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	<title>Jean Paul Sartre Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Buch-Tipp: Ich befinde mich im Sartre-Rausch.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 13:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Sartre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Und es stimmte, ich war mir dessen immer bewusst gewesen: Ich hatte kein Recht zu existieren. Ich war zufällig erschienen, ich existierte wie ein Stein, eine Pflanze, eine Mikrobe. Mein Leben wuchs auf Geratewohl und in alle Richtungen. Es gab mir manchmal unbestimmte Signale; dann wieder fühlte ich nichts als ein Summen ohne Bedeutung.“ Jean-Paul<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-14120" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/sartre-3/"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-14120" title="sartre" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre-150x112.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre-513x384.jpg 513w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>„Und es stimmte, ich war mir dessen immer bewusst gewesen: Ich hatte  kein Recht zu existieren. Ich war zufällig erschienen, ich existierte  wie ein Stein, eine Pflanze, eine Mikrobe. Mein Leben wuchs auf  Geratewohl und in alle Richtungen. Es gab mir manchmal unbestimmte  Signale; dann wieder fühlte ich nichts als ein Summen ohne Bedeutung.“</em></p>
<p style="text-align: left;"><em> </em><strong>Jean-Paul Sartre</strong> ist mein Lieblingsschriftsteller. Nicht, weil das, was er schreibt &#8222;ach so intellektuell ist&#8220; und auch nicht weil ich dem Existentialismus sonderlich verfallen wäre. Ich mag diesen feschen, aber leider toten Franzosen so sehr, weil er mit Worten umgeht als seien sie Stecknadeln im Heu. Er sucht behutsam nach<em> </em>dem<em> einen</em> Ausdruck, der <em>einen</em> Umschreibung, die alles Gesagte bettet wie ein Federkern-Plümo den Arsch der Queen. Wörter legen sich um Gegebenheiten wie Latex um die Haut &#8211; alles passt perfekt.</p>
<p style="text-align: left;">Vor ein paar Jahren fing alles mit der &#8222;Geschlossenen Gesellschaft&#8220; an. &#8222;Die Hölle, das sind die anderen&#8220;, yeah, Jean-Paul, du bist mein Mann. Dann &#8222;Das Spiel ist aus&#8220;, &#8222;Die Fliegen&#8220;, &#8222;Das Sein und das Nichts&#8220;. Später bekam ich &#8222;Die Wörter&#8220; vorgelegt &#8211; ein Fehler, denn nach dieser Biografie wandte ich mich vom Liehaber der schrägen <em>Simone de Beauvoir </em>ab und widmete mich protestvoll ihren Werken. Vor ein paar Wochen trat sein Roman &#8222;<strong><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/" target="_blank">Zeit der Reife</a></strong>&#8220; in meinen Leben und mit ihm auch die neuentfachte Liebe zum hippsten französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Ich versuche nun, Verpasstets aufzuholen, denn irgendwann will ich sagen können &#8222;Ich hatte sie alle&#8220;. &#8222;Der Ekel&#8220; sollte es nun sein und wieder bin ich gefangen in Satres Wörter-speiendem Werk zwischen Existenz und Sein.<span id="more-14119"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-14121" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/simone-y-sarte/"><br />
</a><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Worum geht es?</em></p>
<p style="text-align: left;">Antoine Roquentin ist 35 Jahre jung, als er beginnt, sich zu ekeln. Er ekelt sich vor so ziemlich allem: Vor seiner Visage, vor Kieselsteinen und all seinen Mitmenschen, das Leben wird für ihn zur Qual. Statt sich zu verkriechen, beschließt Roquentin, fortan mit offen Augen durchs Leben zu schreiten, seine Umwelt zu analysieren und der Tasache für sein Brechreiz-erzeugnedes Gefühl auf den Grund zu gehen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Erzählung ist weder sonderlich spannend, noch packend und es bedarf gewiss ein wenig Geduld, sich in den Protagonisten einzufühlen. Doch hat man erst einmal die Schwelle überschritten, auf der die Langeweile beginnt zu kippen, ist man der Wortgewandtheit Sartres und seinen komplexen Gedankengängen verfallen. Denn schnell kristalisiert sich heraus, dass die Ursache für Roquentins Leiden recht simpel zu finden ist: Es ist die Sinnlosigkeit und Zufälligkeit seiner Existenz, die er mehr und mehr zu begreifen scheint.</p>
<p style="text-align: left;">Nach und nach deutet sich Sartres Hoffnung an: &#8222;Auch wenn die Existenz einsam und demnach auch frei ist, muss  sich das Individuum in dieser Welt selbst erfinden und kann darüber frei  entscheiden, was es sein will.&#8220;</p>
<p style="text-align: left;">&#8222;Der Ekel&#8220; erschien übrigens im Jahr 1938 und gilt als Hauptroman des Existentialismus. Na, denn: Viel Spaß beim Lesen und allerhand Denkfalten bekommen.</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8222;Das ist die Spiegelung               meines Gesichtes. Oft, an diesen verpfuschten Tagen, sehe ich es               lange an. Ich werde aus diesem Gesicht nicht schlau. Die der anderen               haben einen Sinn. Meines nicht. Ich kann nicht einmal entscheiden,               ob es schön oder häßlich ist. Ich denke, es ist häßlich, da man               es mir gesagt hat. Aber das trifft mich nicht. Eigentlich bin ich               sogar schockiert, daß man ihm derartige Eigenschaften zusprechen               kann, so als wollte man einen Erdklumpen oder einen Felsblock schön               oder häßlich nennen.&#8220;</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Zitat aus &#8222;Der Ekel&#8220;<br />
</em></p>
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		<title>Lieblingsbuch der Woche: Jean-Paul Sartre &#8211; Zeit der Reife</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 17:38:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für 1, 50 € habe ich mir beim letzten Trödelmarkt-Besuch Sartres Werk &#8222;Zeit der Reife&#8220; zugelegt. Nach gefühlten zwei Seiten konnte ich den Romans des Vollblut-Existenzialisten dann auch schon gar nicht mehr beiseite legen. Es geht um Freiheit und Selbsverwirklichung, um isolierte Existenz und menschliche Bindungen. Mathieu, Boris, Ivich, Lola, Daniel, Brunet und Sarah erleben<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-12782" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/sartre/"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-12782" title="Jean Paul Sartre" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre-150x112.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre-513x384.jpg 513w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a></p>
<p>Für 1, 50 € habe ich mir beim letzten Trödelmarkt-Besuch <strong>Sartres</strong> Werk &#8222;<strong>Zeit der Reife</strong>&#8220; zugelegt. Nach gefühlten zwei Seiten konnte ich den Romans des Vollblut-Existenzialisten dann auch schon gar nicht mehr beiseite legen. Es geht um Freiheit und Selbsverwirklichung, um isolierte Existenz und menschliche Bindungen. Mathieu, Boris, Ivich, Lola, Daniel, Brunet und Sarah erleben ganz unterschiedliche Geschichten, die sich doch irgendwo zu kreuzen suchen.</p>
<p>Hauptfigur des brutal realisitischen Romans ist Mathieu Delarue. Irgendwann einmal hatte er sich geschworen, für immer frei zu bleiben. Dann wird seine &#8222;Freundin&#8220; schwanger. Er steht vor dem großen Rätsel des Lebens, vor der Frage, ob er bereit ist für ein Kind, vor der Erkenntnis, dass auch er gefangen ist in einem Konstrukt verworrener Pflichten. Er ist auf der Suche nach sich selbt, nach dem richtigen Weg und dem Sinn allen Seins. Wie wird er sich entscheiden? Obgleich &#8222;Zeit der Reife&#8220; im Frühling 1938 spielt, beschäftigt sich das Werk mit den alltäglichen Fragen im Leben  eines Menschen von heute, mit unseren Fragen. Mit den Problemen der Identifikation mit sich selbst und des menschlichen Miteinanders.<span id="more-12781"></span></p>
<p>Ganz fertig gelesen habe ich das Buch noch nicht, ein paar Seiten fehlen noch, aber einige Lieblingszitate habe ich für euch schon mal zusammen gesucht:</p>
<p>&#8222;Ein Kind: ein Bewußtsein mehr, ein kleines, betörtes Licht, das im Kreise flöge, sich an den Wänden stieße und nicht mehr entkäme.&#8220;</p>
<p>&#8222;Frei sein, verantwortlich sein, sagen können: ich bin, weil ich es will; mein eigener Anfang sein.&#8220;</p>
<p>&#8222;Er hatte sich nie ganz an eine Liebe verlieren können, an eine Freude, er war nie richtig unglücklich gewesen: es kam ihm immer so vor, als wäre er anderswo, als wäre er noch nicht ganz geboren.&#8220;</p>
<p>&#8222;Es ist nicht wahr, es lässt sich nicht ersetzen, es ist meine Jugend, die dort tropfenweise versickert. Ich will sofort leben, ich habe noch nicht angefangen zu leben und habe keine Zeit zu warten, ich bin schon alt, einundzwanzig Jahre alt.&#8220;</p>
<p>&#8222;Die Freiheit hilft nicht zu leben.&#8220;</p>
<p>&#8222;So stellte er sich die Hölle vor: ein Blick, der alles durchdränge, bis ans Ende der Welt sähe man &#8211; bis auf den Grund seiner selbst.&#8220;</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Zeit-Reife-Wege-Freiheit-Band/dp/3499158132" target="_blank">Hier</a> könnt ihr das Buch bestellen!</p>
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