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	<title>Sartre Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Die Sache mit der verlorenen Freiheit.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 12:44:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sartre]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kant]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin frei. Weil meine Finger nicht wundgescheuert sind von kalt-gerosteten Stahlgittern, die mich gefangen halten wie ein Tier. Ich bin frei, weil meine Gedanken niemand hören kann, weil ich jeden Morgen aufstehe, um in jeder folgenden Sekunde eine neue Entscheidung zu treffen. Der Mensch ist zu Freiheit verdammt. Dazu, sich für jeden Schritt rechtfertigen<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/03/die-sache-mit-der-verlorenen-freiheit/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/03/die-sache-mit-der-verlorenen-freiheit/bildschirmfoto-2011-08-03-um-12-34-35/" rel="attachment wp-att-23381"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/03/die-sache-mit-der-verlorenen-freiheit/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-23381" title="Bildschirmfoto 2011-08-03 um 12.34.35" alt="" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-03-um-12.34.35.png" width="494" height="422" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-03-um-12.34.35.png 316w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-03-um-12.34.35-150x128.png 150w" sizes="(max-width: 494px) 100vw, 494px" /></a></a><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/03/die-sache-mit-der-verlorenen-freiheit/bildschirmfoto-2011-08-03-um-12-21-28/" rel="attachment wp-att-23380"><br /> </a></p>
<p><strong>Ich bin frei. Weil meine Finger nicht wundgescheuert sind von kalt-gerosteten Stahlgittern, die mich gefangen halten wie ein Tier. Ich bin frei, weil meine Gedanken niemand hören kann, weil ich jeden Morgen aufstehe, um in jeder folgenden Sekunde eine neue Entscheidung zu treffen. <em><span style="text-decoration: underline;">Der Mensch ist zu Freiheit verdammt</span>. </em>Dazu, sich für jeden Schritt rechtfertigen zu müssen, wenn auch nur vor sich selbst. Dazu, immer etwas tun zu müssen, egal was; wer nichts tut ist nichts wert. Sind wir frei? Und wollen wir überhaupt frei sein? Wir sind gefangen. Alle. Irgendwie und irgendwo. </strong></p>
<p><strong>Freiheit bedeutet, dass du nichts mehr zu verlieren hast</strong>. Wenn du frei bist, ist alles andere verpufft. In tausend unsichtbaren Fetzen fliegen kleine Teile all dessen durch die Luft, was du gestern noch Leben nanntest. Sie setzen sich auf deine Nasenspitze, kitzeln dich noch einmal ganz sanft, um dann für immer zu verschwinden. Wenn du frei bist, hast du nichts mehr. Wenn du frei bist, bist du so gut wie tot. Wie also kann ein Begriff wie dieser so vollgestopft mit Utopie-Gedanken sein? Schon Lincoln wusste, dass &#8222;<em>die Welt noch nie eine gute Definition des Wortes Freiheit gefunden hat</em>&#8222;. Ganz offensichtlich liegt das daran, dass es gar kein gutes Wort <span style="text-decoration: underline;">ist</span>. Denn wie immer im Leben kommt keine Seite ohne Kehrseite aus. Nicht alles ist schwarz oder weiß, meistens liegt uns vielmehr eine grau-matschige Masse zu Füßen. Eine Masse, in der Gut und Böse verschwimmen, eine Masse, die alle Regeln verschluckt und zu Ratlosigkeit verdaut. Freiheit, was ist das?<span id="more-23379"></span></p>
<p><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/03/die-sache-mit-der-verlorenen-freiheit/bildschirmfoto-2011-08-03-um-14-37-20/" rel="attachment wp-att-23404"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-23404" title="freiheit" alt="" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-03-um-14.37.20.png" width="495" height="297" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-03-um-14.37.20.png 495w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2011-08-03-um-14.37.20-150x90.png 150w" sizes="(max-width: 495px) 100vw, 495px" /></a></p>
<p>Ist Freiheit überhaupt Definitionssache? Eher wohl die Aneinanderreihung verschiedenster Theorien, ein Ball aus Gedankenwust. Ein Versuch: Mit deiner Geburt verlierst du alle Freiheit. Und könntest du sie halten, so wäre dein Grab schon längst geschaufelt. Du bist angewiesen auf die Brust deiner Mutter, auf schützende Hände. Im Freisein wärst du allein. <em>Ganz er selbst sein darf jeder nur, so lange er allein ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur wenn man allein ist, ist man frei. </em>Willst du frei sein?<em><br /> </em></p>
<p>Niemals mehr wirst du so frei sein wie in den ersten Monaten deines Lebens. Kein Kopf steht dir im Weg und kein Gedanke. Du existierst ohne zu handeln oder denken, keine Zwänge, keine Erwartungen. Jedenfalls weißt du nicht, dass du bald sprechen, laufen und lachen musst. Fang an und verabschiede dich von Leichtigkeit und leiser Freiheit. Schule, Sport, Freunde. Jeder schaut jetzt nur auf dich. Ich hoffe, du machst deine Sache gut.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/08/03/die-sache-mit-der-verlorenen-freiheit/tumblr_loimngwrci1qb92rfo1_400/" rel="attachment wp-att-23405"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-23405 aligncenter" title="make believe" alt="" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/tumblr_loimngwrCi1qb92rfo1_400.jpg" width="400" height="299" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/tumblr_loimngwrCi1qb92rfo1_400.jpg 400w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/08/tumblr_loimngwrCi1qb92rfo1_400-150x112.jpg 150w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a></p>
<p>Du bist immer frei, dein eigener Held. Du entscheidest über jeden deiner Schritte, entscheidest dich für das Leben. Dafür, dich ganz langsam in das Gesamtgefüge aus sozialen Verstrickungen einzunisten. Dir einen wohlig-sicheren Cocoon aus abertausenden Anspruchsfetzen zusammenzubasteln. Außen die harte getrocknete Schale, die dein Innerstes beschützt. Darunter bist du zerbrechlich, zerrissen von dem, was man Anpassung nennt. Und jetzt sag mir: Bist du frei?</p>
<p>Nur die Gedanken sind frei. Alles andere tust du mit Bedacht auf deinen Nächsten. Gino Cervi hat recht, wenn er sagt: &#8222;<em>Ich habe immer mehr den Eindruck, dass man Freiheit mit Frechheit verwechselt</em>.&#8220; Wer glücklich sein will, kann nicht frei sein. Denn wer komplett frei ist, eckt an, begeht Fehler, fällt aus seinem Bett, das von Erwartungen und Sicherheit getragen wird. Mach dich fort, lauf weg so weit du kannst. Frei wirst du dadurch nicht, bloß schwereloser. Und dann, wenn du dich am leichtesten fühlst, befreit von allem Zwang, trifft es dich am schwersten. Dir wird klar: Ich bin nicht frei. Niemals. Sorgen, Erinnerungen, Bedürfnisse. Du bist gefangen in einem teuflischen Kreis aus der immerwiederkehrenden Erkenntnis, niemals ankommen zu können. An diesem Ort, der nach Freiheit riecht.<strong> </strong>Denn dieser Ort ist nichts als Illusion, eine Phantasterei der Menschen. Freiheit ist nichts als ein Wunschgedanke, der niemals real werden wird. Niemals wirst du frei sein, weil jeder Atemzug dir Grenzen aufweist. Du kannst nur eins tun: So nah wie möglich an das Ideal herankommen.</p>
<p>Vielleicht hat Immanuel Kant ohne es zu wissen, die beste der existierenden Definitionen von Freiheit geliefert: <em><strong>&#8222;Ich kann, weil ich will, was ich muss.&#8220;</strong></em> Du kannst nur dann frei sein, wenn du willst, was du tust. Ideal erreicht.</p>
<h5>(Bilder via <a href="http://ediths.tumblr.com/" target="_blank">edith</a>, 1.Zitat: Sartre)</h5>
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		<title>Buch-Tipp: Ich befinde mich im Sartre-Rausch.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 13:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Simone de beauvoir]]></category>
		<category><![CDATA[Existentialismus]]></category>
		<category><![CDATA[der Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Sartre]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Paul Sartre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Und es stimmte, ich war mir dessen immer bewusst gewesen: Ich hatte kein Recht zu existieren. Ich war zufällig erschienen, ich existierte wie ein Stein, eine Pflanze, eine Mikrobe. Mein Leben wuchs auf Geratewohl und in alle Richtungen. Es gab mir manchmal unbestimmte Signale; dann wieder fühlte ich nichts als ein Summen ohne Bedeutung.“ Jean-Paul<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-14120" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/sartre-3/"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-14120" title="sartre" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre-150x112.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/03/sartre-513x384.jpg 513w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>„Und es stimmte, ich war mir dessen immer bewusst gewesen: Ich hatte  kein Recht zu existieren. Ich war zufällig erschienen, ich existierte  wie ein Stein, eine Pflanze, eine Mikrobe. Mein Leben wuchs auf  Geratewohl und in alle Richtungen. Es gab mir manchmal unbestimmte  Signale; dann wieder fühlte ich nichts als ein Summen ohne Bedeutung.“</em></p>
<p style="text-align: left;"><em> </em><strong>Jean-Paul Sartre</strong> ist mein Lieblingsschriftsteller. Nicht, weil das, was er schreibt &#8222;ach so intellektuell ist&#8220; und auch nicht weil ich dem Existentialismus sonderlich verfallen wäre. Ich mag diesen feschen, aber leider toten Franzosen so sehr, weil er mit Worten umgeht als seien sie Stecknadeln im Heu. Er sucht behutsam nach<em> </em>dem<em> einen</em> Ausdruck, der <em>einen</em> Umschreibung, die alles Gesagte bettet wie ein Federkern-Plümo den Arsch der Queen. Wörter legen sich um Gegebenheiten wie Latex um die Haut &#8211; alles passt perfekt.</p>
<p style="text-align: left;">Vor ein paar Jahren fing alles mit der &#8222;Geschlossenen Gesellschaft&#8220; an. &#8222;Die Hölle, das sind die anderen&#8220;, yeah, Jean-Paul, du bist mein Mann. Dann &#8222;Das Spiel ist aus&#8220;, &#8222;Die Fliegen&#8220;, &#8222;Das Sein und das Nichts&#8220;. Später bekam ich &#8222;Die Wörter&#8220; vorgelegt &#8211; ein Fehler, denn nach dieser Biografie wandte ich mich vom Liehaber der schrägen <em>Simone de Beauvoir </em>ab und widmete mich protestvoll ihren Werken. Vor ein paar Wochen trat sein Roman &#8222;<strong><a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/" target="_blank">Zeit der Reife</a></strong>&#8220; in meinen Leben und mit ihm auch die neuentfachte Liebe zum hippsten französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Ich versuche nun, Verpasstets aufzuholen, denn irgendwann will ich sagen können &#8222;Ich hatte sie alle&#8220;. &#8222;Der Ekel&#8220; sollte es nun sein und wieder bin ich gefangen in Satres Wörter-speiendem Werk zwischen Existenz und Sein.<span id="more-14119"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-14121" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/03/15/buch-tipp-ich-befinde-mich-im-sartre-rausch/simone-y-sarte/"><br />
</a><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Worum geht es?</em></p>
<p style="text-align: left;">Antoine Roquentin ist 35 Jahre jung, als er beginnt, sich zu ekeln. Er ekelt sich vor so ziemlich allem: Vor seiner Visage, vor Kieselsteinen und all seinen Mitmenschen, das Leben wird für ihn zur Qual. Statt sich zu verkriechen, beschließt Roquentin, fortan mit offen Augen durchs Leben zu schreiten, seine Umwelt zu analysieren und der Tasache für sein Brechreiz-erzeugnedes Gefühl auf den Grund zu gehen.</p>
<p style="text-align: left;">Die Erzählung ist weder sonderlich spannend, noch packend und es bedarf gewiss ein wenig Geduld, sich in den Protagonisten einzufühlen. Doch hat man erst einmal die Schwelle überschritten, auf der die Langeweile beginnt zu kippen, ist man der Wortgewandtheit Sartres und seinen komplexen Gedankengängen verfallen. Denn schnell kristalisiert sich heraus, dass die Ursache für Roquentins Leiden recht simpel zu finden ist: Es ist die Sinnlosigkeit und Zufälligkeit seiner Existenz, die er mehr und mehr zu begreifen scheint.</p>
<p style="text-align: left;">Nach und nach deutet sich Sartres Hoffnung an: &#8222;Auch wenn die Existenz einsam und demnach auch frei ist, muss  sich das Individuum in dieser Welt selbst erfinden und kann darüber frei  entscheiden, was es sein will.&#8220;</p>
<p style="text-align: left;">&#8222;Der Ekel&#8220; erschien übrigens im Jahr 1938 und gilt als Hauptroman des Existentialismus. Na, denn: Viel Spaß beim Lesen und allerhand Denkfalten bekommen.</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8222;Das ist die Spiegelung               meines Gesichtes. Oft, an diesen verpfuschten Tagen, sehe ich es               lange an. Ich werde aus diesem Gesicht nicht schlau. Die der anderen               haben einen Sinn. Meines nicht. Ich kann nicht einmal entscheiden,               ob es schön oder häßlich ist. Ich denke, es ist häßlich, da man               es mir gesagt hat. Aber das trifft mich nicht. Eigentlich bin ich               sogar schockiert, daß man ihm derartige Eigenschaften zusprechen               kann, so als wollte man einen Erdklumpen oder einen Felsblock schön               oder häßlich nennen.&#8220;</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Zitat aus &#8222;Der Ekel&#8220;<br />
</em></p>
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		<title>Lieblingsbuch der Woche: Jean-Paul Sartre &#8211; Zeit der Reife</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 17:38:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Paul Sartre]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Paul]]></category>
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		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für 1, 50 € habe ich mir beim letzten Trödelmarkt-Besuch Sartres Werk &#8222;Zeit der Reife&#8220; zugelegt. Nach gefühlten zwei Seiten konnte ich den Romans des Vollblut-Existenzialisten dann auch schon gar nicht mehr beiseite legen. Es geht um Freiheit und Selbsverwirklichung, um isolierte Existenz und menschliche Bindungen. Mathieu, Boris, Ivich, Lola, Daniel, Brunet und Sarah erleben<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-12782" href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/sartre/"><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-12782" title="Jean Paul Sartre" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre.jpg 640w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre-150x112.jpg 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2011/02/sartre-513x384.jpg 513w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></a></p>
<p>Für 1, 50 € habe ich mir beim letzten Trödelmarkt-Besuch <strong>Sartres</strong> Werk &#8222;<strong>Zeit der Reife</strong>&#8220; zugelegt. Nach gefühlten zwei Seiten konnte ich den Romans des Vollblut-Existenzialisten dann auch schon gar nicht mehr beiseite legen. Es geht um Freiheit und Selbsverwirklichung, um isolierte Existenz und menschliche Bindungen. Mathieu, Boris, Ivich, Lola, Daniel, Brunet und Sarah erleben ganz unterschiedliche Geschichten, die sich doch irgendwo zu kreuzen suchen.</p>
<p>Hauptfigur des brutal realisitischen Romans ist Mathieu Delarue. Irgendwann einmal hatte er sich geschworen, für immer frei zu bleiben. Dann wird seine &#8222;Freundin&#8220; schwanger. Er steht vor dem großen Rätsel des Lebens, vor der Frage, ob er bereit ist für ein Kind, vor der Erkenntnis, dass auch er gefangen ist in einem Konstrukt verworrener Pflichten. Er ist auf der Suche nach sich selbt, nach dem richtigen Weg und dem Sinn allen Seins. Wie wird er sich entscheiden? Obgleich &#8222;Zeit der Reife&#8220; im Frühling 1938 spielt, beschäftigt sich das Werk mit den alltäglichen Fragen im Leben  eines Menschen von heute, mit unseren Fragen. Mit den Problemen der Identifikation mit sich selbst und des menschlichen Miteinanders.<span id="more-12781"></span></p>
<p>Ganz fertig gelesen habe ich das Buch noch nicht, ein paar Seiten fehlen noch, aber einige Lieblingszitate habe ich für euch schon mal zusammen gesucht:</p>
<p>&#8222;Ein Kind: ein Bewußtsein mehr, ein kleines, betörtes Licht, das im Kreise flöge, sich an den Wänden stieße und nicht mehr entkäme.&#8220;</p>
<p>&#8222;Frei sein, verantwortlich sein, sagen können: ich bin, weil ich es will; mein eigener Anfang sein.&#8220;</p>
<p>&#8222;Er hatte sich nie ganz an eine Liebe verlieren können, an eine Freude, er war nie richtig unglücklich gewesen: es kam ihm immer so vor, als wäre er anderswo, als wäre er noch nicht ganz geboren.&#8220;</p>
<p>&#8222;Es ist nicht wahr, es lässt sich nicht ersetzen, es ist meine Jugend, die dort tropfenweise versickert. Ich will sofort leben, ich habe noch nicht angefangen zu leben und habe keine Zeit zu warten, ich bin schon alt, einundzwanzig Jahre alt.&#8220;</p>
<p>&#8222;Die Freiheit hilft nicht zu leben.&#8220;</p>
<p>&#8222;So stellte er sich die Hölle vor: ein Blick, der alles durchdränge, bis ans Ende der Welt sähe man &#8211; bis auf den Grund seiner selbst.&#8220;</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Zeit-Reife-Wege-Freiheit-Band/dp/3499158132" target="_blank">Hier</a> könnt ihr das Buch bestellen!</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2011/02/24/lieblingsbuch-der-woche-jean-paul-sartre-zeit-der-reife/">Lieblingsbuch der Woche: Jean-Paul Sartre &#8211; Zeit der Reife</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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