Schlagwort-Archiv: Tagesoutfit

OUTFIT //
Sonne & ein neues Fahrrad.

– 31.08.2015 um 9.55 – Advertorial Outfit Wir

edited the label kleidJeder Mensch, der ein Fahrrad besitzt und ehrt, der weiß, dass Fahrraddiebe einem zuweilen das Herz brechen können; ein Fahrrad ist nämlich ein bisschen wie ein Rauhaardackel, ein treuer Begleiter, den man nicht einfach so mir nichts dir nichts ersetzen kann. Deshalb war ich jetzt ein ganzes Jahr lang zu Fuß und mit der Trödelbahn unterwegs, man nahm mir nämlich nicht nur mein Holland-, sondern auch mein Rennrad und zwar binnen kürzester Zeit, beide Male genau vor meiner eigenen Haustür. Am Wochenende beschloss ich schließlich, dass es womöglich an der Zeit sein könnte, ein neues Kapitel aufzuschlagen, eines mit Einkaufskörbchen und rosafarbenen Reifen dran. Gesagt, getan, ein Freudentag.

Passend zum Anlass trug ich ein Kleid von EDITED the Label, das auf Instagram bereits sehr passend als „strangest cool dress“ bezeichnet wurde, so sehe ich das nämlich auch. Und nein, ich konnte nicht auf die cremeweißen Socken verzichten, wirklich nicht: weiterlesen

OUTFIT //
M Missoni Zickzack

– 28.08.2015 um 9.27 – Outfit Wir

ace and tateGestern hatte ich es mit einem typischen Donnerstag zu tun, man klemmt irgendwie zwischen den Stühlen, weil man einerseits noch mitten in der Woche steckt, das Hirn sich seinerseits aber längst gen Freitag und juchu, bald ist Wochenende verabschiedet hat. Ich war außerdem so müde, dass der Tag mit Duschgel statt Shampoo im Haar startete, ganz zu schweigen von der Faulheit, die mich beim Anblick meines Kleiderschranks, der übrigens gar kein Kleiderschrank, sondern ein Gästebad mit Kleiderstangen drin ist, übermannte. Es reichte also gerade noch für einen Griff Richtung Jeansshorts und neuem Zickzack-Pulli, der die Geister ganz offensichtlich scheidet, fragt mich nicht, weshalb, ich mag ihn nämlich sehr.

Zum allerersten Mal trug ich zudem Sonnenbrille trotz des trostlosen Himmels, auch wenn sich das eigentlich wirklich nicht gehört. Alles in allem also kein Outfit, das nach Applaus schreit – dafür aber pudelwohliger Alltag: weiterlesen

Outfit //
Samstags in Himbeerschuhen

– 24.08.2015 um 10.57 – Outfit

lika mimikaNormalerweise schluffe ich am Wochenende wirklich in ziemlichen Lappen durch die Straßen, dafür, dass ich auf dem Teller oder im Kuchen außerdem nicht viel mit Himbeeren anfangen kann, bin ich dieser Tage aber ganz schön verliebt in dieses Beerenpink an meinen Espadrilles-Füßen und für meine Verhältnisse sogar ganz adrett unterwegs gewesen. Beseelt und euphorisiert von so viel Farbe und Eiskaffee, kam ich morgens sogar noch dazu, mir die kaputten Haarspitzen und noch ein bisschen mehr ratzfatz abzuschneiden, das Frisurenproblem ist wegen der endlosen Möglichkeiten und großen Entscheidungsschwierigkeiten also auch erstmal ad acta gelegt.

Viele Bilder sind am Samstag zwar nicht entstanden, dank Sarah Jane existieren aber immerhin ein paar Schnappschüsse vom Zufalls-Outfit, dass zwar ganz schlicht, aber gerade deshalb auch gar nicht so verkehrt ist. Bleibt nur noch eine Frage offen, die hier immer wieder gestellt wird: Wie um alles in der Welt, habe ich es geschafft, meine Wildledertasche vom mordsmäßigen Ölfleck zu befreien. Ganz einfach: Mit ein bisschen Bürstengewalt und dem guten alten Dr. Beckmann Fleckenteufel. weiterlesen

Outfit // 70’s Chucks & Wildlederjacke

– 20.08.2015 um 9.03 – Advertorial Outfit

Processed with VSCOcam with c1 presetWas viele hier ja gar nicht wissen: Ungefähr 50% unserer Arbeitszeit sind wir überhaupt nicht als Bloggerinnen unterwegs, vor eineinhalb Jahren wurde nämlich aus einer Schnapsidee heraus Jane Wayne Consulting geboren, ein Glücksfall, sonst würden wir womöglich irgendwann vor dem Bildschirm festfaulen. Gestern jedenfalls verschlug es uns deshalb seit monatelanger freiwilliger Abstinenz mal wieder ganz unverhofft in den Wedding, genauer gesagt in ein kleines Hinterhofparadies, von dem wir euch beizeiten noch erzählen werden. Erstmal folgt aber bloß das Outfit zum Ausflug, Alltag sozusagen.

Man könnte ja meinen, Chucks müssten uns langsam aber sicher zum Rachen heraus kommen, aber nein, dem ist nicht so, spätestens seit man mir das neue alte 70’s Modell andrehte, das insgesamt ein bisschen robuster ist, cremefarbener und viel weicher in der Sohle (nie wieder Festival-Plattfüße). Blabla dachte ich, aber nach gestern kann ich sagen: Ist wirklich so. Man beachte übrigens die fesche Schnürsenkel-Bindung – da bin ich mir allerdings noch nicht so sicher, was ich von diesem Experiment meinerseits, das ich mir irgendwo abgeschaut habe, ich weiß nur nicht mehr wo, halten soll. Und dann wäre da noch die Wildlederjacke von EDITED the Label, die womöglich ein sehr treuer Begleiter werden wird: weiterlesen

Outfit //
Oh Lala, mon Dieu!

– 19.08.2015 um 9.30 – Outfit Wir

outfit lika mimika weekday iphoriaWenn man mir gezwitschert hätte, dass ich irgendwann einmal auf himbeerfarbene Espadrilles und kaschmirweiche Pullover samt Comic-Aufdruck und Kussmund fliege, ich hätte bereits rein provisorisch einen Besen gefressen und meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass genau das niemals passieren wird. Während eines kurzen Ausflugs zu Prag Pr wurde ich gestern dann plötzlich eines Besseren belehrt, ich verlor augenscheinlich also nicht nur mein Herz, sondern auch den Verstand und bin seither bollestolze Besitzerin diverser Paris-Hilton-Gedächtnis-Stücke, inklusive Monsterhandyhülle im Parfum-Gewand.

Je oller, desto doller könnte man fast meinen, man kann also nur erahnen, wozu das Ganze hier noch führen wird. Lasst es mich doch bitte vorsichtig wissen, sollte ich demnächst komplett überschnappen – bisher gehe ich nämlich noch davon aus, dass sich meine ungeahnte Schwäche für Kitsch noch gerade so eben in Grenzen hält. Zwischen Pullover und Schuhen trage ich übrigens die beste Jeans seit langem – komplett aus recycelter Baumwolle, wir erzählten euch hier bereits von Weekdays neuestem Coup. weiterlesen

Outfit // Das Blumenkleid aus New York

– 18.08.2015 um 10.00 – Outfit Wir

Chloe Drew Bag

Mit Sechszehn hatte ich eine Schwäche für Blumenkleider und Bindis, danach dachte ich, Polohemden seien eine seriöse Alternative, woraufhin ich meinen Stil verlor. Seither schwamm ich also immer wieder auf der ein oder anderen Trendwelle herum, es hagelte erst Hüftkettengürtel aus Swarowskisteinen, dann schwarzen Lippenstift und Technohörnchen. Letzteres mit Mitte Zwanzig. Das muss man sich erstmal trauen.

Verzeiht mir den Pathos, aber seit die Modewelt wieder mit 70er-Jahre Gedächtnis-Klimbim um sich wirft, fühle ich mich wie der Mops im Haferstroh; ich könnte mich unentwegt in Schlaghosen und Schluppenblusen suhlen. Nur eins macht mich auf materieller Fummelebene noch glücklicher: Originalteile von damals. Wie dieses Kleid dort oben, das ich jüngst in einem der schönsten Second Hand Läden New Yorks ausfindig machte, um Chamäleon in der Superbutze aller Superbutzen zu spielen: weiterlesen

OUTFIT //
Céline Margeriten & Topshop Kord

– 11.08.2015 um 9.46 – Outfit Wir

topshop kord rock celine shirt Jedes Mal wenn ich den Westen und seine traumhaften Cafés besuche, frage ich mich, ob ich wohl auch irgendwann einmal reif sein werde für für dieses zu großen Teilen so schöne Charlottenburg und alles drum herum – wäre da nicht meine eigene Faulheit und die Gewissheit, dass ich es wohl niemals schaffen würde, abends nochmal eben so 40 Minuten gen Neukölln oder Kreuzberg zu tuckern, auf ein schnelles Glas Wein, hier, wo alles ein bisschen langsamer zuzugehen scheint, kenne ich nämlich wirklich keine Menschen Seele. Ein Jammer ist das. Zur Feier des Tages schmiss ich mich trotzdem in den Supersalefund meines Lebens, eine Seidenbluse von Céline, für die ich auch ohne das Label im Nacken mein letztes Hemd gegeben hätte. Beschwipst von all den Margeriten kombinierte ich außerdem einen Kordrock dazu und Espadrilles mit Keilabsatz, obwohl ich Keilabsätze normalerweise eher verschmähe. Es war trotzdem Liebe auf den ersten Blick, wegen der Knöchelschnürung und überhaupt. Trotz der spanischen Herkunft dieser traditionellen Castañer-Schuhe, bilde ich mir nämlich ein, dass da ein bisschen Côte d’Azur mitschwingt.

Das hier ist wohl genau das, was ich ganz ohne Zweifel ein „Rundumzufriedenoutfit“ nennen kann. Trotz Spliss – ich überlege wirklich schon wieder, ob ich einfach Schluss mache mit der Mähne: weiterlesen

Outfits // Sechs Mal Zwischendurch

– 05.08.2015 um 11.13 – Outfit Wir

instagram outfts nikejaneGerade erst hat mich wieder jemand gefragt, wie ich meinen Stil beschreiben würde, dabei bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich überhaupt Stil habe. Ich antwortete also bloß „heute hü, morgen hott“ und war insgeheim sogar recht zufrieden mit dieser Selbsteinschätzung. Denn „wer einmal hü und einmal hott sagt, der ändert ständig seine Meinung und weiß nicht so recht, was er will.“ Ganz genau so ist es.

Montags wäre ich gern die Gattin von Alex Olson, Dienstags drängelt sich der pingelige Loafer-Spießer in mir nach vorn, Mittwochs hänge ich samt Schlabberschlaghose gelegentlich in den Seilen, Donnerstags müssen Trecking-Sandalen für den Fußkomfort her, Freitags wäre ich gern nochmal 16 und ein bisschen Paris, Samstag passt die Weste zum Kräutertee und Sonntags trage ich nur Schlafanzug. Die Liste könnte ewig so weiter gehen, den Anfang machen aber sechs Schnappschüsse von Outfits, die normalerweise in der Instagram-Senke verschwinden: weiterlesen

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OUTFIT // Carmen & Clogs

– 04.08.2015 um 8.02 – Outfit Wir

Seit Wochen stiere ich aus der Ferne diverse Off Shoulder-Tops an, die man außerdem auch furchtbar keck „Carmen“ nennt, bloß wollte es nie so richtig klappen mit einer ernsthaften Liaison. Zu schlabberig, zu mäh oder unverschämt teuer, falsche Farbe und so weiter, jedes Mal. Mir blieben also nur zwei Alternativen: Selber nähen oder auf Fundstücke von früher setzen. Ich entschied mich für letzteres, nahm mir für die Zukunft ersteres vor und wurde schließlich in New York fündig – danke Beacon’s Closet, du 2nd Hand Paradies. Da ist es jetzt also, das barschultrige Stück Stoff.

Weil gestern zwar ein aufregender (Hallo Tiny Jane!), aber durchaus auch träger Montag war, gibt es ansonsten kein großes Outfit-Tamtam, nur zwei weitere ziemlich alte Lieblingsstücke, den kastanienbraunen Lederbeutel zum Beispiel. Einzig der strenge Zopf kommt mir ein bisschen schräg vor, so ganz ohne Scheitel – ist als ambitionierte Stirnschwitzerin bei 33 Grad im Schatten aber womöglich nicht die schlechteste aller Ideen: weiterlesen

OUTFIT // Sommersterne von Rika

– 13.07.2015 um 10.10 – Allgemein

Rika Star Dess Sandro Boots

Heute ist ein trauriger Tag, ich muss nämlich meine während der Fashion Week bereits sehr lieb gewonnen Leih-Boots von Sandro Paris wieder abgeben, es bricht mir beinahe das Modemädchen-Herz. Erst im September, zum offiziellen Erscheinungsdatum, könnte es zu einer Reunion kommen, bis dahin wird kein anderer Schuh dieser Art nachrücken, das verspreche ich hiermit hoch und heilig.

Auch auf der Wunschliste der neu entdeckten Gelüste: Sterne, am liebsten sämtliche, die als mittlerweile legendäres Markenzeichen immer wieder aus dem Hirn der in Schweden geborenen Designerin Rika Lundgren entspringen. Komisch ist das schon, als ich ähnliche Drucke nämlich einst bei Saint Laurent & Konsorten entdeckte, musste ich eher an Ed Hardy als an Liebe denken. Wie schön, dass man sich täuschen, wundern und durchaus auch mal umentscheiden kann. Also: Adios, ihr heißen Feger und hoffentlich bis bald. weiterlesen

OUTFIT //
Gretel & the little Black Dress

– 09.07.2015 um 9.45 – Outfit Wir

FW Outfit 4Da legt man sich fein säuberlich ein paar Outfits für die Fashion Week zusammen, um während der durchgetakteten Tage nicht auch noch Kleiderschrank-Plemplem zu werden und dann sowas. Schlaufuchs wie ich bin, schmiss ich gestern ein paar Einkaufstüten auf ein helles und noch dazu seidenes Kleid, das jetzt zerknautscht wie ein Stück altes Papier auf die Bügel-Aktion seines (und meines Lebens) wartet, für die ich heute Morgen aber leider keine Zeit mehr hatte. Dann eben Gretel.

Das transparente Plissee-Kleid ist mir das derzeit liebste, wegen der kecken Arm-Schlitze und schwingenden Form. Jetzt fragt mich nicht, welcher Teufel mich geritten hat, diese Nieten-besetzten Ballerinas dazu zu kombinieren, aber ich war durchaus der Meinung, es mit einem rattenscharfen Duo zu tun zu haben. Geschmacksache (meine Meinung dazu wechselt übrigens auch im 15-Minuten-Takt, weshalb ich noch ein Paar Wechsel-Espadrilles mit mir herum schleppe). Ansonsten: Bestens gewappnet. Und bevor jetzt wieder jemand seinen Senf zu meinem fragwürdigen Katertag-Teint abgeben will: Es geht mir gut, bloß hat sich mein Puder vom Acker gemacht. Wird bald nachbestellt, keine Sorge: weiterlesen

OUTFIT //
Casual Friday mit Badeanzug statt Top

– 03.07.2015 um 8.00 – Outfit Wir

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Dieser Post ist ein kleines bisschen gemein, denn ich trage Sarah Janes Lieblingsbadeanzug (gut, neben jenem wunderbaren Streifenträumchen von Marlies Dekkers). Jedenfalls ploppte ein kleiner Babybauch zwischen meine Lieblingsfreundin und ihren grünen Sommerbegleiter, weshalb ich selbigen jetzt quasi schonmal antesten darf. Ich finde das furchtbar nett, weshalb ich ihn behüte wie meinen Augapfel und angesichts des ausgebrochenen Schwülwetters da draußen auch nur noch sehr selten ablege, daran ändert auch die neue Schlauchwurstform meines Dekolletees nichts.

Um halbwegs angezogen auszusehen, trotz Freitagsmüdigkeit, schälte ich mich außerdem in eine quietschenge Jeans-Culotte, die immerhin den Beinen Luft zum Atmen lässt. An den Füßen trage ich Schummelschuhe, die Sale-Schnapper sind nämlich hoch, haben aufgrund des Plateaus aber kaum Steigung, was prima ist für Absatz-Flaschen wie mich. Ob dieses Outfit Post-würdig ist, bleibt trotzdem weiterhin fragwürdig, aber ich weiß schon, Alltag ist wichtig, also bittesehr: weiterlesen

Outfit //
Postkarte aus Usedom

– 01.07.2015 um 11.00 – Outfit Wir

sandro paris lika mimika

Letzte Woche durfte ich Gast auf einer Traumhochzeit sein, nicht im Sinne von wahnsinnig viel Tamtam und Kitsch, es ging viel eher wunderbar familiär und gemütlich zu, manchmal aber auch heiß her, jedenfalls fehlte mir, natürlich, sogar noch am Tag zuvor das passende Hochzeitsgastkleid, ich besitze nämlich ganz offenbar nur Schlabberkram und schwarze Kleine, Kurze und Katastrophen. Ich hatte irgendwann schonmal über diese seltsamen Dresscodes schwadroniert, kam dann aber schlussendlich zu dem Ergebnis, dass selbige oft großer Quatsch sind – viel wichtiger als das Befolgen veralteter Regeln, erscheint es mir, sich dem Paar entsprechend zu kleiden (was im Grunde ja auch alle Beteilgten glücklicher macht). Meine jetzt vermählten Freunde sind glücklicher Weise hinreißende Blumenkinder, ein Teppichkleid schien mit also durchaus vertretbar.

Und weil es für mich kurz darauf zu einer Familien-Reunion nach Heringsdorf auf Usedom ging, schleppte ich die gefransten Streifen aus Packfaulheit auch gleich zur Alltagsprobe mit an den Strand. Ich finde: Bestanden! Mit Espadrilles statt hohen Hacken bleibt vom Schickimickifaktor (den gab es dank Glitzer an den Füßen wirklich!) nicht allzu viel übrig. Dafür aber ein Sonnebrand auf den Schultern: weiterlesen

OUTFIT //
Funktionskleidung

– 25.06.2015 um 8.39 – Outfit Wir

weekday tunikaWir haben neuerdings ein Buch auf Lios Nachttisch liegen, das den Titel „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ trägt. „Meine Güte, was bin ich heute schlecht gelaunt“, jammert da das Grummeltier, „ich bin ja richtig gefährlich!“ Gestern ging es mir in etwa genau so. Man erkennt es ganz gut am Wenn Blicke töten könnten-Gesicht , aber immerhin wurde es mit voranschreitender Tageszeit etwas besser, was vielleicht auch ein Stück weit der gemütlichen Kluft zwischen Funktionskleidung und Strandurlaub zu verdanken war. Als Muse zur Kleiderwahl diente mir eine saugute Freundin, die am Wochenende stets Laufhosen trägt, bloß läuft sie darin nicht, sie faulenzt und sieht dabei auch noch zum Anbeißen aus.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem herauswachsenden Pony auf meinem Kopf. Normalerweise drehe ich ihn zu Würsten und stecke ihn an den Seiten fest, um so zu tun, als wäre er überhaupt nicht existent – aber selbst zu diesem eigentlich nicht sehr komplizierten Kniff fehlte mir am Morgen der Elan, sodass ich den Vormittag mit 80er Jahre Gedächtnis-Hair-Flip verbrachte. Ganz schön Vieles, über das man sich jetzt durchaus streiten kann. Überraschender Weise habe ich selbst aber meinen Frieden mit diesem Outfit gemacht, es ist sogar eines meiner liebsten. Vor allem wegen der Sandalen, die der 40% Acne Sale mit bescherte: weiterlesen

OUTFIT //
Aufgebrezelt mit Tutti Frutti Blumen

– 22.06.2015 um 8.00 – Outfit Wir

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Die Grenzen zwischen aufgebrezelt und tussig sind offensichtlich ebenso fließend wie jene zwischen ombre und billig. Ein Instagram Post meines in Peroxid getunkten Haars samt obigem Outfit trat jedenfalls wieder eine dieser Diskussionen los, bei denen man zuweilen ins rätseln gerät. Ich konnte der ehrlichen Kommentatorin, die meine Frisur als wenig stilvoll einstufte (bloß mit anderen Worten), nicht einmal böse sein. Ist ja alles Geschmacksache und, so realistisch muss man schon sein, von einer betörenden Eleganz wie Amal Clooney sie an den Tag legt, bin ich in ungefähr 100% aller Fälle meterweit entfernt. Die Frage ist bloß: Will man überhaupt stets stilvoll wirken? Oder ist Spaß wichtiger? Ich plädiere für Zweiteres, in vollem Bewusstsein darüber, dass ein knatschenger Lederrock zu blondierten Spitzen wenig Kaffeeklatsch-geeignet ist. Musste er am Wochenende aber auch gar nicht, es ging nämlich zum Mädchenumtrunk in trautem Kreise irgendwo in Neukölln.

Was dann das Outfit soll, fragt ihr euch jetzt zu Recht. Weil niemand von uns in der letzten Zeit dazu kam, sich mal so richtig aufzubrezeln für die Welt da draußen, beschlossen wir in einem spontanen Anflug von Kindsköpfigkeit, ganz einfach so zu tun, als gäbe es einen besonderen Anlass. Als säßen wir an irgendeiner vornehm-schlüpfrigen Hotelbar, statt auf den zerpflückten Sofas unserer Lieblingkneipe. Wir waren übrigens die Einzigen, die den Sinn dahinter verstanden. Der Rest der Anwesenden schielte nur skeptisch zu uns rüber und wartete auf das unangenehme Giggeln fünfer Sex-and-the-City-Fans – vergebens. Kleider machen bekanntlich zwar Leute, aber noch mehr Vorurteile. Ihr wisst schon: Je höher die Absätze, desto kürzer die Hauptsätze. Immerhin waren meine nur drei Zentimeter hoch: weiterlesen