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	<title>Brain Blah Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Warum &#8222;WorkingMum&#8220; &#038; &#8222;Powerfrau&#8220; problematische Begriffe sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Beitrag erschien erstmals im Februar auf This is Jane Wayne. Vor wenigen Jahren, vermutlich war ich da gerade selbst Mutter geworden, schrieb ich ein paar Zeilen über das damals schon beliebte Jonglieren mit Begriffen, mithilfe derer die Menschheit seit geraumer Zeit versucht, das Frausein in bedeutungsschwangere Hashtags zu verpacken. Überall Powerfrauen. Und Karrierefrauen! Mir kam<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2020/10/15/labels-wie-workingmum-powerfrau-machen-uns-nicht-staerker-sondern-winzig-klein/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><strong>Dieser Beitrag erschien erstmals im Februar auf This is Jane Wayne. </strong></em></p>
<p>Vor wenigen Jahren, vermutlich war ich da gerade selbst Mutter geworden, schrieb ich ein paar Zeilen über das damals schon beliebte Jonglieren mit Begriffen, mithilfe derer die Menschheit seit geraumer Zeit versucht, das Frausein in bedeutungsschwangere Hashtags zu verpacken. Überall <em>Powerfrauen</em>. Und <em>Karrierefrauen</em>! Mir kam das zunächst nur etwas komisch, aber wenig problematisch vor, dieser unbedingte Drang danach, ein Label zu finden, meine ich &#8211; für die eigene Existenz. Über Luftpumpenfrauen hätte ich mich vielleicht geärgert, aber so? Klingt doch nett. Nein, Moment: Nach <em>Empowerment</em>.</p>
<p><strong>Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann aber begriff ich, dass es tragischerweise oft Falsches mit scheinbar richtigen Beschreibungen befeuern. Der charmante Versuch, Frauen mitsamt ihren sehr individuellen Lebensrealitäten durch &#8222;Etiketten&#8220; sichtbar(er) zu machen, führt am Ende etwa zum Verschwinden etlicher wunderschöner Zwischennuancen. Dazu, dass all jene, für die bisweilen (noch) keine hippe Schublade vorgesehen ist, verbal und emotional über die Klippe gejagt, ja ausgeschlossen werden. Auch, weil unsere Gehirne da einfach nicht mitkommen. Zuweisungen wie <em>Powerfrau, Karrierefrau, Workingmum oder Mumpreneur</em> sind schließlich schon allein aufgrund unserer Sozialisation  wertender Natur. Sie erzählen nicht die Geschichten vielfältiger Lebensmodelle oder unterschiedlicher Frauen* mit mannigfaltigen Zielen und Träumen – sondern suggerieren: Es gibt ausschließlich solche &#8211; und den ganzen Rest. Die einen, die alles richtig und krass, also richtig krass machen, und: Alle anderen. Die, die weder Power noch eine berufliche Karriere vorzuweisen haben. Wer nicht dazugehört, wird unsichtbar. Genau wie die Wertschätzung für das, was jene leisten, die es ein bisschen oder komplett anders machen. Die beispielsweise halbtags erwerbstätig sind oder unbezahlte Care-Arbeit leisten. <em>Aber</em>, werden jetzt einige arbeitende Mütter unter uns sagen,<em> wo bleibt denn die Wertschätzung dafür, dass ICH keine Zeit habe, vormittags auf dem Tennisplatz zu stehen oder Dinkelsenfknusperstangen zu backen? Es ist ja schon etwas &#8222;anderes&#8220;. </em>Das stimmt und das darf es auch. Bloß folgt nun schon wieder ein <em>aber</em>.</p>
<p><strong>Vom Privileg, die Wahl zu haben</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Diskurs darf es nämlich zunächst einmal keine Rolle spielen, wie wir persönlich gewisse Umstände oder fremde Lebensentwürfe beurteilen. Ich zum Beispiel bin bekanntlich keine Freundin von finanzieller Abhängigkeit. Auch, weil sämtliche Ursachen von Altersarmut, die faktisch vermehrt Frauen betrifft, vor allem im klassischen Rollenbild und patriarchalen Machtstrukturen zu finden sind. Das bereitet mir natürlich Sorge. Aber es veranlasst mich nicht die Bohne dazu, mich für etwas Besseres zu halten. Im Gegenteil: Gerade <em>weil</em> ich arbeite, denke ich hin und wieder: Scheiße, wie schaffen <em>Full-Time-Eltern</em> das? Den ganzen Tag für die Kinder da zu sein, sie zu bespaßen und zu fördern? Gut möglich, dass ich aufgrund des Dauer-Spagats zwischen Familie und Job vielleicht nicht weniger erschöpft bin. Aber ich habe erstens das Privileg, überhaupt die Wahl zu haben und noch dazu gern ins Büro zu gehen und bin zweitens ernsthaft beeindruckt von Menschen, die so gut wie niemals Zeit für sich allein haben.</p>
<p><strong>Wir sind alle Working Mums</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Abgesehen davon, stellt sich mir eine große Frage: Wo um alles in der Welt ordnen wir aus unserer überprivilegierten Blase heraus denn all die Über-Mütter (seht ihr, jetzt mache ich es auch schon) ein, die sich tagtäglich oder auch nachts den Arsch abarbeiten, im Schichtdienst oder sonst irgendwo, die sicher keine Karriere, aber mehr am Hals haben, als die meisten hier Mitlesenden zusammen &#8211; weil sie gar keine andere Chance haben? Wie erklären wir unser stolzes Label-Gehabe Eltern, die tatsächlich schrecklich gerne mehr Zeit mit ihren Neugeborenen verbringen würden, es aber aus ökonomischen Gründen schlichtweg nicht können? Würden wir ihnen tatsächlich erhobenen Hauptes gegenübertreten (ohne dabei unsere eigene Würde und jeden Respekt zu verlieren) und Dinge sagen wie: <em>Hi, ich bin eine stolze #WorkingMum &#8211; und du so?  </em>Oder würden wir uns, der Empathie sei dank, am Ende doch ein bisschen sehr komisch dabei vorkommen? Wie Elefantinnen im Porzellanladen? Aha.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt kann Mensch natürlich behaupten, <em>sämtliche</em> arbeitende Mamas wären ja wohl in den Begriff #WorkingMum inkludiert. Ich bezweifle das jedoch. Stark. Es gehört doch schon ein wenig neumodische <em>instagramibility</em> dazu, wage ich zu behaupten.</p>
<p style="text-align: justify;">Aufrichtiger und reflektierter wäre es folglich, anzuerkennen, dass wir alle unser Bestes geben. Dass manch eine Mutter oder Frau überhaupt keine Wahl hat. Dass wir dennoch alle Mütter sind, die arbeiten. Oder eben keine Mütter! Aber alle Frauen. Keine besser, keine schlechter. Nur werden die einen tatsächlich besser bezahlt, andere schlechter und viele auch gar nicht. Weil Care-Arbeit bis heute lieber belächelt statt vergütet wird (mehr dazu bei <a href="https://editionf.com/jede-mutter-ist-eine-working-mom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Edition F</a>). Wer kann im Angesicht dieses Kuddelmuddels also ernsthaft noch mehr Zündstoff für sogenannte &#8222;Mum-Wars&#8220;, die doch sowieso permanent wüten, wollen? Mehr Futter, das zur Abgrenzung beiträgt? Tja, die Macht der Sprache. Wir können sie gern weiter ignorieren. Oder endlich schlauer werden, um respektvoller zu handeln.</p>
<p><span style="font-weight: 600;">Wir sagen nicht immer, was wir meinen</span></p>
<p style="text-align: justify;">Als ich meine eigene Mutter neulich fragte, ob sie sich je als <em>WorkingMum</em> bezeichnet hätte, antwortete sie nur sehr knapp: &#8222;Wen interessiert das? Was hat denn meine Arbeit mit meiner Familie zu tun und anders herum? Auf der Arbeit möchte ich ja auch gern mit meinem Vornamen und nicht mit<em> Frau Mutter</em> angesprochen werden.&#8220; Aber ich weiß schon. Wir wollen im Grunde doch nur sagen: Ich arbeite<em> und</em> bin Mutter. Bloß tun wir uns selbst überhaupt keinen Gefallen damit. In Wahrheit füttern wir wieder nur marode Stereotype &#8211; das macht allein das fehlenden Pendant #WorkingDad (funktioniert übrigens auch bei Power<em>mann</em>) sehr deutlich. Haha, denkt man da doch. Klasse, ein <em>Working Dad</em>, wie neu. Was das kollektive Ohr der Gesellschaft nach 2000 Jahren Patriarchat also hört, ist: Ich bin stark, <em>obwohl</em> ich eine Frau bin. Ich arbeite <em>obwohl</em> ich Mutter bin. Ich bin eine <em>Ausnahme</em>. Da lacht der Sozialismus. Und es besteht, wie gesagt, kaum Zweifel daran, dass bei nicht wenigen Empfänger*innen schlicht eines ankommt: Ich bin <em>besser</em> als du. Ich schaffe <em>mehr</em>. Ich <em>bin</em> mehr. Eine weitere, komische Krux ergibt das folglich, denn obwohl wir uns mithilfe verschiedener <em>Frauen*typen</em> ja eigentlich erhobenen Hauptes platzieren und etablieren wollen, machen wir uns in Wahrheit ganz klein. Wir beugen uns mit all diesen Definitionsversuchen im Grunde nur konservativen Denkweisen, in denen zwischen Frausein und Muttersein ohnehin überhaupt kein Unterschied besteht, in denen Mütter für gewöhnlich eben keineswegs arbeiten, weshalb eine berufliche Tätigkeit unbedingt als Attribut oder Merkmal erwähnt gehört, weil: hört, hört!</p>
<p><strong>Wir sind: Frauen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Führen wir den Gedanken schließlich konsequent weiter, wird &#8222;Powerfrau&#8220; oder eben &#8222;WorkingMum&#8220; plötzlich zum genauen Gegenteil von gut gemeint, nämlich zu einer Art Diminutiv von allen &#8222;Frauen&#8220; (mehr dazu bei <a href="https://www.littleyears.de/blog/mompreneur-power-frau-und-co-warum-wir-diese-begriffe-nicht-mehr-horen-konnen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Little Years</a>). Da mache ich nicht mit. Schon lange nicht mehr. Denn irgendwann einmal, da war es vielleicht wichtig, mithilfe eindeutiger Begrifflichkeiten am Muttermythos zu rütteln, sich als Teil von etwas  Größerem betrachten zu können. Vielleicht hat das eine Zeit lang sogar ganz gut funktioniert und mit Sicherheit hat es uns Gehör verschafft, unser Bewusstsein geschärft. Aber es ist Zeit, weiter zu ziehen. Schließlich hielten wir es noch vor wenigen Jahren für wichtig, längst erwachsen gewordene Frauen mit<em> Girl Power</em> zu übergießen. Bis wir lernten, beobachteten und schließlich begriffen: Wir sind ja gar keine Mädchen mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute sind wir bitte, bitte keine Powerfrauen mehr. Und auch keine Working Mums. Sondern: Frauen*. Jede mit einer ganz eigenen Geschichte. Wir brauchen nämlich keine Schubladen, sondern endlich neue Perspektiven.</p>
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		<title>Das hier soll ein Safe Space sein, oder: Kein Platz für Verletzungen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2020 09:36:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Netiquette]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin heute Morgen einigermaßen entrüstet aufgewacht. Über die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen mithilfe der AfD im Großen, aber auch im Kleinen gab es ein wenig Trubel zu verzeichnen. Wegen einer Handvoll Kommentare unter diesem Artikel von Julia Korbik, der eigentlich helfen sollte. Dabei, aus einem Tief heraus zu finden. Am Ende sollte es<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2020/02/06/das-hier-soll-ein-safe-space-sein-oder-kein-platz-fuer-verletzungen/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich bin heute Morgen einigermaßen entrüstet aufgewacht. Über die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen mithilfe der AfD im Großen, aber auch im Kleinen gab es ein wenig Trubel zu verzeichnen. Wegen einer Handvoll Kommentare unter <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2020/02/03/raus-aus-dem-tief-ein-paar-persoenliche-ideen/" target="_blank" rel="noopener">diesem Artikel</a> von Julia Korbik, der eigentlich helfen sollte. Dabei, aus einem Tief heraus zu finden. Am Ende sollte es aber längst nicht mehr darum gehen, wie wir uns gegenseitig unterstützen, zuhören oder an die Hand nehmen können, sondern im Gegenteil um <em>Whataboutism</em> in seiner gängigsten Form: &#8222;Du weißt ja gar nicht, was richtige Probleme sind&#8220;, hieß es dort in etwa, und &#8222;fängst du dann auch beim nächsten Pickel an zu heulen?&#8220;. Vorbei war es plötzlich mit der Empathie. Stattdessen stand da ganz unweigerlich eine der größten Kuriositäten unserer anonymen, digitalen Zeit wie ein dicker Elefant im Raum: Nämlich der Umstand, dass der Mensch bis heute meint, ein Recht auf eine Meinung zu haben, immer und ausnahmslos. Ja, aber! Hat er doch!</p>
<p style="text-align: center;"><span style="text-align: justify; font-size: 1rem; color: #ff0000;"><strong>Nicht im Namen der Demokratie</strong> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-align: justify; font-size: 1rem;">Das mag ganz richtig sein. Nehmen wir uns als Werkzeug zum besseren Verständnis doch ein aktuelles Thema zur Hand: Nazis, Faschisten und Rassisten zum Beispiel, die sehen das bekanntlich sehr ähnlich. Da wird Homophobie von den Ausführenden zumeist als &#8222;Meinung&#8220; deklariert. Das kann man natürlich zulassen, dass Hass eine Meinung sein darf, meine ich &#8211; aber nur, sofern man es als richtig erachtet oder es zumindest in Kauf nimmt, dass andere dafür bluten und sich immer wieder mit verletzenden geistigen Ergüssen Fremder auseinandersetzen müssen. Vor allem jene, die wir doch eigentlich verteidigen und beschützen sollten, vor menschenverachtenden Phrasen, die immer häufiger im Deckmantel der Demokratie-Liebe als absolut sagbar deklariert und dabei gleichsam relativiert werden. &#8222;Meinungsfreiheit ist die Grundlage der Demokratie&#8220;, heißt es. Sie ist ein wichtiges Gut, eines der wichtigsten sogar. Gerade jetzt, wo Autokraten, Diktatoren, Rechte und Wahnsinnige uns mundtot machen (wollen). Als umso betrügerischer empfinde ich es, Zeugin zu werden davon, wie der politisch aufgeladene Begriff der &#8222;Meinungsfreiheit&#8220; ebenso salopp wie leichtfüßig in den Alltag getragen wird und dabei als Legitimierung für verbale Angriffe missbraucht wird. Was nämlich nicht selten ausgespart wird, ist die Fortführung, die Einschränkung dieser Freiheit: </span><strong style="text-align: justify; font-size: 1rem;">Jede*r darf, kann und soll so sein, wie es am besten zu ihm oder ihr passt. Aber natürlich nur, solange dabei niemand anderem geschadet wird. Wo aber fängt der Schaden an? </strong><span style="text-align: justify; font-size: 1rem;">Tatsächlich gibt es rechtliche Grenzen der Meinungsfreiheit, über die fortwährend diskutiert wird, etwa in Anbetracht rechtspopulistischer Provokationen. Dürfen Rassist*innen auf die Straße gehen und mit ihrem Müll hausieren gehen, das Netz mit braunem Dreck zuschütten? Per Gesetzt schon, bis zu einem gewissen Grad eben. Macht es das besser, angenehmer, richtiger? Argumente dafür und dagegen gibt es bekanntlich noch und nöcher. Dennoch steht fest: In meinem Wohnzimmer, meinem Zuhause, dürfen sie das nicht. Und: Auch Arschlöcher sind nicht willkommen, ganz gleich, an was sie glauben.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff00ff;"><strong>Was das alles mit Jane Wayne zu tun hat</strong></span></p>
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		<title>Kolumne // Das Ende von &#8222;Girl Hate&#8220; bist du.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 17:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[box3]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
		<category><![CDATA[Girl Hate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Sohn und ich hatten es uns gerade für einen Kinoabend auf dem Sofa gemütlich gemacht und Peter Pan angeschmissen, da blieb mir auch schon gleich das erste salzige Stück Popcorn im Rachen stecken, vor lauter Schreck über so viel inhaltliche Scheiße in einem an sich doch so wundervollen Kinderfilm. Hatte ich vergessen, wie stereotyp<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2020/01/22/kolumne-das-ende-von-girl-hate/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein Sohn und ich hatten es uns gerade für einen Kinoabend auf dem Sofa gemütlich gemacht und Peter Pan angeschmissen, da blieb mir auch schon gleich das erste salzige Stück Popcorn im Rachen stecken, vor lauter Schreck über so viel inhaltliche Scheiße in einem an sich doch so wundervollen Kinderfilm. Hatte ich vergessen, wie stereotyp und falsch und grausam das Miteinander von Mädchen, bzw. weiblichen Wesen dort seit jeher abgebildet wird? Wohl kaum. Viel wahrscheinlicher ist, dass ich zuvor gänzlich blind für diese formelhafte Art der Erzählung gewesen war, schließlich bin auch ich mit Disney aufgewachsen und von einer mal mehr mal weniger frauenfeindlichen Medienlandschaft sozialisiert worden. Oft gilt hier: Mädchen = Konkurrentinnen. Keine gönnt der anderen auch nur den kleinsten Erfolg, wünscht ihr höchstens einen grässlichen Zauber an den Hals. Sogenannte &#8222;Zickenkriege&#8220; wundern uns demnach nicht die Bohne, weil normalisiert &#8211; getreu dem frei erfundenen Motto &#8222;Keine Realität ohne Rivalität.&#8220;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff99cc;"><strong>Bitch Face forever</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst blieb ich jedenfalls recht ruhig und beobachtete den von &#8211; klar &#8211; Männern erfundenen Charakter der Fee ein paar Minuten lang dabei, wie er voll und ganz im Klischee ersoff: Die bildschöne, Sanduhr-förmige Naseweiß schaut bei jeder Gelegenheit in den Spiegel und lechzt ebenso ununterbrochen wie verzweifelt nach Peters Aufmerksamkeit, ganz so als hätte sie mit ihrem Leben nichts anderes anzufangen als einem ohnehin unerreichbaren, eineinhalb Meter größeren Menschenjungen hinterher zu scharwenzeln &#8211; ganz zu schweigen von diesem beachtlichen Bitch Face, das von der Fee immer dann aufgesetzt wird, wenn sich die naive, liebe Wendy in Peters Nähe aufhält.</p>
<p style="text-align: justify;">Das alles kam mir in der Summe zwar irgendwann komisch vor, aber Schwamm drüber, Eifersucht ist menschlich, noch nicht einmal <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/05/03/the-second-sex-warum-simone-de-beauvoirs-klassiker-von-1949-moderner-und-wichtiger-ist-als-viele-denken/" target="_blank" rel="noopener">Simone de Beauvoir</a> war zu Lebzeiten vor dieser Todsünde gefeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Als besagte Fee Wendy einige Szenen später jedoch im Kanonenkugel-Hagel zurück lässt, auf dass sie doch bitte krepieren möge, fiel ich vom Glauben ans Nimmerland ab. Das konnten am Ende bloß noch die gackernden, verknallten und gemeinen Meermädchen toppen, die Wendy vor lauter Eifersucht zu ertränken versuchen &#8211; &#8222;nur so zum Vergnügen&#8220;, versteht sich.</p>
<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2020/01/22/kolumne-das-ende-von-girl-hate/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-216414" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2020/01/giphy.gif" alt="" width="480" height="362" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff99cc;"><strong>Girl Hate ist nicht angeboren</strong></span></p>
<p>Ein Märchen, denkt ihr nun, nichts als ein dummes Märchen. Aber ist das wirklich so? Oder steckt vielleicht doch ein Funken Wahrheit in dieser überspitzten Zurschaustellung unseres vielleicht größten Schwachpunkts &#8211; dem nicht-Zusammenhalten?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich finde: ja. Denn &#8222;Girl Hate&#8220;, wie <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2016/10/25/short-news-bei-tavi-gevinson-daheim-zeit-fuer-veraenderungen-kollaborationswut/" target="_blank" rel="noopener">Tavi Gevinson</a> das beschriebene, sagen wir mal &#8222;Phänomen&#8220; einst taufte, wird uns quasi von der Pieke an beigebracht. Wir lernen, uns miteinander zu vergleichen, in den Wettbewerb gegeneinander zu treten, permanent. Dass wir immer schöner, dünner, besser, netter sein müssen als die anderen (Mädchen). Und dass im Zweifel eben nur für eine von uns Platz ist. Das Resultat dieser tatsächlich sehr unnatürlichen, aber präzise anerzogenen Unsicherheit mündet schlussendlich in einem tiefsitzenden gesellschaftlichen Problem, das uns im schlimmsten Fall bis ins Erwachsenenalter hinein und sogar in die Berufswelt verfolgt und dessen Folgen Julia Korbik bereits <a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/02/19/girl-hate-vs-shine-theory/" target="_blank" rel="noopener">an anderer Stelle</a> sehr treffend analysiert hat:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;"><strong>&#8222;Der Mythos &#8222;Girl Hate&#8220; trägt dazu bei, dass schon Mädchen und später Frauen sich selbst und andere Mädchen und Frauen klein halten und sich untereinander bekämpfen. Und er verhindert, dass sie ihre Energie in andere Dinge stecken. Banden bilden, zum Beispiel.&#8220;</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Moment, Mythos? Jein. Mythos deshalb, weil ein solches Verhalten, entgegen der allgemeinen, stereotypen Annahme, eben keineswegs in unserer DNA steckt. Und dennoch lässt er sich beobachten &#8211; als Resultat unserer schrägen Sozialisation und dem damit einhergehenden Mangel an Selbstwertgefühl. Welches wir aber nunmal dringend benötigen, um andere (Frauen) aufrichtig aufbauen und unterstützen zu können. Oder ist es eher die Selbstreflexion, an der es uns fehlt?</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff99cc;"><strong>Frauen sind Arschlöcher &#8211; aber nicht immer</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich meine, jetzt denkt noch mal nach: Wann habt ihr zuletzt schlecht über eine andere Frau geredet oder die Augen gerollt, abwertend geschaut oder Vernichtendes gedacht? Und was war der ausschlaggebende Grund dafür? Einer, der handfest ist? Wirklich? Nun gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Frauen können Arschlöcher sein, weil Frauen nunmal Menschen sind. Menschen wiederum können scheiße sein. Und weil ich eine Freundin der klaren Worte bin, verlange ich ja auch gar nicht, diesen Umstand künftig zu ignorieren oder gar gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Was uns allen aber ganz bestimmt nicht schaden würde, wäre ein bewusster Fakten-Check zu Beginn eines jeden <em>Rants</em>. Und ich schwöre: Irgendwann setzt das Verlernen ein. Das ist nötig. Und nicht weniger wichtig als das Dazuzulernen; tatsächlich wird es sogar maßlos unterschätzt, wenn ihr mich fragt.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff99cc;"><strong>Ihr seid Schwestern, keine Rivalinnen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Stellt eure Denkmuster in Frage. Euer Verhalten, eure Gefühle und Gedanken, wann immer es um das Degradieren von anderen Frauen geht. Geht es da wirklich um die andere Person, oder in Wahrheit um euch selbst? Scheißt aufs Lästern. Führt Regeln ein, zum Beispiel so wie <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2014/07/21/girlcrush-interview-melody-michelberger-trust-the-girls/" target="_blank" rel="noopener">Melodie Michelberger</a>, in deren Büro die Regel gilt: Spreche niemals schlecht über eine andere Frau!</p>
<p style="text-align: justify;">Im Zweifel seid ihr euch nämlich ähnlicher als ihr denkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil ihr aufgrund eures Geschlechts ähnliche Erfahrungen macht und jeden Tag kämpft, weil ihr beide manchmal unsicher seid und Angst habt – davor nicht genug genug zu sein oder sogar voreinander. Weil ihr beide in einer <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2019/12/11/warum-wir-feminismus-gegen-den-rechtsruck-brauchen/" target="_blank" rel="noopener">sexistischen Gesellschaft</a> lebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Befreit euch. Lasst es einfach sein. Seid furchtlos. Ohne die anderen geht es sowieso nicht. Mit ihnen hingegen geht es dafür viel, viel besser.</p>
<p style="text-align: justify;">Es stimmt also: Das Ende von &#8222;Girl Hate&#8220; bist du.</p>
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		<title>Kolumne // Die Frau, die ich gern wäre.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2019 16:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich knietief in einer Beziehung der allerersten Sahne stecke, gibt es Momente, in denen ich gar nicht mehr einzuschätzen weiß, ob ich noch immer saumäßig unabhängig oder einfach schon ein bisschen trotzig ob der ganzen Liebe bin, die macht, dass ich mich am liebsten an den Mann kleben würde, manchmal. Ich sage dann Sachen<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/11/20/kolumne-die-frau-die-ich-gern-waere/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit ich knietief in einer Beziehung der allerersten Sahne stecke, gibt es Momente, in denen ich gar nicht mehr einzuschätzen weiß, ob ich noch immer saumäßig unabhängig oder einfach schon ein bisschen trotzig ob der ganzen Liebe bin, die macht, dass ich mich am liebsten an den Mann kleben würde, manchmal. Ich sage dann Sachen wie &#8222;Das kann ich ganz allein, Valentinstag ist mir egal, Zusammenziehen dann in zehn oder zwölf Jahren vielleicht&#8220; oder &#8222;Heute ist&#8217;s schlecht, ich wäre viel lieber allein.&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Wie eine, die keine Angst vor gar nichts hat, stehe ich dann da, in etwa so, als könne ohnehin kein Mensch der Welt je mein Herz zerfleischen, ganz gleich wieviel harte Arbeit er in meinen emotionalen Untergang auch investieren würde, am Ende bliebe ich allein sowieso meine erste und größte aller Lieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aus der Ferne betrachtet wie ein eiserner Wille wirken muss, ist in Wahrheit vielleicht nichts weiter als ein empfindliches Mantra, das ich mir immer und immer wieder selbst aufsage, eine stille Hoffnung. Darauf, dass ich irgendwann zu all dem werde, was ich von mir erwarte. </p>
<p style="text-align: justify;">Bis dahin aber blute ich nach jedem Beweis meiner Unabhängigkeit zwei, drei Tropfen auf den tiefen Grund meiner Sehnsucht nach einhundertprozentiger Nähe. Sie ist nicht immer merklich, manchmal bleibt sie sogar wochenlang scheu und freiwillig im Verborgenen. Kehrt sie wieder, bin ich gewappnet. Mit Büchern, die mich stützen, Zitaten, die meine Gedanken klar waschen und mit dem, was ich im Laufe der vergangenen 31 Jahre hoffentlich gelernt habe. Weil ich es doch eigentlich besser wissen müsste, denke ich dann, während ich zum achtunddreißigsten Mal infolge nach meiner verdammten Ratio suche. Und mir eine PMS-Träne wegwische, bloß weil heute nicht gekuschelt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 1rem;">Das alles kommt natürlich nicht von ungefähr. Dieser Drang danach, so wild und frei und furchtlos zu sein wie all die Frauen, denen irgendwelche Leute irgendwelche Sätze in den Mund legen, damit wir am Ende sagen: Wow. Das will ich auch! Dieses Hirn, das über jedes Herz erhaben ist. Ich nenne diese Bilder, die ich selbst so sehr mag, gern &#8222;Pretender Porn&#8220;. Weil sie mir beim Anschauen etwas geben, über das ich selbst ganz offensichtlich nicht immer verfüge: Totale Unabhängigkeit und Dankbarkeit ohne Angst vor einem Ende. Obwohl ich doch beides beherrschen müsste, oder?</span></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B4ZnbbrCPU0/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="12">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/B4ZnbbrCPU0/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von THIS IS JANE WAYNE (@thisisjanewayne)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2019-11-03T10:39:52+00:00">Nov 3, 2019 um 2:39 PST</time></p>
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<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 1rem;">Wir lesen ja schließlich so viel über diese Tugend: Vom Freisein und dem Gegenteil von dem, was alle machen, die vor lauter Zweisamkeit Gefahr laufen, den Respekt vor sich selbst verlieren, bis sie am Ende nicht nur verschmelzen, sondern verschwinden. Wir hören von Antithesen und diesem unbändigen und zugleich schmückendem, kühlen und kühnem Mut, der so unfassbar verlocken klingt. Der schreit: </span><em style="font-size: 1rem;">Ich kenne meinen Wert! Du musst mich verdienen! Und wenn du&#8217;s nicht kapierst, verpiss dich halt.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wir erfahren von Menschen, die unter den Augen erlesener Gäste nicht jemand anderen, sondern sich selbst heiraten, hoch offiziell. Zum Beispiel weil es sowieso das Beste und Klügste ist, was man überall dort anstellen kann, wo Scheidungen so zahlreich sind wie Betrunkene in der Nacht. Wir hören von Leuten, die sich glücklich beseelt der &#8222;Sologamie&#8220; hingeben, von Frauen, die endlich &#8222;enough&#8220; sind´oder mit &#8222;sich selbst verpartnert&#8220;, wie Emma Watson es zuletzt benannte, und von großen Beispielen der Geschichte, die das viel geteilte Zitat &#8222;<em><strong>I’m not searching for my other half, because</strong><strong> I’m not a half</strong>&#8220; </em>nicht nur gepostet, sondern gelebt haben. Simone de Beauvoir etwa, die 1930 einen &#8222;erneuerbaren Freundschaftspakt&#8220; mit Jean-Paul Sartre schloss. Eine freiwillige Liebe war das, eine große sogar, der es an nichts mangelte. Außer an Alltag, Streit und Heimlichkeiten. </p>
<p style="text-align: justify;">Die Wahrheit ist jedoch: So bin ich einfach nicht. Nicht jeden Tag. Nicht allumfassend. Stattdessen liebe ich so gern und so exzessiv, dass es manchmal weh tut. Ich ziehe an und stoße ab, brauche heute viel Nähe und morgen wieder viel mehr Luft zum Atmen. Mal bin ich weich, dann wieder hart. Oft stark, aber auch sehr schwach. Ich kann gar nicht anders. Und trotzdem lerne ich von diesen Frauen, die ich gern wäre. Ich lerne von ihnen aber keineswegs mehr wie sie zu sein, sondern: ich zu sein. Mich zu hinterfragen. Zu heilen. Meinem Gegenüber Zeit und Raum zu geben, dabei aber trotzdem nicht zu vergessen, dass ich eigene Bedürfnisse haben darf. Dass man an Nähe wachsen kann. Dass es okay ist, einzufordern, was nicht Trauma oder Utopie, sondern Herzenswunsch ist. Und mir dämmert inzwischen, dass es im Grunde vermutlich genau darum geht.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil es überhaupt nicht wichtig ist, ob wir unverwundbar sind, nein, freiwillig verletzlich zu werden, weil wir jemanden lieben, mit ihm oder ihr ein ganzes Leben zu teilen, das ist meines Erachtens sogar sehr, sehr mutig. Vielleicht sogar viel tollkühner als das theatralische Imzaumhalten zu großer Gefühle, das Versteinern. Was wirklich zählt ist doch, dass wir uns bei alldem trotzdem wichtig nehmen. Uns genau zuhören. Herausfinden, <em>wie</em> wir sind. Wert zu schätzen, <em>wer</em> wir sind. Und auszudrücken, <em>was</em> wir uns wünschen, weil wir es wollen. Viel richtiger wäre schlussendlich also:</p>
<p><span style="font-size: 1rem;"><strong>I am complete. But you&#8217;re welcome to join.</strong></span></p>
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		<title>Kolumne // &#8222;Wie schaffst du das alles?&#8220; &#8211; Na, gar nicht.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2019 14:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt eine Frage, die mich seit Jahren begleitet: &#8222;Wie kriegst du das eigentlich alles unter einen Hut?&#8220;. Mit &#8222;alles&#8220; meinen die Fragenden vermutlich Kind, Karriere, Körperpflege und solche Sachen. Ich sitze dann jedes Mal da, oft ungeduscht oder in der selben Kleidung wie am Vortag (weil ich gelegentlich in voller Montur einschlafe, am nächsten<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/11/11/kolumne-kind-karriere-koerperhygiene-es-ist-einfach-nicht-zu-schaffen-aber-egal/">weiterlesen…</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es gibt eine Frage, die mich seit Jahren begleitet: &#8222;Wie kriegst du das eigentlich alles unter einen Hut?&#8220;. Mit &#8222;alles&#8220; meinen die Fragenden vermutlich Kind, Karriere, Körperpflege und solche Sachen. Ich sitze dann jedes Mal da, oft ungeduscht oder in der selben Kleidung wie am Vortag (weil ich gelegentlich in voller Montur einschlafe, am nächsten Morgen aber nicht &#8222;scheiße&#8220;, sondern nur &#8222;ach, wie praktisch&#8220; denke) und antworte verblüfft: &#8222;Gar nicht.&#8220; Natürlich nicht. Dieses Märchen des immer funktionierenden und niemals müden Übermenschen, der alles mit Links schafft, als sei das Leben ein einziger freudiger Klacks, der alles erledigt und erreicht, und das auch noch gleichzeitig, ist nämlich in Wahrheit genau das: Ein Fabelwesen, das mir in der Wirklichkeit noch nie untergekommen ist. Oder auch: Eine Lüge. Ein wunderschönes, utopisches Narrativ. Ich finde, das solltet ihr wissen. Das sollten wir sogar alle einsehen und so richtig kapieren, statt uns immerzu ob all der vermeintlichen Vorbilder zu Nichtsnutzen zu degradieren, die augenscheinlich viel weniger geschissen kriegen als der gesamte Rest der Welt.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt ganz sicher Leute, die schaffen mehr als andere. Das ist sehr natürlich. Kapazitäten werden nunmal nicht gerecht verteilt. Vor allem aber gibt es tonnenweise Frauen, die massiv viel belastungsfähiger sind als ein großer Teil der übrigen Menschheit, gerade jetzt, wo von ihnen verlangt wird, tagein tagaus gefühlt fünfunddreißig Mal die Rolle zu wechseln. Wir hatten das schon an anderer Stelle: Ehefrau, Mutter, Arbeitstier, Ernährerin, Haushälterin, Geliebte, beste Freundin, Köchin, Intellektuelle, Alleinunterhalterin, und so weiter und so fort &#8211; all das sollten wir im Bestfall wohl sein. Einige von uns schaffen das. Die Privilegiertesten, wohlbemerkt. Weil sie etwa auf sehr viel Unterstützung zurückgreifen können. Und auch ich dachte lange: Can do! Stimmte ja auch, irgendwie. Aber nur, weil ich schweineviel Glück gehabt habe. Mit meiner Berufswahl, meiner Selbstständigkeit, dem Vater meines Kindes, meinen Kolleg*innen. Prioritäten setzen musste ich dennoch zu jedem Zeitpunkt. Jedem Tag geht bis heute  außerdem stets eine Entscheidung voran: Eisenbahnspielen oder Geldverdienen, zum Beispiel. Freunde oder nur den Bildschirm sehen. Arzttermin oder Meeting &#8211; die Liste ist endlos lang. Am Ende des Tages schaffe ich zumindest das, was ich mir mit meinem neuen Realismus im Nacken vorgenommen habe &#8211; aber ich schaffe die Dinge niemals hundertprozentig, nie zu meiner vollsten Zufriedenheit, das kann ich mir abschminken. Und auch nie ohne Kompromisse einzugehen. Irgendwas kommt immer zu kurz. Mal temporär, mal nur vorübergehend. Vor allem aber schaffe ich viel weniger als je zuvor. Weil ich zum Beispiel aufgehört habe, mich selbst an der Nase herum zu führen. </p>
<p style="text-align: justify;">Ich weiß jetzt, dass ich nach Lios Geburt, als ich nach zwei Wochen wieder anfing zu arbeiten, nicht von ganz allein 15 Kilo abgenommen habe &#8211; sondern, weil ich weder morgens noch mittags Zeit fand, zu essen. Ich weiß jetzt, dass eine Partnerschaft darunter leidet, wenn mindestens einer von beiden sogar beim Streiten heimlich eMails checkt. Ich weiß jetzt, dass Feierabende und Urlaube durchaus Sinn ergeben und dass der Körper diesen atemlosen Wahnsinn nur eine gewisse Zeit  lang mitmachen kann. In meinem Fall waren das etwa acht Jahre. Dann war Schluss. Auch mit meinem Hirn.</p>
<p style="text-align: justify;">Anfang des Jahres musste ich mir schließlich eine zweimonatige Auszeit nehmen, um in der Reha auf <a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2019/04/01/kolumne-ich-reite-auf-einer-schwimmnudel-richtung-lebenswandel/" target="_blank" rel="noopener">Schwimmnudeln</a> zu reiten und klarzukommen. Weil ich unter anderem durch den Einfluss eines Cortisolspiegels aus der Hölle (ihr wisst schon, das Stresshormon) noch nicht einmal mehr bemerkt hatte, dass mir ein tischtennisgroßer Knoten an der Wirbelsäule gewachsen war. Stattdessen ließ ich mich eineinhalb Jahre lang taub spritzen. Physio? MRT? Sport? Keine Zeit, keine Zeit, lasst mich in Ruhe. Bis ich eines Tages mit einem gelähmten Bein aufwachte, das erst nach einer Operation und Wochen der Isolation von allem, was mit Arbeit zu tun hatte, wieder zu sich kam. Heute geht es mir nicht nur wieder gut, sondern besser. Weil ich gelernt habe, sanfter zu mir selbst zu sein, weniger nach rechts und links zu schauen und Dinge los-, bzw. gehen zu lassen. Ich weiß jetzt endlich, wo meine Grenzen sind &#8211; und verfalle trotzdem immer wieder in alte Muster. Ich scheitere. So unendlich oft. Wenn ich keine Energie mehr habe, mit meinem Sohn eine Falle quer durchs ganze Zimmer zu bauen und stattdessen vorschlage, noch eine Runde Quartett zu spielen, liegend. Wenn ich meinen Mitarbeiterinnen in einem viel zu scharfen Ton antworte, nur, weil ich selbst längst nicht mehr im Zeitplan bin. Wenn ich mich wieder tot stelle und tagelang jede Whats App Nachricht unbeantwortet lasse oder merke, dass ich seit vier Wochen nicht danach gefragt habe, wie es meiner Mutter eigentlich geht. Aber anders als zuvor bemerke ich nun, wann die Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Ich kann dann rechtzeitig gegensteuern. Oder eben in letzter Sekunde. Durchatmen. Mich befreien. Und schließlich ganz freiwillig versagen. Weil&#8217;s am Ende gar nicht so schlimm ist. Wirklich nicht. </p>
<p style="text-align: justify;">Ich weiß schon: Keiner braucht Selbstmitleid und erst recht keine Demotivationsrede. Aber das hier soll genau das Gegenteil sein. Es soll euch sagen: Hört endlich auf, Angst zu haben. Davor, nicht auszureichen, weil ihr vermeintlich viel weniger schaffen, aushalten oder leisten könnt, als all die anderen, die ihr nur aus Geschichten kennt. Lasst es einfach sein. Seid ihr. Mehr geht sowieso nicht, mehr ist nicht gesund. Wenn wir uns selbst von der Last frei sagen, zehn Personen in einer sein zu müssen, mit sechs Armen, drei Hirnen und siebzehn Beinen. Wenn wir aufhören, zu denken, wir müssten perfekt sein, um Erfolg zu haben. Wenn wir den Gedanken aufgeben, dass jede von uns in jedem Lebensbereich gleich erfolgreich sein muss. Wenn wir aufhören, anzunehmen, wir müssten zwingend Karriere machen, um einen Wert zu haben. Oder Mütter sein. Dann kann es klappen. Dann verschwinden die Zweifel, die sowieso niemanden etwas nützen. Wir müssen nämlich gar nichts. Aber wir dürfen mit größter Freude und aus tiefster Überzeugung verschieden sein. Wir dürfen nach Hilfe fragen. Wir dürfen viel wollen, oder eben gar nichts. Aber wir müssen uns gegenseitig stützen, immer. Und endlich anfangen, ehrlich zu sein. </p>
<p><strong>Die Wahrheit ist nämlich: Niemand von uns kann &#8222;alles&#8220; haben. Nicht alles auf einmal. Noch nicht. Aber wir sind trotzdem: genug.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich könnte schon wieder stundenlang weiterschreiben, alles Korrektur lesen, Schlaueres sagen. Aber wisst ihr was? Gar nichts davon mache ich. Ich lasse es einfach gut sein. Weil ich nunmal los muss. Zu meinem Sohn, der mit seiner Laterne auf Mama wartet, die heute Mütze trägt, weil keine Zeit zum Haarewaschen blieb. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht einmal, seit wie vielen Tagen ich jetzt schon den selben BH trage &#8211; geschweige denn, was es heute Abend zu essen gibt. Der Kühlschrank jedenfalls ist leer gefegt und ich wüsste wirklich nicht, wie es schaffen sollte, daran noch etwas zu ändern. Also ändere ich, logisch, wohl lieber meine Einstellung.</p>
<p style="text-align: justify;">Scheißt drauf. Den meisten von uns geht&#8217;s ganz genau so. </p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ff99cc;">Lese-Tipp zum Thema, ein Klassiker sozusagen:</span><br />
 <span style="color: #ff99cc;"><a href="https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2012/07/why-women-still-cant-have-it-all/309020/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Why Women Still Can&#8217;t Have It All.</strong></a></span></h2>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/11/11/kolumne-kind-karriere-koerperhygiene-es-ist-einfach-nicht-zu-schaffen-aber-egal/">Kolumne // &#8222;Wie schaffst du das alles?&#8220; &#8211; Na, gar nicht.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>These: &#8222;Frauen* wollen alles immer ein bisschen früher und manchmal auch viel mehr mehr als Männer*&#8220;</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/10/23/these-frauen-wollen-alles-immer-ein-bisschen-frueher-und-manchmal-auch-viel-mehr-mehr-als-maenner/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2019 13:23:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box1]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin keine Psychologin, das wisst ihr, nur Mensch, oder besser: Frau*, was auch immer das bedeuten mag. Es ist also sehr gut möglich, dass sämtliche Erfahrungen, die ich im Folgenden kurz schildern und womöglich verallgemeinern werde, nichts als läppische Individualphänomene sind oder eben höchstens sehr subjektive Beobachtungen, die aber immerhin recht präzise auf mein<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/10/23/these-frauen-wollen-alles-immer-ein-bisschen-frueher-und-manchmal-auch-viel-mehr-mehr-als-maenner/">weiterlesen…</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich bin keine Psychologin, das wisst ihr, nur Mensch, oder besser: Frau*, was auch immer das bedeuten mag. Es ist also sehr gut möglich, dass sämtliche Erfahrungen, die ich im Folgenden kurz schildern und womöglich verallgemeinern werde, nichts als läppische Individualphänomene sind oder eben höchstens sehr subjektive Beobachtungen, die aber immerhin recht präzise auf mein eigenes soziales Umfeld anzuwenden sind und sich im Grunde genommen sogar in einem einzigen Satz zusammenfassen lassen: </p>
<p><strong>Frauen* wollen alles immer ein bisschen früher und manchmal auch viel mehr mehr als Männer*.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Da könnte ich ja persönlich erstmal kotzen. Über diese steile These drüber meine ich, im Schwall von oben bis unten, weil da gleich so eine schreckliche &#8222;Frauen-sind-von-derVenus-und-Männer-vom-Mars&#8220; Assoziationskette losgetreten wird, von der ich mich rein intellektuell betrachtet und außerdem aus Gründen der zwingend zu überwindenden Geschlechter-Klischees gerne ausnahmslos distanzieren würde; nur grätscht mir dann immer wieder die Praxis, ergo das Leben, dazwischen, weshalb ich am Ende des Tages nicht selten zu dem Schluss komme: Ist so &#8211; Typen haben wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank, noch nicht einmal die besten, emphatischsten, kommunikationsfähigsten von allen. Vielleicht stimmt das sogar, nur müssten wir dann im Umkehrschluss wohl oder übel auch den eigenen Sprung in der Schüssel anerkennen, der ja automatisch mit unserer Sozialisierung (Hollywood, Gender-Marketing, pipapo) und der permanenten (unterbewussten) Auseinandersetzung mit fortwährenden patriarchalen (Gesellschafts-)Strukturen mitgeliefert wird. Kein Problem, bloß geht es darum gerade nicht. Oder etwa doch?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich halte nochmal kurz fest: Egal, ob es nun um den mutigen Sprung in Richtung echte, feste Beziehung und das dazugehörige Commitment, um das Aussprechen von Gefühlen, das miteinander Abhängen oder Zusammenziehen geht &#8211; es scheint fast so, als würden die meisten von uns stets zuerst &#8222;Hier! Ich! Wir! Jetzt!&#8220; brüllen, woraufhin etliche Partner* schließlich reihenweise in Ohnmacht fallen, sich kurz mal zurückziehen und sammeln müssen, alles infrage stellen, Panik bekommen, mehr Zeit einfordern, &#8222;Ruhig Blut!&#8220; antworten und Däumchen drehend darauf warten, dass sich irgendwo im eigenen Bewusstsein der Alles-oder-Nichts-Schalter umlegt, auf dass die Zukunft ihren Schrecken verliere. Als gebe es sowas überhaupt, eine Partnerschaft ohne den leiseten Zweifel oder Bammel, einen &#8222;perfekten&#8220; Zeitpunk ohne Ecken und Kanten. Ich frage mich, wann immer ich solche Geschichten höre, natürlich zwangsläufig, woran das liegt. Dass Männer es tendenziell eher, sagen wir mal &#8222;schleppend&#8220; mögen. Und dass Frauen bis heute Sorge davor haben (müssen), entweder zu viel oder zu wenig zu sein, für das Gegenüber. Ist das verrostete Märchen des ewigen Gefängnisses etwa Schuld? Liegt es daran, dass Männer* noch immer Sorge haben, an den Eiern gepackt und qualvoll in ihrem Leben festgenagelt zu werden? An der Torschlusspanik, von der so einige berichten? Oder sind &#8222;wir&#8220; in Wahrheit echt ein bisschen zu schnell unterwegs, vor lauter Angst in diesen unsicheren Zeiten zu verlieren, was wir doch gerade so lieb gewonnen haben? Ist dieses tief verwurzelte Bedürfnis nach Sicherheit größer als gesund wäre?</p>
<p style="text-align: justify;">Wir, ihr, die &#8211; Ich weiß. Fick die Pauschalisierung. Bei vielen meiner Freundinnen läuft der Hase ganz woanders lang. Bei mir sehr häufig auch (ein Hoch auf die Mauer des Selbstschutzes!). Aber dennoch entdecke ich mich wieder, in all den Geschichten, die wir hören, wenn ich anderen Frauen wirklich zuhöre. Ich fluche dann laut und schimpfe und fühle mit und frage mich wieder: Was läuft denn da schief? Bei uns allen. Und warum um alles in der Welt ist es so verdammt schwer, gleichzeitig das Gleiche zu wollen, und zwar gleich doll. Ehrlich? Keine Ahnung. Aber ich fürchte, dass dieser Umstand in erster Linie nervig, aber überhaupt nicht so tragisch ist, wie wir gern annehmen. Möglicherweise sind wir es ja nur nicht mehr gewohnt, nicht alles immer und überall auf Knopfdruck zu bekommen, sofort. Außerdem ist der Mensch kein Roboterwesen, was beruhigend ist. Denn das eint uns in der Uneinigkeit. So verschieden sind wir nämlich nicht. Wenn wir ehrlich sind, haben wir doch alle: Angst. Also endlich mal was gemeinsam. Und wenn man schon etwas gemeinsam hat, dann kann man zumindest: Miteinander reden. Über Erziehung, Traumata, immer wiederkehrende Muster, verquere Prägung durch Medien, Verletzungen, unsere Kindheit, unsere Eltern, beschissene Erfahrungen und Erinnerungen, die uns bis ins Jetzt verfolgen.</p>
<p>Es könnte nämlich sein, dass wir unser Gegenüber dann plötzlich verstehen. Und uns selbst noch ein bisschen mehr. Und dass wir dann endlich mal etwas genau gleichzeitig und gleich doll wollen: Es zusammen auf die Kette kriegen.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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		<title>Ist es an der Zeit, die Paar-Therapie zu kultivieren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 18:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[box3]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Brain Blah]]></category>
		<category><![CDATA[Paardiologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es geht sowieso immer schlimmer, aber ganz subjektiv betrachtet habe ich während meines bisher etwa 16 Jahre andauernden Liebeslebens schon ziemlich super viel Scheiße gefressen, riesengroße Löffel davon. Retrospektiv betrachtet kommt mir daran eine Sache besonders ineffizient vor &#8211; und zwar das Fazit, dass ich nun wirklich nicht behaupten kann, aus meinen und allen anderen<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/09/25/ist-es-an-der-zeit-die-paar-therapie-zu-kultivieren/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es geht sowieso immer schlimmer, aber ganz subjektiv betrachtet habe ich während meines bisher etwa 16 Jahre andauernden Liebeslebens schon ziemlich super viel Scheiße gefressen, riesengroße Löffel davon. Retrospektiv betrachtet kommt mir daran eine Sache besonders ineffizient vor &#8211; und zwar das Fazit, dass ich nun wirklich nicht behaupten kann, aus meinen und allen anderen Fehlern sonderlich viel gelernt haben zu dürfen. Ein bisschen natürlich schon, aber universell anwendbar ist nur wenig davon. Denn kein Ei gleicht ja dem anderen, im wahrsten Sinne des Wortes. Oder besser: In der Liebe gibt es (fast) keine Regeln. Was die eine Partnerschaft erhellt, vermag der anderen das Licht auszuknipsen. So viele Dynamiken und Persönlichkeiten, die da in Zweisamkeit aufeinander treffen. So viele Erfahrungen, Erinnerungen und Päckchen, die zu tragen sind, wenn etwas Altes geht und das Neue kommt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 1rem;">Als ich zum Beispiel noch viel kleiner war und doch gerade erst verkraftet hatte, dass McGyver wirklich kein Stück in mich verknallt ist, sondern dass das nur der Röhrenfernseher war, der da beim Lippen aufdrücken geknistert hat, verließ mich Anton mit den Worten: Ich finde dich voll witzig, aber gar nicht hübsch. Also bat ich meine Mutter darum, mir zu erklären, was mich denn wohl schöner machen könne. Die aber antwortete nur: Nettere Freunde. Und deshalb ging ich irgendwann mit dem sportlichen Thomas, den ich dann echt nett, aber selbst kein bisschen hübsch fand. Geholfen hat das wenig. Ich war unglücklich bis die schnelle Britta kam &#8211; weg waren sie, gemeinsam, und ich einsam, aber immerhin nicht mehr mit dem Falschen liiert. Womöglich kennzeichnete diese Erfahrung den Beginn der Dauerwurst meines ganz persönlichen Beziehungs-Dramas. Keine Kompromisse mehr, schwor ich. Nur noch volle Pulle. Volle Pulle verlieben und leiden, immer abwechselnd. Mein erster richtiger fester Freund, an den ich (wie so viele junge Mädchen) nicht aus Lust sondern aus vorgegaukelter Abgeklärtheit meine Jungfräulichkeit verlor, knutschte zeitgleich mit seiner Stiefschwester und schlief regelmäßig mit Susanne, mit der ich jeden Mittwoch auf dem Tennisplatz stand. Er holte dann immer uns beide ab, mit seinem schnellen Auto, und setzte, naja, erst mich Zuhause ab und Susanne dann eben gar nicht. Als ich am Computer meines nächsten Freundes, mit dem ich fast fünf Jahre zusammen bleiben sollte, ein Erdkundereferat zusammen kopierte, schickte mir die süße Luise aus der Parallelklasse Kussmünder und Herzen per ICQ, woraufhin ich mich zum ersten Mal von zu viel Asti-Sekt übergab. Es folgte, na klar, das klassische On-Off-Debakel. Und weil mein Herz auch viele Semester später noch in Fetzen an dieser ersten Liebe hing, führte ich während des restlichen Studiums bloß eine tragische Affäre mit einem, der zwar Lily Allen mochte, aber trotzdem keine Ahnung von Frauen hatte &#8211; und schon gar nicht von meiner Liebe. Als ich dann endlich einen traf, dem ich fast so sehr vertrauen konnte wie meinem schlechten Geschmack, brannte ich vor lauter Panik mit einem Musiker durch, der zwar singen, aber nicht lieben konnte und mir eines Tages per Skype vom anderen Ende der Welt aus erklärte, dass er leider mehr Gefühle für seine Gitarre als für mich in petto, aber immerhin einen Song darüber geschrieben habe. Das war dann wohl das Karma-Tier, das mir diesen verdienten Haufen legte. Der bis heute unendlich wunderbare Vater meines Sohnes und ich trennten uns trotz größter Verknalltheit einvernehmlich noch vor dem ersten Geburtstag des Kindes, woraufhin die Jugendliebe von damals sich im Schafspelz versteckte, in Berlin aufkreuzte und erst eine Verlobung später offenbarte, dass unter dem wohligen Kuschelfell nichts als ein ewig einsamer Wolf mit fettem Fernweh steckte. Über Nacht war er plötzlich spurlos verschwunden, wie vom Winde verweht eben, genau wie die Klimmzugstange in unserem gemeinsamen Flur, an der ich mich schon fünf spontane Reißaus-Manöver zuvor kopfüber hängend davon überzeugt hatte, dass durchaus noch warmes Blut durch meine Adern fließt. Dass ich immer noch am Leben bin.</span></p>
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<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B2hZQYeAzAr/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="12">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/B2hZQYeAzAr/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f34a.png" alt="🍊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> (@uou___cute)</a> am <time style="font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;" datetime="2019-09-17T18:07:09+00:00">Sep 17, 2019 um 11:07 PDT</time></p>
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<p style="text-align: justify;">Nie wieder wollte ich ein Pärchen sein, das schwor ich mir, schon gar kein festes, keine Tränen mehr vergießen, nie mehr mein Essen teilen und auch kein Doppelbett, höchstens kurz und dann wieder Ciao Kakao. Heute, zwei Jahre später, bin ich für all das, was mich fast meine komplette Zurechnungsfähigkeit gekostet hätte, vor allem dankbar. Weil ich jetzt weiß, was es bedeutet, bis zum Hals in einer toxischen Beziehung zu stecken, ohne zu merken, dass man kurz davor ist, zu ersaufen. Ich weiß genau, was ich nicht mehr will. Nie wieder &#8211; und trage vielleicht genau deshalb plötzlich so schamlos und unglaublich gern die gleiche Regenjacke wie der, der ohne jeden Zweifel das Gegenteil von allem ist, was mir je weh getan hat. Der sogar alles ist, was mich glücklich macht. Und mehr mein Freund als alle anderen zuvor. Aber eben nicht der erste. Genau so wenig bin ich seine erste Freundin &#8211; macht demnach doppelt so viele Erfahrungen, Erinnerungen und Päckchen, die zu tragen sind, von uns beiden, gemeinsam. Genau das ist, in manchen Momenten, sagen wir mal: verwirrend. Weil ich gelegentlich nicht weiß, wie man so viel Vergangenheit verkraften und kapieren soll. 31 Jahre plus 39 Jahre. Machen zusammen ja 70 Jahre Leben, in denen ganz schön viel Gutes, aber eben auch hin und wieder Schlechtes passiert ist. </p>
<p style="text-align: justify;">Vor ein paar Tagen, als wir selig auf dem Sofa lagen und uns selbst genug waren, dachte ich wieder: Was für ein verrücktes, schönes Leben. Und dass doch wirklich nichts auf der Welt besser wäre, als wenn es jetzt ganz genau so bleiben würde, für immer. Die Hörner sind abgestoßen, das Drama ist durch. Und trotzdem ist jede Beziehung ja irgendwie: Viel.</p>
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		<title>Ich habe mir einen T(r)ick eingefangen, oder: Wie wir ständig versuchen, unsere Orangenhaut zu verstecken.</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/08/29/ich-habe-mir-einen-trick-eingefangen-oder-wie-wir-staendig-versuchen-unsere-orangenhaut-zu-verstecken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 12:15:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[box3]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorgestern war ich ein früher Vogel und schwer damit beschäftigt, meinem spätsommerlichen Toastbrot-Hirn bei Kaffee und überbackenem Croissant ein paar Ideen zu entlocken, als ich plötzlich den nahezu hypnotischen Blick bemerkte, der von rechts zu mir rüber geschlichen kam, sich auf meinem Oberschenkel ausbreitete und dort einfach hocken blieb. Ich schaute dann zum Kopf herüber,<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/08/29/ich-habe-mir-einen-trick-eingefangen-oder-wie-wir-staendig-versuchen-unsere-orangenhaut-zu-verstecken/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vorgestern war ich ein früher Vogel und schwer damit beschäftigt, meinem spätsommerlichen Toastbrot-Hirn bei Kaffee und überbackenem Croissant ein paar Ideen zu entlocken, als ich plötzlich den nahezu hypnotischen Blick bemerkte, der von rechts zu mir rüber geschlichen kam, sich auf meinem Oberschenkel ausbreitete und dort einfach hocken blieb. Ich schaute dann zum Kopf herüber, der am Blick noch mit dran hing, aber er bemerkte mich überhaupt nicht. Die Augen der Dame klebten einzig an meinem Bein, ganz so als hätte mir ein Wabenkrötenmännchen im spektakulären Begattungs-Looping ein paar Eier unter die Haut gepresst. In Wahrheit waren da aber nur Beulen. Solche, wie sie beinahe alle Frauen mit Bindegewebe an und in sich tragen, irgendwo, sogar am Po. &#8222;Orangenhaut&#8220; sagen die Leute auch fälschlicherweise dazu, ich meine nämlich: Es ist einfach Haut! Ohne Frucht obendrauf, die ja unweigerlich impliziert, es handle sich hierbei um Extrawurst-Stellen, um besondere Mängel, die hervorgehoben gehören. Dabei sind all diese Dellen und Kreusel und Krater einerseits doch gängig wie wackelnde Oberarme und andererseits Teil unseres größten und wunderbaren Organs der sinnlichen Wahrnehmung. Unsere Haut trägt soziale Bindungen, macht Liebe spürbar und Berührung erst so herrlich kribbelnd, ganz gleich welche Form oder Farbe sie hat. Und trotzdem werden wir nicht müde, sie zu verfluchen. Weil wir immer meinen: Sieht scheiße aus. Alles, was nicht glatt und platt wie ein Crepe ist, meine ich. Das nennt man auch: Brain Wash. Ist doch komisch, dass wir uns so sehr für etwas schämen, was am Ende sowieso fast alle haben. </p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 1rem;">Und so kam es wahrscheinlich auch, dass die Dame neben mir kurz nicht glauben konnte, was sie da sah. Ich wich nämlich ausnahmsweise nicht zurück, ich legte keinen Jutebeutel und auch kein Sweatshirt über meine kleine Hügellandschaft und entschlug auch nicht die Beine, um vorteilhafteren Antlitzes meinen Kaffee aufzuschlürfen. Ich lächelte nur stur. Vor allem, weil ich in meinem Gegenüber mit einem Mal all meine eigenen Unsicherheiten aus der Vergangenheit wiederentdeckte. Und diese bescheuerten Eitelkeiten, die niemandem irgendetwas bringen, außer eben: Unbehagen. Zweifel. Und Einschränkungen. Gott, was habe ich lange an all den Tricks gefeilt, die die meisten von uns nur allzu gut kennen, kackegal in welchem Körper wir stecken. Hände hoch, wer es auch nicht erträgt, beide Beine beim Sitzen auf einer Gartenbank parallel zueinander wie einen Kuchenteig auf die Holz-Latten sinken zu lassen und stattdessen wie automatisch ein wenig auf den Zehenspitzen stehen bleibt oder gar an den vorderen Rand der Sitzfläche rückt, um ausnahmsweise die Vorteile der Schwerkraft zu genießen. Trug ich kurze Hosen, klemmte ich bis vor ein par Jahren außerdem des Öfteren meine Beinwurst weg. Auf dass sie nicht rücklings irgendwo herum baumeln möge. </span></p>
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		<title>Die Übernachtungstasche, oder: Wann wird es Zeit, zusammenzuziehen?</title>
		<link>https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/07/31/die-uebernachtungstasche-oder-wann-wird-es-zeit-zusammenzuziehen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nike Jane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 13:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[box3]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe das Gefühl, in Sachen Zusammenziehen kann man mehr falsch als richtig machen, so ganz allgemein betrachtet, weil man entweder viel zu früh oder gar reichlich spät dran ist, je nachdem, wen man denn nun um Rat fragt. Meine Mutter zum Beispiel würde vermutlich immer für einen Aufschub plädieren, fürs Ausreizen und Abwarten, der<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2019/07/31/die-uebernachtungstasche-oder-wann-wird-es-zeit-zusammenzuziehen/">weiterlesen…</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich habe das Gefühl, in Sachen Zusammenziehen kann man mehr falsch als richtig machen, so ganz allgemein betrachtet, weil man entweder viel zu früh oder gar reichlich spät dran ist, je nachdem, wen man denn nun um Rat fragt. Meine Mutter zum Beispiel würde vermutlich immer für einen Aufschub plädieren, fürs Ausreizen und Abwarten, der Vernunft wegen. Aber auch, weil zwei wahrhafte Turteltauben im besten Fall ohnehin noch ein ganzes Leben lang Zeit zum Züngeln auf dem gemeinsamen Sofa hätten. Da bekäme meine Freundin Anna hingegen die Krise: Ja bist du denn irre, würde sie entgegen, rein in die geteilte Bude, zackzack, sonst kaufste doch die Katze im Sack. Meine Güte, wozu die Aufregung, hör doch einfach auf dein Bauchgefühl, fände derweil der beste Freund, ich weiß es ganz genau &#8211; obwohl ich noch überhaupt niemand anderen gefragt habe, außer mich selbst. Nämlich erstens: Will du? Ja, ganz klar. Und zweitens: Warum? Wegen der Übernachtungstasche, auch. Die fängt gerade nämlich an zu nerven. Und das, obwohl sie mir zu Beginn doch so viel Freude bereitet hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Heimlich gepackt habe ich diese Tasche, die eigentlich mehr ein Beutel war, immer dann, wenn ich morgens schon wusste, dass der Abend noch nicht verplant ist, bei ihm nicht und bei mir auch nicht. Zwei Socken rein und einen frischen Schlüpfer, Parfum und Krams zur Pflege. Vielleicht noch ein gewaschenes T-Shirt, vielleicht aber auch nicht, weil es herrlich war, einfach eines von seinen zu mopsen, am nächsten Morgen. Und auch sonst war diese Routine sehr praktisch, half sogar in Sachen Kommunikation. Ich habe meinen Beutel bei dir vergessen, tippte ich nach ein paar Wochen. Bitte vergiss ihn ab jetzt immer bei mir, kam ratzfatz zurück, woraufhin ich vor Freude fast in mein Handy biss.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Monate vergingen, und dann mehr als ein Jahr, aber der Beutel blieb. Trotz angehäufter Socken und Schlüppis und Kleider im gar nicht mehr fremden Schrank. Auch das Badezimmer ist voll mit allerhand Dingen, die mir gehören, aber genug steht da noch lange nicht. Weil es ist, wie es so häufig ist, wenn man halb hier wohnt und halb dort: Irgendwas fehlt immer. Das Buch, der Sportschuh, die Pinzette für den Oberlippenbart. Der Badeanzug, die Wasserflasche und vor allem: Die Auswahl. Aber meistens auch das, was man gerade am dringendsten braucht oder will oder mag. Es nervt, an jedem einzelnen Tag. Weshalb ich inzwischen bei Frage #3 angelangt bin: <em>Wann</em> ist denn eigentlich der richtige Zeitpunkt gekommen, um zusammenzuziehen? Gibt es den überhaupt? Natürlich nicht. Und doch: Auf jeden Fall. Weil, na klar, kein Paar dem anderen gleicht. </p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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