Meine Güte, sie leidet so, diese Frau Welch. Beim Anhören ihrer Lieder kann ich mir förmlich vorstellen, wie sich beim Singen ihr Gesicht ganz schmerzverzerrt. Ich frage mich deshalb allen ernstes, weshalb sie es vermag, auf diese Art und Weise eine ganze Generation zu fesseln. Ich meine, Brigth Eyes oder Damien Rice, über die wurde geschimpft, weil sie so todtraurig klingen, aber sie tun’s zumindest mit enormer Konsequenz und bis am Ende wirklich einer weint.
Bei Florence und der Maschine stößt man aber immer wieder auf so viel Lebenslust und Energie, dass man vor lauter emotionalem Hin- und Her – Gewerfe in gar keine klar defnierbare Stimmung kommt. Vielleicht liegt genau hier ihr kleines Gehemnis, vielleicht fühlt man sich genau deshalb so verwirbelt und umgepustet, nachdem der Track vorrüber ist. Wie auch immer, in meinem Zimmer ertrage ich sie trotzdem nicht, die neuen Töne vom kommenden Album “Ceremonials“, das Ende Oktober erscheinen wird. Ich mag euch sehr, aber ihr werdet für mich immer ausschließlich eine Live-Band bleiben. (via soundcloud)
Ich wollte mir das Herz aus der Brust reißen, um es ganz fest in den Arm zu nehmen. Ich wollte, dass mein Kopf platzt, damit die Tränen nicht so sehr gegen meinen Augen drücken und dann wollte ich umfallen, einfach so, und liegen bleiben. Erschlagen von zu viel Gefühl und nervenzerrend-schönen Melodien. So ging es mir, als ich zum allerersten Mal “Fix You” von Coldplay hörte.
Lange Zeit ist kein richtiger Funke mehr übergesprungen, und die fünf Briten werden bloß noch hervorgekramt, wenn nicht mal mehr Eiscreme hilft. Neues Spiel, neues Glück, heißt es doch und so gab ich der neuen Single von Chris Martin und Konsorten heute Mittag eine weitere Chance mich emotional vom Erdball zu schießen. “Paradise” heißt der Track stibitzt vom kommenden und 5. Studioalbum “Mylo Xyloto” und ich stehe auch nach dem Hören noch mit beiden Beinen auf dem Boden. Nach 4.38 Minutem kam erst einmal die Ernüchterung, dann wieder “play“. Und nochmal und nochmal. Und ganz langsam verliere ich den Halt unter den Füßen und schwebe zumindest ein paar Zentimeter weit über unserem Bürosteinboden. Im Coldplay-Paradies bin ich leider nicht angekommen, aber ich kann zumindest erahnen, wie es sich anfühlen könnte – wenn alles ein klein wenig mehr Tiefgang hätte. Das hier ist schöner Pop. Nicht mehr und nicht weniger, finde ich. (Mylo Xyloto erscheint am 24.10.2011) Weiterlesen »
Zugegeben, CULTS sind keine Wunderkinder der Musikbranche und vor unsagbarem Talent strotzen sie auch nicht. Irgendwie schaffen sie es es aber dennoch, mich immer wieder in diesen Zustand zwischen Frühlingserwachen und Ausreiß-Lust zu katapultieren. Spätestens seit “Go Outside” bin ich dem musikalischen Duo aus San Diego verfallen, ich träume von Fahrtwind im Haar und nackten Füßen zu Blumen-Hippie-Blabla, sobald ich die ersten Töne vernehme.
Nun tauchte dieses inoffizielle Video zu ihrem neuesten Track “Abducted” auf. Hat vielleicht jemand eine Ahnung, welches Filmmaterial hier stibitzt wurde? Weiterlesen »
Beinahe hätte ich dieses britische Quartett vergessen, beinahe wären die Wild Beasts in den Tiefen der verdammten iTunes-Musiksammlung untergangen. Gerettet hat sie, oder eher mich, ihre neueste Single “Albatross”, die obendrein recht ansprechend visualisiert wurde.
Über eins muss man sich vor Beginn des Anspielens allerdings im Klaren sein: die vier jungen Herren lassen sich nur schwerlich in eine Schublade stecken. Sie machen die Kehrseite des Hedonismuses zu Musik, singen sich dann und wann leidend zur nächsten Strophe, um kurz darauf mit gigantischer instrumentaler Klanggewalt voranzupreschen. Wer’s aushält: Laut aufrehen und das Anderssein genießen. Weiterlesen »
Die kleine Lykke ist derzeit nicht mehr still zu kriegen. Im März soll ihr zweites Studioalbum Wounded Rhymes erscheinen, heute Abend gibt es bereits eine erste Kostprobe auf das bevorstehende Werk. “I follow rivers” ist der erste Track und ich bin… nun ja, eher semi-begeistert. Da sich über Musik-Geschmack aber bekanntlich gut und gerne streiten lässt, hört ihr euch das Stück am besten selbst an. Ich verbleibe allerdings in Sorge um meine sonst so geschätzte schwedische Musikerin.
Heute Morgen waren alle ganz aus dem Häuschen. Der Grund: Der große David Lynch macht jetzt seine eigene Musik. Eine Sensation ist das allerdings ganz und gar nicht.
Der amerikanische Regisseur, Maler und Fotograf hat nämlich schon immer gerne Hand angelegt, wenn es um die musikalische Untermalung seiner eigenen Filme ging. Als Texter, Komponist oder Musiker hat er Soundtracks zu Filmen wie Eraserhead und Inland Empire grundlegend mitgestaltet, für letzteren griff er sogar selbst zur Gitarre. Weiterlesen »
Im September erschien Post Paradise, das Debutalbum der australischen Band The Holidays. Lobeshymnen und Traumkritiken folgten prompt, jetzt gibt’s ein erstes Video zur Singleauskopplung Broken Bones. Eine wirkliche Geschichte steckt nicht dahiner, dafür sehen wir aber allerhand surreale, abstrakte und zugleich skurrile Momentaufnahmen in kühler Ästhetik. Brrr. Da weiß man die heimische Gemütlichkeit doch gleich noch mehr zu schätzen. Lässt man das Filmchen weg, ist der Song allerdings ganz Sofa-tauglich. Um was für Musik es sich da überhaupt handelt? Im Büro munkelt man irgendwas von tropischem Indie. Ahja.
Wirft man die beiden Hamburger Jens Moelle und Ismail Tüfekçi in einen Topf, rührt das Ganze kräftig um und lässt es eine Zeit lang brodeln, so erhält man eingängige Elektro Tunes, die durchaus zu ekstatischen Zuständen führen können. Nach knapp drei Jahren melden sich Digitalism nun endlich zurück. Hits wie Idealistic und Pogo haben sich bereits in unsere Köpfe gebrannt, jetzt liefert uns das Duo aus der Kitsuné Familie ihren neusten auditiven Leckerbissen: Blitz. Für meinen Geschmack ist der aktuelle Track ein bisschen zu trocken, ganz angetan bin ich hingegen vom Video dazu. Schwarzweiß-Optik, Strobo-Effekte und Live-Aufnahmen hauchen dem Filmchen beinahe künstlerische Anwandlungen ein. Weiterlesen »
This is Jane Wayne ist ein Herzprojekt. Ein Projekt aus Berlin für die Janes allerorts, das News, Features, Blogs, Interviews und Streetstyles zu einer umfangreichen Präsenz vereint. This is Jane Wayne sind Nike & Sarah. Zwei Autorinnen, die sinnieren und informieren über Mode, Musik und Menschen, Kunst und Kultur und im Eigenversuch Getestetes. Mehr
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TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr