Schlagwort-Archiv: Erlend Oye

Track des Tages //
Erlend Øye – „Rainman“

02.10.2014 um 13.48 – box2 Musik

Bildschirmfoto 2014-10-02 um 13.06.34Loving you is like waiting for the rain to come“ – ach, Erlend, du alter Wortakrobat. Es wird mir auf Ewig ein Rätsel bleiben, wie der musikalischste aller Sizilien-Auswanderer es immer wieder schafft, derart kafkaeske Texte zu schreiben: So einfach, so eloquent. Passend zu den bittersüßen Worten kombiniert der Kings of Convenience-Sänger gewohnt tänzelnde Töne, die für „Rainman“ mit instrumentellen Kinkerlitzchen wie frisch von der Insel komplettiert werden. Wir hatten so etwas schon geahnt, denn bereits die erste Single-Auskopplung vom kommenden und vierten Øye-Solo-Werk „Legao“ klang nach Mittelmeer-Luft und Songschreiben im Zitronengarten nebenan. 

Verantwortlich für das illustrierte Video ist die zauberhafte London College of Communication-Absolventin Clara Cebrian – anschauen und auf einen kleinen Ohrwurm gefasst machen:
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Track (+Video) des Tages //
Erlend Øye – „Garota“

21.07.2014 um 12.00 – box1 Musik

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Wenn ein Norweger, durch dessen Körper reinste Pop-Zellen schwimmen, ein paar Jahre lang in Berlin lebt, um schließlich doch Richtung Sizilien und Sonne auszuwandern, dann sollte man vielleicht erst gar nicht versuchen, dessen Musik noch zu verstehen – egal, wie lange man selbiger schon lauscht. Irgendwo hört der Verstand sowieso auf. Und zwar genau da, wo das Fühlen anfängt, wo für minimalistische Instrumentalisierungen ausnahmsweise kein Platz mehr ist. 

„Garota“ klingt anders als alles, was wir von Erlend Øye kennen, pompöser und voller. Bläser, Percussion und Orgeln tänzeln um einen Text, der es sich wagt, von Obst zu sprechen, obwohl das Leben gemeint ist. Und dann: „Choose the life you want to live, give the love you want to give.“ Es ist wie immer bei Erlend – So einfach und trotzdem verdammt schwer.

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Track des Tages:
D E N A – „Flash“ (prod. by Erlend øye)
& Album- Pre Order

28.02.2014 um 13.00 – Allgemein Musik

dena-flash-Bild in Collage: Obi Blanche

Liebe Leser, wenn ihr eine anständige Rezension über das sehr bald erscheinende Album „Flash“ lesen wollt, dann wechselt doch bitte kurz rüber zu den Jungs von Pitchfork, die wissen nämlich wo der Hammer hängt und erklären euch in lauter schönen Sätzen, weshalb man quasi gar nicht umher kommt, D E N A s Baby schon jetzt vorzubestellen oder gleich bei itunes abzufeiern. 10 Tracks, einer besser als der andere und textlich so richtig fies wahr. Ich bin verliebt und vernebelt, seit Ewigkeiten schon, deshalb bin ich auch für kein objektives Urteil zu gebrauchen. Glauben könnt ihr mir aber trotzdem: DENA ist nicht nur einer der von innen und außen schönsten Menschen, die ich kenne, sondern noch dazu ein unerhörtes Genie. 

Alles wird selbst gemacht, ein ganzer Kosmos erdacht und realisiert, mir einem Mini-Team aus Freunden und Freaks, die noch mehr fühl- und hörbare Liebe in das Projekt DENA pumpen. Bloß den Vertrieb ließ sich Denitza Todorova inzwischen vom sagenumwobenen Label K7 abnehmen, bei dem sich zum Beispiel Bloc Party, Foals, Gold Panda oder Digitalism die Klinke in die Hand geben. Am 10. März landet „FLASH“ offiziell auf dem Markt, den dazugehörigen Track gibt’s aber schon jetzt: weiterlesen

Track des Tages: Erlend øye – „Fence me in“

26.02.2014 um 9.25 – box3 Musik

erlend-oye-fence-me-in-Foto: Nike van Dinther 

„Why do we always have to choose which one to love / Why was the love I only gave never enough / Jealousy is killing all the fun“. Erlend Øye besingt in „Fence me in“ die großen Fragen des freigeistigen Lebens, mit denen er bei ziemlich vielen von uns wieder mitten ins Schwarze trifft. 

Aber das ist nichts Neues, denn was lyrische Punktlandungen, messerscharfes Herzen-heraus-schälen oder eifriges Aus-der-Seele-sprechen betrifft, war der Norweger mit dem außerordentlichen Brillen-Geschmack schon immer Genie-mäßig unterwegs. Viel faszinierender an der Musik des King Of Convenience und The Whitest Boy Alive Sängers ist dieser vogelfreie Zustand, in dem sich jeder einzelne Track um unsere Ohren schlängelt – alles und jede Zeile bleibt reine Interpretationssache, es kommt bloß darauf an, was wir hören wollen und draus machen. Aus den Tönen und Texten. Schwermut oder Euphorie? Beides geht und zwar immer. weiterlesen

Video: Erlend Øye – „La Prima Estate“

09.08.2013 um 15.44 – Allgemein Musik

Vergangene Woche hatten wir euch bereits einen ersten Vorgeschmack auf Erlend Øyes italienisches Debüt geliefert, heute dürfen wir euch endlich das fertige Video zu „La Prima Estate“ servieren. Der Text, der umrahmt wird von melodischen Erinnerungen an das Italien der 60er und 70er Jahre, dreht sich um den Zustand zwischen Jungsein und Erwachsenwerden, um Freiheit und Veränderungen, um große Fragen und kleine Wehwehchen. Oder genauer: Um den Uni-Abschluss. In der Hauptrolle: Lucia! Und genau an diesem Punkt werde ich nun ein kleines bisschen wehmütig.

Es ist nämlich so: Sizilien, die Insel, auf dem Marcin Öz und Gabriele Galanti „La Prima Estate“ visualisierten und die inzwischen Herr Oyes Heimat wurde, ist so etwas wie das Paradies. Optisch, aber vor allem: menschlich. Ich erinnere mich noch gut an meinen Urlaub an genau diesem Fleck Erde, an all die lieben Menschen, die im Video zu sehen sind und das Meer. Erlend, Alessandra, Andrea, Alessandra, Sergio, Lucia, Cristina, Laura und überhaupt: Von euch können wir uns eine gewaltige Scheibe abscheiden. So viel Zusammenhalt, Freundlichkeit und Wärme, so viel Vertrauen ineinander – das ist verrückt. Das, was ihr da habt, ist Gold wert. Und mein Bauch platzt vor Stolz und Glück, weil ich euch heute alle auf einem Fleck, in einem einzigen Video, wiedersehen darf. weiterlesen

Neues von Erlend Øye
„La Prima Estate“

30.07.2013 um 12.47 – Allgemein Musik

erlend-oye-la-prima-estateFoto: Nike van Dinther

Im Prinzip kann man Erlend Øyes Musik überhaupt nicht aus dem Weg gehen, jedenfalls ist das hier in Berlin so. Es ist quasi schnurzpiepegal, ob man nun bei Tee und Kuchen in einem x-beliebigen Café herum lümmelt, ob man gerade dabei ist, auf der Tanzfläche im Chalet durchzudrehen oder das Frühstücksei aufzuschlagen. Kings Of Convenience oder The Whitest Boy Alive – eine der beiden Bands des Norwegers wird mit Sicherheit aufgedreht. Vielleicht, weil Erlends Handschrift geprägt ist von dieser Leichtigkeit, die alles zulässt. Weil du selber entscheiden kannst, was die Töne, die da aus den Boxen kommen, mit dir machen. 

Zuletzt konnten wir Signore Øye durch die Jungs von Kakkmaddafakka sprechen hören – an deren Album tüftelte er nämlich fleißig mit. Im Video zu Denas Track „Cash Diamond Rings Swimming Pools“ gab’s außerdem heiße Tanz-Moves zu bestaunen und jetzt folgt schließlich das nächste Solo-Ding: Ein Track auf italienisch. Wieso? Weil Berlin längst als Wahlheimat ausgedient hat. Erlend lebt inzwischen auf Sizilien – an einem der schönsten Orte der Welt. Dank „La Prima Estate“ können wir uns ab sofort auch in den Süden träumen. Cheezy? Klar. Aber auch zauberschön. weiterlesen

Neues Projekt von Erlend Øye: Kakkmaddafakka

08.04.2011 um 19.16 – Allgemein Musik

Kakkmaddafakka – Restless from Mario Urban on Vimeo.

Wenn Mädchen angesichts einens brillentragenden Jünglings  der Reihe nach umkippen und Jungs nichts außer Bewunderung für eben jenen übrig haben, ist wohl die Rede von Erlend Øye. Er ist nicht bloß Teil des grandiosen Duos „Kings of Convenience“ und Frontmann der Elektro-Kombo „The Whites Boy Alive„, sondern seit neuestem auch Produzent. Und zwar für das zweite Album der norwegischen Band Kakkmaddafakka: „Hest“.

Wenn es sich bei den fünf Herren um eine gewöhnliche Musikgruppe handeln würde, hätte sich der gute Erlend wohl nicht auf diesen Deal eingelassen. Und schon scheint es auch gar nicht mehr verwunderlich, dass der liebe Hörer ein paar Vokabeln pauken muss, sofern er denn gewillt ist, die Texte der Band mit dem seltsamen Namen zu verstehen. Die sind nämlich gespickt mit allerhand „Ballabang“ – der Geheimsprache einer subkulturellen Gruppe aus norwegischen Bergen der 90er Jahre. Das bloße Anhören allein verspricht aber auch schon ausreichend Befriedigung, tummeln sich doch so manches mal bis zu 12 Menschen auf den Konzertbühnen der Skandinavier. Gitarre, Cello, Schlagzeug, Piano, Trompete und Posaune wollen schließlich auch ordentlich untergebracht sein. Ich sage es mal in den Worten von dm2 Berlin:

„Erlend weiß, wie´s bnn (=fett) und shachh (=sexy) klingt. Und egal ob ihr nun syk (= krank), drø sø (= verkatert) oder etwa schon wieder drita (= betrunken) seid: Sagt Enei (= Ja!) zu KAKKMADDAFAKKA!“ weiterlesen