Interior //
Für viel mehr Pizza & Leben am Esstisch

22.02.2017 um 12.16 – Allgemein

Was nützt einem schon ein hübsch gedeckter Tisch, wenn man ihn viel zu selten mit Freunden teilt? Über ebenjenes Phänomen der materiellen Unersättlichkeit aufgrund ganz anderer unerfüllter Wünsche, hat unsere einstige Gastautorin Pi bereits an dieser Stelle philosophiert. Was sie dort schreibt, ist leider viel zu wahr. Wann immer wir unzufrieden mit unseren eigenen vier Wänden sind, sollten wir also womöglich zu allererst darüber nachdenken, ob es nicht vielmehr an ganz anderer Stelle hapert. An der sozialen eben. Kein Zuhause kann doch je so richtig gemütlich sein, wenn zu wenig reales Leben in der Bude steckt, zum Glücklichsein braucht es schließlich keine einzige Vase und schon gar kein güldenes Besteck. Herzenswärme aber umso mehr. Ich will uns allen überhaupt kein Einsiedlerkrebsdasein unterstellen, ganz im Gegenteil, Ich-Zeit ist wichtig, aber ich weiß ganz genau, wie das ist, wenn der Winter sich einfach nicht verziehen will. Und man sich hin und wieder selbst zu den feinsten Verabredungen zwingen muss, Netflix macht ja auch Spaß. Dieser Post soll also vielmehr als kleiner Motivations-Schubser diener, auch für mich selbst. Mehr Pizza für alle. Ab sofort. Oder Brotzeit. Dann ist eine neue Butterdose nämlich plötzlich auch gar keine so verschwenderische Idee mehr: weiterlesen

BEAUTY // Der „Nude by Nature“ 3 Punkte Plan
– ein Make Up Tutorial für Schmink-Muffel:

22.02.2017 um 10.00 – Beauty

Es ist für gewöhnlich gar nicht so einfach, mich von Beauty-Kooperationen zu überzeugen, schließlich haben wir die beiden Vollprofis Scalamari und Elina aus sehr gutem Grund in unser Team-Boot geholt. Die zwei wissen nämlich wirklich, wo der Schmink-Hase lang läuft. Ich hingegen überhaupt nicht. Stattdessen suhle ich mich seit Monaten nicht ganz eigennützig im #NoMakeUp Sumpf, vor allem aus Faulheit. Aber auch, weil ich selten über Produkte stolpere, die halten, was sie versprechen. Die mich wirklich gesünder statt bloß vollgemalter aussehen lassen, wenn ihr versteht, was ich meine. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, gelüstet es mir hin und wieder doch nach einem Hauch von Glow, der es vermag, die Spuren des Alltags zu verwischen. Zu lange Nächte, zu wenig Schlaf und dann noch die Periode. Manchmal möchte man einfach mogeln. Aber wenn, dann richtig. Nicht im Sinne von „doll“, sondern quasi unsichtbar sichtbar. Ich ließ mir also eine Tube der Sheer Glow BB Creme von Nude by Nature liefern, um die unsere potenzielle Zusammenarbeit vornehmlich kreisen sollte. Mir schwante schnell, dass man Sarah und mich als bekennende Schmink-Muffel wohl ganz bewusst auserkoren wollte, als Härteprobe sozusagen. Mit meiner grundnegativen Einstellung zu Farbpampe gewappnet stellte ich mich also dem angeblichen Zauber. Und war mit einem Mal ganz klein mit Hut.

Statt wie gewöhnlich darüber zu fluchen, dass man überhaupt nicht nicht vollgekleistert aussehen kann, wenn man nunmal vollgekleistert ist, schlug ich Nude by Nature im  Angesicht meiner Horizonterweiterung sogar ein waschechtes Schmink-Tutorial vor. Eines für Leute wie uns. Und ja, wieder nicht ganz uneigennützig, ich wollte jetzt nämlich auch endlich mal wissen, wie das so geht mit den Pinseln und Töpfchen und Tuben. Überzeugt hat man mich Ende allerdings nicht nur der Effekt, sondern auch das Konzept des Brands. Denn Nude by Nature ist nicht nur Kosmetik, es ist sogar gut für unsere Haut: Fiese synthetische Konservierungs- und chemische Inhaltsstoffe wie Parabene, Silikone, Talg, Bismuth, Sulfate und Siloxane sucht man hier vergebens. Stattdessen stammen die bewährten Inhaltsstoffe aus der Natur Australiens, und: Bei der Herstellung von Nude by Nature Produkten werden außerdem keine Tiere gequält oder an ihnen rumgetestet. Na dann mal los: weiterlesen

All eyes on // „The Denim Coat“
bei Gilda Ambrosio

22.02.2017 um 9.58 – Mode Trend

Beim Gedanken an Denim-Coats kamen mir bislang unweigerlich Pärchen-Bilder von Britney Spears‘ und Justin Timberlakes Total-Denim-Look aus den 00ern in den Sinn – und dass, obwohl keiner von beiden überhaupt je einen Jeansmantel trug. Und trotzdem, dass Urteil für Jeansmäntel stand fest: Trashig bis zum geht nicht mehr und völlig am Ziel vorbei geschossen. Erst eine Gilda Ambrosio sorgte jetzt während der London Fashion Week dafür, dass sich meine Meinung zum Thema ändern könnte: Zwar würde ich wahrscheinlich noch immer jeden anderen Mantel dieser Jeansversion vorziehen oder eher auf ein kurzes Denim-Modell zurückgreifen, die lange Variante hat’s dennoch ein minibisschen aus der Schublade geschafft.

Ein Blick in die gängigen Online Stores dieser virtuellen Welt zeigt jedenfalls: das Angebot ist recht üppig. Bloß einen Haken scheint’s derweil zu geben: Wir rutschen nämlich recht schnell in die hochpreisige Ecke ab. Der Grund? An den günstigen Modellen hängt bislang doch noch eine leichte Britney-x-Justin-Assoziation. Lange dürfte die Sache mit der Kopierei allerdings nicht mehr dauern, denn was Balenciaga, Dries van Noten und MSGM vormachen, wird sicherlich schon ganz bald auch bei den Ketten zu finden sein. Ob diese dann allerdings mit den Originalen mithalten können, wird eine andere Frage sein. Wir jedenfalls bleiben skeptisch und schielen einfach noch ein bisschen zu den kommenden Fashion Weeks dieser Welt herüber: Vielleicht fällt der Groschen ja nach ein wenig mehr Gilda-Ambrosia-Lookalike-Beschallung. weiterlesen

B L O G S

Short News // Das Geheimnis um Gabrielle, die „I am an Immigrant“-Kampagne & das Nokia Revival

21.02.2017 um 17.08 – Allgemein

News, News, News – und zwar alle auf einen Blick. Schönes, Skurriles und Verrücktes der vergangenen Woche: Unter anderem mit einem Kurzfilm zur neuesten Chanel Tasche „Gabrielle“, Millie Bobby Brown für Converse, Tom Dixon für IKEA, Mangos erster, nachhaltiger Kollektion, der 2. Staffel von „Love“ einem Nokia Revival und der „I am an Immigrant“-Kampagne. weiterlesen

It’s official //
Unsere KDG x JANE WAYNE Capsule Kollektion

21.02.2017 um 10.48 – Feminismus Lookbook Mode Wir

Was entsteht, wenn aus einem kleinen Traum plötzlich etwas Greifbares und Großes wird? Eine 13-teilige Kollektion zum Beispiel, die, wenn man so will, die Essenz unseres persönlichen Stils wiederspiegelt, gleichzeitig aber auch die Design-Handschrift von Kauf Dich Glücklich trägt. Eine modische Fusion mit Message quasi, auf die wir kaum stolzer sein könnten. Denn mit Andrea, Christoph und ihrem Team fanden wir im vergangenen Sommer mehr unverhofft als von langer Hand geplant die besten Partner, die wir uns je hätten für unsere erste eigene Capsule Collection wünschen können. Obwohl wir noch nicht einmal gesucht hatten.

Vielleicht war es der unbedingte und geteilte Wille, alles einfach ein bisschen anders zu machen, eigensinnig zu bleiben und noch dazu ein Statement zu setzen, der uns fast wie von selbst zusammengeführt hat. Ich weiß jedenfalls noch ganz genau, wie das erste Meeting vor knapp einem Dreivierteljahr aussah. Ganz unspektakulär nämlich. Zu viert saßen wir damals auf einem gemütlichen Sofa irgendwo im Wedding, im Atelier von Kauf Dich Glücklich, wir tranken Kaffee mit zu viel Milch, aßen Kekse, die größer waren als mein Kopf, verschluckten uns vor lauter Lachen an der Limo und stellten schließlich einstimmig fest, dass jede*r einzelne von uns wohl sehr viel Freude daran hätte, gemeinsam etwas auszuhecken. Nur was? Es dauerte noch ein paar Minuten, da fiel der Groschen, der ab sofort viele Monate lang unseren Arbeitsalltag begleiten würde: „Bonjour, Simone!“ – Die #KDGxJaneWayne Kollektion, die ab dem 1. März online und in allen Kauf Dich Glücklich-Filialen erhältlich sein wird. Made in Europe natürlich. 

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#LFW // Topshop Unique ab sofort im Shop
mit Leandra Medine, Lotti Moss & Pixie Geldorf

20.02.2017 um 15.39 – Allgemein

See now buy now – so lautet das neue wirtschaftliche Credo vieler Brands, das im vergangenen Jahr im Zuge der Neupositionierung einer ganzen Branche verkündet wurde. Um der Übersättigung durch zu schnell gestreute Celebrity-Streetstyles entgegen zu wirken und den Hunger der Kund*innen nach immer Neuem noch zeitnaher stillen zu können, sind viele Stücke der auf den Laufstegen gezeigten Kollektionen mittlerweile sofort im Anschluss an die Schauen erhältlich. So auch bei Topshop Unique. Gestern noch in der Tate Modern, heute im Onlineshop. Was vielen Beobachtenden endlich zeitgemäß erscheint, zwingt Nostalgiker in Gedenken an den guten alten Verkaufs-Rhythmus in die Knie und auch wir sind hin und her gerissen zwischen Fortschritt und Wehmut. Um das Zulassen von Neuem, das Umherwandeln und Reisen kreist jedoch auch die gerade präsentierte Topshop Unique Kollektion: „A digital explorer, she could be anywhere – Ibiza, Goa, or speeding through West London or any urban metropolis – but the full moon spirit is there.“ Spiritualität ist ebenso Thema wie Britpop. Und so ist es ein weiteres Mal der eklektische Mix aus Stilen, Jahrzehnten und Emotionen, der die Kollektion so spannend macht. Tag und Nacht, Regen und Sonne, Stärke und Zerbrechlichkeit . Gegensätze ziehen sich nicht immer an, in diesem Fall geben sie aber ein besonders gutes Team ab: weiterlesen

I N S T A G R A M

Heiraten 2017 // Die neue ‚Sessùn Oui‘ Kollektion für 2017

20.02.2017 um 14.30 – Heiraten Mode

Ich habe nur noch das Thema „Heiraten“ im Kopf – und dabei geht es keineswegs um meine eigene Hochzeit. Meine liebste Freundin aus der Heimat will ganz bald JA sagen und weil ich mir als Vollblut-Trauzeugin keine schöneren Gründe vorstellen könnte, als permanent daran zu denken, pinne ich alles mögliche in meinem Kopf, was auch nur ansatzweise für sie und ihren Herzjungen von Interesse sein könnte. Ganz nebenbei erwähnt ziere ich mich auch noch vor der Was-werde-ich-tragen-Frage, die ich mit zwei weiteren Freundinnen noch mal genauer besprechen sollte, um farblich unverkennbar auch das supportende Trio an ihrer Seite zu mimen. Weil ich allerdings eine glatte 1 im verdrängen bin und es in erster Linie natürlich sowieso nur um die Braut selbst geht, schiebe ich letzteres einfach noch ein klein wenig vor mir her – und widme mich wieder voller Passion der Brautkleidfrage.

Und an welchem Label kommt man an dieser Stelle selbstverständlich nicht vorbei? Richtig, an Sessùn. Seit mehreren Saisons mischt das französische Brand mit seiner Oui-Linie nun schon den Hochzeitsmarkt auf, sorgt für Last-Minute-Entscheidungsfreude, Kleider zu bezahlbaren Preisen ohne Öde-Stempel und mit seiner Riesenportion „Natürlichkeit“ gleich für Looks zum Haben-wollen. weiterlesen

Vorgemerkt // Aufruf zum Generalstreik
Der 8.März – A Day Without A Woman

20.02.2017 um 14.20 – Event Feminismus

Am 21. Januar 2017 gingen weltweit etwa 5 Millionen Menschen auf die Straße, um gegen Donald Trump und das, wofür er steht, zu demonstrieren. Gegen das Patriarchat. Gegen Ungerechtigkeit und salonfähigen Sexismus. Der Hashtag #Womensmarch platzte nicht nur zu Ehren der Organisatorinnen zeitgleich aus allen Nähten, es war, als hätte die halbe Welt Plakate gemalt und sich mit einem Mal solidarisch gegen die Stille und für den lauten Protest entschieden. Dafür, zusammenzuhalten. Und sichtbar zu werden. Schnell war klar, dass die herrschende Umbruchstimmung nur einen weiterer Schritt auf dem Weg zu faktischen Veränderungen markieren würde, womöglich sogar eine kleine Revolution von Washington ausgehend, eine heftige neue Flut in der ohnehin populären vierten Wellte des Feminismus, der seinerseits längst nicht mehr nur für die Rechte von Frauen einsteht, sondern für Menschenrechte im Allgemeinen. Denn „Women’s Rights are human rights“.

Und so kam es schließlich, dass die Women’s March Macherinnen schon zu Beginn des Jahres 2017 „10 Actions for the first 100 days“ veröffentlichten und damit unterstrichen, dass es sich bei ihrem Vorhaben vielmehr um eine nachhaltige globale Bewegung als bloß um eine kurzweilige Protestaktion handeln soll. Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist laut Facebook ein groß angelegter Generalstreik unter dem Motto „A Day Without A Woman“. Als Datum wird der 8. März genannt – der Internationale Frauentag. Ein Weltfrauentag ohne Frauen also. Wie soll das aussehen? weiterlesen

Books that shaped & saved my life //
Mit Autorin Mirna Funk

20.02.2017 um 11.44 – Buch

Mirna Funk wurde 1981 in Ostberlin geboren, studierte Philosophie und Geschichte an der Humboldt Universität und veröffentlichte 2015 schließlich ihren ersten Roman „Winternähe„, der noch im selben Jahr mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet wurde. Weil all das, was Mirna uns und der Welt zu sagen hat, aber wohl kaum auf 352 Seiten passt, schreibt die freie Journalistin und Autorin weiter und mitunter sehr persönlich für Publikationen wie »Neon«, »ZEITmagazin«, »L’Officiel Germany« oder das »Süddeutsche Magazin« – über Feminismus, Kultur, Antisemitismus und ihr Leben zwischen Berlin und Tel Aviv, das sie mitunter auf Instagram dokumentiert.

Im Interview mit uns sprach Mirna damals über die Angst der Deutschen vor dem Fremden, über die Liebe zu ihrem Mann, den sie als Tochter einer nicht-jüdischen Mutter in Israel nicht heiraten darf und die Zeit im Krieg. Heute wollen wir von ihr wissen: Welche Bücher haben dich selbst eigentlich am meisten geprägt? Und dir womöglich sogar geholfen?
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