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	<title>Harvey Weinstein Archive - Jane Wayne News</title>
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		<title>Sexuelle Belästigung // Man(n) hat es nicht leicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2017 17:21:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Man(n) hat es nicht leicht. Vor allem jetzt, wo sich durch #MeToo das Leben so dermaßen verkompliziert hat! Man(n) weiß nun überhaupt nicht mehr, wie er sich verhalten soll, schließlich drohen an jeder Ecke Anzeigen wegen sexueller Belästigung. Associate Press zufolge fragen Männer sich ängstlich, ob es noch okay ist, die Kollegin zu umarmen oder<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/12/12/maenner-und-sexuelle-belaestigung/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">Man(n) hat es nicht leicht. Vor allem jetzt, wo sich durch #MeToo das Leben so dermaßen verkompliziert hat! Man(n) weiß nun überhaupt nicht mehr, wie er sich verhalten soll, schließlich drohen an jeder Ecke Anzeigen wegen sexueller Belästigung. <a href="https://apnews.com/61132b41eb624f4eb0ebba88a3f6dec9/In-wake-of-Weinstein,-men-wonder-if-hugging-women-still-OK"><span class="s2"><i>Associate Press</i> zufolge</span></a> fragen Männer sich ängstlich, ob es noch okay ist, die Kollegin zu umarmen oder sie danach zu fragen, wie ihr Wochenende war. Steve Wyardm beispielsweise, ein langjähriger Angestellter eines in Los Angeles ansässigen Unternehmens, dachte „er wüsste, wie sexuelle Belästigung aussieht“. Jetzt ist er sich nicht mehr so sicher und sorgt sich, dass man(n) nun nicht einmal mehr sagen könnte: „Das ist ein schönes Kleid“ oder „Hast du was mit deinen Haaren gemacht?“.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Andere Männer sorgen sich nicht mehr, sie handeln bereits. Mike Pence, seines Zeichens Vize des Mannes, der trotz zahlreicher Vorwürfe der sexuellen Belästigung und einer nachweisbar problematischen Haltung gegenüber Frauen die USA regiert, <a href="https://www.vogue.com/article/harvey-weinstein-mike-pence-women-in-the-workplace-sexual-harassment"><span class="s2">hat eine einfache Lösung parat</span></a>: Er hält sich einfach nie alleine mit einer Kollegin in einem Raum auf. Gefahr gebannt! So einfach, so clever! Applaus bekam der schlaue Mike von Sebastian Gorka, einem ehemaligen Berater Donald Trumps. Der befand in einem Tweet:</span></p>
<p><a href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/12/12/maenner-und-sexuelle-belaestigung/"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-174529" src="http://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads//2017/12/Bildschirmfoto-2017-12-12-um-18.03.27.png" alt="" width="629" height="746" srcset="https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/12/Bildschirmfoto-2017-12-12-um-18.03.27.png 629w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/12/Bildschirmfoto-2017-12-12-um-18.03.27-150x178.png 150w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/12/Bildschirmfoto-2017-12-12-um-18.03.27-433x513.png 433w, https://www.thisisjanewayne.com/news/wp-content/uploads/2017/12/Bildschirmfoto-2017-12-12-um-18.03.27-624x740.png 624w" sizes="(max-width: 629px) 100vw, 629px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie Amber Tamblyn gegen Missbrauch und Belästigung in Hollywood kämpft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 08:41:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amber Tamblyn ist sowas wie eine Superheldin. Sie ist seit kurzem Mutter, hat beim Film Paint it black zum ersten Mal Regie geführt und findet auch noch die Zeit, sich politisch zu engagieren – online und offline. Ob es um Politik geht, um Sexismus oder sexuelle Belästigung: Die amerikanische Schauspielerin, Regisseurin und Dichterin macht stets<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/10/24/wie-amber-tamblyn-gegen-missbrauch-und-belaestigung-in-hollywood-kaempft/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">Amber Tamblyn ist sowas wie eine Superheldin. Sie ist seit kurzem Mutter, hat beim Film <i>Paint it black</i> zum ersten Mal Regie geführt und findet auch noch die Zeit, sich politisch zu engagieren – online <a href="https://www.instagram.com/p/BaXFenanzxg/?taken-by=amberrosetamblyn"><span class="s2">und offline</span></a>. Ob es um Politik geht, um Sexismus oder sexuelle Belästigung: Die amerikanische Schauspielerin, Regisseurin und Dichterin macht stets eloquent ihre Position klar. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Offener Brief an James Woods</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Momentan dreht sich alles um Harvey Weinstein (<a href="http://www.thisisjanewayne.com/news/2017/10/16/der-fall-harvey-weinstein-oder-das-schweigen-der-maenner/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> hatten wir berichtet), doch schon Wochen bevor der Skandal ausbrach, sprach Tamblyn öffentlich über sexuelle Belästigung in Hollywood. Sie warf dem Schauspieler James Woods vor, sie als 16-Jährige angemacht und nach Las Vegas eingeladen zu haben. Als sie ihm gesagt habe, dass sie erst 16 sei, habe seine Antwort gelautet: „Umso besser“. <a href="http://www.vulture.com/2017/09/armie-hammer-calls-out-james-woods-on-creepy-sexual-history.html"><span class="s2">Tamblyn reagierte damit auf einen Twitter-Austausch zwischen Woods und Armie Hammer</span></a>. Letzterer spielt im Drama <i>Call me by your name</i> einen 24-Jährigen, der eine Beziehung mit einem 17-Jährigen hat. Woods fand diesen Altersunterschied so skandalös, dass er sich auf Twitter darüber empörte – woraufhin Hammer antwortete: „Hast du nicht eine 19-Jährige gedatet, als du 60 warst…?“. Tamblyn, die mit Hammer befreundet ist, schaltete sich in das Gespräch ein und bestätigte Woods Vorliebe für sehr junge Frauen. Laut Woods lügt Tamblyn, er habe nie versucht, sie anzumachen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Falls James Woods dachte, damit sei es getan, lag er falsch – Amber Tamblyn hat genug davon, dass Frauen nie geglaubt wird, wenn sie sexuelle Belästigung und Missbrauch öffentlich machen. Also schrieb sie <a href="https://www.teenvogue.com/story/amber-tamblyn-open-letter-james-woods"><span class="s2">in der <i>Teen Vogue</i> einen offenen Brief an Woods</span></a>: </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">„Der traurigste Teil dieser Geschichte betrifft nicht einmal mich, sondern betrifft die Geschichte der allgemeinen Frau. Der schädliche Narrativ dieses Landes, Frauen vor allem erst einmal nicht zu glauben. Von ihnen zu verlangen [ihre Anschuldigungen] zu untermauern oder Beweise zu liefern oder sicherzustellen, dass wir es nicht falsch in Erinnerung haben oder die Konsequenzen des Sprechens zu bedenken oder zuerst Männer Stellung beziehen zu lassen oder geistige Gesundheit an letzter Stelle kommen zu lassen.“</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b>Ein lauter Chor</b></span></p>
<p class="p1"><span class="s2"><a href="https://www.nytimes.com/2017/09/16/opinion/sunday/amber-tamblyn-james-woods.html">In einem Beitrag für die <span class="s3"><i>New York Times</i></span></a></span><span class="s1"> (Titel: <i>I’m done with not being believed</i>) legte Tamblyn wenige Tage später nach:</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">„Für Frauen in Amerika, die mit Geschichten über Belästigung, Missbrauch und sexuellen Übergriffen an die Öffentlichkeit gehen, gibt es nicht zu jeder Geschichte zwei Seiten, so nobel dieses Prinzip auch scheinen mag. Frauen wird keine Seite zugestanden. Ihnen wird eine Befragung zugestanden. Zu oft werden sie gnadenlos danach befragt, ob ihre Seite berechtigt ist. Insbesondere wenn diese Seite einen berühmten Mann beschuldigt […]. Ich habe jahrelang Angst davor gehabt, mich über Männer in machtvollen Positionen zu äußern oder etwas von ihnen zu verlangen. Was ich als eine Schauspielerin erlebt habe, die in einem Branche arbeitet, dessen Beruf es ist, Frauen zu objektifizieren, ist beängstigend.“</span></p>
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		<title>Der Fall Harvey Weinstein oder: Das Schweigen der Männer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Korbik]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Oct 2017 09:04:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein wirklicher Verbündeter kann nur sein, wer seinen Mund aufmacht. Jeden Tag kommen neue Stimmen dazu. Stimmen von Frauen, die von Harvey Weinstein belästigt, begrabscht oder angeblich sogar vergewaltigt wurden. Stimmen von Frauen, die deutlich machen, dass Weinstein kein Einzelfall ist, dass Frauen in Hollywood routinemäßig Typen wie ihm ausgesetzt sind. Dass dahinter ein System<a class="read-more" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/10/16/der-fall-harvey-weinstein-oder-das-schweigen-der-maenner/">weiterlesen…</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1"><i>Ein wirklicher Verbündeter kann nur sein, wer seinen Mund aufmacht. </i></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Jeden Tag kommen neue Stimmen dazu. Stimmen von Frauen, die von Harvey Weinstein belästigt, begrabscht oder angeblich sogar vergewaltigt wurden. Stimmen von Frauen, die deutlich machen, dass Weinstein kein Einzelfall ist, dass Frauen in Hollywood routinemäßig Typen wie ihm ausgesetzt sind. Dass dahinter ein System steckt, in dem Männer die Macht haben und viele Frauen viel zu eingeschüchtert sind oder um ihre Karriereaussichten bangen, um sich zu wehren. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ja, Männer haben die Macht. Doch während immer mehr Frauen den Schritt in die Öffentlichkeit wagen, über Sexismus und sexuelle Belästigung in Hollywood sprechen, schweigen viele Männer. Ein lautes Schweigen. Das empfindet auch Jessica Chastain so, <a href="https://twitter.com/jes_chastain/status/917376854868332544"><span class="s2">die letzte Woche frustriert feststellte</span></a>: „Ich habe es satt, dass die Medien nur von Frauen verlangen, das Wort zu ergreifen. Was ist mit den Männern? Vielleicht haben Männer Angst, sich ihr eigenes Verhalten anzuschauen…“. <a href="https://twitter.com/mindykaling/status/917609007543500800"><span class="s2">Mindy Kaling ergänzte</span></a>: „Warum hilft es, wenn Männer sich äußern? Weil es das ist, was diese Persönlichkeit am meisten fürchtet: die Zerstörung der stillschweigenden männlichen Unterstützung für dieses Verhalten.“ Und Lena Dunham schrieb <a href="https://www.nytimes.com/2017/10/09/opinion/harvey-weinstein-lena-dunham-silence-.html?smid=tw-nytopinion&amp;smtyp=cur"><span class="s2">in einem Beitrag für die <i>New York Times</i></span></a>: „Das Schweigen Hollywoods, insbesondere das von Männern, die eng mit Mr. Weinstein zusammenarbeiteten, verfestigt nur die Kultur, die Frauen davon abhält, zu sprechen.“</span></p>
<h1 class="p1"><span class="s1"><b>Macht vs. Machtlosigkeit</b></span></h1>
<p class="p1"><span class="s1">Es ist sicher kontraproduktiv, wahllos alle möglichen Schauspieler Hollywoods um Statements zu bitten (wie es diverse Medien taten und tun), nur um dann mit dem Finger auf sie zu zeigen und zu triumphieren: Ha! Was hat <i>er</i> wohl zu verbergen? Aber es stimmt, wenn Dunham von den Männern eine Positionierung fordert, die regelmäßig oder öfter mit Weinstein zusammengearbeitet und von ihm profitiert haben. So wie Matt Damon, Ben Affleck oder Brad Pitt beispielsweise. Während George Clooney zwar „Gerüchte“ gehört, aber von nichts gewusst haben will, wusste einer zumindest genau Bescheid – Brad Pitt. Laut Gwyneth Paltrow, die von 1994 bis 1997 mit Pitt zusammen war, vertraute sie ihm damals an, dass Weinstein sie 1996 belästigte. Pitt habe Weinstein daraufhin bei einer Filmpremiere gedroht: „Du wirst Gwyneth das nie wieder antun.“ Pitt bestätigte diesen Vorfall. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Nun ist es natürlich wunderbar, dass Pitt seine Freundin ernstnahm und Weinstein eine klare Ansage machte. Aber Weinsteins Verhalten war für Pitt offenbar kein Grund, die Zusammenarbeit mit Weinstein zu beenden (<i>Inglourious Bastards</i> und <i>Killing them softly</i> wurden beide von Weinsteins Firma produziert) oder dafür zu sorgen, dass andere Frauen nicht ähnliches erleben müssen wie Paltrow. Stattdessen: Schweigen. Warum? Im Gegensatz zu all den jungen Frauen, die Weinstein belästigte, Frauen, die oft am Anfang ihrer Karriere standen, hatte und hat Pitt Macht. Er war schon in den 1990ern ein gefeierter Schauspieler, besitzt mittlerweile seine eigene Filmproduktionsfirma und ein hohes Standing in Hollywood.</span></p>
<h1 class="p1"><span class="s1"><b>„Rückgradloser Profiteur“</b></span></h1>
<p class="p1"><span class="s1">Genau wie Matt Damon und Ben Affleck. Die haben Weinstein ihren Durchbruch zu verdanken: 1997 kaufte Weinsteins damalige Produktionsfirma Miramax die Rechte für <i>Good Will Hunting</i>, ein Film nach einem Drehbuch von Damon und Affleck, in dem Damon die Hauptrolle spielte. Dank Weinsteins Einsatz wurde der Film zu einem Riesenerfolg, gewann zwei Oscars. Es war sowohl für Damon als auch für Affleck der erste große Hollywood-Erfolg. Doch zum Fall Weinstein äußerten sich beide tagelang nicht. Rose McGowan, die Weinstein vorwirft, sie vergewaltigt zu haben, twitterte Damon direkt an: „Hey @Mattdamon, wie ist es, ein rückgradloser Profiteur zu sein, der schweigt?“ </span></p>
<p class="p1"><span class="s2"><a href="http://www.vulture.com/2017/10/damon-crowe-reportedly-helped-kill-nyt-weinstein-article.html">Angeblich soll Damon sogar eine aktive Rolle in der Kultur des Schweigens gespielt haben</a></span><span class="s1">. Als Matt Damon sich endlich zum Weinstein-Skandal äußerte, tat er es hauptsächlich, <a href="https://www.huffingtonpost.com/entry/matt-damon-denies-killing-2004-nyt-report-on-harvey-weinstein_us_59dd14ece4b01df09b769be5"><span class="s2">um sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen</span></a>. Von Weinsteins Verhalten gegenüber Frauen habe er nichts gewusst: „Diese Art von Angriff passiert hinter verschlossenen Türen, und abseits der Öffentlichkeit. Wenn es jemals eine Veranstaltung gegeben hat, auf der ich war und Harvey hat diese Art von Ding getan und ich habe es nicht gesehen, dann tut es mir wirklich leid, denn ich hätte es gestoppt.“</span></p>
<h1 class="p1"><span class="s1"><b>Nobel gedacht, aber nicht authentisch</b></span></h1>
<p class="p1"><span class="s1">Das sind noble Absichten, aber Tatsache ist: Eine ganze Menge Menschen in Hollywood wussten Bescheid oder hatten zumindest Gerüchte gehört, darunter auch Männer. Und diese Männer taten nichts. Ben Affleck <a href="https://twitter.com/BenAffleck/status/917787533802655744"><span class="s2">veröffentlichte ein Statement</span></a>, in dem er sich „traurig und wütend“ zeigte: „Das ist vollkommen inakzeptabel und ich frage mich, was ich tun kann, um sicherzustellen, dass das nicht anderen passiert. Wir müssen besser darin werden unsere Schwestern, Freundinnen, Kolleginnen und Töchter zu schützen.“ Auch das ist nobel gedacht, wirkt aber nicht richtig authentisch. Erstens <a href="https://www.theguardian.com/film/2017/oct/11/ben-affleck-apologises-for-groping-hilarie-burton-in-2003"><span class="s2">greift Affleck selbst bei Frauen einfach mal zu</span></a>, zweitens ist sein Bruder Casey Affleck – ein Mann, dem von zwei Frauen, die mit ihm an der Dokumentation <i>I’m still here</i> arbeiteten, <a href="https://www.thedailybeast.com/casey-afflecks-dark-secret-the-disturbing-allegations-against-the-oscar-hopeful"><span class="s2">Belästigung und unsittliches Verhalten vorgeworfen wird</span></a>. Statt Schwestern, Freundinnen, Töchter oder andere Frauen vor seinem Bruder zu schützen, unterstützte Ben Affleck ihn bei der Promo-Tour für seinen Film <i>Manchester by the sea</i>. 2017 gewann Casey Affleck dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Sache ist die: Männer wie Brad Pitt, Ben Affleck oder Matt Damon haben in Hollywood sehr wenig zu verlieren, wenn sie ihren Mund aufmachen. Viel weniger als die Frauen, die ihr Schweigen gebrochen und öffentlich über Weinsteins Verhalten gesprochen haben. Frauen, die belästigt oder vergewaltigt wurden, müssen immer damit rechnen, dass ihnen nicht geglaubt wird. Auch deshalb hat das System Weinstein so gut funktioniert: Die Frauen hatten Angst. Sie wussten, dass im Zweifelsfall sie diejenigen wären, die auf der Anklagebank säßen, die sich rechtfertigen müssten. Vorwürfe von sexueller Belästigung und Missbrauch können der Karriere eines Mannes schaden – sie müssen es aber nicht. Siehe Roman Polanski, Woody Allen, Casey Affleck. Der beste Beweis dafür sitzt im Weißen Haus.</span></p>
<h1 class="p1"><span class="s1"><b>Die eigene Komplizenschaft begreifen</b></span></h1>
<p class="p1"><span class="s1">Der Comedian Seth Meyers fand in seiner Show passende Worte zum Fall Weinstein: „Das sollte kein parteiisches Thema sein. Es erfordert von uns allen, dass wir unsere Meinung sagen und uns selber fragen, was wir tun können, um es anzusprechen.“ Er rief Männer dazu auf, das Wort zu ergreifen und sich mit ihrer Komplizenschaft in dem System zu befassen, welches es zulässt, dass diese Dinge passieren.“ </span></p>

<p class="p1"><span class="s1">Denn letztendlich geht es nicht um Weinstein – nicht nur. Es geht darum, wie Frauen zum Schweigen gebracht werden. Und darum, dass Männer nur dann zu wirklichen Verbündeten werden können, wenn sie ihr Schweigen brechen. Nicht nur in Hollywood. </span></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com/news/2017/10/16/der-fall-harvey-weinstein-oder-das-schweigen-der-maenner/">Der Fall Harvey Weinstein oder: Das Schweigen der Männer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.thisisjanewayne.com">Jane Wayne News</a>.</p>
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