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Angehört: Brian Eno – Baby’s on fire

12.01.2011, 14.17 | von

Brian+Eno+eno Angehört: Brian Eno   Babys on fire

Heute widmen wir uns musikalisch mal nicht den jungen Hüpfern der Popkulturblase, sondern dem heute 62jährigen Namensgeber des Ambient: Brian Eno.

Es wäre allerdings vermessen zu behaupten, der in Großbitanien geborene Held aller Elektro-Klangfetischisten hätte bloß diesen einen Erfolg zu verzeichnen. Nein, Eno ist ein Gott, ein Vorbild, ein Wegweiser, bereits 1970 hinterlässt er als Kopf hinter Roxy Music während der glittrigen Glam-Rock-Ära erste Spuren. Dann, nach seinem Ausstieg 73, erfindet er diese eine Stilrichtung, eine Musik, die athmosphärisch den Raum zwischen den Noten füllt und später Ambient heißen wird; “Ambient 1: Music for Airports” heißt das dazugehörige ikonische Album. Man munkelt sogar, dass Bands wie The Orb und Massive Attack ohne den musikalischen Einfluss Enos heute nicht einmal existieren würden.

BrianEno Angehört: Brian Eno   Babys on fire

Musik muss bei Eno nicht auf die klassische Art und Weise das Gehör befriedigen, viel mehr fordert er den Zuhörer hinaus, womit er seinen Kollegen in 70ern immer einen Schritt weit voraus. Er werkelt an experimentellen Klängen, erforscht die Möglichkeiten des Samples und gilt als Pionier des Tape-Loopings.

Nicht nur Musik machen kann unser heutiger Held, auch im Produzieren eben jener beweist er eine starke Soundästhetik und führt unter anderem die Talking Heads und U2 zum Erfolg -  vielleicht sollte man an dieser Stelle doch noch die beachtlichen Liste seiner erfolgreicher Kollaborationen anführen, denn John Cale, Robert Fripp, David Byrne und Konsorten sind, wie Eno, Goldstücke der Musikszene. Enos Discographie scheint schier unendlich.

eno Angehört: Brian Eno   Babys on fire

Würde wir an dieser Stelle auch noch auf seine künstelrischen Einflüsse eingehen, würden wir heute über nichts anderes mehr reden. Dahr nur kanz kurz: Seine Video-Installation sind ebenso großartig wie sein gesamtes Lebenswerk.

Aber auch ein Extrem-Experiementialist besinnt sich das ein oder andere Mal auf die gute alte Liedform zurück. In Baby’s on fire, zum Beispiel. Meinen Lieblingsstück von Eno.

0 Angehört: Brian Eno   Babys on fire

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4 Kommentare
  1. semi multicolored caucasian:

    Nicht nur The Orb oder Massive Attack würden ohne ENO nicht existieren. Es gäbe schlicht und ergreifend keine Punk- und New Wave Musik wie wir sie kennen. Allerdings, meine über alles geschätzte Siegesgöttin, muss ich intervenieren: Brian Eno hat vielleicht die besten Alben mit den Talking Heads gemacht (Remain in Light und Fear of Music) aber da war schon eins bevor Eno kam. Das grandiose Debüt von 1977 (Talking Heads: 77) mit Songs wie Psycho Killer und dem grandiosen Sugar On My Tongue (allerdings erst in der 2005er Reissue Version).

    Aber ja: Babys on Fire ist groß! Sehr groß!!! Vielleicht noch getoppt von Third Uncle, der Mutter des Post-Punks. Und das 1974, drei Jahre vor Punk. Das ist ne Leistung…

    http://www.youtube.com/watch?v=yai4bier1oM

  2. Recht hast du, Herr B. Schande über mich, aber jedes Detail seiner genialen Musikkarriere hätte die komplette Seite gesprengt. Verzeihst du mir?

  3. semi multicolored caucasian:

    Aber sicher doch. Wie könnte ich auch nicht?

  4. Great information! I’ve been looking for something like this for a while now. Thanks!

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