Schlagwort-Archiv: Tagesoutfit

OUTFIT // Mondays.

– 08.02.2016 um 12.39 – Outfit Wir

norse projects woman

Mein lieber Scholli, für Gewöhnlich halte ich nicht viel von dieser altbekannten Jammerei über trübselige Montage, heute bin ich aber wirklich ganz vorne mit dabei. Als sei der Alltag gerade nicht sowieso schon stürmisch genug (sogar im wahrsten Sinne des Wortes, in meiner Heimat mussten die allermeisten Karnevalsumzüge aufgrund von Tiefdruckgebiet Ruzica abgesagt werden), hat jetzt auch noch mein geliebter Laptop den Geist aufgegeben, kurz vor einer Deadline – des Teufels Küche bekomme ich heute also womöglich von Innen zu sehen.

Jedenfalls habe ich am Morgen dementsprechend beschlossen, mir vorerst keine weiteren Gedanken über mein Antlitz zu machen, weshalb ich mich erneut in meine Sonntagsausflug-Garderobe von gestern schmiss. Alles gut für die Seele, die Hose leiert nämlich nicht aus, die Winter-Vans halten dank Futter warm und die Eierschalen-weiße Regenjacke trocken. Und morgen kommt dann hoffentlich wieder ein bisschen Sonne durch. weiterlesen

#VCFashionTour – 4 Ikonen auf Reisen
gewinnt den Koffer im Wert von 10.000€

– 25.01.2016 um 3.30 – Mode

vestiaire collective fashion tourWährend der gerade bestens überstandenen Modewoche klang mein Weckton hin und wieder wie ein aufgeregter Freudenschrei, mehr als ein Mal stand ich jedenfalls binnen weniger Sekunden kerzengerade neben dem Bett, und: vor einem Koffer, der nicht nur schmackhaft und durchaus nach einem Hauch Luxus aussah, sondern selbigen im Wert von rund 10.000€ tatsächlich verschlungen hatte und immer noch hat. Da wird mir ganz schwindelig. Vollgepackt mit vier Ikonen der Modegeschichte, die nicht nur mein eigenes Herz schneller schlagen lassen als Coco Chanel einst das Frauenbild revolutionierte, befindet sich diese Sabber des Giers-erzeugende Bagage gerade im Rahmen der von Vestiaire Collective initiierten #VCFashionTour auf großer Reise quer durch die wichtigsten Fashion Week Destinationen des Erdballs, um irgendwann vielleicht bei einer unserer Leserinnen sesshaft zu werden. Aber dazu später mehr.

Berlin, du Perle, sowas hast du sicher selten gesehen, genau wie ich. Meine Mission, die ihr bereits via Instagram verfolgen konntet, hätte demnach kaum schöner (anzusehen) sein können: Es galt nämlich mithilfe des eigenen Kleiderschranks zu beweisen, dass Klassiker niemals ausgedient haben, dass sie ganz gewiss das Gegenteil von öde und vor allem immer und überall tragbar sind. Blogger-Kolleginnen wie Patricia Mainfiled, Caroline Vreeland oder Lucy Williams werden es mir während der anstehenden Modewochen in Stockholm, Kopenhagen, New York, London und Mailand gleichtun, um nicht nur besagte Ikonen, sondern außerdem den Stil ihrer jeweiligen Heimat in die Welt heraus zu tragen – ein und dasselbe Stück Stoff kann an unterschiedlichen Körpern und Köpfen nämlicher unterschiedlicher aussehen als man womöglich annehmen würde, ich bin also selbst ein bisschen gespannt, welche Art von Outfit-Kreationen wir ab sofort und peu à peu unter dem Hashtag #VCFashionTour bestaunen dürfen. Enden wird die Reise des Koffers schließlich in der Heimat von Vestiaire Collective, nämlich Paris. weiterlesen

OUTFIT // Cord-Days aren’t over

– 22.01.2016 um 9.49 – Outfit Wir

gucciNach einem Tag ganz im Zeichen der bunt beschuhten Schlichtheit, habe ich schließlich in der Motten-Kiste gekramt, einen geblümten Pullover gefunden, der selbst meiner Oma hervorragend stehen würde und noch ein bisschen Kord hinzu gefügt, alles mit ein bisschen Alessandro Michele im Kopf. Um die Kälte-Panik der letzten Tage kurz zurecht zu rücken: Auch während der anderen Fashion Week Tage trug ich einen Mantel sowie Ski-Unterwäsche und Thermo-Strumpfhose, bloß ging es obenrum ausschließlich schwarz zu, deshalb ließ ich das Jacken-Ungetüm auf den Bildern einfach weg, also wirklich Freunde, ich bin doch nicht verrückt. Könnte man spätestens beim Anblick der obigen Zusammenstellung aber durchaus vermuten, schon klar. Gucci ist Schuld, ihr wisst es längst. Dort drüben in Italien sind die Zeiten der skandinavischen Geradlinigkeit nämlich endeutig gezählt, stattdessen wird es wild und wunderbar.

Das Prinzip ist im Grunde ganz einfach: Mische zusammen, was nicht zusammen gehört. Das große Ganze macht am Ende nämlich irgendwie doch wieder Sinn. In meinem Kopf war es jedenfalls so, aber über (meinen) Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: weiterlesen

OUTFIT //
„Le Smoking Tuxedo“ von Saint Laurent

– 21.01.2016 um 7.30 – Allgemein

IMG_8247Yves Saint Laurent sorgte erstmals 1966 für Schnappatmung, als er „Le Smoking Tuxedo“ präsentierte, zwar ist das „Yves“ im Namen des französischen Luxuslabels mittlerweile auf tragische Art und Weise abhanden gekommen und der Gründer desselbigen nicht mehr unter uns, das Betrachten und Tragen der Blazer-Ikone bereitet aber noch heute das ein oder andere Atemproblem, so ist das eben mit modischen Ikonen. Fashion Week Leihgabe Nummer II, die ich ebenfalls Vestiaire Collective zu verdanken habe, rückte gestern (bis auf ein minikleines Outfit-Experiment zwischendurch – dazu später mehr) jedenfalls nicht von meiner Seite, bei Tag nicht und ebenso wenig während der ziemlich kurzen Nacht aufgrund spontaner Feier-Unvernunft.

Als die Sonne noch schien, oder auch irgendwie nicht, kombinierte ich viel Unspektakuläres dazu – bloß an den Füßen trieb ich wie so gern und oft ein wenig Schabernack. Hatte bloß mein Zippo vergessen: weiterlesen

OUTFIT // Frosty Summer

– 12.01.2016 um 8.40 – Outfit Wir

mes demoisellesIch dachte eigentlich, das Jahr 2016 würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen, zumindest der Anfang, denn Anfänge sind zwar schön, aber auch so aufregend, dass es manchmal kaum auszuhalten ist. Seltsamer Weise kam alles anders als erwartet, draußen ist es kalt, aber aus meinem Allerwertesten scheint die Sonne. Seit ein paar Tagen könnte ich Bäume ausreißen, weshalb ich am Wochenende aus gegebenem Anlass das passende Schuhwerk wählte. Auch den Rock warf ich mir ganz bewusst und dem Winter zum Trotz über – gar nicht mal so dumm, der Erfindung der Thermostrumpfhose sei Dank. Die Erkenntnis der Woche lautet jedenfalls: Gelegentlich behält sogar das Floskel-Schwein Recht. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Und mutiger! Und vielleicht auch ein bisschen Banane.

Ich genieße jetzt also noch ein bisschen den Chiquita-Matsch in meinem Kopf und räume meinen Kleiderschrank um. Frühlingsgarderobe nach vorn – ich habe nämlich wirklich die Nase voll von Eiszeiten und Tristesse. weiterlesen

Outfit // MINUSGRADE

– 05.01.2016 um 11.29 – Outfit Wir

chanelEigentlich hatte ich vor, den ersten Arbeitstag in Jogginghose und Ski-Unterwäsche zu verbringen, wenn die Temperaturen nämlich ins Minus rutschen, dann kann mich der gute Geschmack meist kreuzweise. Es ist nicht so, als wäre es diesmal anders gewesen, bloß ist es am Ende nicht das komplette Gammel-Outfit geworden, sondern ein seltsam zusammen geworfenes Potpourri sämtlicher Lieblingsstücke, die halbwegs wetterfest sind. Das mag ein bisschen komisch aussehen und auch nach Autoscooter-Chic gepaart mit Peter-Lustig-Schuhwerk, aber so sieht sie nunmal aus, die Wahrheit, die ich im Laufe der Mittagspausen-Käsebrot-Pause dann doch irgendwann lieb gewann. Für die Hunter Boots erntete ich von der einen Hälfte unserer Büro-Nachbarn neckisch-belustigte Blicke, die andere Hälfte jedoch sprang für mich und die Gummischuhe in die Bresche und erzählte von jüngst eingefangenen New-York-Eindrücken – dort trügen sie sie alle, diese Stadt-tauglichen Entenschuhe, die ja doch ein bisschen witzig seien.

Wie auch immer, ich stehe zu meinen Weihnachts-Schappern und mit schwänzle fortan mit WOll-Sohle und selbstbestrickten Socken durch sämtliche Pfützen. Die Parra-Jacke allein würde der Eiszeit übrigens nicht standhalten, deshalb: Immer eine Daunen-Weste drunter stopfen. Zum Beispiel von Uniqlo. Ahoi. weiterlesen

OUTFIT //
Rainbow Pussy Bow

– 18.12.2015 um 11.44 – Outfit

edited the label 11
Das derzeitige Lieblingsbuch meines Sohnes heißt „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ und könnte er seinen Beobachtungen schon mithilfe von mehr als vier gegurgelten Wörtern Ausdruck verleihen, heute hätte er mich „Mama Dachs“ genannt. Dachstage treten besonders häufig Freitags auf, wenn das Hirn schon auf Energiesparmodus läuft, die Zeit bis zum Wochenende sich trotzdem zieht wie ein Hubba Bubba und der Stapel an Unerledigtem sich bis zur Decke türmt. Man könnte jetzt meinen, ein grauer Schlabberlook wäre dem Anlass entsprechend eine gute Wahl gewesen, zum Verschwinden, und normalerweise halte ich es auch genau so. Heute wäre aber alles nur noch schlimmer geworden, ich muss nämlich spätestens zum frühen Abend guter Dinge sein, da wartet die erste Kita-Weihnachtsfeier auf mich.

Also: Regenbogen-Schluppenbluse aka „Pussy Bow“ an, Kirschkleid von EDITED the Label darüber geworfen, fertig. Haltet mich für übergeschnappt, aber so ein bisschen Farbe hilft schonmal ein bisschen – Zum Drin-Verstecken taugt ja immerhin schon der Monstermantel: weiterlesen

OUTFIT // Elevator

– 10.12.2015 um 9.40 – Outfit

jil sander mantelGestern Abend habe ich mich verliebt. In einen Aufzug, ein geflügeltürtes Esszimmer und Charlottenburg – vielleicht die nächste Wohnungs-Anlaufstelle? Gut möglich, allerdings graut es mir vor der Einsamkeit in weiter Ferne meiner Freunde, die es sich allesamt in Neukölln oder Kreuzberg heimelig gemacht haben. Vielleicht muss aber auch nur irgendwer den ersten Schritt machen, wer weiß. Ganz sicher hingegen bin ich mir, dass mein wiedergefundener Mantel mich begleiten wird, wohin ich auch gehe. Das Jil Sander-Woll-Monstrum ist meines Erachtens eine ziemlich gelungene Fusion aus Wüstenplanet Tatooine-Charme, Safari-Farbe und Bademantel, da kann man nicht viel falsch machen. Ganz anders sieht es mit der bunten Bluse aus, die ich zum Abendessen trug, ich schätze nämlich es handelt sich hier um einen Meinungs-Spalter der Extraklasse. Während das 2nd-Hand-Fundstück in mir selbst geschleifte Gucci-Gelüste auslöst, finden andere: Motto-Party-Kitsch. Und der Aigner-Gürtel? Stieselig, meint mein Büro-Nachbar. Herrje, man kann es nicht allen Recht machen. Das Gute ist bloß: Muss man ja auch gar nicht.

Mehr Mut zum eigenen Geschmack ist die viel bessere Lösung: weiterlesen

OUTFIT // MSGM BOOTS

– 08.12.2015 um 12.24 – Outfit Wir

msgm bootsIch bog gerade mit meinem Fahrrad um die Ecke, da bemerkte ich, wie meiner Freundin Jule das Gesicht entgleiste, sie sah in etwa so aus wie das Emoji mit den weit aufgerissen Kulleraugen. Meine Schuhe jedenfalls mauserten sich binnen weniger Sekunden zum neuen Dekolletee, als ich eine Cowboy-mäßige Vollbremsung vor ihr hinlegte, sagte sie nämlich nicht mir hallo, sondern den Primärfarben-Boots an meinen Füßen. Dann ein schallendes Lachen, aber eines der herzliche-verwirrten Art: „Junge, Junge, Junge – ich schnall ab, sind die granatenmäßig.“ Ein paar Stunden später fand ich mich an der Supermarktkasse wieder, alle Blicke der Wartenden vor und hinter mir klebten auch diesmal unterhalb des Knöchels, manch einer konnte augenscheinlich nicht fassen, worin ich da gen Einkaufsbong schlurfte, andere zwinkern mir mit erhobenen Daumen und durchaus aufmunternd zu. So ist das immer wenn ich Schuhe wie diese trage, eines Tages legte ich für einen kurzen Augenblick lang sogar den Secruity-Check-In lahm, die Herrschaften vom Flughafen mussten nämlich erst einmal genau nachschauen, was da so funkelt. Ich mag das. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass die Geschmacksverirrungen hin und wieder für kurzfristige gute Laune bei meinen Mitmenschen sorgen, und sei es nur, weil sie meinen, es mit einer Verrückten zu tun zu haben. Ist ja durchaus möglich.

Ich mache jedenfalls meine jetzt über ein Jahr zurück liegende Schwangerschaft für diese neue Passion verantwortlich, irgendwo auf dem Weg zur Brut müssen mir wirklich ein paar Hormone durchgebrannt sein. Aber seis drum, mein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an mich selbst, das mir übrigens der Mörder-Sale im KaDeWe bescherte, könnte kaum unvernünftiger und gleichzeitig erquickender sein: weiterlesen

OUTFIT // Chanel Vintage

– 07.12.2015 um 8.57 – Outfit Wir

chanel vintage 6Vor ein paar Wochen habe ich mir noch geschworen, mehr Wert auf Details zu legen, auf kleine Accessoires, die das große Ganze ausmachen, am Wochenende war der gute Vorsatz dann aber wieder wie weg geblasen – Ketten, Armreifen und Ohrringe sind schlichtweg nicht meine beste Freunde, bloß mit Tüchern ist bei mir im Kleiderschrank gut Kirschenessen. Vielleicht braucht es manchmal aber auch gar nicht mehr als einen Schildkrötenkragen und eine Handvoll mit Glitzergarn durchzogene Ringel, zumindest nicht, wenn die Füße schon ein bisschen was hermachen. Statt Handtaschen horte ich nämlich Schuhe und wegen diesen hier habe ich mich zwei Monate lang auf die Jagd begeben. Chanel sollte es sein, aber bitte Vintage, am besten für einen mords guten Preis. Ich fand ein besonders schönes Exemplar bei Vestiaire Collective, freute mir ein Loch in den Bauch und gluckste am Ende fast vor Trauer, als ich nach einem kurzen Trage-Tag feststellen musste: Zu wenig Wackel-Freiheit für die Zehen! Gottverdammter Mist. Bald ist also wieder Tictail-Zeit (Größe 38/38,5).

Das Schicksal hat es schließlich aber doch gut mit mir gemeint, eine Woche später stolperte ich nämlich über ein weiteres Paar, diesmal eine halbe Nummer größer, für mehr Platz für dicke Socken.  Unvernünftiger Weise habe ich zugeschlagen, obwohl das andere Paar noch gar nicht verkauft ist, aber manchmal muss ein Fuchs tun, was ein Fuchs tun muss. Klingt alles ziemlich Banane, aber ginge es manchmal nicht ein bisschen schräg in meinem Kopf zu, ich wäre wohl falsch in meinem Beruf – mehr habe ich zu meiner Verteidigung nicht anzubringen. Der Rest des Outfits stammt von H&M und Konsorten – Dekadenz in Maßen ist mir lieber als überall nur Blingbling: weiterlesen

OUTFIT //
Das kleine (fedrige) Schwarze

– 02.12.2015 um 10.02 – Outfit Wir

ebay valentinoDen ersten Teil meiner Wardrobe Tales für eBay habe ich euch hier schon zeigen dürfen, es folgten ein gestreifter Céline-Traum und Ohrpuschel – das zweite und letzte Video aus meinem Kleiderschrank ist dann nächste Woche endlich fällig. Vorab gibts heute aber einen kleinen Teaser in Foto-Form, es wird sich nämlich alles um die festliche Jahreszeit, das berühmt berüchtigte „kleine Schwarze“ und viel Glitzer drehen. Das Kleid dort oben, seines Zeichens Knallerfund #3, war während des Drehs jedenfalls Teil meiner persönlichen Requisite, ein Lieblingsstück von Valentino Red, das mir meine ebay-Recherche kurz zuvor einbrockte. Normalerweise habe ich es nicht so mit Federn, und seien sie noch so unecht, aber das Blau am Saum hat mich offenbar um den Verstand gebracht – findet auch der Mann an meiner Seite.

Der Werte kann erstens nicht fassen, dass ich dieses dezent fedrige Exemplar tatsächlich im Alltag ausführe und noch dazu scheint er großen Gefallen daran gefunden zu haben, mir gackernd und Flügel schlagend durch die Wohnung zu folgen. Ich bleibe stark und finde: Das kann man durchaus machen. Also dieses Kleid dort. Vor allem mit superlangweilig-schöne Schnürschuhen dazu. weiterlesen

Outfit // Von Lurex, Streifen & Kleider-Swaping

– 01.12.2015 um 8.00 – Outfit Wir

lurex weekdayWährend ich gestern noch in Düsseldorf unterwegs war, hat meine schmerzlich vermisste Sarah Jane euch bereits ihr Lurex-Kleid gezeigt und was soll man sagen, besser gehts nicht. Ich mache es ihr heute trotzdem ein klein wenig nach und führe zur Feier des 1. Dezembers meinen Funkel-Rock aus, bloß habe ich zum Erden des silberfarbenen Stück Stoffs keine Chucks, sondern meinen liebsten Ringelpullover gewählt, den ich zugegebner Weise mit etwas mehr Grazie hätte in den Bund stopfen können. An den Füßen trage ich neue alte Flitzer, unsere Freundin Katja hat neulich nämlich ihren Kleiderschrank ausgemistet und mir ihre einst heiß geliebten Acne Boots vermacht – wegen einer gemeinen Fuß-OP tun sie ihren Zehen allerdings nicht mehr gut, ein Trauerspiel. Ich versprach aber, eine gute Austausch-Mama zu sein. Überhaupt sollte man viel mehr Kleidung tauschen, der erste Vorsatz für das kommende Jahr steht also fest.

Achso, und noch eine Neuigkeit: Mitte des Monats trete ich gemeinsam mit Scalamari Jane meinen ersten Friseurbesuch seit Jahren an. Pony, kein Pony? Schnippschnapp ab oder endlich neue Farbe? Es bleibt spannend, über Vorschläge freue ich mich in meiner Ratlosigkeit aber sehr! weiterlesen

OUTFIT // Favourite Layers.

– 27.11.2015 um 8.15 – Outfit Wir

weekday storesKinder der 90er machen es schon immer, seit ein paar Saisons haben auch die bekanntesten Designer und Designerinnen einschlägiger Fashion Weeks eingesehen, dass Spaghettiträger gezwiebelt gehören. Mein liebstes Beispiel: Marni für das Frühjahr 2016. Noch besser, wenn den zarten Trägern ein robuster Spielgefährte beiseite gestellt wird, Reißverschluss-Pullover und Rollkragen eignen sich jedenfalls besonders gut, wenn man es mit dem anhaltenden Grunge-Revival nicht allzu sehr übertreiben will. Noch ein neues Traumpaar in meinem Kleiderschrank: Etwas zu groß geratene Jeans plus kleine Tücher anstelle von Gürteln. Weil mich komplett um die Hüfte geschlungene Foulards optisch manchmal ein wenig überfordern, verbinde ich deshalb meist nur die beiden vordersten Schlaufen miteinander, um sie mit einer unordentlichen Schleife zu verzieren.

Ansonsten feiert nur noch der seitliche Gretchenzopf Winterpremiere – kommt wirklich nur an ganz schrägen Haar-Tagen vor, wie heute. Jetzt gleich geht es zum Tantenbesuch in die rheinländische Heimat und ich muss mich ehrlich gesagt noch daran gewöhnen, plötzlich für drei Menschen zu packen, keine Kekse zu vergessen und auch sonst alles im angepeilten Zeitplan zu schaffen. Drückt mir die Daumen – wer Spieltipps für fünfstündige Bahnfahrten mit Einjährigen hat, bekommt heute ein besonders großes virtuelles Küsschen von mir. Bis Montag, ihr Lieblingsleser_innen ♥ weiterlesen

Outfit // Dinnerabend mit Raubkatze

– 24.11.2015 um 10.40 – Outfit Wir

by malene birger

 Manchmal überraschen mich meine geschmacklichen Ausflüge selbst ein bisschen, der Animalprint zum Beispiel war noch nie mein bester Freund – bis schließlich dieses kuschelige Raubkätzchen seinen Weg zu mir fand. Nachdem ich den halben Abend humpelt verbracht hatte und mich im Restaurant noch nicht eimal mehr ins Bad wagte, bemerkte eine Freundin dann glücklicherweise doch noch den Reißverschluss am hinteren Teil des Leoparden-Rocks. Über meine geistigen Leistungen kann man derzeit also nur den Kopf schütteln. Hoch erfreut bin ich hingegen über die Praktikabilität der auf den ersten Blick für die Pizza-Nahrungsaufnahme äußerst ungeeignete Bluse samt baumelnder Schlaufen, die sich listig, aber doch sehr adrett um beide Handgelenke schlängeln.  Der Physik sei Dank kommen Käsebelag und Gebämsel sich beim eifrigen Schaufeln nicht in die Quere. Bloß eine Strumpfhose rollte ich kurz bevor ich das Haus verließ noch schnell über die nackten Beine, in meinem Kopf ist die Kälte offenbar noch nicht wirklich angekommen.

Das Fazit des Abends: Den wilden Alltag werde ich in diesem Aufzug nicht bewältigen können, dafür bin ich aber sehr gewillt, mich künftig etwas häufiger in (experimentelle) Schale zu schmeißen. Das Leben ist kurz, die Nächte sind lang. Ihr wisst schon. Mehr Mut, Freunde. Das gilt auch für mich. weiterlesen

OUTFIT // Ruhe vor dem Sturm

– 05.11.2015 um 8.23 – Outfit Wir

StillsIch sags euch ganz ehrlich: Wenn ich an heute Abend denke, dann läuft mir vor Aufregung fast ein bisschen die Nase, ich werde nämlich einer Einladung von Loewe folgen und es mir irgendwo in der Austragungsstätte der GQ „Männer des Jahres“ Awards gemütlich machen, oder eher: ungemütlich. Selbst eingebrockt habe ich mir also dieses wunderbare Alles. Vor allem, weil mir die Gelegenheit günstig erschien, mich endlich ein bisschen im maskulinen Teil der Boulevard Presse fortzubilden, aber auch wegen der seltenen Gelegenheit, outfittechnisch ein bisschen aufzudrehen, ich werde nämlich Schwarz, Gold und Magic Stripes tragen. Bloß hatte ich bis zur letzten Sekunde den Dress Code verdrängt, den ich mir ausnahmsweise einzuhalten schwor. An den Füßen wird es also stöckelig zugehen und ihr wisst – das Erhalten der eigenen Grazie avanciert in solchen Fällen zu meinem persönlichen Endgegner. Deshalb trage ich bis dahin nichts als Jeans und einen Couch Potatoe Pullover, in dessen muckeliger Sicherheit ich mich jetzt noch ein paar Stunden suhlen werde.

Ein Update vom Abend folgt dann morgen und zwar ohne perfekte Pediküre – man riet mir aus verschiedensten Richtungen zwar eindringlichst dazu, aber irgendetwas sträubt sich in mir. Vielleicht ändere ich meine Meinung, sollte ich irgendwann einmal heiraten – bis dahin kümmere ich mich lieber selbst um meine Hobbit-Zehen. weiterlesen