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Buchwunsch: Patti Smith “Just Kids” – Die Geschichte einer Freundschaft.

– 23.09.2011 um 14.31 – Allgemein Buch

just+kids+patti+smith 800x457 Buchwunsch: Patti Smith Just Kids   Die Geschichte einer Freundschaft.

Heute halte ich endlich mal meinen Schnabel, was Sartre und Jugendbücher betrifft und stelle euch stattdessen ganz fix ein Buch vor, welches ich mir selbst noch nicht zu Gemüte geführt habe. Es ist aber so, dass ich mich, nachdem mir eine Freundin den Link dazu geschickt hatte, fragte, weshalb es verflixt nochmal nicht längst auf meinem Nachttisch liegt. Diesmal handelt es sich also um Patti Smiths biographisches Werk “Just Kids“, das vielmehr ist als ein öffentliches Tagebuch: Nämlich die wunderbare Geschichte einer tiefen Freundschaft, so sagt man.

Patti, die spätere “Godmother of Punk” und Ikone der Frauenbewegung wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, brach mit 16 die Schule ab und gab mit 18 ihr erstes Kind zur Adoption frei. Auf ihrem wilden Weg durch New York City, irgendwann im Sommer 1967, lernte sie kurz darauf den jungen Robert Mapplethorpe kennen. Die beiden lebten gemeinsam in den Tag hinein, teilten Gedanken und Ängste und Drogen, fanden sich im anderen wieder, wurden Freunde, hatten nichts außer sich selbst und den gemeinsamen Traum, irgendwann einmal Künstler zu werden. Sie schrieb Gedichte und machte Musik, er fotografierte, und zwar am liebsten Patti. Beide wurden berühmt. Fräulein Smiths erstes Album “Horses” erschien 75 und ist wohl zumindest rein optisch betrachtet das berühmteste Werk der überzeugten Feministin, schließlich ziert das Cover der Platte eine frühe Aufnahme Mapplethorpes von seiner platonischen Weggefährtin, die sich höchstwahrscheinlich auf Ewig in unser aller Hirne gebrannt hat. Hübsche Momentaufnahmen und Pattis rotzige Stimmgewalt reichten irgendwann nicht mehr aus, und so wurde die legendäre Band Patti Smith Group geboren. Zum Glück, denn sonst hätte die amerikanische wie auch die englische Punk- und New-Wave-Bewegung eventuell ziemlich alt ausgesehen. So viel erstmal zum Hintergrund, der in “Just Kids” bloß der Nährboden für ein Konstrukt aus Gefühl und Chaos ist. weiterlesen

Ausstellung und Opening Ceremony Kollaboration mit Robert Mapplethorpe

– 17.01.2011 um 15.02 – Allgemein

Robert Ausstellung und Opening Ceremony Kollaboration mit Robert Mapplethorpe

Der US-amerikanische Fotograf und Künstler Robert Mapplethorpe begeisterte mit seinen Fotografien von männlichen Körpern Ende des 20. Jahrhunderts nicht nur die Fotografie-Szene, sondern machte Homosexualität auch mehr zum Thema.  Seine Werke stellten vor allem die Nacktheit und sexuelle Assoziationen dar und sorgten nicht zuletzt deswegen immer wieder für Diskussionsstoff, weil sie mit Pornografie in Verbindung gebracht wurden. Noch bis vor kurzem wurden Ausstellungen des Künstlers boykottiert oder zensiert und vor allem in den USA war Mapplethorpe mehr als kontrovers. In Japan wurde erst vor zwei Jahren vom Obersten Gericht festgelegt, dass seine Bilder nicht gegen das Pornofotografieverbot verstoßen. Mapplethorpe, der selbst homosexuell war, starb 1989 im Alter von 43 Jahren an den Folgen seiner Immunschwäche-Krankheit AIDS .

Vom 22. Januar bis zum 27. März läuft nun eine umfassende Retrospektive des Künstlers mit 187 Bildern aus seinem Gesamtwerk im c/o Berlin. Die Ausstellung konzentriert sich auf seine fotografische Entwicklung, die anhand der frühen Polaroids bis hin zu den späten Stillleben und Porträts, die er unter anderem von Andy Warhol, Debbie Harry, Grace Jones und Patti Smith fertigte nachgezeichnet. weiterlesen