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	<title>Love Exposure Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Streitfrage: Ist Love Exposure ein guter Film?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 13:43:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Love Exposure]]></category>
		<category><![CDATA[Ist Love Exposure gut?]]></category>
		<category><![CDATA[Sion Sono]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern war ich im Kino. Es sollte ein 240-Minuten-Marathon werden. Gegangen bin ich nach 180. Der japanische Film und ich, wir sind an sich keine Freunde. Keine guten jedenfalls. Es ist wie es ist, alles und jeder hat eine zweite Chance verdient. Also begab ich mich im Schweiße meines Angesichts und wohlwissend, dass die kommenden<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/16/streitfrage-ist-love-exposure-ein-guter-film/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-14232" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/16/streitfrage-ist-love-exposure-ein-guter-film/1888_5_1276029622/"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/16/streitfrage-ist-love-exposure-ein-guter-film/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-14232" title="Love Exposure" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/1888_5_1276029622.jpg" alt="" width="800" height="524" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/1888_5_1276029622.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/1888_5_1276029622-150x98.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/1888_5_1276029622-513x336.jpg 513w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></a></p>
<p>Gestern war ich im Kino. Es sollte ein 240-Minuten-Marathon werden. Gegangen bin ich nach 180.</p>
<p>Der japanische Film und ich, wir sind an sich keine Freunde. Keine guten jedenfalls. Es ist wie es ist, alles und jeder hat eine zweite Chance verdient. Also begab ich mich im Schweiße meines Angesichts und wohlwissend, dass die kommenden vier Stunden eventuell zur Qual werden würden, in einen großen Saal mit noch größerer Leinwand, um mir die geballte Ladung &#8222;<strong>Love Exposure</strong>&#8220; aus dem Jahr 2008 zu geben. Einer der Freunde, die mich begleiteten, freute sich schon seit geschätzten zwei Wochen auf diesen Film vom Regie-Rebellen <strong>Sion Sono</strong>: Sex und Gewalt in Dauerschleife, hieß es. Ein Trugschluss. Was wir sahen war die Eisbergspitze des Teenie-Burlesque.</p>
<p>Natürlich, <em>Love Exposure</em> überschreitet Grenzen, Genres und Stile werden  miteinander  vermischt wie Müsli. Drama, Romanze, Splatterfilm,  Revenge-Movie,  Satire&#8230; alles ist dabei. Die Liebe erscheint uns als  höchstes Gut, es  gibt dutzende kulturhistorische Bezüge, Beethoven  gesellt sich zu J-Pop, religiöses Sektierertum trifft auf libertäre Gesinnung. Es geht um Freigeister in einer pervertiven  Gesellschaft und die mythologische Frauengestalt aus den Samurai-Filmen der 70er-Jahre. Wir sehen  Tarantino-Attitüde und Ambivalenzen, eine Art LSD Trip auf Leinwand. Klingt eigentlich ganz gut. Nur, dass dieser Streifen einen totalen Overdose an Kontrasten liefert. Man sucht panisch nach dem Sinn der Plattitüden.  Gefunden habe ich ihn nicht. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach der Mut zur Peinlichkeit.<span id="more-14231"></span></p>
<p><strong>Ein kurzer Abriss.</strong> Yus Familie ist streng katholisch,  seine  Mutter stirbt, sein Vater wird Priester. Er fordert Yu zur  täglichen  Beichte auf, doch dessen Weste ist schneeweiß und lupenrein.  Eine Suche  nach Sünden beginnt, denn Sünde bedeutet Beichte und das ist  es, was der  gläubige Priester-Vater von einem Sohn verlangt. Die Komik  nimmt seinen  Lauf. Kuori, eine wahnsinnige, luftig gekleidette Dame,  verführt  schließlich den Vater, die beiden werden ein Paar. Yu will von  Sex und  Mädchen nichts wissen. Zwar fotografiert er inzwischen   professionell Höschen, wartet aber dennoch auf seine ganz persönliche   Maria, die irgendwann einmal zu treffen hofft. Dann das Wunder. Er   findet sie in Gestalt von Yoko, die bald darauf seine Stiefschwester   wird, denn sie ist Kuoris &#8222;Tochter&#8220;, die Tochter von Papas Schnalle. Die   hübsche Yoko hasst Männer allerdings abgrundtief, ihre Kindheit war   beschissen, ganz sauber tickt sie wie alle Protagonisten des Films   nicht. Sie verliebt sich in die ominöse Sasori, die in Wahrheit aber bloß der verkleidete Yu ist. Das Chaos nimmt seinen Lauf, als Koike,   eine Anhängerin der Zero Kirche, auftaucht und sich als die echte Sasori   ausgibt. So wickelt sie nicht nur Yoko, sondern auch Vater und Mutter   mit Heuchlerei um den Finger und macht allesamt zu Sektenmitgliedern. Yu   steht ganz allein da, niemand glaubt ihm. Er versucht, seine große   Liebe zu befreien. Hier sind wir bei drei Stunden Filmlaufzeit   angekommen, was noch passieren wird, weiß ich bloß aus Filmkritiken.</p>
<p>Diese Kritiken sind durchweg positiv. Ich fange an, an meiner mittelmäßigen Meinung über &#8222;Love Exposure&#8220; zu zweifeln.</p>
<p>[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=dpnumSh9t5A[/youtube]</p>
<p>Vielleicht ist mir was durch die Lappen gegangen. Irgendwelche bombatsischen Stilmittel vielleicht oder noch mehr unterschwellige Botschaften. Keine Frage, es ist ein gutes Zeichen, wenn auch nach drei Stunden deutschem Untertitel zu japanischer Sprache noch kein einziger Schwall von Langeweile zu vernehmen ist. Nein, öde war mir nicht zu Mute. Bloß war ich enttäuscht, weil ich etwas ganz anderes erwartet hätte. Etwas subtileres und zugleich krasseres, etwas weniger trashiges vielleicht. Einen Film, der spärrlicher mir Klischees um sich wirft und weniger vorhersehbar ist. Für mich war <strong>Love Exposure</strong> eben nicht mehr und nicht weniger als eine klassische, dramatische und teilweise recht schnulzige Liebesgeschichte gespickt mit Humor à la &#8222;Die Nackte Kanone&#8220;, wie ein Freund von mir die platten Witzigkeiten im Film beschrieb. Wäre ich mit eben dieser Vorstellung ins Kino gegangen, ich wäre nach vier Stunden glücklich und zufrieden ins Bett gefallen. Ein Werk, das aber von allen Seiten in den Himmel gelobt wurde, sieht für mich ganz anders aus.</p>
<p>Kann hier jemand einem Film-Banausen wie mir auf die Sprünge helfen?</p>
<p>Bild <a href="http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.mannbeisstfilm.de/files/1888_5_1276029622.jpg&amp;imgrefurl=http://www.mannbeisstfilm.de/kritik/Sion-Sono/Love-Exposure/1888.html&amp;usg=__ck-eNnfT0DfdMta92TWSULrNG7E=&amp;h=524&amp;w=800&amp;sz=72&amp;hl=de&amp;start=29&amp;zoom=1&amp;um=1&amp;itbs=1&amp;tbnid=86qNwhv9FIJwFM:&amp;tbnh=94&amp;tbnw=143&amp;prev=/images%3Fq%3Dlove%2Bexposure%26start%3D18%26um%3D1%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26sa%3DN%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26ndsp%3D18%26tbs%3Disch:1&amp;ei=KqyATbr_KMXMsgbAyuXlBg" target="_blank">via</a>.</p>
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