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	<title>Margaret Atwood Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Zum 80. Geburtstag: Ein Brief an Margaret Atwood, Autorin von &#8222;The Handmaid’s Tale&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 14:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Margaret Atwood]]></category>
		<category><![CDATA[The Handmaid's Tale]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Margaret Atwood, gestern wurden Sie 80 Jahre alt – kaum zu glauben, so umtriebig und frisch wie sie immer noch sind. Aber sie werden tatsächlich 80 und deshalb schreibe ich Ihnen einen Geburtstagsbrief. Ich habe Sie gesehen, letztens, auf der Frankfurter Buchmesse. Oder eigentlich habe ich Sie nicht gesehen, denn vor der Bühne im<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/11/19/zum-80-geburtstag-ein-brief-an-margaret-atwood-autorin-von-the-handmaids-tale/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Margaret Atwood,</p>
<p style="text-align: justify;">gestern wurden Sie 80 Jahre alt – kaum zu glauben, so umtriebig und frisch wie sie immer noch sind. Aber sie werden tatsächlich 80 und deshalb schreibe ich Ihnen einen Geburtstagsbrief.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe Sie gesehen, letztens, auf der Frankfurter Buchmesse. Oder eigentlich habe ich Sie nicht gesehen, denn vor der Bühne im Norwegischen Pavillon drängten sich so viele Menschen, dass ich erst gar nicht mitbekam, wer da vorne überhaupt interviewt wurde. Aber gehört habe ich Sie. Die Moderatorin fragte, wie es sich denn so anfühle, ein Rockstar zu sein. Und Sie antworteten: „Wissen Sie, es ist wie wenn die Leute einen fragen ‚Wie fühlt es sich an, tot zu sein?‘ Ich weiß es einfach nicht!“ Was ich außerdem an diesem Tag erfuhr: Sie praktizieren Handlesen, einfach deshalb, weil sie Spaß daran haben, und am liebsten für völlig Fremde.</p>
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		<title>Die Serie The Handmaid’s Tale ist verstörend – und unheimlich gut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2017 06:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Serien-Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Margaret Atwood]]></category>
		<category><![CDATA[The Handmaid's Tale]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ehrlich gesagt: Ich hatte Angst, mir diese Serie anzugucken. Weil das Buch, auf dem die Serie basiert, zu meinen Lieblingsbüchern gehört und darin jedes Wort, jeder Satz perfekt ist. Weil es Anfang der 1990er bereits eine Verfilmung von The Handmaid’s Tale gab und ich die ziemlich misslungen fand. Aber nachdem die Hulu-Serie mit Elisabeth Moss<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/05/18/die-serie-the-handmaids-tale-ist-verstoerend-und-unheimlich-gut/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/05/18/die-serie-the-handmaids-tale-ist-verstoerend-und-unheimlich-gut/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-160735" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/05/the-handmaids-tale-serie-tipp-.jpg" alt="" width="800" height="730" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/the-handmaids-tale-serie-tipp-.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/the-handmaids-tale-serie-tipp--150x137.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/the-handmaids-tale-serie-tipp--513x468.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/the-handmaids-tale-serie-tipp--768x701.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/the-handmaids-tale-serie-tipp--624x569.jpg 624w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a>Ehrlich gesagt: Ich hatte Angst, mir diese Serie anzugucken. Weil das Buch, auf dem die Serie basiert, zu meinen Lieblingsbüchern gehört und darin jedes Wort, jeder Satz perfekt ist. Weil es Anfang der 1990er bereits eine Verfilmung von <i>The Handmaid’s Tale</i> gab und ich die ziemlich misslungen fand. Aber nachdem die Hulu-Serie mit Elisabeth Moss (Peggy aus <i>Mad Men</i>) in der Hauptrolle monatelang angeteasert wurde, konnte ich nicht widerstehen. Ich schaltete ein – und bin froh darüber.</p>
<p class="p3"><span class="s1">Denn <i>The Handmaid’s Tale</i> ist so mit das Beste, was die übergroße Serienlandschaft gerade zu bieten hat. Das liegt vor allem an der Dringlichkeit und Aktualität, die die Serie vermittelt, daran, dass sie die Frage nach dem „Was wäre, wenn…?“ so eindrücklich und schonungslos beantwortet. Die Geschichte selbst spielt in der nahen Zukunft, in der Republik Gilead: Durch nukleare Katastrophen ist ein Großteil der US-Bürger*innen unfruchtbar geworden, die Geburtenrate sinkt dramatisch. Es kommt zu einem Staatsstreich durch die christlich-fundamentalistische Gruppe <i>Sons of Jacob</i>, die den Präsidenten sowie den gesamten Kongress ermordet, die Verfassung außer Kraft setzt und die Republik Gilead auf dem Territorium der ehemaligen USA errichtet. In atemberaubendem Tempo wandeln die <i>Sons of Jacb </i>das Land in eine christliche Militär-Diktatur um, in der Frauen keine Rechte haben. Die neuen Gesellschaftsstrukturen orientieren sich an Stellen aus dem Alten Testament und weisen allen Menschen bestimmte Rollen zu. Die herrschende Klasse hält sich sogenannte <i>Handmaids</i>: fruchtbare Frauen, die den jeweiligen Haushalten – bestehend aus einem Commander und dessen Frau – zugewiesen werden, um ihnen Kinder zu gebären.</span><span id="more-160732"></span></p>

<p class="p3"><strong><span class="s1">Bedrückender Alltag</span></strong></p>
<p class="p3"><span class="s1">Offred, aus deren Perspektive <i>The Handmaid’s Tale</i> erzählt wird, ist eine dieser Gebärmaschinen und muss regelmäßig an einer pseudo-religiösen Zeremonie teilnehmen, während der sie mit dem Commander schlafen muss – de facto sexualisierte Gewalt, von ganz oben abgesegnet. Offred, die Commander Fred dient (daher ihr Name: Of-Fred), hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden, ist keine Rebellin. Doch manchmal, da denkt sie an Zeiten, als alles noch anders war. Als sie einen anderen Namen hatte, eine kleine Tochter, einen Ehemann, einen Job: ein normales Leben. Als Frauen noch lesen und arbeiten durften, joggen gingen und mit ihren Freundinnen Kaffee tranken. Diese Erinnerungen sind Offreds einzige Fluchten aus ihrem bedrückenden Alltag. Das, und die sarkastische Stimme in Offreds Kopf, mit der sie gedanklich ihre Umgebung analysiert. </span></p>
<p class="p3"><span class="s1">Margaret Atwood, die ihr Buch <i>The Handmaid’s Tale</i> Mitte der 1980er veröffentlichte, beschreibt die Welt von Gilead mit klaren, ausdrucksstarken Worten. Vieles wird nur angedeutet, vieles bleibt vage. Gerade deshalb entwickelt das Buch nach und nach eine Sogwirkung, der man sich als Leser*in kaum entziehen kann. Wenige Sätze reichen Atwood, um grundlegende Aussagen über das Setting und die Protagonistin zu machen: „A chair, a table, a lamp. Above, on the white ceiling, a relief ornament in the shape of a wreath, and in the center of it a blank space, plastered over, like the place in a face where the eye has been taken out. There must have been a chandelier, once. They’ve removed anything you could tie a rope to.”</span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Trügerisch harmonische Atmosphäre</span></strong></p>
<p class="p3"><span class="s1">Bruce Miller schafft es in seiner Serie für den US-Streamingdienst Hulu, Atwoods Sprache in verstörende, klaustrophobische Bilder zu übersetzen. Gilead ist in weiches Licht getaucht, was eine trügerisch harmonische Atmosphäre schafft, nahezu pittoresk. Alles wirkt irgendwie verwaschen, schläfrig. Doch dann sind da die Handmaids in ihren blutroten Uniformen, das schwarz gekleidete Militär an jeder Ecke, die weißen Säcke, die man gehängten Verräter*innen (zum Beispiel Doktor*innen, Andersgläubigen oder Homosexuellen) über den Kopf gestülpt hat. Rechte, die einmal erkämpft wurden, das macht <i>The Handmaid’s Tale</i> ganz deutlich, können genauso schnell wieder außer Kraft gesetzt werden. Die Rückblenden sind deshalb oft besonders brutal – weil sie zeigen, was war und was jetzt ist. Weil sie zeigen, wie schnell es gehen kann. Aber nicht nur der Blick in die Vergangenheit, unsere Gegenwart, ist schwer erträglich, auch die Darstellungen von Offreds Leben in Gilead sind es. Aus diesem dystopischen Albtraum gibt es kein Entrinnen und bei der ein oder anderen Szene wurde mir richtig übel. Nicht, weil diese Szenen auf Gewalt setzen oder auf Schockmomente, sondern weil sie sich so realistisch anfühlen. So, als könnte es wirklich so sein.</span></p>
<p class="p3"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-160736" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/05/8zuzqf-HC.jpg" alt="" width="853" height="480" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/8zuzqf-HC.jpg 853w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/8zuzqf-HC-150x84.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/8zuzqf-HC-513x289.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/8zuzqf-HC-768x432.jpg 768w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/8zuzqf-HC-800x450.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/05/8zuzqf-HC-624x351.jpg 624w" sizes="(max-width: 853px) 100vw, 853px" /></p>
<p class="p3"><span class="s1">Der Dreh zu <i>The Handmaid’s Tale</i> hatte schon längst begonnen, als Donald Trump im November 2016 zum US-Präsidenten gewählt wurde. Die Serie hat sich ihre Aktualität also nicht unbedingt ausgesucht es ging ihr sicher nicht darum, einen Kommentar zur trumpschen Politik zu liefern. Doch genau das tut sie. Wer sieht, wie Offred und die anderen Frauen erst das Recht verlieren, ein eigenes Konto zu führen, dann das Recht, arbeiten zu gehen und schließlich jegliches Recht am eigenen Körper, der kann nicht umhin, Parallelen zu der Art von Politik zu ziehen, wie sie die US-Regierung gerade durchzieht: Der latente und offene Sexismus, mit dem Trump und seine Kollegen Frauen begegnen, die Einschnitte in die Gesundheitsvorsorge von Frauen, ein in vielen Staaten erneut drohendes Abtreibungsverbot. Eine der Szenen aus <i>The Handmaid’s Tale</i> könnte geradewegs von einem der vielen <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/01/25/womens-march-on-washington/" target="_blank"><i>Women’s Marches</i></a> im Januar 2017 stammen, auf denen weltweit Menschen gegen Trump demonstrierten. In der Serie wird die Demonstration brutal niedergeschlagen, Offred – damals noch June – und ihre Freundin Moira fliehen vor den Schüssen.</span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Veränderter Kontext, gleiche Bedeutung</span></strong></p>
<p class="p3"><span class="s1">Ja, <i>The Handmaid’s Tale</i> macht Angst und sie macht mich als Zuschauerin fertig. So richtig. Denn die dort dargestellte Gesellschaft befindet sich nicht in der fernen Zukunft, ist nichts völlig Ausgedachtes. Atwood beschreibt nichts, was nicht so oder so ähnlich in der Menschheitsgeschichte bereits passiert ist. All diese Geschehnisse hat sie gesammelt und in eine Erzählung eingebunden – der Kontext mag sich geändert haben, die Bedeutung aber nicht. In einem Essay für die <i>New York Times</i> <a href="https://www.nytimes.com/2017/03/10/books/review/margaret-atwood-handmaids-tale-age-of-trump.html?_r=1"><span class="s4">macht Atwood klar</span></a>, dass sie sich an vielen Orten Inspiration für ihr Buch geholt hat, unter anderem bei einem Aufenthalt im damals noch geteilten Berlin. Atwood sagt, besonders wichtig seien für sie Augenzeugenberichte gewesen, und schlägt den Bogen zwischen Offreds fiktiver und der realen Situation: „In the wake of the recent American election, fears and anxieties proliferate. Basic civil liberties are seen as endangered, along with many of the rights for women won over the past decades, and indeed the past centuries. In this divisive climate, in which hate for many groups seems on the rise and scorn for democratic institutions is being expressed by extremists of all stripes, it is a certainty that someone, somewhere — many, I would guess — are writing down what is happening as they themselves are experiencing it. Or they will remember, and record later, if they can.”</span></p>
<p class="p3"><span class="s1"><i>The Handmaid’s Tale</i> zeigt somit auch, welche Macht Erinnerungen haben können, das simple Festhalten dessen, was geschieht. Es geht darum, die Dinge nicht als selbstverständlich hinzunehmen, gerade, wenn es um Menschenrechte geht. Das alles macht aus <i>The Handmaid’s Tale</i> eine wichtige Serie – aber eben auch eine, die nicht leicht anzuschauen ist. </span></p>
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		<title>Feminismus // 3 Bücher, die prägen &#8211; oder: Die Macht der Buchstaben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jane Wayne Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2016 10:04:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[box2]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Margaret Atwood]]></category>
		<category><![CDATA[Simone de beauvoir]]></category>
		<category><![CDATA[Virginia Woolf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt sie: Bücher, die uns so beeindrucken, dass wir nach der Lektüre nicht mehr dieselben sind. Die Aha-Momente auslösen und unsere Hirne in einen wahren Gedanken-Tornado stürzen. Ohne die begeisternde, manchmal auch deprimierende Lektüre von Büchern wäre ich heute – vielleicht – keine Feministin. Welche Bücher das genau sind? Ich könnte duzende aufzählen, habe<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/06/01/feminismus-3-buecher-die-praegen-oder-die-macht-der-buchstaben/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2016/06/01/feminismus-3-buecher-die-praegen-oder-die-macht-der-buchstaben/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-135950" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2016/06/feminismus_thisisjanewayne.jpg" alt="feminismus_thisisjanewayne" width="1000" height="906" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/feminismus_thisisjanewayne.jpg 1000w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/feminismus_thisisjanewayne-150x136.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/feminismus_thisisjanewayne-513x465.jpg 513w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/feminismus_thisisjanewayne-800x725.jpg 800w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/feminismus_thisisjanewayne-624x565.jpg 624w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></p>
<p class="p1">Es gibt sie: <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/category/buch/" target="_blank">Bücher</a>, die uns so beeindrucken, dass wir nach der Lektüre nicht mehr dieselben sind. Die Aha-Momente auslösen und unsere Hirne in einen wahren Gedanken-Tornado stürzen. Ohne die begeisternde, manchmal auch deprimierende Lektüre von Büchern wäre ich heute – vielleicht – keine Feministin.</p>
<p class="p1"><span class="s1">Welche Bücher das genau sind? Ich könnte duzende aufzählen, habe mich aber schweren Herzens für drei entschieden, um sie euch an dieser Stelle ganz fest ans Herz zu legen: 1. <em>The Handmaid’s Tale, </em>2.<em> Ein eigenes Zimmer und </em>3.<em> Memoiren einer Tochter aus gutem Hause.</em></span><span id="more-135948"></span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Margaret Atwood:<a href="https://www.genialokal.de/Produkt/Margaret-Atwood/The-Handmaids-Tale_lid_5164197.html?storeID=ocelot" target="_blank"> The Handmaid’s Tale</a> (1985)</span></strong></p>
<p class="p3"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-135954" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2016/06/the-handmaids-tale-cover.jpg" alt="the-handmaids-tale-cover" width="1006" height="1563" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/the-handmaids-tale-cover.jpg 1006w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/the-handmaids-tale-cover-150x233.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/the-handmaids-tale-cover-330x513.jpg 330w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/the-handmaids-tale-cover-515x800.jpg 515w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/the-handmaids-tale-cover-624x969.jpg 624w" sizes="(max-width: 1006px) 100vw, 1006px" /></p>
<p class="p3"><span class="s1">Schon klar: Bücher, die man gezwungenerweise in der Schule lesen musste, wurden meist eher nicht zu Lieblingsbüchern. Über <em>The Handmaid’s Tale</em> (Der Report der Magd) sagte meinte Freundin Leonie, die mit mir im Englisch LK hockte: „Da gibt’s doch auch &#8217;nen Film zu, warum sollte ich also das Buch lesen?“ Bestechend logisch, aber die Lektüre des Buches lohnt sich trotzdem. Inhaltlich geht es darum: Die Magd Offred lebt in der Republic of Gilead, wo Frauen eigentlich nur eine Aufgabe haben: Kinder bekommen. Wer das nicht kann, wird zur Arbeit in die gefürchteten Kolonien geschickt. Offred ist keine Rebellin, die meiste Zeit macht sie stoisch ihren Job (sprich: mit dem Chef ihres Haushalts, dem Commander, schlafen). Aber sie wird die Erinnerungen an ihr früheres Leben nicht mehr los: An ihre Familie, ihre feministische Mutter und was es bedeutete, frei zu sein. <em>The Handmaid’s Tale</em> ist eine Dystopie, die aber auf sehr realen gesellschaftlichen Trends in den 1980er Jahren basiert: Rassismus, extreme Religiosität, der Backlash gegen den Feminismus. Alles Dinge, die heute noch längst nicht in die historische Schublade gepackt werden können. Damals habe ich <i>The Handmaid’s Tale</i> nicht als feministisches Buch begriffen – heute bin ich dem guten Herrn Popella dankbar, dass wir im Englisch LK dieses Buch lasen und nicht wie alle anderen <i>Fahrenheit 451</i>.</span></p>
<p class="p3"><span class="s1">PS: Der <a href="http://www.imdb.com/title/tt0099731/" target="_blank">dazugehörige Film</a> ist übrigens kein Meisterwerk, aber hey, es gibt jede Menge 80er Jahre-Frisen und Aidan Quinn. Und Volker Schlöndorff hat Regie geführt!</span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Virginia Woolf:<a href="http://www.fischerverlage.de/buch/ein_eigenes_zimmer/9783596149391" target="_blank"> Ein eigenes Zimmer</a> (1929)</span></strong></p>
<p class="p3"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-135953" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2016/06/u1_978-3-596-14939-1.jpg" alt="u1_978-3-596-14939-1" width="744" height="1181" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/u1_978-3-596-14939-1.jpg 744w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/u1_978-3-596-14939-1-150x238.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/u1_978-3-596-14939-1-323x513.jpg 323w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/u1_978-3-596-14939-1-504x800.jpg 504w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/u1_978-3-596-14939-1-624x991.jpg 624w" sizes="(max-width: 744px) 100vw, 744px" /></p>
<p class="p3"><span class="s1">Dieses Buch schenkte meine Schwester mir zu Weihnachten. „Ich glaube, das ist was für dich“, sagte sie. Schlaue Schwester. Ich hatte vorher schon diverse Bücher von Virginia Woolf gelesen (mein ewiger Favorit:<em> <a href="http://www.fischerverlage.de/buch/mrs_dalloway/9783100925589" target="_blank">Mrs Dalloway</a></em>), aber <em>Ein eigenes Zimmer</em> noch nicht. Es ist nur ein Essay, ein schmaler Band, aber zu Recht einer der meistzitierten Texte der Frauenbewegung. Auch heute noch, was darauf schließen lässt, dass manche Dinge sich irgendwie seit Jahrzehnten nicht geändert haben. Ganz allgemein geht es Virginia Woolf um Frauen und Literatur. Gleich am Anfang schreibt sie „Eine Frau muss Geld und ein eigenes Zimmer haben, um schreiben zu können.“ Im Folgenden untersucht Woolf sowohl die Rolle der Frau in der Literatur als auch die Bedingungen, unter denen Frauen Literatur produzieren (können). Die Metapher des „eigenen Zimmers“ taucht immer wieder auf – und natürlich geht es dabei um mehr als nur den (absolut notwendigen) eigenen, physischen Raum. Das bekannteste Beispiel aus dem Essay ist wohl die von Woolf erfundene Schwester von Shakespeare: Wie wäre es einer Judith Shakespeare mit literarischen Ambitionen im 16. Jahrhundert ergangen? (Spoiler: Wir würden heute wohl nicht ihre Werke lesen). <em>Ein eigenes Zimme</em><i>r</i> zeigt, oft humorvoll, dass Männer vor Frauen, die nicht nur Gegenstand, sondern handelndes Subjekt in der Literatur sind, eine Heidenangst haben. Und es macht Lust darauf, weibliche Autoren (wieder) zu entdecken.</span></p>
<p class="p3"><strong><span class="s1">Simone de Beauvoir: <a href="https://www.genialokal.de/Produkt/Simone-de-Beauvoir/Memoiren-einer-Tochter-aus-gutem-Hause_lid_1255489.html?storeID=ocelot" target="_blank"><i>Memoiren einer Tochter aus gutem Hause</i> </a>(1958)</span></strong></p>
<p class="p3"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-135955" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2016/06/515EO-8yJFL.jpg" alt="515EO+8yJFL" width="640" height="973" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/515EO-8yJFL.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/515EO-8yJFL-150x228.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/515EO-8yJFL-337x513.jpg 337w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/515EO-8yJFL-526x800.jpg 526w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2016/06/515EO-8yJFL-624x949.jpg 624w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p class="p3"><span class="s1">Simone de Beauvoir ist und bleibt meine Lieblingsautorin. Ich habe nahezu alles von ihr gelesen und müsste ich ein Lieblingsbuch von ihr wählen, wäre es wohl <em>Sie kam und blieb</em>. Nachhaltiger geprägt hat mich aber trotzdem ihr erster Memoirenband <em>Memoiren einer Tochter aus gutem Hause</em>. Vielleicht hat mich das Buch so sehr berührt, weil ich mich darin an vielen Stellen wiedergefunden habe: Es war kurz vorm Abi, ich wollte nur raus raus raus in die Welt – es fühlte sich an, als würde mein „richtiges“ Leben jetzt beginnen. Ähnlich ging es Simone de Beauvoir, die in einem strengen, bourgeoisen Pariser Haushalt Anfang des 20. Jahrhunderts aufwuchs. Mädchen wurden auf die Ehe vorbereitet, sie mussten tugendhaft und brav sein – bis dann der perfekte Ehemann gefunden war. Lange Zeit erschien Beauvoir das als ganz vernünftiges Szenario. Bis zu dem Tag, als es Klick machte: „Nein, sagte ich mir, während ich einen Tellerstapel in den Wandschrank schob; mein eigenes Leben wird zu etwas führen. Glücklicherweise war ich nicht für das Dasein einer Hausfrau gemacht.“ Abgesehen davon hatte Papa Beauvoir einen Großteil seines Vermögens im Krieg verloren. Eine Mitgift für die beiden Töchter war also sowieso nicht drin, den eigenen Lebensunterhalt verdienen deshalb angesagt. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Ausnahmefrau Simone de Beauvoir ihren Weg findet und letztendlich an der Sorbonne landet, wo sie ihrem späteren Lebensgefährten Jean-Paul Sartre begegnet. <em>Memoiren einer Tochter aus gutem Hause </em>zeigt, dass es sich lohnt, Erwartungen und Rollenbilder zu hinterfragen – und seinen eigenen Weg zu gehen. </span></p>
<p class="p3"><span class="s1">Und? Welche Bücher haben euch zu Feministinnen gemacht?</span></p>
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<p class="p3"><span style="color: #800000;"><strong><span class="s2"><a style="color: #800000;" href="http://juliakorbik.tumblr.com/">Julia Korbik</a></span><span class="s1"> (*1988) lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. 2014 erschien ihr Buch <i>Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene</i> (Rogner &amp; Bernhard). Julia ist Gründerin und zuständige Redakteurin von <a style="color: #800000;" href="http://www.cafebabel.de/mind-the-gap/"><span class="s3"><i>Mind the Gap</i></span></a>, der Gender-Rubrik des sechssprachigen Europa-Onlinemagazins <i>cafébabe</i>l. Auf ihrem Blog <a style="color: #800000;" href="https://eaudebeauvoir.com/"><span class="s3"><i>Oh, Simone</i></span></a> dreht sich alles um die französische Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir.</span></strong></span></p>
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