Schlagwort-Archiv: Sommer Frühjahr 2012

Entdeckt: Georgia Hardinge – Zwischen Avantgarde & Tragbarkeit

09.11.2011 um 13.59 – Allgemein Mode

Wenn Avantgarde auf Tragbarkeit trifft, dann sind meist junge Talente am Werk. Georgia Hardinge zum Beispiel kommt aus London, graduierte erst 2008 an der Parsons Paris School Of Art & Design und hat sich binnen gerade einmal vier Kollektionen schon einen gehörigen Namen gemacht. Eine Schande also, dass wir die jung Dame bis heute immer übersehen haben.

Wohlmöglich ist es eine Mischung aus ihrer Liebe zur Architektur und skulpturalen Kunst, aus ihren weiten Reisen und dem scharfen Blick für Formen und Silhouetten, welche aus ihren Entwürfen Kleidung zaubert, die Gareth Pughs Ästhetik auf ein alltagstaugliches Niveau heruntersetzt, ohne aber an Glanz einbüßen zu müssen. Ein bisschen skandinavischer Purismus und Eisprinzessinnen-Attitüde trifft in der kommenden Frühjahrskollektion von Mademoiselle Hardinge auf fruchtige Knallfarben, konstruierte Härte und architektonische Glasbauten-Muster gedruckt auf fließende Stoffe, die uns an Nächte in Afrika denken lassen. Transparenz scheint sich noch immer als Trendthema durchsetzten zu können, bloß haben wir sie selten in so schöner Form gesehen.  weiterlesen

Copenhagen Fashion Week: Henrik Vibskov SS 12

08.08.2011 um 18.01 – Allgemein Mode

Der gebürtige Däne Henrik Vibskov reiht sich seit 2001, dem Gründungsjahr seines eigenen Labels, in die Riege der außergewöhnlichen Talente ein, die das Central St. Martins in London hervorgebracht hat. Der Gute ist nämlich nicht nur Designer, sondern spielt obendrein auch ordentliche Schlagzeug-Solis und heimste für den ein oder anderen Kurzfilm aus eigener Schmiede beachtenswerte Preise ein. Die Kunst kommt so oder so nicht zu kurz, seine Werke wurden unter anderem bereits im PS1 New York, einem Ableger des MoMAs ausgestellt.

Wenig verwunderlich scheint es also, dass Vibskovs Entwürfe während der diesjährigen Fashion Week mithilfe einer Mini-Performance präsentiert wurden – der Laufsteg reichte eben nicht, schließlich Kunst, Musik und Mode untrennbar. Psychedelische Prints, die an Batiktechniken erinnern, geometrische Formen, mal eine Radlerhose, am liebsten aber Maxi-Längen und alles garniert mit einer Portion Futurismus – viel verändert sich im Vergleich zum Vorjahr nicht. Wir halten das, ebenso wie bei Madame Stine Goya, allerdings für eine erfreuliche Stringenz. Das Rad muss nicht immer komplett neu erfunden werden – wer seinen Stil gefunden hat, darf gerne dabei bleiben, sofern die Liebe zum Detail aufrecht erhalten wird. Fazit: Mission geglückt. weiterlesen