Schon sehr lange hab’ ich mich nicht mehr zu Zara gewagt. Weil dieser Artikel aber eine keine Moralpredigt werden soll und wir schon allzu oft über die Thematik diverser Produktionsstätten diskutiert haben, versuche ich es kurz zu halten. Grund für das Meiden war eine Klage gegen die Modekette aufgrund ”sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer in Brasilien”. Zara zahlte eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet etwa 1,4 Mio. Euro (Quelle: Wirtschaftsblatt).
Immer wieder musste seither ich darüber nachdenken, ob es nicht mehr als heuchlerisch sei, aufgrund des Medienwirbels keinen Fuß mehr hinein zu wagen – denn dass Zara sich in Punkten wie diesen höchstwahrscheinlich nur von sehr wenigen Unternehmen in ähnlicher Preisklasse unterscheidet, sollte uns allen klar sein. Also einfach alles boykottieren? Oder ungeniert weiter shoppen? Kein einfaches Thema. Auf der Suche nach einer neuen Bluse schaut ich mich am Freitag jedenfalls nach langem Hin und Her wieder bei Zara um. Weiterlesen »
So ein ganz kleines bisschen hatte es sich Louis Vuitton in den vergangenen Jahren mit mir verscherzt. Nicht, dass ich jemals auch nur irgendetwas aus der Schmiede des französischen Luxushauses besessen hätte, aber sogar das Bloße Anschauen der Stücke reizte mich nach der LV-Logo Flut auf echten und unechten Handtaschen kein bisschen mehr.
Inzwischen haben sich die Wogen aber wieder geglättet, dennMarc Jacobs entstaubt unseren ehemaligen Spießbürger zunehmend. Mit dem Video Lookbook zur kommenden Cruise Collection, zeigt sich Louis Vuitton von einer recht sympathischen, aber vor allem musiktechnisch geschmackvollen Seite – Metronomy trällern da nämlich ihren Superhit während Models in Stop Motion Ästhetik über grünen Grasen tänzeln. Weiterlesen »
Was die großen Designer uns auf den Laufstegen der Modemetropolen präsentieren, muss nicht zwangsläufig in einem Supertrend münden. Vieles von dem, was wir sehen, bleibt Laufsteg-Spektakel und findet höchstens ein hübsches Plätzchen in irgend einem xbeliebigem Editorial. Manchmal aber, da braucht das Auge bloß eine gewisse Eingewöhnungsphase – und aus dem anfänglichen Schock wird plötzlich Zuneigung. Was wohl mit diesen Mikro-Höschen passieren wird, die das Luxushaus Louis Vuitton uns für das kommende Frühjahr aufdrücken will? Werden Zara und Co nachziehen und die als Unterhosen getarnten Shorts in ihr Sortiment aufnehmen? Sollte dies der Fall sein, können wir nur schwer an die Vernunft der Käuferinnen appelieren.
Es schmerzt beinahe ein wenig, aber diesmal müssen wir klartext sprechen: All die Motzerei über den Magerwahn nützt nichts, denn diesmal ist es wahrhaftig so, dass nur die aller wenigsten diesen Trend mitmachen sollten – wenn überhaupt. Da muss das Beinchen gertenschlank (wenn auch trotzdem gesund sein!), sonst könnte es durchaus zu peinlichen Momenten in der Öffentlichkeit kommen. Aber auch Frauen, die in Größe 36 passen, dürften so einige Probleme damit haben, diese Nicht-Hosen adäquat zu stylen. Denn selbst auf obigen Bildern lässt sich nicht leugnen, dass man am liebsten rufen würde: “Eh, du hast deine Hose vergessen!”. Was meint denn ihr: Kann man so auf die Straße gehen? Weiterlesen »
Ich erinnere mich noch gut an all die Jahre, die ca mit Beginn der 6. Klasse eingeleutet wurden, in denen wir Mädchen unsere Hosen so tief auf der Hüfte trugen. dass unsere Mütter besorgt auf unsere beim Sitzen freiligenden Tangas starrten. Was waren doch alle froh, als der typische Miss-Sixty-Schnitt in den Untiefen des Schranks versank und altbewährte Bootcuts wieder ausgegraben wurden. Ein paar Saisons später beäugten vor allem Jungs unsere Experimente mit bis über den Bauchnabel reichenden Jeans. “Karotte” schimpfte man sie, heute gehören Modelle mit sehr hohem Bund bei vielen von uns zur Standart-Ausrüstung. Auch Röcke werden gern hochgezogen, Pullis, Shirts und Blusen fein säuberlich rein gesteckt. Hat das alles bald etwa ein Ende?
Es deutete sich schon in unterschiedlichsten Kollektion großer Designer an und für das kommende Frühjahr wendet nun auch Louis Vuitton sich von nierenwärmenden Schnitten ab: Der Bund rutscht wieder gen Hüfte und wir finden das, was wir sehen gar nicht so schlecht. Nur eines hoffe ich sehr: Dass man niemals wieder in Angst um seine Scham und doe Poporitze leben muss – so tief muss ja dann doch nicht sein. Begrüßt ihr diesen Trend denn oder tragt ihr’s lieber höher?Weiterlesen »
Seit Tagen kursiert das Gerücht, Marc Jacobs verließe Louis Vuitton, um zukünftig für Dior an vorderster Front zu stehen, zu designen und dem angeschlagenen Image, seit Gallianos antisemitischen Parolen und der damit einhergehenden Entlassung, entgegenzuwirken (wwd). Die “Welt” berichtet heute, dass Jacobs bereits 10 Tage nach Gallianos Missverhalten gefragt wurde, den Posten zu übernehmen und dem Label Louis Vuitt0n den Rücken zu kehren. Jacobs jedoch entgegnet: “Ich wurde nicht gefragt”. Und wir können nur vermuten, dass er sich wohl selbst beworben hat, um im sich im LVMH Konzern weiterzuentwickeln und neue Wege zu bestreiten. Denn das Unternehmen müsste er für den Wechesel nicht aufgeben – sowohl Louis Vuitton als auch Dior gehören zu dem Luxuskonzern.
Aber was passiert mit Louis Vuitton? Auch auf diese Frage hat die “Welt” eine passende Antwort: “Für den offenen Posten bei Louis Vuitton gäbe es wiederum einen In-House-Ersatz, der für LVMH-Chef Bernard Arnault wie die Traumlösung wirken muss. Weiterlesen »
Schon für den Frühling 2011 tummelten sich allerhand Schlafanzug-ähnliche Outfits auf den Laufstegen dieser Welt. Schnarchnasen wäre damit wohl geholfen, schließlich geht die Rechnung “Vom Bett ins Büro ohne Umwege” so vollends auf. Bloß war das, was Karen Walker, Band of Outsiders und Co damals zeigten, bloß einvornehm- zurückhaltender Vorgeschmack auf die geballte Pyjama-Flut der alsbald nahenden Resort 2012 Kollektionen.
Bei Celine (rechts) sind wir schon vor einiger Zeit über den zunächst etwas seltsam anmutenden Look mit Altherren-Attitüde gestolpert. Recht schnell fanden wir sogar gefallen an dem uns präsentierten Streifen-Zweiteiler, was aber auch durchaus mit der sonst so perfekt gelungenen restlichen Kollektion zusammenhängen dürfte. Beim nächsten Blick auf Louis Vuitton (mitte) und Salvatore Ferragamo (links) wissen wir nämlich plötzlich gar nicht mehr so genau, was wir vom wörtlich genommenen Out-Of-Bed-Look halten sollen. Deshalb seid ihr gefragt: DO or DON’T? (via style.com)
Letzte Woche noch suchte ich die Diva, die Ikone und die Muse der Gegenwart. Und nach längerem Überlegen vielen mir viele tolle Damen der Jetztzeit ein, die scheinbar nicht bloße Eintagsfliegen sind: Cate Blanchet, Scarlett Johansson, Audrey Tautout. Aber eine, und das machte mir Jen noch einmal indirekt deutlich, ist Kate Moss. Jüngst ziert sie das Cover der Harper’s Bazaar und macht darauf wieder eine wahnsinnig tolle Figur in einer Robe von Alexander McQueen. Hin und weg bin ich an diesem Morgen. Warum ausgerechnet heute? Weil ich in meinem Kopf das Leben der Kate Moss Revue passieren ließ. 37 Jahre alt, Mutter einer Tochter und sowas von im Mode-Biz, dass man glauben könnte, sie sei auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Weiterlesen »
Heute Morgen habe ich mich noch einmal durch die Ready-To-Wear-Kollektionen für den kommenden Frühling geklickt, denn der Sinn stand mir definitiv nach Farbe. Viel Farbe um genau zu sein, denn in den letzten Tagen habe ich mich fast ausschließich von Schwarz und Nude à la Shakuhachi bezirzen lassen. Dass knallige Töne in der nahenden Sonnenzeit aber offensichtlich ein Revival feiern, sollte ich trotzdem nicht außer Acht lassen.
Leuchtende, beinahe grelle Tönen sahen wir auf den Laufstegen aller Welt, es scheint beinahe als wollten die Designer der Spießigkeit mt Bonbon-Outfits trotzen. Prada entdeckt den Ringel-Look neu, Gucci mischt Orange, Flieder in Grün im Gesamtoutfit und Louis Vuitton gibt sich mehr denn je dem Farbrausch hin. Die Frage, die ich mir jetzt Stelle: Schafft dieser Trend es auch in den Alltag? Weiterlesen »
Was Herbsttage betrifft, bin ich Nikes Meinung. Meistens nass und kalt und alles andere als schön. Gerade nach dem Sommer hat es diese Jahreszeit einfach besonders schwer, gute Erinnerung zu wecken. In unserer Traumvorstellung sehen wir dagegen tanzende Blätter auf dem Weg, Sonnenstrahlen, die unser Gesicht wärmen und Spaziergänge durch den Park. Rost, Braun und Camel sind die dominierenden Farben, die wir uns quasi von der Natur auf den Leib schneidern lassen. Perfekt dazu passt die bereits im März vorgestellte Herbst-/Winterkollektion von Louis Vuitton im New 50’s Look.
Wir denken an Autokino, June Carter und Jonny Cash und an die klare Rollenverteilung von Mann und Frau. Gut, letzterem möchte ich generell nicht nachtrauern, doch die Mode ist endlich wieder feminin. Wir tragen Midi-Röcke, Handschuhe bis zum Ellebogen, Stoffe aus Samt und Spitze und zeigen Dekolleté.
Dass Marc Jacobs mit dieser Kollektion alles andere als falsch lag, zeigt ein Blick auf die Straße: Vor allem die auf der Mitte der Unterschenkel endenden Kleider und Röcke haben sich endlich durchgesetzt. Zara und Co. haben den Laufstegtrend wieder mal schnell umgesetzt und ermöglichen es uns, auch mit einem kleineren Geldbeutel fifties auszusehen. Weiterlesen »