Schlagwort-Archiv: Creatures of the Wind

Fashion Week Trendspotting: Goldmarie – Do or Don’t?

– 21.02.2012 um 13.25 – Allgemein Mode Trend

gold bronze 513x475 Fashion Week Trendspotting: Goldmarie   Do or Dont?

Beschichtete Stoffe halten schon seit einigen Saisons Einzug in unseren Modekosmos, sind inzwischen keine große Neuigkeit mehr. Bisweilen waren es vor allem silberne Akzente, die uns immer wieder in futuristische Welten entführten oder zurückschleudern in die Space-Age verliebten 60er Jahre, in denen sich alles um Raumfahrt und die neueste Technik drehte. Nicht erst seit “The Great Gatsby” erneut die Leinwand eroberte und damit auch kleidungstechnisch die goldenen 20er Jahre wiederbelebte, stoßen wir immer häufiger auch auf genau jene Farbe: An güldenen Accessoires, Schuhsohlen, Röcken, Kleidern und Shirts scheinen wir vor Allem im nächsten Herbst nicht mehr vorbei zu kommen – jedenfalls reiben uns etliche Designer den auffälligen Goldmarie-Trend mit ihren AW 12 Schauen gerade unter die Nase: Stine Goya, Sand, Samuj, Kaelen, Gestuz, Marlene Birger, Creatures of the Wind – und damit ist die Liste noch lange nicht komplett.

So manch einer geht sogar noch einen Schritt weiter: Bronze verdrängt Gold und könnte eventuell das übernächste große Ding werden. Ob nun so oder so – beide Farben haben bei uns derzeit jedenfalls allergrößte Chancen. Aber wie steht’s um die Alltagstauglichkeit der Eye-Catcher-Stoffe? Wir sind uns da nämlich gar nicht so sicher. weiterlesen

NY Fashion Week: Creatures Of The Wind AW 12 – Ringel, Ringel, Rose, Zirkus in der Dose.

– 10.02.2012 um 16.07 – Allgemein Mode

creatures of the wind aw 12 NY Fashion Week: Creatures Of The Wind AW 12   Ringel, Ringel, Rose, Zirkus in der Dose.

Ein Zirkushund mit großer Nase, eine Blume, die mit Wasser auf uns spuckt. Dort drüben einer, der sich verbiegen kann wie eine Schlange und plötzlich stößt noch der Clown dazu. Kein trauriger, sonder einer, der wirklich clownig ist. All das und noch mehr springt beim Betrachten der jüngst in New York gezeigten Herbst/ Winter Kollektion der “Creatures Of The Wind” in meinem Kopf herum. Und dann der Déjà-vu Effekt: Ringel, Blockstreifen, längst und quer. Sie sind einfach nicht totzukriegen, diese freudigen Regenbogen-Überbleibsel.

Was mich zunächst also an einen Wanderzirkus erinnerte, gründet in Wahrheit allerdings auf  einem Buch aus dem 17. Jahrhundert: Shane Gabier und Chris Peters, die beiden in Chicago ansässigen Designer hinter dem Brand mit dem mystischen Namen, gingen in Robert Kirks Aufzeichnungen “The Secret Commonwealth of Elves, Fauns, and Fairies” auf die Suche nach Inspiration. Das Ergebnis ist ein wahnwitziger Mix aus Diors “New Look” und futuristisch-fetischistischen Materialien, ein aufeinandertreffen der Space-Age verliebten 60er Jahre und Aussteigern aus Patagonien von irgendwann. Mag ich’s, mag ich’s nicht? Ich weiß es nicht. Ringel, auf die hab ich inzwischen aber auch wieder Lust. Die ganze Kollektion gibt’s bei style.com.

New York Fashion Week: Creatures of the Wind SS12

– 14.09.2011 um 12.40 – Allgemein Mode

creatures+of+the+wind+ss12 800x597 New York Fashion Week: Creatures of the Wind SS12

 

Es gibt sie, diese Kollektionen, die im ersten Moment nach Geschmacksverkalkung duften und im zweiten Verwirrung stiften, um am Ende doch noch das Blatt zum Guten hin zu wenden. Das Newcomer Brand Creatures of the Wind, hinter dem ein kleines, talentiertes Designteam mit Sitz in Chicagos Herzen steckt, hangelt sich für das kommende Frühjahr offensichtlich genau an dieser Taktik entlang. “Passt das denn zusammen?“, fragt man sich zunächst, dann gibt man ein leises “Puh” von sich, einige Minuten später schon, bekommt man sogar selbst Lust, eins der nicht ganz so leicht verdaulichen Outfits zu tragen. Dabei sieht keines aus wie das andere – ein Wirrwarr aus Inspirationen.

Die 60er zum Beispiel, ziehen sich wie ein schwachroter Faden durch Längen und die gesamte Atmosphäre. Feminine zarte Schuhe, denen durch Söckchen College-Attitüde eingehaucht wird, Bubikrägen, gerade so werden die Knie bedeckt, ab und an rutscht der Saum auch ein Stückchen höher. Hochgeschlossene, karierte, spitzenbesetzte Blusen zu Faltenröcken vereinen norwegisches Kaminfeuergeknister mit High-Street-Elementen und klassischem Brav-Mädchen-Klischee. Technische Muster, die an Batik erinnern bekommen durch Transparenzen einen Hauch Futurismus eingehaucht, und plötzlich entdeckt man die Calvin-Klein 90er im cleanen, weißen Kleid. Céline-Chefdesignerin Phoebe Philo würden die boxigen Blazer im Blumenprint gefallen und der Rest wird aller Wahrscheinlichkeit nach zumindest von mutigen Stilmixern und -Brechern mit Kusshand empfangen werden. Tragbar ist diese Kollektion im Vergleich zu vielen anderen Laufsteg-Schätzen allemal. Mögen wir. Sehr! weiterlesen