Schlagwort-Archiv: 60er

Doku-Tipp: „TWIGGY, DAS GESICHT DER 60ER“ von Philip Priestley im Stream

„Sie war zu klein, zu dünn und zu lustig“ und wurde doch zu einer Ikone der rebellischen 6oer Jahre und sprengte die Konventionen: Twiggy. Kaum aus dem Urlaub zurück ärgert man sich auch schon wieder, das ein oder andere verpasst zu haben, denn die Doku “Twiggy, das Gesicht der 60er” flimmerte gestern Abend im Rahmen der neuesten Arte-Serie  “Summer of Rebels” über die Mattscheibe. Wer die rund 50minütige Zeitreise von Philip Priestley allerdings ebenso verpasst hat wie ich, der muss gar nicht traurig sein, denn wie immer zeigt der liebste Kultursender noch etwa 7 Tage im Stream und weitere zwei Mal speziell für Nachteulen, das Portrait einer Frau, die gleich eine ganze Ära abbildet.

Lesly Hornby aka Twiggy ist und bleibt Kult: Der berühmte Pixie-Haarschnitt, Kulleraugen, dramatische Wimpern, ein ultrakurzer Mini und ihre wahnsinnig zierliche Figur, die ihr ihren niedlich klingenden Spitznamen verpasst hat (“Twig” bezieht sich auf dünner Zweig), avancierte nicht nur zur Stilvorlage einer ganzen Generation, sondern ebenso zu einem rebellischen Gegenentwurf der sonst so üblichen Mannequin-Maße und verkörpert Freiheit in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. weiterlesen

Topshop A/W Trend Vorschau – Cowboys, Mods und Punky Checks.

– 29.06.2012 um 14.33 – Allgemein Mode Trend

topshop aw12 Topshop A/W Trend Vorschau   Cowboys, Mods und Punky Checks.

Du meine Güte. Das ist mir wirklich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr passiert, dass ich ein Lookbook-Outfit ganz ohne wenn und aber am liebsten auf der Stelle und genau so auch tragen würde. Dort oben links seht ihr ihn, den Look meiner momentanen Herbstträume. Layering + Camouflage-Details + Boyfriend-Attitüde und mein Herz schlägt höher.

Die Trends, die uns Topshop da für den kommenden Herbst untermogeln will, sind allerdings alle nicht von schlechten Eltern. Über die herannahende Cowgirl-Ära hatten wir bereits an anderer Stelle spekuliert und scheinbar scheint sich unsere Vision vom urbanen Saloon-Leben tatsächlich zu verwirklichen. Danke, Isabel Marant. Danke, Hermès.

Aber auch Lala Berlins Hommage an die “The Who” Generation und den durchgestylten Look der Mods trägt Früchte. Dass Pullover so oder so das A und O im Winterkleiderschrank sind, ist wohl keine Neugkeit, aber schön zu wissen, dass Cardigans endliche ernsthafte Konkurrenz bekommen. Und wie steht es um den Punk-Look? Wird er sich durchsetzten können? Bei all jenen, die es eher schick mögen, bestimmt nicht – aber auf euch warten ja noch die wunderbaren 60er Jahre. weiterlesen

MBFWB: Mods vs. Rocker und ein bisschen Zukunft in Lala Berlins „Quadrophenia“ A/W Kollektion 2012/2013

– 19.01.2012 um 23.25 – Allgemein Mode

lala 800x795 MBFWB: Mods vs. Rocker und ein bisschen Zukunft in Lala Berlins „Quadrophenia“ A/W Kollektion 2012/2013

Jugendkulturen sind nicht etwa ein zufälliges Produkt jugendlicher Experimentierfreudigkeit und schon recht kein uraltes Phänomen. Vielmehr waren es die 50er Jahre, in welchen die Gesellschaft erstmals das Wort “Generationskonflikt” in den Mund nahm. Die sonst so braven Sprösslinge manierenhafter Familien begannen erst in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg nach neuem Selbstbewusstsein zu suchen, sie rebellierten und warfen die ein oder anderen Anstandsregeln über Bord. Protest gegen das Establishment. Einige entschieden sich für das Halbstarkentum, andere verschrieben sich dem Existenzialismus. Kurze Zeit später, wähend der 60er Jahre, entwickelte sich die Subkultur der Modernists (“Mods”) und auch Rocker sprießen wie Pilze aus dem Boden. 1964 dann der Höhepunkt: Die beiden verfeindeten Gruppen liefern sich in Großbritannien blutige Straßenschlachten und prügeln um die Wette; es geht um Reviere, den Musikgeschmack, die Kleidung und aufeinanderprallende Lebenseinstellungen. “Quadrophenia“, ein Spielfilm basierend auf The Whos gleichnamigem Konzeptalbum, dokumentiert genau diesen Konflikt – und zieht sich wie ein Leitfaden durch Lala Berlins Herbst/Winter Kollektion 2012.

Mods, bekannt für Parkas, Motorroller, Bands wie “The Who” und “The Kinks” und ihren exzessiven Drogenkonsum, finden wir auch nach längerem Betrachten der Kollektion nicht in ihrer usprünglichen Gestalt wieder. Und auch die sogenannten Rocker haben auf den ersten Blick nichts mit Leylas Entwürfen gemein. Nein, wenn Inspirationsflüte und Zukunftsvisionen aufeinander prallen, dann muss man eben genauer hinschauen.  weiterlesen

Verliebt in: 60s Looks und spitze Schühchen

– 04.10.2011 um 15.46 – Allgemein Schuhe

Self Service Verliebt in: 60s Looks und spitze Schühchen© selfservicemagazine

Achherrjee, das ging schneller als gedacht. Da fragen wir nun seit geraumer Zeit, wie ihr den wiederauflebenden Trend um spitze Schühchen findet, wir selbst noch arg zweifeln und ihr uns darin bestätigt und nun kann ich es nicht mehr verneinen: ich habe mich Hals über Kopf verliebt – in die Kitten Heels, in die Arizona Muse und mal wieder Daphne Groeneveld für die neueste Ausgabe des Self Service Magazines geschlüpft sind. Zum Aufschreien aller Beteiligten sind diese auch noch weiß und ich kann es mir schon fast selbst nicht verzeihen, dass sie mich so in ihren Bann ziehen. Denn eigentlich erfüllen sie drei Kriterien, die ich an einem schicken Schühchen normalerweise so gar nicht mag: spitze Form, unvorteilhafter Mini-Absatz und eben die Farbe Weiß.

Im Zuge des 60s Revival hat mir Arizona die Schühchen allerdings wieder ordentlich schmackhaft gemacht und in Kombination mit verstrubbeltem Bob und Mini-Kleid in A-Silhouette kann ich nicht anders: ich fühl’ mich zurückversetzt in Muttis liebste Serien von damals und bin wahrlich verzückt!

Ihr braucht noch mehr Bilder für euer Urteil? Hier hätten wir noch welche: weiterlesen

New York Fashion Week: Creatures of the Wind SS12

– 14.09.2011 um 12.40 – Allgemein Mode

creatures+of+the+wind+ss12 800x597 New York Fashion Week: Creatures of the Wind SS12

 

Es gibt sie, diese Kollektionen, die im ersten Moment nach Geschmacksverkalkung duften und im zweiten Verwirrung stiften, um am Ende doch noch das Blatt zum Guten hin zu wenden. Das Newcomer Brand Creatures of the Wind, hinter dem ein kleines, talentiertes Designteam mit Sitz in Chicagos Herzen steckt, hangelt sich für das kommende Frühjahr offensichtlich genau an dieser Taktik entlang. “Passt das denn zusammen?“, fragt man sich zunächst, dann gibt man ein leises “Puh” von sich, einige Minuten später schon, bekommt man sogar selbst Lust, eins der nicht ganz so leicht verdaulichen Outfits zu tragen. Dabei sieht keines aus wie das andere – ein Wirrwarr aus Inspirationen.

Die 60er zum Beispiel, ziehen sich wie ein schwachroter Faden durch Längen und die gesamte Atmosphäre. Feminine zarte Schuhe, denen durch Söckchen College-Attitüde eingehaucht wird, Bubikrägen, gerade so werden die Knie bedeckt, ab und an rutscht der Saum auch ein Stückchen höher. Hochgeschlossene, karierte, spitzenbesetzte Blusen zu Faltenröcken vereinen norwegisches Kaminfeuergeknister mit High-Street-Elementen und klassischem Brav-Mädchen-Klischee. Technische Muster, die an Batik erinnern bekommen durch Transparenzen einen Hauch Futurismus eingehaucht, und plötzlich entdeckt man die Calvin-Klein 90er im cleanen, weißen Kleid. Céline-Chefdesignerin Phoebe Philo würden die boxigen Blazer im Blumenprint gefallen und der Rest wird aller Wahrscheinlichkeit nach zumindest von mutigen Stilmixern und -Brechern mit Kusshand empfangen werden. Tragbar ist diese Kollektion im Vergleich zu vielen anderen Laufsteg-Schätzen allemal. Mögen wir. Sehr! weiterlesen

Ausstellung: Zeitgeist & Glamour im NRW Forum | Düsseldorf

– 07.02.2011 um 12.00 – Allgemein Fotografie

+++ Alle Bilder mussten aus rechtlichen Gründen entfernt werden +++

»Die 60er und 70er Jahre versprühen einen besonderen Zeitgeist. Ein kompletter Wandel des Lebensgefühls und des Stils setzte ein – nicht nur in, sondern auch auf den Köpfen: Vom Twiggy-Bob über die lange Hippie-Mähne bis zur Seventies Föhnwelle, die Frisuren passten sich der revolutionären und aufregenden Zeit an. (…)”

Seit Samstag zeigt das NRW Forum Düsseldorf rund 400 Fotografien, die epische, intime und ikonische Momente der 60er und 70er Jahre für die Ewigkeit festhalten. Wir sehen Brigitte Bardot und Andy Warhol, aber auch Truman Capote oder den jungen Karl Lagerfeld – allesamt portraitiert und geknippst von Größen wie Richard Avedon, David Bailey, William Klein, Robert Mapplethorpe, oder Andy Warhol. Am spannendsten sind aber wohl die privaten Schnappschüsse bekannter Paparazzi – der voyeuristische Nahblick durch fremde Augen ernöglicht uns eine besonders authentische Sichweise auf den Zeigeist von damals. Die Ausstellung ist Abbild einer Gesellschaft, die problemlos den Spagat zwischen Hochkultur und Avantgarde, zwischen Protestkultur und Jet Set, zwischen alternativen Lebensformen und einer Boheme des Wohlstandes schaffte. weiterlesen