ausgerechnet Frauen wenden sich von Hillary Clinton ab. Vor knapp einem Monat veröffentlichten <i>Washington Post</i> und ABC News eine Umfrage, laut der nur noch 42 Prozent der Demokraten-wählenden Frauen Clinton unterstützen – im Juli waren es noch 71 Prozent. Nun können Umfragewerte sich ständig ändern und bis zur Wahl dauert es noch ein Jahr. Fakt ist aber: Das Problem mit den Frauen hatte Hillary Clinton schon bei ihrer Kandidatur 2008. Überraschenderweise waren damals gerade Feministinnen nicht begeistert von der Aussicht auf eine Präsidentin Clinton. Die Journalistin Rebecca Traister beschreibt das in ihrem lesenswerten Buch <i>Big Girls Don’t Cry. The Election that changed everything for American women</i>: „[…] it was clear that although feminists may have been ready for the <i>idea</i> of a female president, they were not so ready for the candidate who was actually going to run.” </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Aber warum? Auf dem Papier sieht Clintons frauenpolitische Bilanz doch ganz gut aus. Als First Lady nahm sie 1995 an der Vierten UN-Weltfrauenkonferenz in Peking teil und sprach dort die berühmten Worte: „Frauenrechte sind Menschenrechte“ (jetzt auch in Form einer bedruckten Tasche im Hillary-Online-Shop erhältlich). Als Außenministerin traf sie sich in fast jedem der 112 von ihr besuchten Länder mit wichtigen weiblichen Persönlichkeiten. Heute setzt Clinton sich für Lohngleichheit und bezahlbare Kinderbetreuung ein und hat eben erst in einem Interview mit <i>Refinery29</i> verkündet, sich intensiver dem Thema sexuelle Gewalt an Universitäten widmen zu wollen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Eigentlich sollte es für Hillary Clinton also super laufen, denn Gleichberechtigung und progressive Politik sind 2015 in den USA wichtige gesellschaftliche Themen – besonders für die sogenannten „Millennials“ oder auch die „Generation Y“, also Menschen, die zwischen 1977 und 1988 geboren wurden. Bei den Wahlen 2016 wird diese Gruppe circa 36 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Zu weiß, zu wohlhabend, zu altmodisch</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das Problem: Viele der potenziellen Wählerinnen aus dieser Gruppe dürften Hillary Clinton nicht besonders progressiv finden. Beispiel gleichgeschlechtliche Ehe: Jahrelang betonte Clinton den „heiligen Bund zwischen einem Mann und einer Frau“, erst 2013 sprach sie sich dann öffentlich für <i>gay marriage</i> aus. Clinton gehört einer anderen Generation an und es kann gut sein, dass ihr Feminismus für junge Feministinnen heute zu altmodisch und nicht radikal genug ist. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Clinton ist Teil des Establishments, sie ist eine weiße, wohlhabende Frau, die – so sehen es viele – nur über ihren Mann an Macht gekommen ist. Und diesem Mann hielt sie damals die Treue – obwohl wir den „Lewinsky-Skandal“ heute wohl als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz einordnen würden. Mit aktuellen feministischen Themen wie der Mehrfachdiskriminierung hat Clinton sich bisher nicht öffentlich auseinandergesetzt. Und in einer Zeit von „Black lives matter“, wo tausende gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße gehen, sind Clintons Äußerungen zu diesem Thema mehr als vage und unbefriedigend. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Hinzu kommt Clintons Überraschungs-Konkurrent Bernie Sanders, parteiloser, zauseliger Senator aus Vermont: Er hat sich schon als junger Mann in der Bürgerrechtsbewegung engagiert, kämpft gegen Einkommens- und Vermögensungleichheit sowie gegen den Einfluss großer Unternehmen auf die Politik. Er hat Clinton quasi links überholt. Es ist wahrscheinlich, dass viele demokratische Frauen am Anfang reflexhaft Clinton unterstützt haben, weil diese die einzige Kandidatin der Demokraten war. Jetzt gibt es eine Alternative, nämlich Sanders: Zu Beginn der Kampagne sagten nur 2 Prozent der Demokraten-Frauen, sie würden Sanders wählen – nun sind es 27 Prozent. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Dabei gibt sich das Clinton-Team so viel Mühe, junge Wähler und Wählerinnen (vor allem aber junge Wählerinnen) zu erreichen. Die Botschaft: Hillary ist cool! Clinton <a href="https://twitter.com/hillaryclinton" target="_blank">twittert</a> fleißig, ist auf <a href="https://instagram.com/p/3wNnxBEPpX/?taken-by=hillaryclinton" target="_blank">Instagram</a> und <a href="https://www.pinterest.com/hillaryclinton/" target="_blank">Pinterest</a> unterwegs („Granddaughter gift ideas, hairstyle inspiration, favorite moments, and some other things”) und für Lena Dunhams <i><a href="http://Lenny-Interview: http://us11.campaign-archive2.com/?u=a5b04a26aae05a24bc4efb63e&amp;id=66c4dad14b" target="_blank">Lenny Letter</a></i> gab es ein exklusives Interview. Letzte Woche war Clinton zu Gast bei <i>Saturday Night Live</i>, wo sie eine Barfrau namens Val spielte – und einer als Hillary verkleideten Kate McKinnon Getränke servierte. Der Sketch ist deshalb so brilliant, weil er viele der Kritikpunkte an Clinton aufgreift – vor allem ihre angebliche Distanziertheit und fehlende Wärme – und daraus großartige Unterhaltung macht. „You’re easy to talk to, Val“, sagt McKinnon/Hillary und Clinton/Val antwortet: „That’s the first time I’ve ever heard that“. </span></p>

<p class="p1"><span class="s1"><b>Wenn nicht jetzt, dann später</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ob all das was bringt? Schwer zu sagen. Denn letztendlich ist es so: Im Gegensatz zu älteren Frauen spüren viele junge Frauen keine Dringlichkeit, 2016 für Hillary Clinton zu stimmen. Sie wissen: Es wird in ihrem Leben noch andere Möglichkeiten geben, eine Frau ins Präsidentenamt zu wählen. Wenn nicht jetzt, dann später. Sie sind nicht bereit, bei ihrer Stimmabgabe Kompromisse zu machen – und warten lieber auf eine Kandidatin, die mehr ihren Positionen und Einstellungen entspricht. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Vielleicht kann Hillary Clinton diesen Kampf gar nicht gewinnen. Den Kampf um die Anerkennung der Frauen, vor allem der jungen. Vielleicht wird von ihr als Kandidatin zu viel erwartet. Denn Clinton ist mehr als eine Kandidatin: Sie ist ein Symbol. Und wenn sie scheitert, wird dies zwangsweise mehr bedeuten, als es eigentlich sollte. Aber, wie es schon im Trailer zu <i>Election</i> heißt: „Auf dem Weg zur Macht darf man einen Streber nie unterschätzen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">&#8212;</span></p>
<p><span style="color: #993366;"><strong>Von </strong><b>Julia Korbik</b></span></p>
<p><span style="color: #993366;"><i>Julia Korbik ist freie <a href="http://juliakorbik.tumblr.com/" target="_blank">Journalistin und Autorin</a>. Das Kompliment vom Sportlehrer, sie mache Liegestütze so gut wie ein Junge, fand </i><a style="color: #993366;" href="http://juliakorbik.tumblr.com/"><i>Julia Korbik</i></a><i> schon in ihrer Schulzeit daneben. In Frankreich und Deutschland studierte sie European Studies, Kommunikationswissenschaften und Journalismus – und ärgerte sich über Leselisten, die nur männliche Autoren enthielten. Bevor es sie 2012 nach Berlin und zum Debattenmagazin The European verschlug, arbeitet sie u.a. für die WAZ und Cafébabel. 2014 erschien Julias Buch </i><a style="color: #993366;" href="http://juliakorbik.tumblr.com/standup">Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene</a><i> (Rogner &amp; Bernhard). </i></span></p>
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